Die Einhaltung von TRIPS ist zumindest Vorraussetzung für den Einstieg. Beispiele für eine nachträgliche Außerkraftsetzung gibt es in der Tat nicht, aber die Abschaffung mehrere Multi-Milliarden-Branchen werden die anderen Teilnehmer nicht einfach so hinnehmen.
Bei solchen Argumenten denk ich mir immer: Eigentlich sollte Politik die Interessen der Gesellschaft vertreten. Warum zum Teufel aber hören die auf andere?
Nichts gegen Fernziele, sowas vermisse ich in der Politik sehr häufig.
Aber wer einen ggf. mehrere Jahrzehnte wärenden diplomatischen Prozess anstrebt, der sollte das imho klarstellen und ein paar Wegpunkte angeben - nicht von "greifbare Nähe" sprechen. Das grenzt an Wählerverarsche. So oder so ist es keine Angabe dessen, was die Piratenpartei (jetzt bzw. in nächster Zeit) machen möchte (wie weiter oben gefordert/-sucht)
Da müssen wir wirklich aufpassen. Natürlich wollen die Piraten ihren Wählern nichts vormachen, auf der anderen Seite will man es so schnell wie möglich. Anderseits les ich grad, das der CCC an nem Konzept bastelt und man arbeitet an einer Übersetzung eine Modells aus GB (Copy-remix-share)
Wenn da ordentliche Ideen drin sind, kann man ja durchaus schneller vorankommen.
Aber um zu dem Punkt klar Stellung zu nehmen. Hier scheint meine Meinung mit denen der Piraten zu divergieren, was das arbeiten über Zeiträume angeht.
Äh: Die Forderrung lautet, jegliche nichtkommerzielle Kopie zu legalisieren. Kannst du mir mal erklären, was da noch vom Urheberrecht übrig bleibt und wie jemand unter diesen Bedingungen irgendwelchen Content vermarkten soll?
Es ist schlicht und einfach die Antwort auf die Realität. Die wenigstens haben nur 100% legal erworbene Software zuhause. Entweder wir lassen die Situation wie sie jetzt ist, man legalisiert es oder man setzt drastische Strafen mit einer Totalkontrolle des Internets durch. Die Industrie geht Richtung Kontrolle, jemand muss am anderen Ende des Seils ziehen. Es geht hier um mehr als Legalisierung von nichtkomerziellen Kopien.
Es sei aber angemerkt, dass ich diese nicht Teile. Ich bin lediglich gegen staatlich vorgeschriebene Bespaßung.
meine Meinung zum OR ist, das alle Altersgruppen was zu meckern haben, was ihnen nicht gefällt, was mir sagt, das sie genau ihren Auftrag nachkommen Sendungen für alle anzubieten. Unterhaltung, Sport, Nachrichten, Bildung.
*Tee aufsetzt und abwart*
(übrigens finde ich es nicht sehr seriös, dass man mit Themen Wahlkampf macht, zu denen man ein Jahr später die ersten konkreten Konzepte liefern möchte)
Hey, Die Piraten sind angetreten weil sie was verändern wollten und im Sommer letzten wurden sie überannt. (Mitgliedermäßig)
Alle wollten sie was verändern und hatten keine Ahnung, wie der politische Prozess abläuft. Diese muss man sich hart erarbeiten. Ich persönlich bin selbst gespannt was nach dem Bundesparteitag passiert
Pokerclock schrieb:
Was soll denn nun konkret geändert werden? Es fallen zwar Stichworte wie "Verwertungsrechte" und die damit verbundene Dauer, aber in welchen §§ soll was geändert werden? Vielleicht kannst du mir das sagen. Die Mitglieder eines Kreisausschusses konnten es nicht. Wichtig sind die §§15ff, 31ff, 69a ff. und 97-111c UrhG und natürlich das gesamte UrhWG. Was soll da konkret geändert werden?
Woran erkennt man den Juristen im Forum? Drei Punkte für den der es errät.

Ich habe weiter oben geschrieben, das ich kein Experte auf dem Gebiet Urheberrecht bin. Im Prinzip verteidige ich eine Idee, dessen Ansatz mir wahrscheinlich nicht mal 100% klar aufgrund der Komplexität der Lage
zu 1. Das die Gema besonders erfolgreiche Künstler stützt ist bekannt. Wenn es so einfach wäre diese Praxis umzustellen, hätten sie es längst getan. Abgesehen davon schrieb ich bereits oben, das die Verkürzung des Verwertungsrechtes hier Abhilfe schaffen könnte.
zu 2. Selbstvermarktung ist heute sehr wohl möglich. Internet is not only for pron.
Wir wollen dabei keineswegs Märkte verbieten, sondern neue schaffen. Es ist für einen guten Künstler heute so gut wie unmöglich sein werk ohne Label und Gema zu vertreiben.
Grund: Rundfunkt/Fernsehen spielen keine gemafreie Musik, Onlineanbieter schreiben fast immer zwanghaft ein Label vor. So kann man über ein "Tarnlabel" bei itunes seinen Auszahlanteil von wenigen Cents auf über 70 Cent pro Stück steigern. Und das bei einem Preis von 1€/$. 5000-10000 Downloads weltweit führen hier schon zu einigermaßen Einkommen.
Wie oben gesagt, ich will eigentlich nur der Mehrheit der Gesellschaft sämtliche Kultur zugänglich machen, weil ich einen großen Mehrwert drin sehe. Die Gesellschaft sollte die Wirtschaft gestalten und nicht andersherum.
So damit Schluss für heute von meiner Seite.