News Unity: Entwickler-Aufruhr hilft, neues Gebührenmodell für Entwickler

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Nach massiven Protesten von Nutzern der Spiele-Engine Unity, weil der Hersteller ab 2024 eine Gebühr pro Spieleinstallation für Unity Personal einführen wollte, gibt es nun Anpassungen.

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Zitat: "[...]So hatte es sich Unity, Hersteller der gleichnamigen Spiele-Engine, sicher nicht vorgestellt, "

Ich frage mich was der Amerikaner sich dabei gedacht hatte?

Die AMis die Jukt das nicht die schlucken alles was man vorgesetzt bekommt.

Aber der Rest der Welt ist halt nicht vollkommen verblödet.
 
Typisch für solche beschissenen Führungskräfte.
Einfach mal austesten was geht und dann zurückrudern.
Das jetzt vorgestellte Modell hätte von Anfang an so kommen können und sollen.

Egal was jetzt passiert aber bei Unity müssen Köpfe Rollen, vornehmlich die, die vor Bekanntmachung Aktien verkauft und sich diesen Müll ausgedacht haben. So kann man zumindest ein wenig Vertrauen zurückgewinnen.
 
Zitat: "[...]So hatte es sich Unity, Hersteller der gleichnamigen Spiele-Engine, sicher nicht vorgestellt, "

Ich frage mich was der Amerikaner sich dabei gedacht hatte?

Die AMis die Jukt das nicht die schlucken alles was man vorgesetzt bekommt.

Aber der Rest der Welt ist halt nicht vollkommen verblödet.
Du meinst solche Amerikaner?
Keine Ahnung wie man von der Verfehlung eines Unternehmens darauf kommen kann ein ganzes Land zu verunglimpfen.
 
Bin gespannt wie das endet... ich könnte mir vorstellen das Unity extrem viel Vertrauen verspielt hat und viele Entwickler, sofern irgendwie möglich, zu einer anderen Engine wechseln.
Der Schaden ist da. Das Vertrauen ist weg. Wie Olstyle bereits aufgeführt hat, haben die ersten angefangen entsprechende Schritte einzuleiten wie zB andere Engines zu pushen. Ich denke Unity wird sich noch mächtig ins Zeug legen müssen um nicht gänzlich alle Kunden zu verlieren aber ich könnte mir auch vorstellen, dass die meisten nun für kommende Projekte umsteigen könnten.
 
Hab nie verstanden wieso die Firma bzw der Spiele Engine Hersteller Unity mehrere tausend Mitarbeiter hat. Ich meine was machen die da alle ? Würde mich echt mal interessieren.
 
Ja ja wie kann ne Firma nur Geld für ihr Produkt verlangen :-)

Da fällt mir nur eins zu ein "Geiz ist Geil" :-)
Du hast das ganze Thema nicht verfolgt und verstanden aber Hauptsache einen Kommentar abgeben :klatsch:
Der Bäcker deiner Wahl erhöht die Preise für Brot und du sollst rückwirkend für die letzten Jahre die Preiserhöhung nachzahlen. Wieviel Brot du in den letzten Jahren gegessen, und wie hoch damit die Nachzahlung ist, legt der Bäcker anhand "zuverlässiger" Zahlen fest. Der Preis deiner zukünftigen Brote hängt von der Anzahl bisher gekaufter Brote ab welche, wie zuvor erwähnt, vom Bäcker ermittelt wird .. klingt das fair ?! Klingt das nach Geiz? Hier ist eher Gier ist geil das Thema :motz:
 
Nach dem Motte: "Einfach mal ausprobieren mit Gewalt schnell cash zu machen. Da es nur Entwickler betrifft wird der Aufschrei schon nicht so groß sein."
Man kann eigentlich nur hoffen dass so ein Verhalten die Umsätze stark nach unten drückt und das Management seinen Posten verliert.
 
Ja ja wie kann ne Firma nur Geld für ihr Produkt verlangen :-)

Da fällt mir nur eins zu ein "Geiz ist Geil" :-)
Und mir fällt da nur ein, du hast nicht verstanden worum es geht, bzw. nicht gelesen was vorher gemacht wurde.

Kurzform:
Ich bin Entwickler, gehe mit denen ein Vertrag ein, bezahle das was im Vertrag steht Jahre lang, der Vertragspartner entscheidet von sich aus den Vertrag zu ändern, ich soll rückwirkend für Installationein von Spielen bezahlen, wo ich nie in einem Vertrag zugesagt habe. Mein Vertrag läuft, ich entwickle ein Produkt, welches einer vorherigen Kostenkalkulation unterlag, was aber durch die einseitige Vertragsänderung nicht mehr aufgeht. Mein Geschäft ist durch botnetze die mein Spiel immer und immer wieder installieren gefährdet. Andere die nie mit der Firma einen Vertrag hatten (Microsoft, Steam usw) sollen auf einmal für die Installation meines Produktes Geld an unity bezahlen? ACHSO zuerst sollte sogar bei Demo gezahlt werden.
usw usw

es gibt so viele Entwickler die aktuell gesagt haben, wir wären sogar bereit gewesen mehr zu bezahlen, aber wir wurden nicht mal von dieser Änderung informiert.
 
@Echo321
Du hast eins übersehen die wollten Geld für ne bestimmte Anzahl

Installierter Einheiten (Glaube es war von 20.000 Einheiten die

Rede).

Soviel setzt ja jeder Indie Entwickler mal locker ab :-)
 
Du hast eins übersehen [...]
Ich würde ja empfehlen, einfach die Klappe zu halten und nicht NOCH deutlicher zu machen, dass du nicht im Geringsten verstanden hast, worauf sich die Kritik bezieht ;)


Generell hilft das Zurückrudern jetzt imho auch nicht mehr - das Vertrauen ist nachhaltig Zerstört.
Egal wie akzeptabel die neuen Varianten sein mögen: Unity hat gezeigt, dass man sich nicht auf sie verlassen kann. Und wer möchte sein Projekt schon auf einer Engine aufsetzen, die einem keine Planungssicherheit bietet?

Das kommt halt dabei raus, wenn eine Firme an die Börse geht und von Investment-Heuschrecken aufgekauft werden, die dem rückgratlosen CEO dann solche völlig idiotischen "Maßnahmen zur Optimierung des ROI" vorschreiben. Und an dieser Führungsmentalität ändern eben auch hohle PR-Phrasen und "Entschuldigungen" nichts.

Der erste Entwurf war so offensichtlich hirnverbrannt, dass man den Shitstorm selbst mit 2 Sekunden Nachdenken hätte voraus ahnen müssen. SO dämlich wird man wohl kaum gewesen sein.

Es war also reines Kalkül um zu sondieren, wie weit man es treiben kann - und jemandem, der eine solche Mentalität an den Tag legt, würde wohl kaum jemand, der die Wahl hat, tatsächlich noch genug Vertrauen entgegenbringen um (in vielen Fällen) die eigene Existenz dem PR-Versprechen "kommt nicht wieder vor" in die Hände zu legen.
 
@Echo321
Du hast eins übersehen die wollten Geld für ne bestimmte Anzahl

Installierter Einheiten (Glaube es war von 20.000 Einheiten die

Rede).

Soviel setzt ja jeder Indie Entwickler mal locker ab :-)
Das Problem ist nicht, dass Unity gerne ab einer bestimmten Menge verkaufter Einheiten Geld sehen will, sondern die Umsetzung. Das System war so bekloppt, dass es - hätte Unity es wirklich durchgezogen - Spiele massiv teurer gemacht hätte und sowas wie Charity-Bundles (Humble Bundle) nicht mehr möglich gewesen wären.

Es hätte auch die Möglichkeit eröffnet, "Installation-Bombing" zu betreiben: Sowas wie Review-Bombing, die ja alle möglichen Review-Seiten mit schlechten Wertungen füllen... Nur eben für Installationen, damit der Entwickler des Spiels, das man nicht mag, Geld abdrücken muss.

Ein Unity-Entwickler zeigt den Screenshot seines Dashboards, nachdem Unity 108% seiner Einnahmen haben möchte...
Unity wants 108% of our gross revenue
... weil dem Unity-CEO scheinbar komplett entgangen ist, dass es auch Indie- und Mobile-Entwickler gibt.

EDIT: Das nur als kleiner Ausschnitt. Es gibt noch deutlich mehr Probleme mit dem ursprünglichen Lizenzmodell, etwa das Zerstören von Vertrauen durch rückwirkend geänderte Vertragsbedingungen...

Aber gut, was will man von einem CEO auch erwarten, der seine eigenen Kunden als "F***ing Idiots" beschimpft, wenn diese keine Microtransactions in ihren Spielen einbauen? Hat John R. tatsächlich so gesagt...
 
Es ist wie immer das gleiche: Man stellt realistisch betrachtet wahnwitzige Konzepte vor, bekommt wie erwartet Gegenwind und rudert dann wieder etwas zurück um das zu erreichen, was man von Anfang an eigentlich wollte. Genau wie z.B. BMW und Mercedes ein Abo für Sitzheizung oder die Nutzung der vollen Motorleistung haben wollten, und damit teils ebenso zurückrudern mussten.

Hier könnte Unity aber auch den Bogen überspannt haben, sodass Entwickler, die nicht eh schon jahrelang an die Plattform gebunden sind, sich nach einer anderen Engine (Godot bspw.) umsehen werden. Denn das wird nicht das letzte Mal bei Unity gewesen sein, ähnliche Aktion haben sich immer wieder angedeutet.
 
Gut, das sie zurückrudern, but the damage is done. Heftiger Vertrauensbruch, viele Devs werden sich künftig ganz genau überlegen, ob sie Unity verwenden.

Dennoch ist das Ganze nicht schwarz oder weiß zu betrachten, wie so oft im Leben. Unity genießt eine hohe Verbreitung und ist sehr stark im Multiplattformbereich aufgestellt. Zudem möchte niemand eine Welt, in welcher es nur noch die Unreal Engine gibt.

Wir werden sehen, was dieser Fuckup für langfristige Auswirkungen hat, aber im Management müssen definitiv Köpfe rollen. Allen voran jener von Ex-EA'ler Riccitiello.
 
Ich frage mich was der Amerikaner sich dabei gedacht hatte?
???
Der hat gemacht, was das Board of Directors wollte.
Und da ging es wohl primär um das Promoten von Levelplay (das einem Director gehört und von 2 anderen finanziert wird) auf Kosten von AppLovin.

Typisch für solche beschissenen Führungskräfte.
Einfach mal austesten was geht und dann zurückrudern.
Das jetzt vorgestellte Modell hätte von Anfang an so kommen können und sollen.
Ist ja leider eine gängige Taktik, auch in der Politik und aus gutem Grund.
Schlag etwas komplett Wahnwitziges vor und rudere dann zurück, aber eben nicht komplett. Die Leute glauben dann, sie hätten gewonnen.
Was wurde aus der LTT Geschichte? Was wurde aus Reddits API Krieg? Verschlüsselungsaufweichung im UK? Vorratsdatenspeicherung in DE? Transatlantikabkommen? (In diesem Zusammenhang wollt ihr euch btw vielleicht mal https://noyb.eu ansehen und ev. unterstützen)

Allerdings ist Unity eher ein B2B und kein B2C Unternehmen und das könnte sich rächen.
Ja ja wie kann ne Firma nur Geld für ihr Produkt verlangen :-)

Da fällt mir nur eins zu ein "Geiz ist Geil" :-)
Sie haben vorher schon Geld verlangt für alles was über Ein-Mann-Bude und Hobbyprojekt hinausging. Und das mit Eigeninteresse. Man hat ja im Assetshop und mit Werbung mitunter trotzdem verdient, und je mehr Leute Unity haben, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es auch bei größeren Projekten Anwendung findet.

Da fällt mir nur eins dazu ein: "Wenn man keine Ahnung hat,..."

@Echo321
Du hast eins übersehen die wollten Geld für ne bestimmte Anzahl

Installierter Einheiten (Glaube es war von 20.000 Einheiten die

Rede).

Soviel setzt ja jeder Indie Entwickler mal locker ab :-)
Dir ist schon klar, das Unity de facto Standard für Mobile Games ist (oder zumindest war) wo die meisten Installationen kein Geld generieren? Außerdem ging es nicht um Forderungen an sich, sondern darum, dass es retroaktiv, unplanbar, unnachvollziehbar, ungeachtet des eigentlichen Umsatzes und extrem kurzfristig (3 Monate in einem Geschäftsfeld wo Projekte Jahre brauchen) stattfand.
Unity links liegen lassen und UE 5 zocken.
Sind leider etwas andere "Zielgruppen". UE ist Platzhirsch, sobald es um 3D und First Person geht.
Für "Draufsicht" Spiele war Unity de facto Standard.
Among Us, Cuphead, Cities Skylines, Slay the Spire, Rust, Kerbal Space Program, Hearthstone,...
 
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