Vom Hauptschulabschluss zum Abitur?

Falls ich es leicht habe den Realschul-Abschluss nachzumachen würde ich natürlich gerne direkt danach das Fachabi- oder Abi anstreben. Also wenn ich die Möglichkeit dazu habe dann direkt, die Frage ist aber ob ich 1,2,3 Jahre für die mittlere Reife brauche und wieviel ich dann für das Abi brauche (3-4?).
 
Bei meinem Vater in der Firma nehmen die nur noch Abiturienten fuer Ausbildungsberufe wie z.B. Industriemechaniker.

Ist bei vielen anderen Firmen auch so, warum auch immer.

In meinem Ausbildungsbetrieb (auch ne Ausbildung zum Industriemechaniker) war es genau anders rum .Es wurden bewusst Leute bevorzugt die kein Abi hatten .
Mir wurde gesagt sie hätten die Erfahrung mit Abiturienten gemacht ,dass diese oft eingebildet und arbeitsfaul wären .
Die Leute ohne Abi jedoch würden sich besser in die Firma integrieren und wären bereit auch mal länger zu bleiben ,oder mehr zu lernen als andere.
Sind im Endeffekt alles dumme Vorurteile ,wenn sich jemand nur auf Leute mit oder ohne ABI konzentriert und diese ungeachtet der persönlichen Fähigkeiten bevorzugt .
Ich wollte damit nur sagen ,dass es halt auch andersrum sein kann.
 
Ich glaube manchmal, dass die Firmen sich heutzutage so sehr auf die Abiturienten fixieren liegt daran, dass das allgemeine Bildungsniveau ziemlich weit gesunken ist.
Wenn ich mal bei mir auf Arbeit mitbekomme was für Bewerbungen ins Haus flattern...

Ich persönlich finde ja, dass man auch in Bewerbungen nicht jeden Rechtschreibfehler auf die Goldwaage legen sollte, aber wenn teilweise nicht mal der Firmenname richtig geschrieben wurde bzw. Sätze gebildet werden, die kaum einen Sinn ergeben, da schlackern mir die Ohren.

Generell rennen mir manchmal Personen mit Abi über den Weg, bei denen ich mich manchmal wunder, wie die es überhaupt schaffen sich alleine anzuziehen.
Man sieht es ja auch hier im Forum. Mir fällt immer mehr auf, dass viele gar nicht mehr auf Satzzeichen und Groß- und Kleinschreibung achten. Von der Rechtschreibung mal ganz zu schweigen und dabei sag ich nicht, dass meine Rechtschreibung besonders hervorragend ist.

Mir stellt sich dadurch manchmal die Frage, ob die Abiturbedingungen nicht weiter hoch gesetzt werden müssten.

Vielleicht sehe es mitlerweile auch einfach kritischer, da ich deutlich älter bin als damals. Werde im März schließlich schon 33.

So wie es momentan läuft, werden nur Chancen der Haupt- und Realschulabsolventen heruntergesetzt, egal was derjenige nun auf dem Kasten hat oder nicht.
Warum sollte sich ein Personalbüro mit Haupt- und Realschülern abgeben, wenn es Abiturienten ohne Ende gibt?

Ich weis aus meinem persönlichen Werdegang, dass es heutzutage nicht leicht ist mit "nur" einem Realschulabschluss beruflich erfolg zu haben...
Mitlerweile habe ich zwar einen guten Arbeitgeber und bin auch bei einem guten Gehalt angekommen, aber dazu waren bei mir zwei Ausbildungen und Vollzeitjobs zu einem Hungerlohn nötig.
In meinem ersten Fulltime-Job bei einem bekannten Preisvergleichsanbieter ging ich mit 1.300 Euro BRUTTO nach hause und das als Fachinformatiker, aber es war ein Sprungbrett in den nächsten, etwas besseren Job.
 
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Mir stellt sich dadurch manchmal die Frage, ob die Abiturbedingungen nicht weiter hoch gesetzt werden müssten.

Vielleicht sehe es mitlerweile auch einfach kritischer, da ich deutlich älter bin als damals. Werde im März schließlich schon 33.

Ich mache grade mein Abi, bin im zweiten Jahr und nunja,

als schwacher Schüler durchzukommen ist nicht schwer. Bestes Beispiel meine letzte Deutschklausur. Ich habe eine 3+ geschrieben mit 1 Punkt abwertung, und war mit dieser, für mich eher verbesserungswürdigen Leistung, der beste, alle anderen waren max. 4 mit 1 Punkt abwertung. Unsere Lehrerin hätte bei vielen sogar 2 Punkte abwerten müssen, hat sie aber nicht.

So, bei so schlechten Kursen, wird die gesamte Notenverteilung angepasst. Somit haben also auch eig. zu schwache eine Chance auf ihr Abi.
Ergebnis der Deutschklausur. Die meisten freuten sich, weil die 4 ja kein Defizit bei ihnen darstellt, also alles kein Problem.
Mit der Mentalität werden die meisten davon auch ihr Abi durchziehen.
In meinem Geographie Kurs hatte einer letztes Jahr jede Klausur 6. Das Ergebnis war, aus welchem Grund auch immer bekam er eine 4-. Da stellt sich dann natürlich bei anderen die Frage, warum soll man sich noch anstrengen?

Also so wie ich das sehe, läuft im Thema Bildung und Abitur momentan einiges schief.
 
Meine Meinung ;)

Und genau wie ich sagte: Dadurch wird der Markt mit Abiturienten überschwemmt.
Warum sollten sich Personalbüros noch mit Hauptschul- oder Realschulabsolventen beschäftigen.

Mitlerweile gilt ein Abi fast als Standard und man wird als nicht Abiturient schief angeschaut.
 
Ich mache grade mein Abi, bin im zweiten Jahr und nunja,

als schwacher Schüler durchzukommen ist nicht schwer. Bestes Beispiel meine letzte Deutschklausur. Ich habe eine 3+ geschrieben mit 1 Punkt abwertung, und war mit dieser, für mich eher verbesserungswürdigen Leistung, der beste, alle anderen waren max. 4 mit 1 Punkt abwertung. Unsere Lehrerin hätte bei vielen sogar 2 Punkte abwerten müssen, hat sie aber nicht.

So, bei so schlechten Kursen, wird die gesamte Notenverteilung angepasst. Somit haben also auch eig. zu schwache eine Chance auf ihr Abi.
Ergebnis der Deutschklausur. Die meisten freuten sich, weil die 4 ja kein Defizit bei ihnen darstellt, also alles kein Problem.
Mit der Mentalität werden die meisten davon auch ihr Abi durchziehen.
In meinem Geographie Kurs hatte einer letztes Jahr jede Klausur 6. Das Ergebnis war, aus welchem Grund auch immer bekam er eine 4-. Da stellt sich dann natürlich bei anderen die Frage, warum soll man sich noch anstrengen?

Also so wie ich das sehe, läuft im Thema Bildung und Abitur momentan einiges schief.

Sefee, wo lebst du? Das unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland drastisch.
 
Ich glaube manchmal, dass die Firmen sich heutzutage so sehr auf die Abiturienten fixieren liegt daran, dass das allgemeine Bildungsniveau ziemlich weit gesunken ist.

Das ist sicherlich aber nur die halbe Wahrheit.
Ein weiterer Punkt ist einfach der, dass Eltern immer das beste für ihr Kind wollen und denen die besten Chancen im Leben ermöglichen wollen.
Aus diesem Grund schicken also fast alle Eltern ihre Kinder heute aufs Gymnasium (weils halt alle machen und das Kind ja später nicht untergehen soll). Und auch wenn das Niveau dort vielleicht geringer ist als vor 30 Jahren (was ich bezweifel), so sind diese Kinder dann am Ende im Schnitt gebildeter, d.h. die heutigen Generationen sind gebildeter als die älteren (gebildeter nicht intelligenter! um Mißverständnisse vorzubeugen).

Ich sehs ja an meinen Eltern. Realschul und Volksschulabschluss, war damals normal. Nur wenige gingen da aufs Gymnasium. Mathematik ist für beide gleichzusetzen mit den Grundrechenarten. Analysis, Lineare Algebra,...alles Fremdwörter, denen würde nichmal in den Sinn kommen das Mathematik weit mehr ist als das addieren von zwei Zahlen. Trotzdem sind beide nicht dumm, haben es zu etwas gebracht. Aber sie kommen eben aus einer anderen Zeit, wo das mittlere Bildungsniveau noch sehr viel tiefer lag als heute.

Aber zurück zu den Firmen die heute nur Abiturienten einstellen. Das ist Angebot und Nachfrage. Wenn sie damals auf ein Ausbildung 10 Realschüler und 10 Hauptschüler beworben haben, machen es heute 18 Abiturienten und 2 Realschüler. Das Unternehmen pickt sich also natürlich dann die Rosine heraus. Auf den Wohnungsmarkt ist es genauso. Wer ne Wohnung sucht darf mit zig Mitsuchenden um eine Wohnung konkurrieren. Und wenn der Vermieter da als Interessenten ein doppelverdienendes Akademiker-Ehepaar hat, dann wird halt der Techniker mit seiner Frau die bei Aldi kassiert das Nachsehen haben, genauso wie der Single mit nur einem Einkommen oder die 3-Kopf-Familie mit dem kleinen potentiell lärmerzeugenden Kind.
 
Sefee, wo lebst du? Das unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland drastisch.

Abseits von Zentral-Abi-Klausuren (deren Aussagekraft bei Bullemilernen auch sinkt) unterscheidet sich das sogar von Schule zu Schule deutlich, in meiner Schulzeit waren selbst Unterschiede zwischen Lehrern deutlich zu spüren.

Aber ich denke mal, in Rahmen dieses Threads kann man dieses große Problematik auf ein Resultat beschränken:
Es gibt mehr Leute mit Abitur, als Universtitäten und klassische Lehrstellen für Abiturienten aufnehmen können. Und es gibt jede Menge Leute, bei denen fraglich ist, ob sie hätten ein Abi bekommen sollen - und es gibt trotzdem noch Leute, die auf eine Realschule wechseln müssen. Resultat:
Wenn der Arbeitgeber einen Abiturieren will, bekommt er den - und wenn er Realschüler vor sich hat, geht er schnell davon aus, dass diese selbst für ein absolutes Waschlappen-Abi sind.
Das es Schulen/Bundesländer mit höheren Anforderungen gibt, dass die Prüfungsbedingungen und damit -noten nicht unbedingt die Aspekte bewerten, die für den Job gebraucht werden (Auswendig lernen vs. mit- oder gar vorrausdenken) und, vor allem, dass an der gymnasialen Oberstufe nichts gelehrt wird, dass für den Job von Vorteil wäre, dass ignorieren viele Arbeitgeber einfach. (wissen es ggf. schlichtweg nicht, vor allem beim letzten Punkt)


(das ganze gilt Analog eine Stufe tiefer zwischen Real- und Hauptschulabschlüssen. Nach oben schwankt es ein bißchen. Eine passende Ausbildung ist scheinbar in vielen Bereichen gegenüber einem Studium bevorzugt, wenn die Ausbildungsinhalte ausreichen. Oder, wie mein Biolehrer seinerzeit schon sagte: Mitm schlechten Abi muss man halt studieren :ugly:)
 
Abseits von Zentral-Abi-Klausuren (deren Aussagekraft bei Bullemilernen auch sinkt) unterscheidet sich das sogar von Schule zu Schule deutlich, in meiner Schulzeit waren selbst Unterschiede zwischen Lehrern deutlich zu spüren.

Aber ich denke mal, in Rahmen dieses Threads kann man dieses große Problematik auf ein Resultat beschränken:
Es gibt mehr Leute mit Abitur, als Universtitäten und klassische Lehrstellen für Abiturienten aufnehmen können. Und es gibt jede Menge Leute, bei denen fraglich ist, ob sie hätten ein Abi bekommen sollen - und es gibt trotzdem noch Leute, die auf eine Realschule wechseln müssen. Resultat:
Wenn der Arbeitgeber einen Abiturieren will, bekommt er den - und wenn er Realschüler vor sich hat, geht er schnell davon aus, dass diese selbst für ein absolutes Waschlappen-Abi sind.
Das es Schulen/Bundesländer mit höheren Anforderungen gibt, dass die Prüfungsbedingungen und damit -noten nicht unbedingt die Aspekte bewerten, die für den Job gebraucht werden (Auswendig lernen vs. mit- oder gar vorrausdenken) und, vor allem, dass an der gymnasialen Oberstufe nichts gelehrt wird, dass für den Job von Vorteil wäre, dass ignorieren viele Arbeitgeber einfach. (wissen es ggf. schlichtweg nicht, vor allem beim letzten Punkt)


(das ganze gilt Analog eine Stufe tiefer zwischen Real- und Hauptschulabschlüssen. Nach oben schwankt es ein bißchen. Eine passende Ausbildung ist scheinbar in vielen Bereichen gegenüber einem Studium bevorzugt, wenn die Ausbildungsinhalte ausreichen. Oder, wie mein Biolehrer seinerzeit schon sagte: Mitm schlechten Abi muss man halt studieren :ugly:)
In diese Lücke stoßen bei uns (BW) die beruflichen Gymnasien. Sie bieten ein Allgemeines Abitur, allerdings auch eine fachliche Qualifikation.
 
In Bayern war es so, dass es zu jedem Berufsschulabschluss mit mindestens 2,5 einen Realschulabschluss oben drauf gab. Ohne etwas dafür zu machen. Wie es in RLP ausschaut, kann ich dir aber nicht sagen.
Weiter geht es dann mit 1 - 2 Jahren BOS, die dann ich Fachabi oder Abi resultieren. Oder du arbeitest 3 Jahre und machst dann einen Aufnahmetest für eine FH. Und gehst dann studieren. Durch die Berufserfahrung hast du dann zudem deutliche Vorteile in der weiteren Jobsuche sowie Einstieg.
 
Also, falls du immer noch unentschieden bist. Ich würde dir raten unbedingt den Realabschluss nachzuholen(am besten in einer Wirtschaftsschule o. ä.) und es danach entweder mit dem Fachabi zu versuchen oder mit dem Allgemeinen. Es gibt immer Menschen die dir raten eine Ausbildung anzufangen. Jedoch bist du mit einem allgemeinen Abitur in der Zukunft einfach besser aufgestellt, falls dein erlernter Beruf "aussterben" sollte. Und besonders schwierig ist dieser Weg auch nicht.
 
Zum Leben sind, nach Meinung einiger, 382 € schon zu viel...

Teilweise bin ich sehrwohl dieser Meinung. Ich hatte auch schonmal die Ehre nach meinen Studium für ein paar Monate.

Was bei den 382€ gern vergessen wird: Alles andere wird gezahlt! Angefangen von der Wohnung, über die Fahrkosten für die öffentlichen bis hin zu Heizung/Wasser oder am besten Eintrittspreise für Schwimmbäder etc.!
Also ich bin mit dem Geld ganz gut klar gekommen. Klar kann man keine Sprünge machen, weinen das es zu wenig ist braucht man nicht wenn man in der Zeit >nichts< tut... :schief:


Übriegens sind die 40000€ Einstiegsgehalt ja wohl sehr realitätsfern...
 
Fahrkosten: Nur zu Amtsterminen.
Wasser: Nur kalt (bzw. für 5 € auch warmes. Wir kommen auf ca. 25 € Stromkosten für Warmwasser p.P.)
Eintrittspreise für Schwimmbäder: Nicht im geringsten. Bei uns in der Gegend gilt nicht einmal der rabattierte Kindertarif

Klarkommen kann man natürlich, vor allem wenn es nur "ein paar Monate nach dem Studium" ist, in denen eben keine größeren Ausgaben (Haushaltsgeräte, Einrichtungsgegenstände, ggf. eine größere Anzahl an Kleidungsstücken oder -in ländlichen Gegenden Pflicht für Job- Autoreparaturen) anfallen. Aber hier im Thread (und bei Langzeitarbeitslosen eben auch bei der Grundversorgung) geht/ging es ja um die Frage, wovon man langfristig leben kann/möchte.


Also, falls du immer noch unentschieden bist. Ich würde dir raten unbedingt den Realabschluss nachzuholen(am besten in einer Wirtschaftsschule o. ä.) und es danach entweder mit dem Fachabi zu versuchen oder mit dem Allgemeinen. Es gibt immer Menschen die dir raten eine Ausbildung anzufangen. Jedoch bist du mit einem allgemeinen Abitur in der Zukunft einfach besser aufgestellt, falls dein erlernter Beruf "aussterben" sollte. Und besonders schwierig ist dieser Weg auch nicht.

Glaubst du wirklich, dass bei einem dann 40-45-50 Jährigen jemand nachfragt, ob er irgendwann mal Abi gemacht hat?
 
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Fahrkosten: Nur zu Amtsterminen.
Wasser: Nur kalt (bzw. für 5 € auch warmes. Wir kommen auf ca. 25 € Stromkosten für Warmwasser p.P.)
Eintrittspreise für Schwimmbäder: Nicht im geringsten. Bei uns in der Gegend gilt nicht einmal der rabattierte Kindertarif

Klarkommen kann man natürlich, vor allem wenn es nur "ein paar Monate nach dem Studium" ist, in denen eben keine größeren Ausgaben (Haushaltsgeräte, Einrichtungsgegenstände, ggf. eine größere Anzahl an Kleidungsstücken oder -in ländlichen Gegenden Pflicht für Job- Autoreparaturen) anfallen. Aber hier im Thread (und bei Langzeitarbeitslosen eben auch bei der Grundversorgung) geht/ging es ja um die Frage, wovon man langfristig leben kann/möchte.




Glaubst du wirklich, dass bei einem dann 40-45-50 Jährigen jemand nachfragt, ob er irgendwann mal Abi gemacht hat?

Selbstverständlich. Jemand der heute auf dem Arbeitsmarkt ist und einen Hauptschulabschluss sowie eine Berufsausbildung und 30 Jahre Berufspraxis(in einem ausgestorbenen Beruf) hat, der findet doch keine Arbeit mehr, die seiner alten Anstellung gleichkommt. Jemand der ein allg. Abitur hat findet zumindest eine Anstellung in einem Büro oder Amt etc. etc. Es ist natürlich ein sehr ungewöhnliches Szenario. Jedoch bringt das ein höherer Schulabschluss einfach mehr, nicht nur im monetären Sinne sondern auch für die Charakterentwicklung usw. usf.
 
Ein 50 Jähriger, der sein Abitur nachträglich gemacht und sein Berufsleben z.B. auf dem Bau verbracht hat, findet eine Stelle in Büro/Amt? Hab ich so meine Zweifel.
Sicherlich ist ein Abitur für so eine Stelle für jeden von Vorteil - aber es herrscht einfach kein Mangel an Abiturienten, die deutlich jünger sind und/oder wenigstens ein Bißchen Büroerfahrung haben. Imho macht das Abi da den Unterschied zwisch gar keiner Chance und keiner Chance. Wenn es einem aber nicht locker flocking nebenbei von der Hand geht, kann es umgekehrt eine klare Einschränkung bei der Profilierung bzw. der Aneignung von Zusatzqualifikationen im eigentlichen Berufsfeld sein. Und die machen einen Unterschied (wenn nicht gerade die komplette Branche verschwindet.)
 
Selbstverständlich. Jemand der heute auf dem Arbeitsmarkt ist und einen Hauptschulabschluss sowie eine Berufsausbildung und 30 Jahre Berufspraxis(in einem ausgestorbenen Beruf) hat, der findet doch keine Arbeit mehr, die seiner alten Anstellung gleichkommt. Jemand der ein allg. Abitur hat findet zumindest eine Anstellung in einem Büro oder Amt etc. etc. Es ist natürlich ein sehr ungewöhnliches Szenario. Jedoch bringt das ein höherer Schulabschluss einfach mehr, nicht nur im monetären Sinne sondern auch für die Charakterentwicklung usw. usf.

Das Abitur nutzt Dir bereits in früheren Jahren (z. B. mit 30) schon nicht mehr viel wenn man den falschen Ausbildungs- oder Studienweg (oder vielleicht auch gar nichts davon) eingeschlagen hat und sich auf Jobsuche begeben muss. Meinst Du irgendein Personaler interessiert sich für Deine Schulzeugnisse von vor X Jahren? Die nehmen vielleicht dankend zur Kenntnis, dass man irgendwann mal das Abitur gemacht hat. Wenn man aber sonst nichts vorzuweisen hat, dann bringt einen das Abitur ab einem gewissen Alter auch nicht weiter. Einfach weil es genügend Leute da draußen gibt, die neben einem Abi auch noch die weiteren "passenden Qualifikationen" vorweisen können.

Meiner Meinung nach, kann man vor allem in den ersten Jahren in seinem Berufsleben mit dem Abitur punkten. Nämlich dann wenn es um die erste Ausbildung oder das Studium geht. Je älter man wird, desto mehr verliert es an "Wert".
 
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