Aber der Zustand von Intel beschreibt doch 1:1 die Gesamtsituation der westlichen Deindustrialisierungs-Hemisphäre, der systematisch von genau diesem gierigen "ShareholderValue" über die letzten Jahrzehnte herbeigeführt wurde. Ob das nun Intel, Boeing, NVidia, VW, GlobalFoundries, Infineon ja sogar mittlerweile Bosch ist. Die Produktion und vor allem die arbeitenden Menschen im Westen waren diesen Herren doch schon immer viel zu teuer und sie konnten sie hier garnicht schnell genug abbauen (und sind immer noch dabei) und alles an KnowHow nach Asien verramschen. Gleichzeitig wurden überall im Westen die Bildungssyteme geschrottet, sodaß die daraus hervorgegangenen Generation heute nichtmal mehr richtig Lesen, Schreiben und Rechnen können. Man brauchte sie ja nur noch als möglichst dämliche Konsumenten. Und jetzt haben wir den Salat. Intel als letzter ernstzunehmender westl. Chiphersteller kann nirgends mehr mit TSMC mithalten. Wie will man nach diesem jahrzehntelangen Schleifen der eigenen Gesellschaft den Rückstand zu Asien aufholen?
Und war es nicht gerade Bill Gates, der seine Softwareentwicklung in großen Teilen nach Indien geoutsourcet hat, weil ihm die gut ausgebildeten und erfahrenen Softwarentwickler seines eigenen Volkes zu teuer wurden, sodaß wir uns jetzt mit diesem unfertigen Eimer voller Bugs namens Win11 rumärgern müssen und es sogar schon infantil als Happening gefeiert wird, wenn Win11 jetzt eine farbige Akkuladestandsanzeige bekommt?
Neuster Schrei im westl. Einheits-Management der Chipindustrie ist es übrigens, die Fabs der Chipindustrie in westl. Ländern zwar noch stehen zu lassen wegen der staatl. Subventionen für angeblich geschaffene Arbeitsplätze, diese Fabs aber dann remote von sogenannten Hubs in asiantischen Billiglohnländern aus zu steuern und hierzulande dafür alle Mitarbeiter bis auf das Wartungspersonal sukzessive rauszukegeln. Für einen Deutschen/Amerikaner bekommt man 5 Inder/Malayen laut HR-Excel-Finanzdenke. Alles andere seit doch heute global austauschbar. Ja ne is klar. Es ist übrigens auch amerikanisches Standard-Managementgebahren, die fähigen und erfahrenen Mitarbeiter/Ingenieure regelmäßig mit der Zeit systematisch rauszukicken, weil sie sonst in ihren Gehaltsbändern zu weit aufsteigen und somit 3 Säckel Ferze zuviel verdienen würden. Da wirft man doch lieber seine fähigen Leute und damit sein Knowhow weg und verliert irgendwann den Anschluß. Der CEO ist nach 5 Jahren mit fetter Abfindung dank der Seilschaften in diesen Kreisen dann schon wieder als CEO beim nächsten Unternehmen und muß seinen angerichteten Schaden zugunsten kurzfristiger Quartalsergebnisse nie ausbaden. Und sein Ersatz kann natürlich für nichts von seinem Vorgänger. Und niemand hat dabei irgendeine Verantwortung, aber trotzdem fett gesahnt. Imo alles selbstverschuldetes Elend einer an totaler Menschen- und Realitätsverachtung im Endstatium erkranken ShareholderValue-Gier-Kaste.