Unterschiede beim NAND

Legacyy

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Hey,
ich hab mal ne Frage bzgl. des eingesetzen NAND, vor allem bei der Samsung 840 und der Plextor M5S.

Die Samsung hat ja "TLC Toggle"
Die Plextor MLC Synchron.

Bei TLC können ja bis zu 3 Bits gespeichert werden, was gegenüber den 4 Bits der MLC etwas mehr Belastung bedeutet.

Aber was ergibt dies für Auswirkungen in der Praxis, gibt es dort spürbare Unterschiede?

Ich hoffe, dass jemand da ne Antwort drauf weiß :)

Grüße Legacyy
 
Bis auf die geringere Haltbarkeit? Hm - da ist mir noch nichts zu Ohren gekommen.
Aber die Anzahl der Modelle mit TLC ist ja noch ähm... sehr überschaubar. :)
 
Bei TLC werden drei Bits pro Speicherzelle gespeichert, bei MLC mehr als 1, üblicherweise 2- TLC ist also eigentlich ein spezieller MLC.

1 Bit pro Speicherzelle wird bei SLC gespeichert, Chips die 4 Bit pro Zelle "QLC" speichern können gibt es soweit ich weiß noch nicht.

Toggle und Synchron bezieht sich auf die (serielle, für Schreiben und Lesen über die selben Leitungen genutzte) Schnittstelle mit der die Speicherchips angesprochen werden. Synchron bedeutet das der Übertragungstakt über eine Taktleitung synchronisiert wird, Toggle Chips benötigen keine eigene Taktleitung, der Takt wird aus dem Schreibsignal generiert.

Das "Toggle" Prinzip ist "moderner" aber man kann nicht pauschal sagen das es besser (schneller) ist, das hängt von der Umsetzung ab. Für einen SSD Endnutzer ist diese Information eigentlich nicht wichtig.

Siehe auch: Toggle-Mode NAND - Toshiba America Electronic Components, Inc.
 
Vor allem hängt es vom Controller ab - da werden die Hersteller in letzter Zeit selbstbewusster. Die holen deutlich mehr raus als früher - auch aus alten Controllern-Designs.
 
Danke für die Links und Erklärungen :D
Außer der (minimal) unterschiedlichen Lebenszeit gibts ja dann keinen nennenswerten Unterschied.
 
Danke für die Links und Erklärungen :D
Außer der (minimal) unterschiedlichen Lebenszeit gibts ja dann keinen nennenswerten Unterschied.

Für den Kunden ists völlig wurscht, ja.

Die Lebenserwartungen/Schreibzyklen unterscheiden sich schon enorm - von den ersten SLCs mit 100.000 und mehr bis zu heutigen 20nm TLC mit vielleicht noch 1000. Aber das ist für 99% der Kunden auch irrelevant weil selbst 1000 Schreibzyklen bei einer 128GiB-SSD ausreichen um ca. 17 Jahre lang jeden Tag 20 GB zu schreiben - und das ist weit mehr als die meisten System-SSDs bewältigen müssen.
 
Die Lebenserwartungen/Schreibzyklen unterscheiden sich schon enorm - von den ersten SLCs mit 100.000 und mehr bis zu heutigen 20nm TLC mit vielleicht noch 1000. Aber das ist für 99% der Kunden auch irrelevant weil selbst 1000 Schreibzyklen bei einer 128GiB-SSD ausreichen um ca. 17 Jahre lang jeden Tag 20 GB zu schreiben - und das ist weit mehr als die meisten System-SSDs bewältigen müssen.
Wie sieht es überhaupt aus, wenn 80% der SSD belegt sind, wird dann immer wieder auf den gleichen kleinen Teil der SSD geschrieben, oder tauscht der Controller das durch?
Für TLC ist auch eine geringe Schreibrate üblich.
 
Wie sieht es überhaupt aus, wenn 80% der SSD belegt sind, wird dann immer wieder auf den gleichen kleinen Teil der SSD geschrieben, oder tauscht der Controller das durch?
Für TLC ist auch eine geringe Schreibrate üblich.

Moderne SSD Controller haben ausgefeilte "Wear-leveling" Verfahren um die Schreibvorgänge möglichst über die Speicherzellen verteilen. Das funktioniert nur wenn die SSD nicht komplett voll ist wobei bei vielen SSDs ein gewisser Speicherbereich dafür reserviert ist.

Bei (sehr) alten SSDs aber auch älteren Speicherkarten und USB Sticks ist das zum Teil nicht der Fall, entsprechend ist dort die Zahl der Schreibzyklen ein größeres Problem.
 
Die Lebenserwartungen/Schreibzyklen unterscheiden sich schon enorm - von den ersten SLCs mit 100.000 und mehr bis zu heutigen 20nm TLC mit vielleicht noch 1000. Aber das ist für 99% der Kunden auch irrelevant weil selbst 1000 Schreibzyklen bei einer 128GiB-SSD ausreichen um ca. 17 Jahre lang jeden Tag 20 GB zu schreiben - und das ist weit mehr als die meisten System-SSDs bewältigen müssen.

Moderne SSD Controller haben ausgefeilte "Wear-leveling" Verfahren um die Schreibvorgänge möglichst über die Speicherzellen verteilen. Das funktioniert nur wenn die SSD nicht komplett voll ist wobei bei vielen SSDs ein gewisser Speicherbereich dafür reserviert ist.
Dies bedeutet also, dass bei einer System-SSD die gerade bei 128 GB fast immer bis zum Rand gefüllt ist, die Lebensdauer deutlich sinkt.
Hat man die SSD zu 90% belegt, bedeutet dies also, das schon nach weniger als 2 Jahren bei 20 GB täglich die garantierte Haltbarkeit des NAND überschritten wäre (?)
 
Die Lebensdauer sinkt bei vollen SSDs im Vergleich zu nicht so vollen SSDs, auf die gleich viel geschrieben wird definitiv, wie genau hängt aber vom Controller und der Firmware ab.
Zum Wear-Leveling: Es gibt grunsätzlich zwei Arten davon: Zum einen Wear-leveling, dass nur freie bzw. als frei markierte (wenn die Daten eigentlich schon gelöscht sind, aber z.B. Trim noch nicht ausgeführt wurde) Zellen anrührt und zum anderen die Methode wo alles angerührt und verschoben etc. wird um ja eine gleichmäßige Abnutztung zu erhalten.
Bei aktuellen SSDs kommt höchstwahrscheinlich irgendeine Zwischenform zum Einsatz
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach meinem Wissensstand gibt es seit Anfang des Jahres eine neue Version der Plextor M5S. Erkennen kann man das an der Bezeichnung.

PX-256M5S / PX-0256M5S

Dort ist jetzt wie in der M5P ein Marvell 88SS9187 und Toshiba 19nm Flash mit 16k Pages.

Leider werden solche Änderungen selten kommuniziert.

Daher würde mich ein Vergleich zwischen der M5P und der M5S brennend interessieren.
 
Ich hab da auch Mal ne Frage dazu oder zusätzlich dazu?
Wie ich las, sollen wenigstens immer 20% der Platte frei bleiben.
Kann ich die jetzt einfach unformatiert liegen lassen um von Hause aus nie ausversehen darauf zugreifen zu können?
Hat ja auch ein Vorteil, da ich ja die unformatierten 20% auch nie ausversehen belegen kann und somit immer gewährleistet ist, dass die ungenutzt bleiben!?
Oder muss ich die ganze Platte schon formatiert, also komplett vorbereitet haben?
Danke
 
Ja kannst du, diese 20% Faustregel ist aber nicht in Stein gemeißelt und manche SSDs blockieren auch grundsätzlich Teile.

Das Freilassen verbessert vor allem die Schreibgeschwindigkeit und die Lebensdauer. Vor allem letzteres sollte aber keinesfalls überschätzt werden und beim Praxisgebrauch ist die Schreibgeschwindigkeit auch nicht so wichtig.
 
Alles klaro, danke. Denn ich bin lange schon am überlegen mir eine SSD zuzulegen. Lieber kläre ich aber was so zu beachten vorher und kaufe nicht wie wild drauflos.
Schreiben will ich natürlich so wenig wie möglich drauf. Die soll alle wichtigen Programme beinhalten. Da ich früher schon Systempartitionen von nur 150GB eingerichtet habe, sollte ne 128GB eigentlich reichen, wobei ich aber eher auf eine 160er oder so schaue, um sicherer zu sein.
Also muss ich ja nur vorwiegend auf schnellen Zugriff und Lesegeschwindigkeit achten, wie ich das so mitbekomme!?
Sollte also ne SSD mit gut 500 lesen und ca. um die 300 schreiben reichen?! Aber ne MLC sollte es wohl doch besser sein sagt mir mein Gefühl.
Ich schaue da auf eine günstige SanDisk. oder hat jemand Einwände und ratet mir davon dringend ab. Bin für jede Hilfe dankbar.
 
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