Voice-Chats ohne N-Wort: Intel-Software Bleeb mit Filterfunktion gegen Rassismus und Hass

Ich sehe das wie dieser ************ @KasenShlogga. Das Forum sollte nicht zensieren, wenn ich ihn als ******** ********* ******* ohne ********* und ****** bezeichne, obwohl so ein ******** wie er damit noch viel zu freundlich benamst wird. Schon seine Mutter war bekanntermaßen eine ******** und sein Vater ein ********, weshalb es nicht verwunderlich ist, wenn er auf kleine ****** steht.

Er selbst würde sich davon auch gar nicht gestört fühlen, denn schließlich muss das diskutiert werden dürfen. :ugly:

(Zensierte Begriffe in Reihenfolge des Auftretens: "Forist", "einen anderen Forennutzer", "Ö im Namen", "überhaupt", "Mensch", "Frau", "Mann", "Rechnungen".)
 
Versteht jemand, ob diese Technik Server- oder Client-seitig genutzt werden soll? Letzteres wäre ja noch vertretbar, damit sich Schneeflöckchen vor der Realität schützen können.


Der Fairness halber, möchte in dem Fall auch die Stasi erwähnen ;-)

Stimmt, der Osten war in einigen technischen Aspekten meilenweit voraus. DDR-Telefone hatten schon vor 50 Jahren Sprachsteuerung: "Und jetzt noch der Satz fürs Band" = Auflegen/Verbindung unterbrechen.


Stellt sich wie immer die Frage wo Rassismus anfängt. Überlassen wir diese Entscheidung den Dauerempörten führen Wörter wie Indianer oder Eskimo bald zu einer Strafanzeige.

Rassismus fängt da an, wo jemand pauschalisierenden Hass gegenüber anderen verspürt oder verbreitet bzw. darauf aufbauend handelt. Das ist eigentlich easy und Streitpunkte gibt es nur in Details (z.B. ob Rassismus gegenüber Juden etwas besonderes, extra zu behandelndes ist oder nicht). Hier geht es aber um rassistische Sprache und da wird es kompliziert. Einige Leute sind nämlich der Meinung, dass sämtliche Worte, die Rassisten nutzen, um ihrem Rassismus ausdruck verleihen, automatisch auch rassistische Sprache sind. Dummerweise benutzen Rassisten aber verdammt viele Wörter dafür und in vielen Fällen gibt es überhaupt keine andere, so dass man bei strikter Auslegung dieser Regel wortwörtlich in eine Zensur verfällt, in der man nichts mehr sagen darf, weil es keine Worte mehr gibt, die man dafür benutzen könnte. Von der Unmöglichkeit, über rassistische Äußerungen zur sprechen ganz zu schweigen.

Mein Lieblingsbeispiel sind immer Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten: Eine Gruppe von Personen mit einer zwar nicht unbedingt kleinen, aber sich doch deutlich vom Rest der Welt unterscheidenden Spanne von Phänotypen. Von der entsprechend jeder zumindest ein grobes Bild hat, so dass man >>50% einer äußeren Personenbeschreibung z.B. auch in Büchern allein mit einem einzelnen passenden Wort für Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten abwickeln kann. Oder konnte. Denn dieses Wort wurde im vorletzten Jahrhundert geprägt (internationale Stammformen noch deutlich früher) und NATÜRLICH auch intensiv von Kolonialisten und später Rassissten genutzt, die Leuten-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten reichlich negativ gegenüber standen. Also ist das ursprüngliche Wort seit einigen Jahrzehnten unpopulär, seit einem Vierteljahrhundert verpönt und wird seit einigen Jahren flächendeckend zensiert. Blöd nur, dass alle nachfolgenden Versuche, einen Sammelbegriff für Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten zu prägen a) dem wortlaut nach unzutreffend waren und entweder nur auf einen kleinen Teil der Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten zutrafen respektive dem Wortlaut nach neben Leuten-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten auch noch eine ganze Menge anderer Leute umfassten und b) nach kurzer Zeit von Rassissten übernommen und damit selbst wieder zu verönter rassistischer Sprache wurden, sodass allein in den letzten 30-40 Jahren fünf neue Begriffe für mehr-oder-minder Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten kamen (einer diffuser und unpassender als der Vorhergehende) und wieder verschwanden. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis wir über rassistische Äußerungen nicht mehr sprechen können, weil wir nicht einmal mehr "das N-Wort" sagen dürfen, sobald Rassisten anfangen, Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten als "N-Wörtler" zu bezeichnen.
(Anm.: Dieser Absatz wäre 497 Zeichen kürzer, wenn man statt Leute-deren-Vorfahren-überwiegend-in-Subsahara-Afrika-lebten einfach *** schreiben würde. Kann man aber nicht.)


Wie hier sofort alles wieder auf "Empörungskultur", "Stasi" und "Zwang" geschoben wird...
Ich glaube kaum, dass das genutzt werden soll, um normale Telefonate zu filtern...

Sowie Cookies nicht dafür genommen werden, Internetnutzer zu tracken, wie Lockkartensysteme nicht genommen werden, um politische Feinde zu ermitteln, wie Drohnen nicht genommen werden, um Kriegsrecht zu unterlaufen, wie Gesichtserkennung nicht zur Unterdrückung von Bevölkerung genommen wird, wie ...? Die Geschichte lehrt: Wo eine Technik ist, wird sie auch missbraucht werden. Das ist kein Grund für allgemeine Fortschrittsfeindlichkeit, denn oft überwiegt der Nutzen dennoch den Schaden, aber bei einer ausdrücklichen Zensurtechnik ist es schon verdammt schwierig, irgend einen legitimen Nutzen zu sehen.


Ich bin da nicht mehr so auf dem laufenden was aktuelle Multiplayer-Titel angeht, aber ist das inzwischen wirklich so schlimm geworden das man solche Filter braucht?

Ich spiele nur noch selten Multiplayer, schalte dann aber oft sogar den Textchat ab...
 
Ich bin absolut gegen jede Form von Zensur. Man sollte auch in der Lage sein offen solche Themen reden zu können, die Spaltung in der Gesellschaft verursachen. Denn nur so können beide Seiten versuchen, sich gegenseitig zu verstehen. Außerdem gibt es immer noch Themen, zu denen es unterschiedliche Meinungen gibt, wie ob Transsexuelle nun psychisch krank sind oder nicht, oder ob man "gendern" sollte. Auch soetwas sollte diskutiert werden dürfen.
Kannst du bitte erklären, warum man einem Rassisten, der andere aufgrund äußerer Merkmale abwertet, verstehen soll? Diese Menschen besitzen 0 Empathie und man soll ebendiese einem Rassisten entgegenbringen? Da komme ich nicht mit.
 
Kannst du bitte erklären, warum man einem Rassisten, der andere aufgrund äußerer Merkmale abwertet, verstehen soll? Diese Menschen besitzen 0 Empathie und man soll ebendiese einem Rassisten entgegenbringen? Da komme ich nicht mit.

Die Idee dahinter ist, dass viele Rassisten kein Tief verwurzeltes Problem mit "Anderen" haben, sondern aus anderen, oft unterbewussten Gründen dieser Richtung angehören.
Häufige Gründe sind z.B., dass die Neonazis die einzige Gruppe war, die einen aufgenommen haben, oder dass die Leute eigentlich Angst (oft vor der Zukunft oder dem Unbekannten) haben, das aber als Wut auf andere Dinge projezieren.

Solchen Leuten sollte man eben schon "offen" entgegentreten.
Damit ist natürlich nicht gemeint, deren Sicht anzunehmen.
Aber wichtig ist es, mit den Leuten zu diskutieren und sie am Besten dazu zu bringen, die eigene Sicht zu hinterfragen.

Aber das geht auch, ohne laut Heil H herumposaunen zu müssen und dürfte damit beim Thema Voice-Filter absolut irrelevant sein.
 
Hi,

Ich habe mich schon bei den ganzen "Schimpfwortfiltern" etc gefragt, welchen Sinn die haben sollen?

Der Adressat der "Beschimpfung" sieht/hört/erahnt durch Sternchen/Piepser immer noch das er vom anderen beschimpft wurde. Der "Beschimpfer", oder Rassist, wird dadurch auch nicht bekehrt, es ist nur die technische Version vom Finger in die Ohren stecken und laut "Lalalalala, ich hör dich nicht, lalalala!" sagen.

Kinder werden dadurch auch nicht wirklich geschützt, wer schon mal versucht hat zu verhindern, dass Kinder Schimpfwörter lernen/nutzen, wird feststellen, dass sie im Kindergarten/der Schule an einem Tag mehr solcher Wörter lernen und nutzen, als man mit dem Verbieten hinterherkommt und teilweise selber kennt.....sogar mehrsprachig!:D

In einer perfekten Welt funktionieren diese Filter perfekt, in der Realität werden z.B. Worte wie Pferdeschwanz zensiert, weil "Schwanz" ja ganz doll böse böse ist!:D

Das soll jetzt nicht heißen, dass man nichts gegen Rassismus tun soll, aber Filter etc sind nur Kosmetik und lösen nicht das Problem. Wobei ein weiteres Problem ist, wer denn bestimmt welche Wörter "böse" sind und welche nicht?

Gruß

Alef
 
Die Idee dahinter ist, dass viele Rassisten kein Tief verwurzeltes Problem mit "Anderen" haben, sondern aus anderen, oft unterbewussten Gründen dieser Richtung angehören.
Häufige Gründe sind z.B., dass die Neonazis die einzige Gruppe war, die einen aufgenommen haben, oder dass die Leute eigentlich Angst (oft vor der Zukunft oder dem Unbekannten) haben, das aber als Wut auf andere Dinge projezieren.

Solchen Leuten sollte man eben schon "offen" entgegentreten.
Damit ist natürlich nicht gemeint, deren Sicht anzunehmen.
Aber wichtig ist es, mit den Leuten zu diskutieren und sie am Besten dazu zu bringen, die eigene Sicht zu hinterfragen.

Aber das geht auch, ohne laut Heil H herumposaunen zu müssen und dürfte damit beim Thema Voice-Filter absolut irrelevant sein.

Zunächst: Man sollte jedem Fremden in einer persönlichen Begegnung offen und freundlich entgegentreten. Das schafft Respekt und die Möglichkeit der Kommunikation, zumal ich einem Fremden seine Lebenseinstellung nicht aus dem Gesicht ablesen kann (sofern kein Hakenkreuz auf der Stirn thront).

Die von dir angesprochene Diskussion und das Hinarbeiten auf eine Selbstreflektion funktioniert aber in den meisten Fällen nicht, da sich u. a. durch das Internet eine regelrechte Parallelwelt gebildet hat. Egal, an was ich glaube oder wovon ich überzeugt bin > im Internet gibts mind. eine Seite, die meine Sicht bestätigt. Fakten? Wissenschaft? Egal, schau dir doch das Video bei YT oder den Link bei Telegram an. Das sind Filterblasen, in denen diese Menschen gefangen sind und somit eine Diskussion ad absurdum führen, weil du einfach nicht mehr durchdringst. Und das ist natürlich auch gewollt von den Einflussnehmern der rechten Szene, denn was haben die, außer sich selbst? Was muss es für ein erbärmliches Leben sein, wenn man nichts weiter hat, außer stolz darauf zu sein, deutsch oder weiß zu sein, obwohl dies der Zufall bestimmt hat.
Was ist die Folge? Soziale Abgrenzung, denn warum sollte man sich dieser Negativität aussetzen? Damit bleibt das Völkchen unter sich, denn zur Wahrheit gehört auch: Viele dieser Menschen rangieren auf einem unteren Level der Selbstentwicklung, sind impulsiv, opportunistisch, konformistisch und denken dichotom.

Ich höre mir schlussendlich aber gerne deine Erfahrungen an > wie gehst du vor, damit jene Menschen Selbstreflektion betreiben?
 
Mal ernsthaft: Das Problem sind nicht einzelne Beleidigungen, die im Eifer des Gefechts verwendet werden und/oder Spielern in diesem Rahmen womöglich sogar als ruppig-kumpeliger Umgang akzeptiert sind, sondern wenn bestimmte Spieler spezifisch (und womöglich wiederkehrend/systematisch) aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder ihres Geschlechts beschimpft werden.

Dagegen kann die Software, so weit es die Beschreibung hergibt, exakt gar nichts ausrichten. Es ist womöglich sogar kontraproduktiv, Begriffe auszu"piepen", weil eine insgesamt gesunde Community nicht einmal bemerken kann, ob jemand in ihrer Mitte lediglich eine sehr freizügige (jedoch akzeptierte/tolerierte) Sprache pflegt, oder ein ausgemachter Armleuchter ist.

Wirkungsvoll (aber immer noch nicht zwingend sinnvoll) wäre es, wenn die sogenannte "K.I." heuristisch/statistisch erfassen und auswerten könnte, wer wen in welchen Situation mit welcher Frequenz und Häufigkeit beleidigt und warum - und das müsste dann in fühlbare Maßnahmen münden, die tatsächlich einen Erziehungseffekt im Rahmen des jeweiligen Spiels haben: Strafzahlungen, Entzug von Punkten und/oder Items, Sperren oder schlimmstenfalls Permabann.
Das kann allerdings bis dato kein Algorithmus leisten und will blau angemalt sein, wenn Intel dieses Quantensprung vollbracht haben sollte. Und selbst wenn, geben die Spiele selbst gar nicht die nötigen Funktionen bzw. Schnittstellen für "pädagogisch wirksame" Sanktionen her.

Bestenfalls ist das also eine Feigenblatt-Software, damit Game-Serviceanbieter stolz behaupten zu können, sie würden ja so wahnsinnig viel gegen toxische Einzelpersonen und Gruppen innerhalb ihrer Communities unternehmen. Sie hätten ja dafür sogar diese tolle, teure Software vom Marktführer (!!11elf!) lizenziert. :klatsch:
 
Ich höre mir schlussendlich aber gerne deine Erfahrungen an > wie gehst du vor, damit jene Menschen Selbstreflektion betreiben?

Bisher habe ich ein paar Wege, die bei solchen Diskussionen gut (aber leider nicht immer) funktionieren:

- Nachfragen, was genau einen an etwas stört bzw. was genau man nicht glaubt
Nicht nur, weil man oft aneinander vorbei redet, sondern auch, weil sich viele Leute erst dann klar werden, was genau sie stört (oder dass es eigentlich keinen rationalen Grund haben und sich einfach emotional verrannt haben).

- Erzwingen, beim Thema zu bleiben
Oft führen Diskussionen zu nichts, weil (mindestens) eine Seite immer wieder auf andere Punkte wechselt.
Dadurch kann man nicht in die Tiefe gehen und bleibt bei oberflächlichen Themen, bei denen dazu noch die Aussagen schwer nachzuprüfen sind

- Rhetorische Stilmittel (er-)kennen
Viele Diskussionen entarten dadurch, dass bestimmte rhetorische Mittel genutzt werden, die vom eigentlichen Thema ablenken.
Hängt mit dem Punkt davor zusammen, ist aber speziell genug, um extra drauf zu achten.
Typische sind z.B. ad hominem, Scheinkausalität oder Whataboutism.

- Fakten nachprüfen
Wenn Leute Fakten vorlegen (häufig mit Wiederholungen von Phrasen wie "Fakt ist"), diese auch nachprüfen.
Wenn Quellen vorgelegt werden, diese prüfen - ist sie allgemein glaubwürdig, was hat die Quelle zu gewinnen durch ihre Meinung etc.

- Hintergrundinfos geben
Mir ist aufgefallen, dass z.B. viele Leute ein extrem falsches Bild von dem "Beruf" des Forschers bzw. Wissenschaftlers haben.
Die sehen dann eine kleine Gruppe Weißkittel, die im kleinen Rahmen Dinge entscheiden, und alle anderen das so zu glauben haben. Hollywood sei Dank.
Da kann es helfen, zu erklären, dass wissenschaftliche Prozesse prinzipiell von fast jedem Studenten oder wissenschaftlich interessierten Laien nachvollzogen werden können, da die allermeisten Studien offen verfügbar sind.

- Schwarz-Weiß-Denken durchbrechen
Nur, weil ein Teil von etwas schlecht ist, heißt es nicht, dass dadurch alles, was damit zu tun hat, auch schlecht ist.
Ein aktuelles Beispiel ist die Tatsache, dass aktuell die Gastronomie und Kulturschaffenden kaputt gehen, weil man keine Gäste haben kann, und dass die Politik da zu wenig hilft.
Das mag ja wahr sein, das heißt aber nicht automatisch, dass deswegen alle Maßnahmen unsinnig und übertrieben sind.
Ein Unterpunkt hiervon ist die Einsicht, dass man Dinge gleichzeitig richtig und scheiße finden kann.
Ich z.B. finde den Lockdown extrem anstrengend und scheiße, gleichzeitig glaube ich aber auch, dass er sinnvoll ist und teilweise noch strikter durchgesetzt werden sollte.


Das Wichtigste an all dem ist aber, was du auch schon erwähnt hast:
Man muss offen und freundlich bleiben.
Ein "Du erzählst doch nur Quatsch" oder "Du glaubst auch jeden Mist" hilft niemandem.
Aber mit "Hab ich so noch nicht gehört. Hast du da ne Quelle zu, damit ich mir das genauer durchlesen kann?" kommt man deutlich weiter.

Das war ein "kurzer" Abriss von dem, was mir spontan dazu einfällt :ugly:
Ich hoffe, gegen das Offtopic hat hier keiner was.
 
- Erzwingen, beim Thema zu bleiben
Oft führen Diskussionen zu nichts, weil (mindestens) eine Seite immer wieder auf andere Punkte wechselt.
Dadurch kann man nicht in die Tiefe gehen und bleibt bei oberflächlichen Themen, bei denen dazu noch die Aussagen schwer nachzuprüfen sind

Wie kriegst du das hin? Gerade Whataboutism ist eine offensich und absichtlich von solchen Leuten verfolgte Strategie und zumindest mir ist es noch gelungen, eine Dikussion über das eigentliche Thema zu erzwingen. Alle Versuche wurden nur genutzt, um noch mehr Lügen über mehr oder (meist) minder angrenzende Themen zu verbreiten.

- Fakten nachprüfen
Wenn Leute Fakten vorlegen (häufig mit Wiederholungen von Phrasen wie "Fakt ist"), diese auch nachprüfen.
Wenn Quellen vorgelegt werden, diese prüfen - ist sie allgemein glaubwürdig, was hat die Quelle zu gewinnen durch ihre Meinung etc.

Gibt es meiner Erfahrung nach genau zwei Möglichkeiten:
"*hierLügeeinfügen* ist Fakt!" => "beleg mal deinen ""Fakt""..." => *schweigen im Walde*
oder
"*hierLügeeinfügen* ist Fakt!" => "beleg mal deinen ""Fakt""..." => *Link zu irgend einem Youtube-Spinner oder einer einschlägigen Propagandaseite*. Sämtliche Hinweise auf mangelnde Glaubwürdigkeit werden nur als Anlass für Whataboutisms/Märchenstunde zu "Lügenpresse", "Systemmedien", etc. genutzt.

- Hintergrundinfos geben
Mir ist aufgefallen, dass z.B. viele Leute ein extrem falsches Bild von dem "Beruf" des Forschers bzw. Wissenschaftlers haben.

Mir ist aufgefallen, dass viele Leute null Interesse daran haben, ihr Bild von Wissenschaftlern zu korrigieren oder überhaupt nur eingestehen, dass irgend etwas an ihrer Weltsicht nicht perfekt sein könnte.
 
Wie kriegst du das hin? Gerade Whataboutism ist eine offensich und absichtlich von solchen Leuten verfolgte Strategie und zumindest mir ist es noch gelungen, eine Dikussion über das eigentliche Thema zu erzwingen. Alle Versuche wurden nur genutzt, um noch mehr Lügen über mehr oder (meist) minder angrenzende Themen zu verbreiten.

Meiner Erfahrung nach hilft es nur, wenn man hartnäckig bleibt und sich gar nicht von dem Thema weglenken lässt.
Wenn der Diskussionspartner andere Dinge erzählt, gar nicht drauf eingehen.
Wichtig dabei ist, nicht zu forsch zu werden.
"Freundlich, aber bestimmt" ist da mein Leitmotto und funktioniert auch meist ganz gut.

Bei Internetdiskussionen ist es allerdings häufig nicht möglich, auf ein Thema zu "beharren", da ist es oft sinnvoller, wenn man den Gegenüber ignoriert und das Gespräch beendet, wenn auch auf mehrere Bitten nicht eingegangen wird. :ka:


Gibt es meiner Erfahrung nach genau zwei Möglichkeiten:
"*hierLügeeinfügen* ist Fakt!" => "beleg mal deinen ""Fakt""..." => *schweigen im Walde*
oder
"*hierLügeeinfügen* ist Fakt!" => "beleg mal deinen ""Fakt""..." => *Link zu irgend einem Youtube-Spinner oder einer einschlägigen Propagandaseite*. Sämtliche Hinweise auf mangelnde Glaubwürdigkeit werden nur als Anlass für Whataboutisms/Märchenstunde zu "Lügenpresse", "Systemmedien", etc. genutzt.

Hier hilft es mir oft, nach der Frage "cui bono", also "wer profitiert davon", zu gehen.
Oder anders ausgedrückt: Die andere Seite fragen, was die Politik/Experten/etc. davon hätten, wenn sie gemeinschaftlich eine bestimmte Lüge verbreiten wollten.

Mir konnte z.B. noch niemand erklären, warum unsere Politik die Wirtschaft, die ihr sonst so wichtig ist, künstlich durch Auflagen beschneidet, wenn Covid-19 nicht so schlimm oder nur ein Fake ist.


Mir ist aufgefallen, dass viele Leute null Interesse daran haben, ihr Bild von Wissenschaftlern zu korrigieren oder überhaupt nur eingestehen, dass irgend etwas an ihrer Weltsicht nicht perfekt sein könnte.

Dieser Blockadehaltung kann man leider nur wenig entgegenbringen.
Gerade bei typischen Narzissten redet man da gegen eine Wand an.
"Das Haut ist kein Organ" - manche wissen, wen ich meine :ugly:

Ein bisschen kann es helfen, wenn man hierbei den Gegenüber nicht als dumm darstellt, sondern seine Gefühle als verständlich darstellt.
Solche Einstellungen hängen meiner Erfahrung nach immer mit Gefühlen zusammen.

"Ich kann verstehen, dass du aufgrund der aktuellen Berichterstattung Angst vor dem Impfen hast.
Aber vielleicht beruhigt es dich, wenn du weißt, dass die Babypille deutlich mehr Thrombosefälle auslöst."
Oder
"Ich erkläre dir ein wenig die Hintergründe, dann kannst du dir selber ein besseres Bild davon machen."

Hierfür ist es natürlich erstmal wichtig, herauszufinden, durch welche vorhandenen Gefühle die verfälschte Wahrnehmung kommt.
Hat die Person Angst vor dem Thema und möchte sich deswegen nicht weiter mit beschäftigen, weil es einfacher ist, es zu verdrängen?
Möchte die Person Aufmerksamkeit und sich als besonders klug oder eigenständig darstellen?
Oder will sie einfach nur nicht als dumm wahrgenommen werden?
 
Thx. Offline mag das vielleicht wirklich eher klappen, weil man eine geschlossene Gesprächsumgebung hat. (Dafür wird da die Sache mit den Quellen schwer.) Offline ist meine Feststellung, dass kritische Hinterfragung einfach ignoriert und stattdessen ein Keyword von jemand anderem aufgegriffen wird. Manchmal wenigstens so drastig, dass die Moderation wegen OT-Spam aufhetzen kann :ugly: .
 
Zurück