Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Klar kann auch ein Texteditor eine Lücke ins System reißen, Das ist aber auf Grund seiner Aufgabe wesentlich weniger Wahrscheinlich.

Wie ich schrieb, ist es eine Abwägung. Und die geht für mich absolut eindeutig aus. Natürlich muss die jeder für sich selbst machen, aber man sollte sich einfac ALLEN Konsequenzen und Risiken stellen, und wer macht das in diesem Fall schon?
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Klar kann auch ein Texteditor eine Lücke ins System reißen, Das ist aber auf Grund seiner Aufgabe wesentlich weniger Wahrscheinlich.

Wie ich schrieb, ist es eine Abwägung. Und die geht für mich absolut eindeutig aus. Natürlich muss die jeder für sich selbst machen, aber man sollte sich einfac ALLEN Konsequenzen und Risiken stellen, und wer macht das in diesem Fall schon?

Inwiefern sind ausnutzbare Sicherheitslücken durch schlechte Programmierung beim Texteditor weniger wahrscheinlich?
Gehen wir etwas komplexer vor:
MS Office hat automatisch vollen Zugriff auf geschützte Dokumentenordner, die durch die Ordnerüberwachung abgedeckt sind...
Da trifft Sicherheit auf Funktion und erstere verliert.
Der nächste Kryptotrojaner kommt vorbei und nutzt genau das aus, um schlicht per c&p Inhalte aus geschützten Dokumenten in neue, verschlüsselte zu verschieben.
Die alten gibt es noch, sind aber leer.

Edit: dafür braucht es nicht mal Admin Rechte /edit

Es ist zu 100% egal, was man sich installiert. Man holt sich Schwachstellen ins System.
(siehe Firefox und Chrome, die letztens ganz dringend sehr kritische Lücken fixen mussten)
Und um auf dieser Basis gegen Virenscanner im Speziellen zu wettern, verzerrt schlicht das Bild.

Und wenn ein Trojaner oder Hacker schlicht verschiedene Lücken in mehreren populären Programmen kombiniert, oder sich ein anderes Programm per Rechteausweitung mehr Rechte verschaffen kann.

Wenn ein Trojaner / Virus bekannt ist, kann ein Virenscanner was dagegen tun.
Sobald man keinen Hat, fehlt einem sogar diese Chance.

Edit2:

Es ist zwar ironisch, wenn das eigene System ausgerechnet durch eine Lücke im Virenscanner übernommen wird, aber bei der großen Auswahl an Lücken, auch nicht überraschender, als wenn der Browser, oder ein Office dafür verantwortlich sind.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Jede SW ist ein Risiko. Ein Texteditor muss aber nicht so tief ins System eingreifen und hat generell wesentlich weniger Rechte, selbst wenn er ohne UAC als Admin laufen sollte, als ein Virenscanner.

Aber das ist egal, man muss JEDER SW trauen und jedem Hersteller. Auch MS natürlich. MS muss ich ohnehin trauen, da komm ich nich drumrum, da hoffe ich halt, dass die Patches schneller kommen als die Schadsoftware, die die Lücke nutzen.

Aber bei JEDER SW die ich ohne zwingenden Grund und ohne Nutzen als Anwender installiere, muss ich mich schon fragen, ob die SW dieses Risiko wert ist.

Zumal wenn ich eben den Sicherheitsgewinn eher akademisch sehe. Und genau das tue ich bei Virenscannern.



Aber Du gehst leider nur auf einen Punkt meines langen Postings ein, auf den Rest hast Du nicht weiter reagiert.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Sorry, aber die Diskussion um Scanner, die neue Löcher in die PC Sicherheit reißen, ist reine Illusion.
Wenn es nach der Maxime geht, kann man sich nicht mal einen Texteditor in einem komplett selbst geschriebenen OS installieren.
Sorry, aber das ist schlichtweg Unsinn. Virenscanner und sogenannte "Security Suites" haben weitreichende Zugriffsmöglichkeiten aufs System - im Gegensatz zu den allermeisten Texteditoren. Und dass Sicherheitssoftware häufig an wirklich grundlegenden Fehlimplementationen und haarsträubenden Bugs krankt, kann man seit Jahren mit beunruhigender Regelmäßigkeit lesen (bspw. Schutzlose Wachter - Antiviren-Software als Sicherheitslucke |
heise Security
).
Es wird nie 100% Sicherheit geben und JEDE Software hat Sicherheitslücken - wie Cisco und Co. in letzter Zeit auch bei ihren Profi-Lösungen bewiesen haben.
Richtig. Es geht schlichtweg darum, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass man sich was einfängt. Deswegen sind auch Postings à la "ich hatte noch nie einen Virus", wie man sie auch hier oft lesen kann, unsinnig - man kann höchstens sagen, dass die verwendete Antivirensoftware noch nie einen Virus gefunden hat.
Seiten aus bestimmten Ländern auf die Black List zu setzen hilft zwar, ist allerdings auch keine Sicherheit vor gekaperten "vertrauenswürdigen" Seiten.
NoSkript bringt einen auch nur zu einem gewissen Punkt weiter.
Viele Seiten funktioniere damit nicht mehr richtig.
Ja, weil zu viele Seiten auf irgendwelche Plugins setzen, welche seit Jahren immer wieder zu Sicherheitsproblemen führen. Man muss dann für sich entscheiden, ob man so eine Seite trotzdem unbedingt nutzen will.
Und sobald man eine einzige Ausnahme einträgt, ist es schon wieder vorbei mit dem Schutz, da die Seiten mit gleicher Wahrscheinlichkeit gehackt werden, wie alle anderen.
Das ist eine recht steile These. Hauptproblem sind immer nach wie vor Banner und irgendwelche eingebetteten Sachen, nicht der "Kern-Content".
Selbst wenn die Seiten nicht direkt gehackt werden, sondern nur ein Webeserver, hat es sich was mit dem Schutz von Noskript, oder Adblock, sobald man eine einzige Ausnahme eingetragen hat.
Ich würde ja sagen, dass ein kompromittierter Webserver ein deutlich ernsteres Problem ist als eine gehackte Webseite. Und selbst wenn man auf einen kompromittierten Webserver zugreift, können Adblocker durchaus noch die Sachen wegfiltern, die man nicht haben will.
Es ist zwar ironisch, wenn das eigene System ausgerechnet durch eine Lücke im Virenscanner übernommen wird, aber bei der großen Auswahl an Lücken, auch nicht überraschender, als wenn der Browser, oder ein Office dafür verantwortlich sind.
Für dich ist es also nicht überraschend, wenn ein Loch in System gerissen wird von einer Software, die verspricht, die Sicherheit zu erhöhen? Für mich tut sich da ein gewisser Widerspruch auf.

MfG Jimini
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Jede SW ist ein Risiko. Ein Texteditor muss aber nicht so tief ins System eingreifen und hat generell wesentlich weniger Rechte, selbst wenn er ohne UAC als Admin laufen sollte, als ein Virenscanner.

Aber das ist egal, man muss JEDER SW trauen und jedem Hersteller. Auch MS natürlich. MS muss ich ohnehin trauen, da komm ich nich drumrum, da hoffe ich halt, dass die Patches schneller kommen als die Schadsoftware, die die Lücke nutzen.

Aber bei JEDER SW die ich ohne zwingenden Grund und ohne Nutzen als Anwender installiere, muss ich mich schon fragen, ob die SW dieses Risiko wert ist.

Zumal wenn ich eben den Sicherheitsgewinn eher akademisch sehe. Und genau das tue ich bei Virenscannern.



Aber Du gehst leider nur auf einen Punkt meines langen Postings ein, auf den Rest hast Du nicht weiter reagiert.

Ich hab dein langes posting nicht mal gelesen, nur deine kurzen, abfälligen Bemerkungen danach.

Stimmt, ich hätte noch drauf eingehen sollen, dass 99,9% der Privatnutzer keine inkrementelle Vollsicherung fahren können.

Alle anderen Punkte treffen auf jede andere Software genauso zu.

Ein Virenscanner hat übrigens keinerlei Zugriff auf deine Passwörter, es sei denn, du unterstellst jedem Scanner, gleich mit einem Keylogger zu kommen.

Die Windows Bordmittel haben sich in den letzten Jahren extrem verbessert.
Seit XP braucht man keine zusätzliche Firewall mehr.
Mit den neuen Virenscannern von MS kann man drüber nachdenken, auf andere zu verzichten, leider ist der Updatezyklus viel zu langsam.

Kannst Du bei all deinen Überlegungen in den letzten Jahren auch nur eine einzige Infektion nennen, die sich einen Virenscanner zu Nutze gemacht hat?
Aktuell fallen mir da nur wenige, gezielte Angriffe auf Firmen ein, die Schwachstellen in Cisco Systemen nutzten.

Und um auch dich daran zu erinnern:
Wir reden hier von Privatnutzern - 95% derselben, die froh sind, ein Setup von einer DVD aufrufen zu können.
Da gibt es keine inkrementellen Backups,
kein NoScript
Keine händisch gepflegten Whitelists.

Und genau für die sind Virenscanner gedacht und gut.
Mit dem kostenlosen Antivir und auch mit dem Windows Scanner durfte ich früher alle paar Wochen das System meines kleinen Bruders entseuchen.
Jetzt hat er seit drei Jahren Norton installiert und keine Probleme mehr.
Er gehört zu den DAU Usern und dank seines Autismus wird er sich da auch nie ändern.
Daher hab ich in der Hinsicht einen ziemlich guten Einblick in DAU User.

Ähnliches gilt für meine Eltern, Großeltern und große Schwester.
Meine kleine Schwester hat in ihrem Mann den Admin der Wahl gefunden.. ist gut so^^.
Mein kleiner Bruder hat Informatik studiert und sicher deutlich besseren Zugriff auf Soft- und Hardware aus dem Profi-Bereich. Allerdings sieht er es wie ich, dass bei Kosten/Nutzen Abwägungen für den Privathaushalt ein normaler Scanner reicht.


Und wie schon diverse Male erwähnt: man muss rein rechtlich einen Scanner installiert haben, der auch noch auf dem aktuellen Stand ist.

Du nutzt ja selbst einen Scanner mit Systemrechten - nur eben den von MS, anstelle eines anderen.

Der Scanner von MS hat genau die gleichen Schwachstellen, die Du für alle anderen Scanner auflistest - nur vertraust Du eben auf die MS Patchserver, anstelle von Symantec, Kasperski, Panda und wie sie alle heißen...
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Kannst Du bei all deinen Überlegungen in den letzten Jahren auch nur eine einzige Infektion nennen, die sich einen Virenscanner zu Nutze gemacht hat?
Ich bin mal so frei:
2014: Schutzlose Wachter - Antiviren-Software als Sicherheitslucke |
heise Security

2016: Kritische Lucken in fast allen Antiviren-Produkten von Symantec und Norton |
heise Security

2017: Dramatische Sicherheitslucke in Virenschutz-Software von Windows geschlossen |
heise Security

Mit dem kostenlosen Antivir und auch mit dem Windows Scanner durfte ich früher alle paar Wochen das System meines kleinen Bruders entseuchen.
Einem System vertrauen zu wollen, das einmal kompromittiert war, ist vollkommen sinnlos, sorry. Du musst davon ausgehen, dass an so einem Punkt alle Möglichkeiten des Betriebssystems, offene Verbindungen / Dateien / Prozesse zu registrieren, möglicherweise manipuliert wurden und dem Scanner einfach nur vorgegaukelt wird, dass die möglicherweise zu entdeckende Schadsoftware nicht existiert. Man könnte sowas höchstens von einem Live-System starten, welches read-only auf die Daten zugreift, aber danach klingt das hier eher weniger.
Jetzt hat er seit drei Jahren Norton installiert und keine Probleme mehr.
Vielleicht findet Norton auch einfach nur nichts - woher nimmst du diese Sicherheit? :)
Mein kleiner Bruder hat Informatik studiert und sicher deutlich besseren Zugriff auf Soft- und Hardware aus dem Profi-Bereich. Allerdings sieht er es wie ich, dass bei Kosten/Nutzen Abwägungen für den Privathaushalt ein normaler Scanner reicht.
Im professionellen Umfeld werden ganz andere Konzepte gefahren (beispielsweise DPI oder Heuristiken, die deutlich mehr umfassen als den Traffic eines Rechners). Ob es nun die Home- oder Pro-Version von irgendeinem krepeligen Virenscanner ist, macht letztendlich kaum einen Unterschied.
Und wie schon diverse Male erwähnt: man muss rein rechtlich einen Scanner installiert haben, der auch noch auf dem aktuellen Stand ist.
Wo steht denn sowas?

MfG Jimini
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Vielleicht findet Norton auch einfach nur nichts - woher nimmst du diese Sicherheit? :)

Finde ich auch immer witzig wenn man Virenscanner danach bewertet, dass Sie seit mehreren Jahren kein einziges mal ausgeschlagen haben.
Mich würde das eher beunruhigen.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Finde ich auch immer witzig wenn man Virenscanner danach bewertet, dass Sie seit mehreren Jahren kein einziges mal ausgeschlagen haben.
Mich würde das eher beunruhigen.
Das Konzept ist in etwa so ausgeklügelt, als wolle man mit schmutzigen Schuhen an den Füßen seinen Boden wischen.

MfG Jimini
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Ich hab dein langes posting nicht mal gelesen, nur deine kurzen, abfälligen Bemerkungen danach.
von welchen, kurzen abfälligen Bemerkungen NACH meinem langen Posting vorhin sprichst Du? Ich habe nur auf ein abfälliges Posting von poor_volta entsprechend reagiert, und das war VOR dem langen Posting.

Ein Virenscanner hat übrigens keinerlei Zugriff auf deine Passwörter, es sei denn, du unterstellst jedem Scanner, gleich mit einem Keylogger zu kommen.
Ein Virenscanner hat Zugriff auf den gesamten(!) Systemspeicher, auch auf den fremder Apps, Ein Virenscanner braucht gar keinen Keylogger um Deine Passworter zu lesen.



Kannst Du bei all deinen Überlegungen in den letzten Jahren auch nur eine einzige Infektion nennen, die sich einen Virenscanner zu Nutze gemacht hat?
Das Schwachstellen in Scannern ausgenutzt wurden, gab es durchaus. Aber selbst wenn nicht, was ändert das an der Risikobetrachtung?


Und um auch dich daran zu erinnern:
Wir reden hier von Privatnutzern - 95% derselben, die froh sind, ein Setup von einer DVD aufrufen zu können.
Eben, das ist ja das Drama, insbesondere wegen der falschen Sicherheit, die ein Scanner gibt. Jedenfalls hat es sich ausgezahlt, die Verwandten zu schulen. Ja, es gab die eine oder andere Infektion, aber witziger Weise TROTZ installiertem Scanner. Die meisten aber, gerade die OHNE extra scanner, sind bisher verschont geblieben. Kann natürlich auch nur Zufall sein.

Da gibt es keine inkrementellen Backups,
es gibt meist GAR keine Backups, obwohl zmindest für die Nutzdateien Windows selbst ein einigermaßen brauchbares Backupsystem mitliefert (das aber noch wesentlich besser sein könnte).

kein NoScript
Keine händisch gepflegten Whitelists.
Hab ich auch beides nicht. Wozu? ((jetzt fallen sie gleich über mich her... :) )

Er gehört zu den DAU Usern und dank seines Autismus wird er sich da auch nie ändern.
Das ist vielleicht ein Sonderfall... obwohl, meiner Mutter konnte ich beibringen, worauf sie achten muss. Mein Mann, der wirklich viel surft und sehr aktiv ist, aber sonst wenig IT affin ist, hat es auch begriffen. Nur mein Vater, der trotz meiner Empfehlung einen Scanner einsetzt... lassen wir das.

Bei Deinem Bruder würde ich aber wirklich einfach ein inkrementelles Imagebackup auf eine externe Platte etablieren, das Du im Fall des Falles einfach zurückspielst. Wäre m.E. die bessere Lösung.

Und wie schon diverse Male erwähnt: man muss rein rechtlich einen Scanner installiert haben, der auch noch auf dem aktuellen Stand ist.
Wer sagt denn so was?

Du nutzt ja selbst einen Scanner mit Systemrechten - nur eben den von MS, anstelle eines anderen.
klar, weil der KEINEN der von mir genannten Nachteile hat. Er bringt kein zusätzliches Risiko, das nicht so schon da wäre.

Der Scanner von MS hat genau die gleichen Schwachstellen, die Du für alle anderen Scanner auflistest - nur vertraust Du eben auf die MS Patchserver, anstelle von Symantec, Kasperski, Panda und wie sie alle heißen...
Sicher, nur muss ich dem MS Patchserver sowieso vetrauen, da komm ich nicht rum. Deswegen hat der Einsatz des MS eigenen Scanner keinen weiteren Nachteil.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Ich bin mal so frei:
2014: Schutzlose Wachter - Antiviren-Software als Sicherheitslucke |
heise Security

2016: Kritische Lucken in fast allen Antiviren-Produkten von Symantec und Norton |
heise Security

2017: Dramatische Sicherheitslucke in Virenschutz-Software von Windows geschlossen |
heise Security


Einem System vertrauen zu wollen, das einmal kompromittiert war, ist vollkommen sinnlos, sorry. Du musst davon ausgehen, dass an so einem Punkt alle Möglichkeiten des Betriebssystems, offene Verbindungen / Dateien / Prozesse zu registrieren, möglicherweise manipuliert wurden und dem Scanner einfach nur vorgegaukelt wird, dass die möglicherweise zu entdeckende Schadsoftware nicht existiert. Man könnte sowas höchstens von einem Live-System starten, welches read-only auf die Daten zugreift, aber danach klingt das hier eher weniger.

Vielleicht findet Norton auch einfach nur nichts - woher nimmst du diese Sicherheit? :)

Im professionellen Umfeld werden ganz andere Konzepte gefahren (beispielsweise DPI oder Heuristiken, die deutlich mehr umfassen als den Traffic eines Rechners). Ob es nun die Home- oder Pro-Version von irgendeinem krepeligen Virenscanner ist, macht letztendlich kaum einen Unterschied.

Wo steht denn sowas?

MfG Jimini

Ähm.. das sind gemeldete Lücken.. ich habe nach tatsächlichen Angriffen gefragt.
Ansonsten kann ich dir hier die Heise Archive der letzten 4 Jahre auflisten, in denen dutzende von Lücken in anderen Programmen mit ähnlicher Tragweite gelistet werden.

@Grestorn:

Das gehört zu den Sorgfallspflichten, die dem Bankkunden auferlegt werden:

Missbrauch beim Online-Banking - Schulz | Sozien - Rechtsanwalte Essen

2007 gab es in Köln schon ein entsprechendes Urteil:
LG Koln: Sorgfaltspflichten beim Online-Banking

Darunter fallen u.A. eine Firewall, ein Virenscanner und aktuelle Updates für alle Software und OS.

Edit:
Den MS eigenen Virenscanner zu benutzen ist übrigens etwas anderes, als gar keinen zu nutzen.

Die erste Reaktion hier ist ja immer: Benutzt bloß KEINEN Virenscanner - sind alle Mist.

Btw: Kein Virenscanner scannt zu jeder Zeit 100% des Arbeitsspeichers - das wäre Ressourcenverschwendung.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Ähm.. das sind gemeldete Lücken.. ich habe nach tatsächlichen Angriffen gefragt.
Da sowas bislang selten publik wird, ist die Frage natürlich schwer zu beantworten. Ich persönlich sehe es aber so, dass die Sicherheit eines Systems schon durch eine kritische Sicherheitslücke beeinträchtigt wird und nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Lücke erfolgreich ausgenutzt wurde.
Ansonsten kann ich dir hier die Heise Archive der letzten 4 Jahre auflisten, in denen dutzende von Lücken in anderen Programmen mit ähnlicher Tragweite gelistet werden.
Darum geht es hier aber nicht. Und diese Software wirbt wahrscheinlich nicht so explizit wie die Antivirenhersteller damit, dass ihre Software die Sicherheit des Systems erhöht.
Du schriebst "Sorry, aber die Diskussion um Scanner, die neue Löcher in die PC Sicherheit reißen, ist reine Illusion." - und das wurde nun mehrfach widerlegt. Eine Gefährdung des Straßenverkehrs liegt ja auch dann schon vor, wenn ich mit 200 durch die Stadt fahre und nicht erst dann, wenn ich einen Unfall baue.

@Grestorn:
Das gehört zu den Sorgfallspflichten, die dem Bankkunden auferlegt werden:
Missbrauch beim Online-Banking - Schulz | Sozien - Rechtsanwalte Essen
2007 gab es in Köln schon ein entsprechendes Urteil:
LG Koln: Sorgfaltspflichten beim Online-Banking
Darunter fallen u.A. eine Firewall, ein Virenscanner und aktuelle Updates für alle Software und OS.
Dieses Urteil ist umstritten: Umkehr der Beweispflicht |
heise Security

Es dürfte kaum überraschen, dass ich mich der Kritik anschließe. Würde man diese Entscheidung nämlich exakt interpretieren, so würde jemand mit einem gepatchten OpenBSD ohne Antivirensoftware eine Mitschuld tragen, was mehr als skurril wäre. Aber das Urteil ist ja auch schon von 2007 und das LG Köln (oder war es das OLG?) hat sich in der Vergangenheit schon häufiger auf seeeehr dünnem Eis bewegt und nicht immer als wirklich kompetent in Sachen IT-Sicherheit gezeigt.
Und zu guter Letzt: davon abzuleiten, dass man "rein rechtlich einen Scanner installiert haben [muss], der auch noch auf dem aktuellen Stand ist", ist falsch. Das steht nirgendwo. In den von dir verlinkten Seiten ging es nur um die Beweislast im Falle einer Kontoplünderung.
Die erste Reaktion hier ist ja immer: Benutzt bloß KEINEN Virenscanner - sind alle Mist.
Ich kann hier nur für mich sprechen - Virenscanner KÖNNEN die Sicherheit eines Systems erhöhen. Sie können sie aber genauso verringern. Da aber überall regelmäßig die Wirkung von Antivirensoftware in den Himmel gelobt wird, sehe ich es als wichtig an darauf hinzuweisen, dass
a) auch diese Software fehlerhaft sein kann (und es häufig leider auch ist)
b) sich nur auf einen Virenscanner zu verlassen fahrlässig ist
c) kein System dieser Welt vor Schadsoftware hundertprozentig sicher sein kann - nicht einmal, wenn es nicht am Netzwerk hängt

MfG Jimini
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Leute, *hust*: Eyes Above The Waves: Disable Your Antivirus Software (Except Microsoft's)

Es ist doch schon längst hinreichend bekannt, dass Virenscanner nur der Gewissensberuhigung dienen und sogar in Firmenumgebungen dafür bekannt sind, für Fehler zu sorgen.
Sogar jemand von Symantec (oder war's Kaspersky?) hat schon vor Jahren gesagt, dass Virenscanner eigentlich überflüssig sind.
Lasst und alle auch nicht vergessen, dass die Anbieter damit auch Geld verdienen müssen, also garantiert nicht aus purer Gutherzigkeit heraus handeln.;)
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Leute, *hust*: Eyes Above The Waves: Disable Your Antivirus Software (Except Microsoft's)

Es ist doch schon längst hinreichend bekannt, dass Virenscanner nur der Gewissensberuhigung dienen und sogar in Firmenumgebungen dafür bekannt sind, für Fehler zu sorgen.
So ein Schwachsinn. Veraltete Software oder falsch konfigurierte Systeme (auch Virenscanner) können für Fehler sorgen - nicht nur das AV-Programm. Es geht in Fimennetzwerken in erster Linie darum die Systeme vor DAU's zu schützen und auch die Daten dritter. Solange das MS nicht von Haus aus kann, gibt es bedarf dafür. Und ein Defender der NACH dem Virus anschlägt brauch keine Sau.

Ganz Wertungsfrei (da ich gerne Schmunzle bei diesen Foren-Thema): Habe ich hier den Eindruck, dass einige völlig ohne Realitätswahrnehmung durch die Welt gehen.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Sicherheit > Systemperformance

Das Virenscanner auf Signaturbasis zum alten Eisen gehören ist bekannt, das ist aber keine generelle Meinung der Admins das ein extra Virenscanner nicht notwendig wäre.
Bei uns im Betrieb wird aus Richtung WAN nahezu alles von Netzwerkscanner abgefangen.
Das ersetzt aber nicht einen lokalen Schutz wenn ein User einen verseuchten USB-Stick ansteckt.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Ich finde es wirklich schade, dass moch nicht mal jemand den Versuch macht, meine Argumente aus diesem Posting

Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

zu widerlegen oder wenigstens zu relativieren.

Für mich bleiben Third-Party Virenscanner unter dem Strich ein unnützes Risiko, und warum ich das so sehe, habe ich klar dargelegt. Für mich haben sich alle, die weiter auf solche Produkte bauen (für ihren eigenen Rechner) sich mit der Problemstik nicht wirklich befasst, und gehen nach dem Motto, „ich packmal was auf meinen Rechner, das wird mich schon irgendwie schützen“ vor.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

Gehen wir mal davon aus, dass ein Virenscanner mit einer gewissen höheren Wahrscheinlichkeit eine Infektion verhindern kann, als es die Boardmittel von sich aus können.

Dann muss man sich Fragen, womit man sich diese etwas höhere Sicherheit einkauft:

1# Man installiert eine SW von der man (wie bei jeder SW!) nicht genau weiß, was sie tut. Prinzipbedingt hat ein Scanner zugriff auf alle Daten, alle Passwörter usw.

2# Je mehr Angriffsvektoren ein Scanner überwacht, in desto mehr Systemfunktionen muss er eingreifen und sie überachen. Je mehr ein Scanner in Systemfunktionen eingreift, desto mehr können sich Bugs im Scanner auf das System auswirken. Und man kann erst mal nicht erkennen, dass der Scanner die Ursache eines Problems ist. Die Performance ist ein weiteres Problem.

3# Ein Scanner kann, wie jede SW, selbst auch Lücken haben, die ausgenutzt werden können. Gerade die hohe Verbreitung bestimmter Scanner machen diese zu einem sehr lohnenden Angriffsziel.

4# Aber noch besser wäre es, den Hersteller des Scanners selbst anzugreifen, und zwar am besten so, dass er das nicht gleich bemerkt. Und dann einige Monate den Updatemechanismus des Herstellers als Verbreitungsmittel für die eigene, erst mal passive Scahdsoftware zu missbrauchen... Die dann am Tag x auf unzähligen Rechnern aktiv wird. Horrorszenario? Vielleicht, Aber m.E. nicht unrealistisch.

5# Und schließlich das fast größte Problem der Scanner: Das Gefühl der Sicherheit, das sie vermitteln. Witzigerweise sind es gerade die Bekannten, Verwandten und Freunde, die Scanner verwenden, die immer wieder infizierte Installationen haben. Eben WEIL sie unvorsichtig werden, sie haben ja einen Scanner installiert, der ihnen vermeintliche Sicherheit gibt...

1# Das trifft bei Windows genau so zu. Wo liegt das PW nun sicherer?
2# Man kann den Virenschutz ganz einfach deaktivieren, mach ich regelmäßig wenn ich mir nicht sicher bin wo es hakt.
3# Absolut, je mehr von der jeweiligen Software unterwegs ist desto attraktiver wird es Lücken dafür zu finden. Auf wievielen Windows Maschinen ist der Defender aktiv?
4# Das Horrorzenario haben wir bereits mit der Updatepolitik von Windows 10.
5# Ich könnte mich auch auf den Defender blind verlassen.
 
AW: Virenscanner im Test: Welche Antivirus-Software schützt Ihren PC am besten?

1# Das trifft bei Windows genau so zu. Wo liegt das PW nun sicherer?
3# Absolut, je mehr von der jeweiligen Software unterwegs ist desto attraktiver wird es Lücken dafür zu finden. Auf wievielen Windows Maschinen ist der Defender aktiv?
4# Das Horrorzenario haben wir bereits mit der Updatepolitik von Windows 10.

Das ist doch genau der Punkt, den er jetzt etliche Male wiederholt hat: Man akzeptiert das Risiko immer bereits einmal beim Nutzen eines OS. Alles andere ist in der Richtung ein zusätzliches Risiko.
 
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Der Defender wird bei einer Installation eines anderen AV-Programmes deaktiviert.
 
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1# Das trifft bei Windows genau so zu. Wo liegt das PW nun sicherer?
Allerdings stellt das Betriebssystem die unterste Ebene der installierten Software dar. Wenn hingegen ein Virenscanner eine Sicherheitslücke aufweist, so hebelt er damit unter Umständen die Sicherheitsmechanismen des darunter liegenden Betriebssystems aus - ein Virenscanner reißt dann also Löcher ins System, wo vorher keine waren.

Was mich persönlich am meisten nervt, ist der Umstand, dass diese Software mit mehr Sicherheit wirbt, dieses Versprechen aber in meinen Augen im Consumerbereich prinzipbedingt kaum halten kann. Oder schlichtweg mit unsinnigen Darstellungen wirbt (https://ptrace.fefe.de/spectremeltdown.jpg) - interessant wird es erst jenseits der 99,99% bzw. im Bereich der Heuristiken, denn alles andere kann man im heutigen Entwicklungs- und Verbreitungstempo von Schadsoftware in meinen Augen knicken.

2# Man kann den Virenschutz ganz einfach deaktivieren, mach ich regelmäßig wenn ich mir nicht sicher bin wo es hakt.
Wie du zuvor schon richtig schriebst: Sicherheit > Performance. Ich bin ein Freund des KISS-Prinzips (keep it stupidly simple) - je komplexer eine Software wird, desto intransparenter und desto wartungsunfreundlicher wird sie. Die Wahrscheinlichkeit von Bugs nimmt mit steigender Komplexität dann ebenfalls zu.

MfG Jimini
 
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