Sehr schönes Beispiel warum 23,xxx Fps besser sein können als 60Fps: Der Trick ist das leichte Verschwimmen der Details bei klassischen Filmaufnahmen bzw. das Reinrechnen von Unschärfe bei Digitalzeug. Die Abläufe werden dann als fließend wahrgenommen, ohne dass der Soap-Opera-Effekt eintritt.
Wenn man die Unschärfe oder die Notlösung der Zwischenbildberechnung weglässt, hat man das, was wir auch aus der Spielewelt kennen: Jede abrupte Bewegung wirkt stockend wegen zu weniger Bildinformationen(quasi springen der Objekte von einem Bild zum nächsten) und dadurch unnatürlich und unangenehm. Ungleichmäßige Bildrate hat einen vergleichbaren Effekt; es wirkt unwirklich weil schon geringfügige Bewegungsabläufe haken.
Bewegungsunschärfe gibt es immer, egal mit welcher Framerate gefilmt wird. Bei 24 Fps hat man eben 2,5 mal soviel Schmier in einem Frame, wie bei 60 Fps, weil letzteres die gleiche Bewegung auf 60 leicht unscharfe Frames aufteilt. Das Problem ist, dass unser Hirn zwar zu lahm ist, um mehr als 25 Vollbilder pro Sekunde komplett auszuwerten, sodass es aus "X ist nicht mehr an A, sondern an B" schnell ein "X hat sich von A nach B bewegt" macht, aber es nimmt sehr wohl noch Teile der Bildschärfe war und wemm X ein Blur von A bis B ist, entspricht das nicht dem natürlichem Sehen. Komplett geht 24-Fps-Film unter, sobald wir nicht mehr fix auf einen Punkt starren, sondern Objekten mit dem Auge folgen. Dann ist die Relativbewgung nämlich nahe null und natürliches Sehen würde ein scharfes Bild des sich bewegenden Objektes liefern, während das Kino immer noch Blur auf die Leinwand wirft.
Zuletzt bearbeitet: