AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?
Jede SW ist ein Risiko. Ein Texteditor muss aber nicht so tief ins System eingreifen und hat generell wesentlich weniger Rechte, selbst wenn er ohne UAC als Admin laufen sollte, als ein Virenscanner.
Aber das ist egal, man muss JEDER SW trauen und jedem Hersteller. Auch MS natürlich. MS muss ich ohnehin trauen, da komm ich nich drumrum, da hoffe ich halt, dass die Patches schneller kommen als die Schadsoftware, die die Lücke nutzen.
Aber bei JEDER SW die ich ohne zwingenden Grund und ohne Nutzen als Anwender installiere, muss ich mich schon fragen, ob die SW dieses Risiko wert ist.
Zumal wenn ich eben den Sicherheitsgewinn eher akademisch sehe. Und genau das tue ich bei Virenscannern.
Aber Du gehst leider nur auf einen Punkt meines langen Postings ein, auf den Rest hast Du nicht weiter reagiert.
Ich hab dein langes posting nicht mal gelesen, nur deine kurzen, abfälligen Bemerkungen danach.
Stimmt, ich hätte noch drauf eingehen sollen, dass 99,9% der Privatnutzer keine inkrementelle Vollsicherung fahren können.
Alle anderen Punkte treffen auf jede andere Software genauso zu.
Ein Virenscanner hat übrigens keinerlei Zugriff auf deine Passwörter, es sei denn, du unterstellst jedem Scanner, gleich mit einem Keylogger zu kommen.
Die Windows Bordmittel haben sich in den letzten Jahren extrem verbessert.
Seit XP braucht man keine zusätzliche Firewall mehr.
Mit den neuen Virenscannern von MS kann man drüber nachdenken, auf andere zu verzichten, leider ist der Updatezyklus viel zu langsam.
Kannst Du bei all deinen Überlegungen in den letzten Jahren auch nur eine einzige Infektion nennen, die sich einen Virenscanner zu Nutze gemacht hat?
Aktuell fallen mir da nur wenige, gezielte Angriffe auf Firmen ein, die Schwachstellen in Cisco Systemen nutzten.
Und um auch dich daran zu erinnern:
Wir reden hier von Privatnutzern - 95% derselben, die froh sind, ein Setup von einer DVD aufrufen zu können.
Da gibt es keine inkrementellen Backups,
kein NoScript
Keine händisch gepflegten Whitelists.
Und genau für die sind Virenscanner gedacht und gut.
Mit dem kostenlosen Antivir und auch mit dem Windows Scanner durfte ich früher alle paar Wochen das System meines kleinen Bruders entseuchen.
Jetzt hat er seit drei Jahren Norton installiert und keine Probleme mehr.
Er gehört zu den DAU Usern und dank seines Autismus wird er sich da auch nie ändern.
Daher hab ich in der Hinsicht einen ziemlich guten Einblick in DAU User.
Ähnliches gilt für meine Eltern, Großeltern und große Schwester.
Meine kleine Schwester hat in ihrem Mann den Admin der Wahl gefunden.. ist gut so^^.
Mein kleiner Bruder hat Informatik studiert und sicher deutlich besseren Zugriff auf Soft- und Hardware aus dem Profi-Bereich. Allerdings sieht er es wie ich, dass bei Kosten/Nutzen Abwägungen für den Privathaushalt ein normaler Scanner reicht.
Und wie schon diverse Male erwähnt: man muss rein rechtlich einen Scanner installiert haben, der auch noch auf dem aktuellen Stand ist.
Du nutzt ja selbst einen Scanner mit Systemrechten - nur eben den von MS, anstelle eines anderen.
Der Scanner von MS hat genau die gleichen Schwachstellen, die Du für alle anderen Scanner auflistest - nur vertraust Du eben auf die MS Patchserver, anstelle von Symantec, Kasperski, Panda und wie sie alle heißen...