Wafer-Mangel: PC-Komponenten werden wohl noch teurer

Eine Woche um einen Chip zu testen?
Ja, bei der Geschwindigkeit kommen ein paar Monate zusammen.

Leider konnte ich nirgends eine genaue Zahl der Layer in einem Ryzen Chip finden. Wenn ich mich aber an die gleiche Quelle halte, und Ryzen ein typischer 14nm Chip mit 60 +/- einigen Layern ist, kommen im schnitt 60 Tage bei rum - sofern GloFo bei einer Rate von 1 Belichtungsdurchgang / Tag ist:

"A 28nm device has 40 to 50 mask layers. In comparison, a 14nm/10nm device has 60 layers, with 7nm expected to jump to 80 to 85. 5nm could have 100 layers. So, using today’s lithographic techniques, the cycle times are increasing from roughly 40 days at 28nm, to 60 days at 14nm/10nm, to 80 to 85 days at 7nm. 5nm may extend to 100 days using today’s techniques, without extreme ultraviolet (EUV) lithography."

Semiconductor Engineering .:. Battling Fab Cycle Times

Je nach Bedarf an Mehrfachbelichtungen dürfte die Zeit noch rauf gehen.

Daher habe ich bisher noch nichts gefunden, was der Annahme "mehrere Monate" widersprechen würde.
 
Ich denke nicht, dass irgendein Konsolenhersteller irgendwelche höheren Beschaffungskosten direkt an den Kunden weitergeben wird.

Ewig werden sie es sich auch nicht leisten können, zumal dafür vermutlich ein Budget bereitsteht, mit dem die Konsolen subventioniert werden. Also wenn z.B. heute eine X-Box One 170€ statt 250€ kostet, dann könnte sie in Zukunft 300€ statt 370€ kosten.
 
Ewig werden sie es sich auch nicht leisten können, zumal dafür vermutlich ein Budget bereitsteht, mit dem die Konsolen subventioniert werden. Also wenn z.B. heute eine X-Box One 170€ statt 250€ kostet, dann könnte sie in Zukunft 300€ statt 370€ kosten.

Egal ob Euro Talfahrt oder hohe RAM Preise: Am Preis der Konsolen hat sich nichts geändert. Und das dürfte mMn auch jetzt nicht passieren. Vielleicht muss man etwas länger auf Preisreduzierungen von Xbox One oder PS4 warten, aber das war es in meinen Augen dann auch schon.
Auswirkungen haben könnte das aber bei der Preisgestaltung der Next Gen Konsolen.
 
Obwohl die Waferkosten nicht das einzige sind was den Preis an einem Prozessor ausmacht, wird der Endkundenhandel solche Meldungen nutzen um die Preise mal eben um 20% anzuheben. :devil:
 
Lol, lol, lol, dass geht ja schon zu wie in der Immobiliebranche. Alle wollen ein Stück vom Kuchen abhaben und erhöhen ihre Preise, bei der Nachfrage kein Problem.

MfG
 
Egal ob Euro Talfahrt oder hohe RAM Preise: Am Preis der Konsolen hat sich nichts geändert. Und das dürfte mMn auch jetzt nicht passieren. Vielleicht muss man etwas länger auf Preisreduzierungen von Xbox One oder PS4 warten, aber das war es in meinen Augen dann auch schon.
Auswirkungen haben könnte das aber bei der Preisgestaltung der Next Gen Konsolen.

Wie gesagt: "Ewig werden sie es sich auch nicht leisten können"

MS und Sony sind börsennotierte Unternehmen, das bedeutet:

a) Ihre Kriegskasse ist begrenzt, Sony machte 2017 1,5 Mrd $ Gewinn und MS ganze 5,2 Mrd $. Wenn sie mehr in ihre Konsolen pumpen wollen, dann werden sie das mit den Banken und Gläubigern ausmachen müssen und die bestehen auf ein zukunftsfähiges Konzept. Konsolen auf Teufel komm raus zu subventionieren gehört nicht dazu.
b) Sie sind ihren Aktionären verpflichtet und die haben wenig Verständnis, wenn der gesamte Konzerngewinn in der Konsolensparte verheizt wird und obendrein noch Schulden auslaufen.

Früher oder später schlägt das durch, 1 Jahr kann man aussitzen oder durch aufgeschobene Preissenkungen kompensieren, aber keine 5 und schon garnicht, wenn sich die Krise verschärft. Die Switch wird es weniger Hart treffen, da sie wenig RAM und eine kleine CPU verbaut hat, die X-Box One und PS4 umsomehr, da sie da üppiger bestückt antreten und ihre Preise im Keller sind.

PS:
wenn mich nicht alles täuscht, dann liegt die UVP bei der X-Box One und PS4 immer noch bei 300-350€, von daher würde es genügen sich wieder dahin zu orientieren.
 
@offtopic
Was sind eigentlich zukünftige Alternativen zu Silizium?

Graphen wird oft als potenzieller Nachfolger von Silizium genannt, es gibt aber noch andere Möglichkeiten, zumindest theoretisch. Wie bei allen übrigen Alternativ-Materialien ist beim Graphen aber noch sehr viel Grundlagenforschung zu erledigen, von Massenfertigung ganz zu schweigen. Wir werden wohl noch länger mit Silizium Vorlieb nehmen müssen. Das Gute daran ist, dass der Rohstoff praktisch unendlich vorhanden ist. Das Schlechte: Das Silizium allein taugt nichts ohne Dotierungselemente, die daraus erst schaltfähige Transistoren machen und die sind zum Teil atemberaubend selten.

Munter bleiben!
 
Das Silizium allein taugt nichts ohne Dotierungselemente, die daraus erst schaltfähige Transistoren machen und die sind zum Teil atemberaubend selten.

Munter bleiben!
Welche Elemente sollen das sein die atemberaubend selten sind im Verhältnis zur gebrauchten Menge die ultra atemberaubend gering ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Da Globalfoundries die gestiegenen Waferkosten nicht an AMD weiterreichen darf, bin ich bei dem Thema eigentlich ziemlich entspannt.
Das stärkt nur die Position von AMD, weil Intel höhere Fertigungskosten haben wird!

DRAM ist natürlich blöd, der wird wohl nicht so schnell günstiger.
Ein Grund sind aber die "klugen" Konsumenten, die auf Smarphones mit >8GB RAM stehen, obwohl es ihnen nichts bringt
 
Siehe Dotierung – Wikipedia
Also Aluminium und / oder Phosphor, das sollte meiner Meinung nicht so selten sein. Und die Dotierung allein bringt nur den Kristalinen Ausgangsstoff zur Wafer Produktion. Die Lithografie bring erst den Prozessor bzw schaltfähigen Transistor.
 
Ein Grund sind aber die "klugen" Konsumenten, die auf Smarphones mit >8GB RAM stehen, obwohl es ihnen nichts bringt

Mein Huawei Mediapad M3 hat von seinen 4 GB 2,48GB belegt, von daher ist mehr RAM wünschenswert, besonders, da er einer der Flaschenhälse ist, die das Android Tablet oder Smartphone obsolet machen.
 
Der Kostenanteil von Wafern am Endprodukt, sei es RAM, CPUs oder was auch immer, gehört zu den Kleinsten.
Marktwirtschaft funktioniert anders. Es gibt schlicht zu wenig Wafer, deren Preis ist gar nicht das Problem.
zu wenig Wafer => zu wenig Chips => Marktpreise gehen hoch

Es sind die Händler, diese "verdammten Blutsauger", die aktuell den Gewinn machen, weniger die Hersteller, weil sie in der Regel langjährige Verträge haben. Bevor man aber auf die Händler schaut, sollte man in Ruhe bewerten, dass es auch anders herum läuft und genug Händler auf wertloser Ware sitzen bleiben. Die Reaktion als Kunde ist doch ganz einfach: Warten. Durch weniger Käufe sinken die Preise. Ich hätte jetzt gerne einen einen Intel Sechskerner oder AMD Achtkerner, aber bei den RAM Preisen bleibe ich beim ollen Haswell Vierkerner, denn ehrlich gesagt, hat der weiterhin genug Leistung. Also gab es anstatt einer neuen Plattform einen G-sync Monitor, damit sind auch 45 FPS noch richtig hübsch. Und Monitore sind noch billig, aber auch bei ihnen wird der Wafermangel Preise erhöhen
 
Das ist einfaches BWL, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis... Den Händlern ist aus Betriebswirtschaft nichts vorzuwerfen. Das ist der Markt. Der Consumer will billig (Nachfrage) der Händler bietet diverse Produkte (Angebot) also dem entsprechend sind die Preise...
 
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