Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Mehr Markt heißt mehr Leute die interessante Projekte umsetzen wollen und nicht einfach nur Geld sehen und zwar überall.
Wenn Immobilien nicht als Massenware verscherbelt werden und keine Quasi-Monopolisten entstehen die tausende von Wohnungen und ganze Gebiete aufkaufen, wird das auch noch mal interessanter und breiter gefächert und die Preise gehen runter. Weil es immer jemanden gibt der den Preis drücken wird um schnell zu sein etc.
Und ja es sind Ausnahmen, aber davon gibt es immer mehr. Wir sind vom brutalen Kapitalismus der früheren Jahre weit weg.

Ich habe die USA als ein gutes Beispiel genannt für Eigentum, das da mehr Leute auf Eigentum hinarbeiten anstatt sich für ewig einzumieten. Was das mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat wenn die Leute kaufen statt mieten (was übrigens nicht so teuer ist wie man denkt wenn man umrechnet), verstehe ich auch nicht. Es gab dort eine Immobilienblase, daran sind aber weder die Häuser schuld noch die grundlegende Idee, Eigentum zu besitzen... Die Umsetzung war kacke, wie so einiges in den USA.
 
Mehr Markt heißt mehr Leute die interessante Projekte umsetzen wollen und nicht einfach nur Geld sehen und zwar überall.

Träum weiter, das mag in den feuchten neo-liberalen Träumen die Theorie sein, die Praxis sieht aber nicht so aus. Siehe USA, wo der Markt weit mehr Freiheit besitzt als hier und trotzdem 80% der Amerikaner fianziell arme Säue sind, die nur durch Kredite Kaufkraft besitzen. Aber wehe die Jobs brechen weg, oder die Gesundheit versagt, dann fliegt ihnen alles um die Ohren, so wie auch u.a. währen der Immobilienblase.

Wenn Immobilien nicht als Massenware verscherbelt werden und keine Quasi-Monopolisten entstehen die tausende von Wohnungen und ganze Gebiete aufkaufen, wird das auch noch mal interessanter und breiter gefächert und die Preise gehen runter. Weil es immer jemanden gibt der den Preis drücken wird um schnell zu sein etc.

Nein, mehr Markt weniger Regeln würde nur dazu führen das einige wenige mit viel Geld viel Immobilen kaufen um mehr Reibach zu machen. Immobilien kaufen kann nur der der sich auch eine Immobilie leisten kann, kein Geld, keine Immobilie, simple Kausalität.
In den USA gibt es nur mehr Immobilien weil dort nur so mit ungesichterten Krediten um sich geworfen wird und weil die Pressholzhütten von Häuser vergleichsweise billig sind (dafür fliegen sie bei Tornados dann auch bis auf das Fundament um die Ohren).

Und ja es sind Ausnahmen, aber davon gibt es immer mehr. Wir sind vom brutalen Kapitalismus der früheren Jahre weit weg.

Nein, wir bewegen uns seit Anfang der 2000er Jahre wieder systematisch in kleinen Schritten auf den brutallen Kapitalismus des frühen 20. Jahrhunderts zu, indem an allen Ecken und Enden der Sozialstaat halbwegs unauffällig demontiert wird und die Regeln / Gesetze gelockert werden.

Ich habe die USA als ein gutes Beispiel genannt für Eigentum, das da mehr Leute auf Eigentum hinarbeiten anstatt sich für ewig einzumieten.

In den USA zählt schon jeder als Eigentumsbesitzer der sein Haus auf Pump erworben hat, es aber noch gar nicht abbezahlt hat und somit wirklich "besitzt".
Bessere Beispiele für eine höhere Quote an Eigentum bei Eigenheimen wären da ehr Länder direkt um die Ecke, wie Spanien, oder Italien.
Grundsätzlich besitzen aber fast alle europäischen Länder einen höheren Eigentumsanteil bei Eigenheimen, das liegt aber vor allem in der deutschen Geschichte begründet.
Die Gebietsverluste im Zweiten Weltkrieg und damit einhergehende Flüchtlinge und durch bombadierungen stark zerstörten Städte haben nach Kriegsende zu einer massiven Wohnungsnot geführt.

Die schnellste und billigste Möglichkeit Wohnraum zu schaffen war große Wohneinheiten zu bauen und diese zu vermieten.
Daraus hat sich in Deutschland eine mehr oder weniger permanete Mietkultur entwickelt, unter anderen auch weil die Mieten lange günstig waren, was auch ein Kostenvorteil gegenüber einem Eigenheim war (Instandhaltung von Dach, Fassade, Straßenbaubeteiligung, ect. pp).

Was das mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat wenn die Leute kaufen statt mieten (was übrigens nicht so teuer ist wie man denkt wenn man umrechnet), verstehe ich auch nicht. Es gab dort eine Immobilienblase, daran sind aber weder die Häuser schuld noch die grundlegende Idee, Eigentum zu besitzen... Die Umsetzung war kacke, wie so einiges in den USA.

An der Immobilienblase war der zu freie Markt und die damit einhergehende Deregulierung der Banken schuld, der nur ein Ziel kannte, maximalen Gewinn in möglichst kurzer Zeit und danach die Sinnflut.
Darum ist ein möglichst deregulierter Markt auch alles andere als eine schlaue Idee, auch wen ein Christian Lindner von der FDP und andere neo-liberale Vollpfosten das nur zu gerne wie ein heilsbringendes budhistisches Mantra runterbeten mögen.
 
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Wie gesagt, in Ländern wo sehr viele Leute 1-2 Wohnungen besitzen und keine 1-2 Konzerne jeweils tausende Wohnungen, ist der Mietmarkt GANZ anders, auch wenn es allgemein teuer ist, so hat man ganz andere Vorteile wenn man sich halt nicht mit einem Konzern wie Vonovia rumschlagen muss.
Damit das hier passiert, müssen die Leute allgemein mehr Eigentum haben. Der fällt nicht vom Baum, den muss man kaufen. Und wir sind hier stinkreich, das Privatvermögen der Deutschen ist irre hoch gemessen an den Bevölkerungszahlen.

Einfache Sache: Vorkaufsrecht für Mieter oder Einheimische (bereits an dem Wohnort registrierte Personen), fertig, aus. Wenn keiner will, kann der Investor hier alles leerkaufen was dem vor die Flinte läuft.
Das ist super einfach umzusetzen. da muss nicht viel geprüft werden, es wird nicht teuer, super primitive und stumpfe Regelung die auch der letzte Depp versteht.
Dazu Tauschgeschäfte mit Immobilien vereinfachen - Haus gegen Wohnung mit Zuzahlung von einer Seite, ist an sich auch nichts unbekanntes. Wer umziehen will, findet so oft ein viel interessanteres Angebot als die Hütte erstmal zu verkaufen und dann was zu suchen.

Mir geht es doch nicht um den freien Markt an sich, wobei ein kaputtregulierter Markt noch 100x schlimmer ist.
Mir geht es darum das hier mehr Projekte und Leute einen festen Platz haben. Jeden Monat lese ich bei Facebook&co - da ein Club rausgeflogen, hier eine Bar geschlossen, dort ein Gemeinschaftsraum umgezogen, hier sucht wer ne Wohnung. Grund ist immer derselbe - Vertrag nicht verlängert, Miete verdoppelt oder Eigenbedarf eingeklagt von jemandem der schon XYZ Immobilien hat. Und dazu gehören auch sehr erfolgreiche Geschäfte die teils über 10 Jahre an dem Standort immer die Miete gezahlt haben. Und die sollten eine Möglichkeit haben, eben statt Miete auch einen Kauf zu bekommen, einfach und unkompliziert, ohne gleich von Investoren aus der ganzen Welt überfahren zu werden.

Jedem ist doch klar das bei massiv steigenden Mieten (die steigen ja nicht seit gestern) Eigentum die bessere Option ist. München oder Berlin zeigen das deutlich, wer da vor 10 Jahren ne Wohnung gekauft hat, hat nicht nur den Wert praktisch verdoppelt sondern auch massiv Geld gespart gegenüber dem mieten.

P.S. Ich mag Investoren. Wenn sie neues erschaffen, ist es immer willkommen. Aber sie erschaffen auf dem Immobilienmarkt zu wenig, sie wandeln diesen einfach um. In sehr hochwertige, edle Wohnungen z.B. - die aber teils einfach zu groß sind für den normalo.
Selbst ich mit Home Office komme mit 3 Zimmern und 80m² aus, aber ich arbeite in der Wohnung, hier steht Equipment rum und ich will ja auch nicht vom Bett aufstehen und gleich den Arbeitsplatz sehen.
Aber sie erschaffen Wohnungen mit weit über 100m², die aber nicht für Familien gedacht sind - nur wenige Zimmer dafür riesig, nichts für Kinder drin, dafür ein Kamin drin, auch nix was man mit Kleinkindern braucht.
Penthouse-Wohnungen brauchen wir an sich nicht so viele hier, aber man versucht alles Kapital ink. Besitzer herzuholen - z.B. Bänker aus UK hierher bewegen - denen sind auch 20€/m² noch günstig.
Das passiert wenn hier nur wenige Mitspieler auf dem Markt sind, sie teilen sich den Kuchen und treiben alle recht schnell die Mieten hoch, so ein Konzern kann eine Gegend in wenigen Jahren komplett modernisieren und den Wert der Immobilien verdoppeln, das kann dir auf einem zerstreuten Markt nicht passieren. Nicht in wenigen Jahren.
 
Damit hätte ich ja auch kein Problem wenn die Superreichen aus Dubai und London enteignet werden. Das Problem ist eher das vermutlich wieder irgend ein Gesetz zur Enteignung erlassen wird und diese Supereichen es am Ende eben nicht trifft. Die haben nämlich beste Kontakte bis in die hohe Politik der Rotrotggrünen. Ob das so einfach geht wie es sich manche vorstellen bezweifle ich stark.
Die Superreichen werden sich das mit Recht nicht gefallen lassen. Oder würde es dir gefallen, wenn jemand dicht enteignet?
 
Grundsätzlich besitzen aber fast alle europäischen Länder einen höheren Eigentumsanteil bei Eigenheimen, das liegt aber vor allem in der deutschen Geschichte begründet.
Es ist ja nicht nur in Deutschland und Österreich so, dass man einem im europäischen Vergleich recht hohen Anteil an Mietern hat, sondern auch in der Schweiz: Die Schweiz ist ein Volk von Mietern – besonders in diesen Kantonen - Schweiz - Aargauer Zeitung
Wobei ich mich sowieso Frage was dieser Flitz soll, das jeder ein Eigenheim bzw. Eigentumswohnung haben muss. Eine ordentliche Förderung gemeinnütziger und gemeinwohlorientierter Wohnungsgesellschaften sowie ein Kleingartenprogramm, damit die Leute nicht nur ihre Wände anstarren, wäre die vernünftigere Lösung.

Apropos: Wohnen - Leerstandsquote nach Bundeslaendern - Statistisches Bundesamt
Wobei man das noch nach Landkreis aufschlüsseln müsste.
 
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Die Superreichen werden sich das mit Recht nicht gefallen lassen. Oder würde es dir gefallen, wenn jemand dicht enteignet?

Superreiche beschweren sich immer wenn man ihnen was wegnimmt, das war bei Abschaffung der Sklaverei & Leibeigenschaft so, war so bei Einführung von Rentenversicherungen und Krankenkassen und wird auch so sein wenn ihnen ihr unnütz angehäufts Grundeigentum wegnimmt, das sie gar nicht bewohnen können und sie auch nicht arm machen wird.

Superreiche sind in der Regel aber auch kein sozial beachtenswerter Maßstab und auch niemand den man irgendwie bemitleiden müsste, da ein großer Teil der Superreichen nicht so reich geworden ist weil es überaus nette und soziale Personen sind, sondern weil sie jedes Schlupfloch im Graubereich der Gesetzgebung ausgenutzt haben und mit möglichst wenig sozialer Verantwortung andere ihr Vermögen haben erarbeiten lassen.

Es ist ja nicht nur in Deutschland und Österreich so, dass man einem im europäischen Vergleich recht hohen Anteil an Mietern hat, sondern auch in der Schweiz: Die Schweiz ist ein Volk von Mietern – besonders in diesen Kantonen - Schweiz - Aargauer Zeitung.

Stimmt, bei den Schweizern war es auch so, hab ich jetzt gar nicht mehr dran gedacht. Grundsätzlich aber ist meine Aussage schon korrekt gewesen, das es in Europa ehr einen Hang hin zu Eigentum als zu Mieten gibt.
 
Stimmt, bei den Schweizern war es auch so, hab ich jetzt gar nicht mehr dran gedacht. Grundsätzlich aber ist meine Aussage schon korrekt gewesen, das es in Europa ehr einen Hang hin zu Eigentum als zu Mieten gibt.

Man erwartet von den Arbeitnehmern eine hohe Flexibilität. Du hast heute keinen Job mehr, den du dein Leben lang in der gleichen Firma am gleichen Standort ausübst.
Was nützt dir Eigenheim, wenn dein Job 300km entfernt ist?
 
Man erwartet von den Arbeitnehmern eine hohe Flexibilität. Du hast heute keinen Job mehr, den du dein Leben lang in der gleichen Firma am gleichen Standort ausübst.
Was nützt dir Eigenheim, wenn dein Job 300km entfernt ist?

Eigenheim ist kein Tattoo das bleibt, man kann es verkaufen, tauschen, vermieten etc.
Solche Umzüge fallen selten vom heiteren Himmel, wer umzieht kann meist den Umzug planen. Und sollte es doch dringend sein, kümmert sich ein Makler drum. Die Verluste bei einem ungünstigen Geschäft halten sich trotzdem in Grenzen und bei steigenden Immobilienpreisen quer durch alle Bereiche lohnt es sich sowieso.
Und wenn jemand weiß das der oft umziehen wird bei dem Job, der kann sich auch einmieten, zumal solche Jobs oft sehr gut bezahlt sind und die Miete nicht wirklich weh tut.
 
Mehr Markt heißt mehr Leute die interessante Projekte umsetzen wollen und nicht einfach nur Geld sehen und zwar überall

Nein. "Mehr Markt" heißt nicht "mehr Leute, die interessante Projekte umsetzten wollen". Wir haben keinerlei Mangel an Leuten, die Projekte umsetzen wollen. "Können" ist das Problem. Und "mehr Markt" bedeutet immer und zu allererst "nur wer viel Geld hat kann viel machen". Und: "Wer kein Geld übrig hat kann gar nichts machen". Mehr Markt reduziert den Aktionsspielraum der meisten potentiellen Innovateure auf null.

Wenn Immobilien nicht als Massenware verscherbelt werden und keine Quasi-Monopolisten entstehen die tausende von Wohnungen und ganze Gebiete aufkaufen,...
... dann verhindert das wohl offensichtlich jemand aktiv. Und das ist dann "weniger Markt" und "mehr Kontrolle". "Mehr Markt" wäre das genau Gegenteil.

Was das mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat wenn die Leute kaufen statt mieten (was übrigens nicht so teuer ist wie man denkt wenn man umrechnet), verstehe ich auch nicht.

Es ist offensichtlich, dass du nicht verstehen willst beziehungsweise ignorierst, dass ein großer Teil der Leute hier und ein immer größer werdender Teil der Leute in den USA keine Möglichkeit hat, zu kaufen und immer mehr mieten müssen. Oder sich derart mit Krediten übernehmen müssen, dass die Zinsen höher als etwaige Mieten sind, was auf die gleiche Armutsfalle hinausläuft.


Damit das hier passiert, müssen die Leute allgemein mehr Eigentum haben. Der fällt nicht vom Baum, den muss man kaufen. Und wir sind hier stinkreich, das Privatvermögen der Deutschen ist irre hoch gemessen an den Bevölkerungszahlen.

Das Medianvermögen in Deutschland liegt bei 47000 € (bzw. tat es in 2017). Zieh Auto, Wohnungseinrichtung und andere nicht-liquidirbare Mittel ab und es dürften deutlich unter 20000 bleiben. Welche Wohnung genau sollen sich 50% der Deutschen denn davon kaufen???
Wonvia hat das Geld und wer das Geld hat in einem freien Markt das Sagen. Der Rest muss sehen, wo er bleibt. Willkommen im Kapitalismus.

Einfache Sache: Vorkaufsrecht für Mieter oder Einheimische

Ist kein freier Markt, sondern ein massiver Eingriff ins Eigentumsrecht. Erst recht wenn du die Preise begrenzt, denn kein Mieter kann die Gebotene des durchschnittlichen Immobilieninvestors toppen.

Dazu Tauschgeschäfte mit Immobilien vereinfachen - Haus gegen Wohnung mit Zuzahlung von einer Seite, ist an sich auch nichts unbekanntes.

Ist für Privatpersonen eine organisatorisches Mammutaufgabe, weil sie nicht nur einen Kaufinteressenten und ein passendes Objekt finden müssen, sondern auch noch eine Kombiantion aus beiden. Und da die meisten Umzugsbewegungen in Deutschland in die gleiche Richtung laufen (alle ziehen in Boom-Gebiete, kaum jemand weg) ist das für die Mehrheit komplett unmöglich.
Umgekehrt ist es für Konzerne ein super komfortables Steuerschlupfloch.

Mir geht es doch nicht um den freien Markt an sich

Dann solltest du das vielleicht auch schreiben und nicht 3-4-5 mal "mehr Markt [Ende der Argumentation]" fordern... :wall:

P.S. Ich mag Investoren. Wenn sie neues erschaffen, ist es immer willkommen. Aber sie erschaffen auf dem Immobilienmarkt zu wenig, sie wandeln diesen einfach um.

Letzteres bringt halt in gleicher Zeit mehr ein.
Willkommen bei "mehr Markt". :kotz:


Eigenheim ist kein Tattoo das bleibt, man kann es verkaufen, tauschen, vermieten etc.
Solche Umzüge fallen selten vom heiteren Himmel, wer umzieht kann meist den Umzug planen. Und sollte es doch dringend sein, kümmert sich ein Makler drum. Die Verluste bei einem ungünstigen Geschäft halten sich trotzdem in Grenzen und bei steigenden Immobilienpreisen quer durch alle Bereiche lohnt es sich sowieso.

Ach, eine neue Immobilie kaufen zu müssen, lohnt sich bei steigenden Immobilienpreisen? Für Makler vielleicht, aber nicht für Käufer. Und wer eilig verkaufen muss, kriegt auch selten den vollen Wert.

Und wenn jemand weiß das der oft umziehen wird bei dem Job, der kann sich auch einmieten, zumal solche Jobs oft sehr gut bezahlt sind und die Miete nicht wirklich weh tut.

Echt? Ist mir jetzt irgendwie ganz neu, das Putzfrauen, Kassierer, Berufskraftfahrer, Callcenter-Mitarbeiterinnen und all die anderen Millionen von Deutschen, die heute nicht wissen, ob sie nächsten Monat gefeuert werden oder nicht, "sehr gut bezahlt" werden. Hätte ich doch lieber in eine dieser Luxusbranchen gehen sollen? :gruebel:
 
Tja, das ist das Problem. Viele hängen an ihrem Eigenheim. Und es gibt genug Leute, die den Job wechseln aber nicht gut bezahlt werden.
Ich selbst fahre auch 120km am Tag zur Arbeit.

Ich hänge auch an meinem Wohnort, der Unterschied zwischen Eigenheim und Miete ist allerdings geringer - mit dem Eigenheim hätte ich mehr Arbeit, eventuell größere Ausgaben am Stück (aber geringere Kosten auf Dauer) und dafür eben auch mehr Freiheiten wie z.B. eine Split-Klimaanlage anstatt des hässlichen Schlauch-aus-dem-Fenster-Gedöns.
Alles hat Vor&Nachteile, aber auf dem aktuellen Markt macht Eigentum einfach finanziell so viel Sinn das es sich lohnt wenn es in Ballungsgebieten ist. Und um die geht es hier. Nicht um Landstriche wo die Miete noch unter 6€ ist, die gibt es auch, da will aber keiner wohnen.

Und Jobwechsel mit Pendeln aber nicht gut bezahlt werden? Macht kaum wer mit, da biste ja nie Zuhause und hast auch noch nichts aufm Konto als Ausgleich für die Zeitverschwendung die dranklebt.
Für mich ist Arbeitsweg auch Arbeitszeit, da ich diesen aufwende um Geld zu verdienen und nicht um Spaß zu haben oder was anderes nützliches zu tun. Deswegen muss es sich lohnen oder man sucht sich was anderes :)
Würde ich 50 Stunden pro Monat z.B. für den Arbeitsweg brauchen, hätte ich meinem Chef längst gesagt - Du, hömma, so wird das nüscht, da muss eine Lösung ran.

Edit: @ruyven_macaran

Vorkaufsrecht ist kein Eingriff an sich. Es gibt einen Preis für das Objekt, den bestimmt der Verkäufer (ob der das dafür los wird ist hier nicht die Frage). Es gibt X Käufer aus allen Ecken. Wer lokal ist oder in diesem Ort einen Arbeitsvertrag (unterschrieben) hat, bekommt Vorkaufsrecht auf das Objekt - im Endeffekt hat er bei dem aufgerufenen Preis einfach den Vorzug. Will keiner (sagen wir mal 4 Wochen ohne Zusage), kann sich der Investor einkaufen bis er grün wird, egal von wo er kommt. Was ist daran verkehrt? Wird mit den Wohnungen übrigens auch gemacht, Städte etc. nutzen ihr Vorkaufsrecht, warum das nicht auf Leute ausweiten die wirklich an diesem Ort leben wollen und sich ihre erste Immobilie kaufen etc.?
Sehe da nichts verkehrtes dran.

Und Medianvermögen: ok, sagen wir mal 50.000€ aktuell, dürfte hinkommen. Man kann das aber nicht einfach so verteilen, die einen haben 500.000 die anderen haben 5.000 (Auto wo der TÜV beide Augen zudrückt, alte Möbel, keine Ersparnisse etc). Natürlich kann sich nicht jeder Eigentum leisten, aber es gibt genug Leute die das Geld haben.

P.S. du hast noch Fahrer für Hermes Sub-Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmen vergessen. Und noch so einige Bereiche wo zu viel zum sterben bezahlt wird, aber das ist doch nicht alles was wir hier im Land haben, gibt auch viele die richtig gut verdienen, wir haben immer noch eine geile Mittelschicht die Geld hat und einen dicken Batzen Spitzenverdiener die sich in manchen Fällen eine ganze Siedlung leisten können.
 
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Ich hänge auch an meinem Wohnort, der Unterschied zwischen Eigenheim und Miete ist allerdings geringer - mit dem Eigenheim hätte ich mehr Arbeit, eventuell größere Ausgaben am Stück (aber geringere Kosten auf Dauer) und dafür eben auch mehr Freiheiten wie z.B. eine Split-Klimaanlage anstatt des hässlichen Schlauch-aus-dem-Fenster-Gedöns.

Wenn du sie professionell einbauen lässt, sagen da auch Vermieter selten nein. Umgekehrt brauchst du bei Arbeiten an der Fassade auch bei Eigentumswohnungen eine Genehmigung der Eigentümergemeinschaft und da musst du dich sogar mit mehr Parteien einig werden.

Und Jobwechsel mit Pendeln aber nicht gut bezahlt werden? Macht kaum wer mit

Macht jeder mit, der sonst auf HartzIV landet. Also sehr viele und wir reden hier ja von Mehrheiten, oder?

Edit: @ruyven_macaran

Vorkaufsrecht ist kein Eingriff an sich. Es gibt einen Preis für das Objekt, den bestimmt der Verkäufer (ob der das dafür los wird ist hier nicht die Frage). Es gibt X Käufer aus allen Ecken. Wer lokal ist oder in diesem Ort einen Arbeitsvertrag (unterschrieben) hat, bekommt Vorkaufsrecht auf das Objekt - im Endeffekt hat er bei dem aufgerufenen Preis einfach den Vorzug. Will keiner (sagen wir mal 4 Wochen ohne Zusage), kann sich der Investor einkaufen bis er grün wird, egal von wo er kommt. Was ist daran verkehrt? Wird mit den Wohnungen übrigens auch gemacht, Städte etc. nutzen ihr Vorkaufsrecht, warum das nicht auf Leute ausweiten die wirklich an diesem Ort leben wollen und sich ihre erste Immobilie kaufen etc.?
Sehe da nichts verkehrtes dran.

Wer meistbietend verkaufen möchte, macht das auch trotz Vorkaufsrecht an den Investor. Wird der eingangs geforderte Preis halt ein Qäntchen über dem realistischen Maximum angesetzt. Fertig. Das Problem der kleinen Leute ist nicht, dass sie nicht zum Zuge kommen, sondern dass sie den Preis nicht halten können. Also muss man wenn dann Gesetze erlassen, die einen Verkauf zum niedrigeren Preis erzwingen - und das wäre dann ein heftiger Eingriff. Alles andere eben weitestgehend wirkungslos. Siehe den kürzlichen Fall Berlin vs. Vonovia, wo das Vorkaufsrecht der Mieter bei zwei von drei Blöcken komplett wertlos war und erst beim dritten durch eine groß angelegte Aktion mit teurer finanzieller Unterstützung der Investor ausgebotet wurde.

Und Medianvermögen: ok, sagen wir mal 50.000€ aktuell, dürfte hinkommen. Man kann das aber nicht einfach so verteilen, die einen haben 500.000 die anderen haben 5.000 (Auto wo der TÜV beide Augen zudrückt, alte Möbel, keine Ersparnisse etc). Natürlich kann sich nicht jeder Eigentum leisten, aber es gibt genug Leute die das Geld haben.

Hörauf, Zahlen in den Raum zu schmeißen. Es war nicht die Rede vom Durchschnitt aus 5000 und 500000, es war die Rede vom Median von 50000. (Genauer: Es waren sogar 47000 $ Das heißt die Hälfte hat weniger, deutlich weniger als die Hälfte hat deutlich mehr als doppelte. Wenn du in einer der Städte, deren Wohnungsmarkt problematisch ist, eine Wohnung kaufen willst, bist du aber schnell 500000 und mehr los. Weniger als 5% der deutschen Bevölkerung haben überhaupt Vermögen in diesem Umfange und nur ein Teil davon kann es für eine Wohnung ausgeben. Es geht aber nicht darum, eine "Lösung" für die reichestens 2% zu finden, an die du immer nur denkst. Wer dringend Hilfe und Schutz vor wuchernden Mieten brauchst, ist vor allem das ärmere Drittel der Bevölkerung.

Das heißt rund um P15/P20. Das bedeutete 2016 ein Vermögen, wenn man es so nennen will, von 600 bis 2400 Euro pro Haushalt (obige P50 47k$ waren pro Nase)
Boeckler Impuls04/2017 - Wie sind die Vermoegen in Deutschland verteilt?

Ich weiß, dass die Lebenslage derartiger Normalsterblicher dir fremd ist bzw. du in allen bisherigen Diskussion bewiesen hast, das du maximal an die oberen 20% denken tust. Aber bitte nimm einfach mal zur Kenntniss, dass die weder hier noch in der politischen Diskussion das Thema sind und dass somit nichts sinnvolles beitragen kannst und höre auf, hier immer wieder reinzulindnern.


P.S. du hast noch Fahrer für Hermes Sub-Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmen vergessen. Und noch so einige Bereiche wo zu viel zum sterben bezahlt wird, aber das ist doch nicht alles was wir hier im Land haben

Nein, das ist nicht alles. Aber es ist mit großem Abstand die Mehrheit. Und darum gehts nunmal.
Ob ich Fahrer (nicht nur bei Sub-Sub-Sub-Paketausträgern, auch selbst z.B. im Fernverkehr) mit reinnehme, habe ich überlegt. Dann aber sein gelassen, weil die berufsbedingt flexibler sind, was die Lage des Wohnortes angeht.
 
Klimaanlage einbauen - wurde abgewunken. Weil Fassade hätte da einen hässlichen Pickel bekommen, da ist kein Balkon usw. um das unsichtbar zu installieren.
Also nix da, bei Eigentum wäre ich aber genau so geblockt gewesen - nur mit Haus kannste machen was du willst.

Und wegen Vermögen - ich kenn das ganz genau. Nur wenige Leute haben Vermögen um eine Wohnung zu kaufen ohne Kredite aufnehmen zu müssen.
Aber da muss was passieren.

Was denkste wie Leute in Moskau überleben mit 500€ Lohn bei 1500€ Miete für ihre Wohnung? Richtig, sie zahlen keine, die Wohnung ist von den Eltern geerbt. Nur so lässt sich das verhindern. Mieten steigen trotzdem, aber viele wohnen im Eigentum daher juckt es keinen. So wird Zuzug begrenzt und Neubau ist bezahlbar + es gibt diverse Zuschüsse die wirklich massiv sind wenn sich eine Familie für Neubau entscheidet. Also nur Familien mit Kids, der alleinstehende Freelancer kann sich das eh leisten.

Ich habe bereits geschrieben, wenn sich die Leute ausbeuten lassen vom Arbeitgeber, was kann da der Vermieter dafür?
Kosten steigen, Löhne nicht, jetzt soll es dem Vermieter an den Kragen gehen?) Irgendwie falsch, also so richtig falsch.
 
Was denkste wie Leute in Moskau überleben mit 500€ Lohn bei 1500€ Miete für ihre Wohnung? Richtig, sie zahlen keine, die Wohnung ist von den Eltern geerbt. Nur so lässt sich das verhindern. Mieten steigen trotzdem, aber viele wohnen im Eigentum daher juckt es keinen. So wird Zuzug begrenzt und Neubau ist bezahlbar + es gibt diverse Zuschüsse die wirklich massiv sind wenn sich eine Familie für Neubau entscheidet. Also nur Familien mit Kids, der alleinstehende Freelancer kann sich das eh leisten.

Und wie erbt man eine Wohnung wenn kein Vermögen in der Familie ist um eine zu kaufen und zu vererben und wo wohnt man so lange, bis die Eltern verstorben sind, oder ist das dann wie um 1900 in Berlin, wo man zu 10 in einem Zimmer wohnt? :schief:
 
Und wie erbt man eine Wohnung wenn kein Vermögen in der Familie ist um eine zu kaufen und zu vererben und wo wohnt man so lange, bis die Eltern verstorben sind, oder ist das dann wie um 1900 in Berlin, wo man zu 10 in einem Zimmer wohnt? :schief:

Ja da wohnen die Kids auch mal bis 25 oder 30 bei den Eltern bis sie arbeiten gehen und heiraten etc.
Aber nix zu 10 in einem Zimmer.
Und wenn kein Vermögen in der Familie ist, geht man arbeiten und verdient sich was. Das reicht dann zwar für einen kleinen Neubau am A***** der Stadt, aber dann hat man was.
Es wird sich doch nie was ändern wenn niemand was tut.
Ich miete auch, ich habe allerdings Rücklagen um mir auch eine Immobilie kaufen zu können - nur brauche ich es nicht weil ich nicht an einen Ort gebunden bin (gar nicht, Remote arbeiten halt) und weder Kids habe noch plane mir welche anzuschaffen denen ich halt eine Immobilie vererben würde. Das würde nicht für n Haus in München reichen, aber ne Wohnung in Berlin oder Leipzig zu kaufen ist kein Thema.
 
Das siehst du mal wieder viel zu eng. Von Moskau lernen, heißt schließlich wohnen lernen - auch zu zehnt.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Putinbildo.jpg
:hail:

Ich bevorzuge da immer noch diesen Beitrag, wenn es um die Darstellung der Gottgleichheit des russischen Wegs unter Zar Valdimir geht:

RASPUTIN - Valdimir Putin - Love The Way You Move (Funk Overload) @slocband / 3:58min

(Quelle: Youtube)
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Ja da wohnen die Kids auch mal bis 25 oder 30 bei den Eltern bis sie arbeiten gehen und heiraten etc.
Aber nix zu 10 in einem Zimmer.
Und wenn kein Vermögen in der Familie ist, geht man arbeiten und verdient sich was. Das reicht dann zwar für einen kleinen Neubau am A***** der Stadt, aber dann hat man was.
Es wird sich doch nie was ändern wenn niemand was tut.
Ich miete auch, ich habe allerdings Rücklagen um mir auch eine Immobilie kaufen zu können - nur brauche ich es nicht weil ich nicht an einen Ort gebunden bin (gar nicht, Remote arbeiten halt) und weder Kids habe noch plane mir welche anzuschaffen denen ich halt eine Immobilie vererben würde. Das würde nicht für n Haus in München reichen, aber ne Wohnung in Berlin oder Leipzig zu kaufen ist kein Thema.

Schon mal daran gedacht neben Christian Lindner als regelmäßiger Beitrag bei der heute show zu bewerben, hättest gute Chancen. :P
 
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Zumindest ist man jetzt in Berlin so schlau und deckelt die Mieten auf 8€/m² für die nächsten Jahre. Das sollte dann erst mal den Mietspiegel senken.
 
Warum ziehst du dann nicht endlich nach Russland, wenn doch dort alles so "geil" und toll ist und jeder seine Eigentumswohnung hat?

Ich hab dort gewohnt. Natürlich zur Miete, weil ich da nicht ewig leben wollte. Warum nicht? Es gibt da einige Probleme (die aber nichts mit dem Immobilienmarkt zu tun haben) und ich bräuchte halt n Visum, ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft und kann nicht einfach nach Russland einfallen wie ich lustig bin :D
Ich spreche aber Russisch als Muttersprache und kenne das Land sowie einige Länder im Süden ganz gut. Deswegen die Beispiele. Der gemeine Deutsche weiß nichts über Russland, abgesehen davon das sie Putler haben (aktueller Spitzname) und das es da in Sibirien mal brennt oder ein Meteorit runterkommt - mehr Nachrichten gibt es nicht.

Ich sage nicht das dort alles geil ist, aber deren Modell verhindert den massiven Überfall mit wenigen Investoren die dann die halbe Stadt besitzen - weil man dort so viele Eigentümer hat, kann man physisch nicht alles aufkaufen, schon gar keine Häuser am Stück. Aber bauen und vermieten - ja, nur sind das Randgebiete die ungefähr so beliebt sind wie Berlin Neuköln. Da kriegste deine Bude für 30.000$ für 45m², wohnst aber auch in einem Gott verlassenen Niemandsland.

Zumindest ist man jetzt in Berlin so schlau und deckelt die Mieten auf 8€/m² für die nächsten Jahre. Das sollte dann erst mal den Mietspiegel senken.

Und was erreicht man damit?
Die Vermieter werden zusehen das sie ihre Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt bekommen, egal mit welchen Mitteln.
Die Vermieter werden zusehen das sie anderweitige Einkommensquellen finden - z.B. Dienstleister aufkaufen und diese Dienstleistungen über Nebenkosten abrechnen. Tipp: Concierge ist sehr beliebt sowie Gated Community die über Wachschutz etc. verfügt.
Die Vermieter werden aufhören auch nur 1 Cent zu investieren weil SICH DAS NICHT LOHNT. Der Zustand der Immobilien wird sich nicht bessern.

Vergiss nicht, die Leute lassen sich nicht um ihren Gewinn bringen nur weil es jemandem im Hintern juckt. Es ist genau so ein Geschäft wie alles andere und es soll Gewinne erwirtschaften. Das Risiko muss sich auszahlen sonst macht keiner was.
 
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