Ungerade Bildraten: Filmemacher wollen 23,976 fps abschaffen

Mit dem Argument "da hat sich xy Jahre keiner beschwert" hätten wir heute auch noch Glühbirnen statt LEDs, Röhrenmonitore statt LCDs, Stereoton statt Dolby Atmos haumichblau Drölfzigkanalsound und die laut klackernde Malteserkreuzschaltung der Vorführkamera im Kino im Nacken.
Wenn das Argument in Reinform genutzt würde, gäbe es diese Probleme auch nicht, denn bei jedem der Themen haben sich Leute beschwert. Nur heutzutage sind diese Beschwerden greifbarer als in früheren Zeiten.

Gerade bei Framerates und Video wird sich häufig beschwert. In meinen Augen sind die wichtigsten Bereiche für ein FPS-Upgrade aber Nachrichten und Sportübertragungen, in beiden sollte möglichst schnell das Radikalupgrade auf mindestens 120FPS vollzogen werden. Allein schon, damit dieses Material in Zukunft besser weiterverarbeitet werden kann. (Stichwort Zeitlupe, Stichwort Archivierung, Stichwort temporale Verrechnung, ...)

Jenseits dessen, mit vollem Newsbezug: Ja, die Komma-Framerates sollten auf jeden Fall sterben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hoffentlich wird der ungerade Dreck abgeschafft, beim Amazon FireTV Stick hat nur bei Prime Video die Bildrate automatisch angepasst. Habe mir extra einen Apple TV 4K + geholt, damit auch Netflix die Bildrate anpasst.

60FPS? Will ich ne Seifenoper sehen oder was? NEIN. Dann können sie gleich den Film beerdigen. 99% der Filmemacher wollen das nicht.
 
Hier mal ein Vergleich . Links oben normal und rechts unten 60fps.
Wer da jetzt keinen Unterschied sieht, scheint anscheinend imun gegen Ruckler zu sein.
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ich seh dieses ruckeln bei 24 fps videos auch extrem. als ob jemand jede nano sekunde die pause/play taste betätigen würde. bei 25 fps videodateien hingegen fühlt es sich butterweich an. komisch das ganze.
 
Wenn du deine Augen mit Equipment meinst, dann anscheinend ja.

Schade das die Filmindustrie nicht endlich mal auf HFR setzt. Ob 23,976 oder 24 macht den Kohl echt nicht fett. Der Hobbit (48fps), Gemini Man (60fps) oder gar Billy Lynn (120fps) liefern echt ein sauberes Bild, ganz ohne diesen Zwischenbildfakerotz.
60 FPS haben Gemini Man aber auch keinen deut besser gemacht :)
Wären Blockbuster schon immer in 30fps gelaufen und RTL in 24fps würden die Leute genau umgekehrt argumentieren.
Echt? Dachte immer RTL und Co senden in 1080i 50hz.
 
bei 25 fps videodateien hingegen fühlt es sich butterweich an. komisch das ganze.
Kommt natürlich auch immer darauf an wieviel Bewegungsinformation ein Einzelbild enthält. Das wird bei Vergleichen/Diskussionen darüber gerne mal vergessen.
Eine geringe Bildrate kann also in gewissem Maße durch eine höhere Belichtungszeit kompensiert werden. -> Nachteil ist, dass dadurch die Bewegtbildschärfe leidet.

Meiner Meinung nach, hätte man die 30Hz der DVD behalten sollen und nicht wieder auf 24Hz downgraden.

Übrigens, nativ aufgenommene 60Hz sind spürbar angenehmer zu schauen als von 24Hz auf 60Hz interpoliertes Material.
 
Ich finde, bis jetzt bekommt das kein Hersteller hin, dass es annehmbar ist. Mir ist die Zwischendildberechnung ein Graus. Lieber lass ich es ruckeln.
Sony's True Cinema Mode mit Filmmode auf "Low" ist da einsame Spitze. Es behält den Kinolook 1 zu 1 und de-juddered das Bild. Somit sind 24 Bilder vollkommen ausreichend und verleihen eben diesen "cinematic" look. ´Wer Hobbit damals in 3D 48hz gesehen hat, weiss wie schrecklich es aussah. Und das waren nur 48 Bilder pro Sekunde. Weit weg von den 120 Hz, die die meisten TV Geräte ab 2017 beherrschen.
 
Hab ich den Artikel falsch verstanden oder geht es wirklich um 23,976 vs 24? 0,024 fps mehr?

Es geht in erster Linie darum Kosten zu sparen. Filme und Serien werden seit Ewigkeiten schon in 24 FPS aufgenommen und gemastered. Für die TV Ausstrahlung, Streaming, DVD/Bluray muss dann aber nochmal neu gemastered werden, weil durch den uralt TV Standard selbst neue TV Geräte davon ausgehen das Bild mit 23,976FPS zu bekommen.

Das Problem für den Endverbraucher ist das einige Geräte die 23,976FPS mit 24FPS abspielen, andere nicht. Bei einigen Streaming Diensten passiert das schon bei denen. Die Filme/Serien laufen dann mit hoher Wahrscheinlichkeit immer 1% zu schnell oder zu langsam.

Den Unterschied wird man wahrscheinlich nicht merken, aber die Produktionsfirmen sparen sich einen Arbeitsschritt beim erneuten Mastern für TV/DVD/Bluray/Streaming und Filmemacher haben ein gutes Gefühl weil die wahrscheinlichkeit höher ist das der Endverbraucher den Film so sieht wie sie ihn gesehen haben wollen.
 
Sony's True Cinema Mode mit Filmmode auf "Low" ist da einsame Spitze. Es behält den Kinolook 1 zu 1 und de-juddered das Bild. Somit sind 24 Bilder vollkommen ausreichend und verleihen eben diesen "cinematic" look. ´Wer Hobbit damals in 3D 48hz gesehen hat, weiss wie schrecklich es aussah. Und das waren nur 48 Bilder pro Sekunde. Weit weg von den 120 Hz, die die meisten TV Geräte ab 2017 beherrschen.

Es war sehr ungewohnt auf jedenfall.
Aber es ist auch auf jedenfall besser, es braucht aber scheinbar noch etwas mehr Gewöhungszeit. Dafür sieht man endlich schelle Szenen richtig und wird von dem Wischi Waschi den man bei Beispielsweise Kampfszenen serviert bekommt verschohnt.

Wie HDR kommt es eben in einigen Situationen besser zur Geltung als in anderen. Und das Hirn das jetzt schon Jahrzehnte den Blurestandard sehen musste, kann ja nur verstört darauf reagieren.

Es ist wieder das gleiche wie mit Music.
Zu erst haben Sie die "Piraten" angeprangert sich ständig Music über das Internet runter zu laden, min. 10Jahre spähter und Diebstahl an jedem CD Rohling gibt es kein besseres Business als Music Streaming.
Warum sich weiter entwickeln wenn man das Gewerbe sowieso kontrolliert?
 
Hier mal ein Vergleich . Links oben normal und rechts unten 60fps.
Wer da jetzt keinen Unterschied sieht, scheint anscheinend imun gegen Ruckler zu sein.
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Man sieht es bei bestimmten Szenen schon, aber bei Aktionszenen spielt es fast keine Rolle finde ich.
Es gibt ja den Eigentest zum Theme Motionblur: Halte deine Wand vor das Gesicht und wedel mal. Du musst es gar nicht so schnell machen und wirst feststellen das es zwar nicht ruckelt, aber verschwimmt bzw. du deine Hand mehrfach siehst.

Es gibt aber auch Filmmaterial das mit noch weniger FPS gedreht wurde und es so aussieht als würde sich alles viel schneller bewegen. Faszinierende Täuschung wie ich finde. Leider finde ich dazu gerade kein Video. Was ich damit sagen möchte: Das ruckeln ist Gewöhungssache. Sofern du keine 60 fps daneben legst gewöhnst du dich nach kürzester Zeit daran. Wir haben damals doch alle die Kickers oder Dragonball geschaut und keiner von uns hat sich über Ruckeln beschwert oder? ;)
 
60 FPS haben Gemini Man aber auch keinen deut besser gemacht :)

Fand ich schon. Da sollte man "besser" nicht mit "gut" verwechseln. Aber mit 60 Fps bekam man knackscharfe opulente Action mit einer eher lächerlichen Nerfstory und extra viel Smithsche Selbstdarstellung. Ohne 60 Fps bekam man Blur mit einer eher lächerlichen Nerfstory und extra viel Smithsche Selbstdarstellung. Eindeutig der schlechtere Deal.


Sony's True Cinema Mode mit Filmmode auf "Low" ist da einsame Spitze. Es behält den Kinolook 1 zu 1 und de-juddered das Bild. Somit sind 24 Bilder vollkommen ausreichend und verleihen eben diesen "cinematic" look. ´Wer Hobbit damals in 3D 48hz gesehen hat, weiss wie schrecklich es aussah. Und das waren nur 48 Bilder pro Sekunde. Weit weg von den 120 Hz, die die meisten TV Geräte ab 2017 beherrschen.

Also es gibt sicherlich vieles, was man zur Hobbit-Triologie sagen kann. Aber nicht, dass sie in der 24-Fps-Fassung besser aussehen würde. Da ist dann der eine oder andere Org verschmiert anstatt wächsern-digital auszusehen, aber das ist auch kein Fortschritt. Ein Film mit ordentlichem Thread (z.B. LotR) hätte von 48 Fps massiv profitiert. (Insbesondere da man es da wegen der vielen forced perspective Aufnahmen nicht hätte mit 3D kombinieren können. Den Hobbit gab es ja leider nur in verschmiert oder mit Geisterbildern im Kino.)
 
Man sieht es bei bestimmten Szenen schon, aber bei Aktionszenen spielt es fast keine Rolle finde ich.
Es gibt ja den Eigentest zum Theme Motionblur: Halte deine Wand vor das Gesicht und wedel mal. Du musst es gar nicht so schnell machen und wirst feststellen das es zwar nicht ruckelt, aber verschwimmt bzw. du deine Hand mehrfach siehst.
Sehr schönes Beispiel warum 23,xxx Fps besser sein können als 60Fps: Der Trick ist das leichte Verschwimmen der Details bei klassischen Filmaufnahmen bzw. das Reinrechnen von Unschärfe bei Digitalzeug. Die Abläufe werden dann als fließend wahrgenommen, ohne dass der Soap-Opera-Effekt eintritt.
Wenn man die Unschärfe oder die Notlösung der Zwischenbildberechnung weglässt, hat man das, was wir auch aus der Spielewelt kennen: Jede abrupte Bewegung wirkt stockend wegen zu weniger Bildinformationen(quasi springen der Objekte von einem Bild zum nächsten) und dadurch unnatürlich und unangenehm. Ungleichmäßige Bildrate hat einen vergleichbaren Effekt; es wirkt unwirklich weil schon geringfügige Bewegungsabläufe haken.

Die Lösung ist nur Unschärfe oder als Näherung eine Bildrate bei der die schnellste auftretende Bewegung nur 1 Pixel der Zielauflösung pro Bild wandert. Beim zweiten Fall auch nur wenn die Pixel einzeln nicht unterscheidbar sind, der Effekt sollte der gleiche sein wie mit der Hand vor Augen.
Mit dynamischer Bildrate ist das theoretisch sogar machbar, aber in der Produktion noch teurer als die klassische Umrechnung mit Blurfilter oder Zwischenbildberechnung.
 
´Wer Hobbit damals in 3D 48hz gesehen hat, weiss wie schrecklich es aussah. Und das waren nur 48 Bilder pro Sekunde. Weit weg von den 120 Hz, die die meisten TV Geräte ab 2017 beherrschen.
Keine Ahnung. Mich belästigte permanent das 3D.

Sony's True Cinema Mode mit Filmmode auf "Low" ist da einsame Spitze.
Der letzte Sony den ich gesehen hab ist schon ne Weile her, obwohl es viele gelobt haben, hat es mich trotzdem genervt. Ich glaube nicht, dass es heute besser ist.

Weit weg von den 120 Hz, die die meisten TV Geräte ab 2017 beherrschen
Und das bekommen die TVs immernoch nicht richtig hin. Zumindest nicht mit VRR. Und Bildmaterial als Film dafür gibt's nicht. Alles ist zwischengerechnet und hochskaliert. Dem einen gefällt das weil nix ruckelt, mir ist es ein Graus.
Mein oller 37 Zoll LG ist uralt und hat kein gutes Bild, schlechte schwarzwerte und kein 120hz. Auf dem schau ich lieber Filme als auf den TVs der Brüder, Eltern, Freunden...
Ich kann dieses ultrasupermegascharfe Bild im GZSZ Look nicht ab. Und aktuelle Folgen sehen auf meinem TV schöner aus als auf den ZwischenbildgerechnetenneuTVs. Keine Ahnung. Ich hab 8 atü in den Brillengläsern. Meine Augen sind also eine Katastrophe, aber der Mist nervt mich beim Filmschauen. Ich wünschte es wäre anders.
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24fps ist "Geruckel"?
Aha, das ist mir neu. :schief:

Angenehm ist es nicht. Schön ruckelig und schlierig. Ich habe einen guten Sony, der die Bilder auf 120Hz mit Zwischenframes ergänzt und es ist deutlich angenehmer als bei der 50Hz-Gurke eines Kumpels (Samsung 7000er-Serie).
Ich bekomme das kotzen wenn ich Filme mit 48 oder 60 fps sehe. Der ganze Blockbuster schaut dann aus wie ne Daily Soap auf RTL. Ich habe mich zu sehr an die 24 FPS in Filmen gewöhnt und bringen mehr Tempo im Film. Auf Spiele lässt sich das natürlich nicht übertragen.

Das ist nur anfangs so, hast Du Dich daran gewöhnt kommen Dir 24fps einfach nur eklig vor. Und man gewöhnt sich schnell daran.
 
Wenn du deine Augen mit Equipment meinst, dann anscheinend ja.

Schade das die Filmindustrie nicht endlich mal auf HFR setzt. Ob 23,976 oder 24 macht den Kohl echt nicht fett. Der Hobbit (48fps), Gemini Man (60fps) oder gar Billy Lynn (120fps) liefern echt ein sauberes Bild, ganz ohne diesen Zwischenbildfakerotz.
nein das meine ich ganz sicher nicht.....
und ich war in hobbit mit hfr und fand das jetzt nicht ganz so toll.....hatte den vollen soap effekt
 
Merke das Gerückel von Filmen ganz deutlich, wenn ich am TV von Games (60fps) auf Film schalte:-$
Nehme lieber dann Artefakte in Kauf - Hauptsache smoothes Bild.
 
Die Leute fangen erst so spät an sich darüber zu beschweren weil sie die ganze Zeit auch keine Alternative hatten bzw. auch niemand gesehen hat wies besser gehen kann.
Die Leute fangen in dem hier angesprochenen Zusammenhang an zu schimpfen weil sich die Technologie der Bilddarstellung auf dem TV grundlegend verändert hat. Geruckel bei 24p gibt es ja auch erst, seit dem die Menschen keine Röhre mehr zu Hause haben. Die anfängliche verkauften LCD Geräte mit ausschließlich 60hz führten schnell zu großem Geschrei weil wir das 3:2 pulldown nicht gewöhnt waren.
Zu Röhrenzeiten gab es schlicht kein 24p. Alles wurde bei PAL auf 50hz gezogen. Filme auf DVD liefen schneller als das amerikanische Original weil es zu PAL nicht kompatibel war.
Mit den LCDs und deren "Standbildern" fing das "Ruckeln" an.
Mir ist es egal wie und warum. Bekommt man das Ruckeln mit echten 60fps weg und verliert den Filmlook dabei nicht, bin ich dabei. Sieht ein Film aus wie Nachrichten bin ich raus. Die Zwischenbildberechnung ist auf jeden Fall keine Lösung.

Hier geht es eh nur darum von 23.xy FPS auf standardisierten 24fps zu gehen. Und das ist vernünftig.

Es gab auch mal einen Aufschrei einiger Regisseure, dass die Bildverschlimmbesserer bei TV Geräten in den Voreinstellungen abgeschaltet werden. Zurecht wie ich finde.
Hab ich den Artikel falsch verstanden oder geht es wirklich um 23,976 vs 24? 0,024 fps mehr?
Ja, du hast ihn falsch verstanden. Lies nochmal komplett. Es geht nicht um die 0,024fps weil es "mehr" ist.
 
Ich glaub was tatsächlich angestrebt wird, steht da nicht, nur das es keine Komma-Zahl sein soll^^
Die 0,024 FPS sind übrigens der Grund, warum Du manchmal Videos siehst, an deren Ende der Ton Asynchron wird.
Ich weiß nicht ob ähnliche Probleme nicht auch CutScences in games betreffen , aber ca 80% aller Cutscences die ich schaue wird der Ton Asynchron.
 
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