Undervolting nicht möglich, wenn CPU-Core Voltage nicht "auto", kein Bootup

OkayBird

PC-Selbstbauer(in)
Hallöchen Community,

ich habe mal eine Frage, die mich gerade etwas "beunruhigt". Ich dachte mir, ich mache mein 9700X etwas sparsamer uns senke die Kernspannung von 1.3 (auto) auf 1.1 Volt ab. Dabei habe ich mich zwar an einem Guide für einen 9800X3D orientiert, aber ich dachte mir, okay, sollte ja klappen. Das Mainboard ist ein MSI B650 Tomahawk Wifi mit aktuellem Bios.

Jedoch: immer wenn ich von "auto" auf override umstelle, meine Voltage einstelle (ich bin von 1.1 auf 1.2 schrittweise hoch gegangen), "bootet" Windows, aber ich komme nie zum Anmeldescreen. Der Monitor sagt einfach, jetzt hätte er kein Signal mehr.

Irgendwie finde ich das merkwürdig.
Einziger Anhaltspunkt in dieser Richtung: vor 2 Wochen ist beim Booten der PC einfach ausgegangen. Ohne jeglichen Stromausfall. Das PSU ist ein Corsair rm850x. Danach habe ich Furmark, memtest und Futuremark hoch und runter laufen lassen, um die Stabilität vermeintlich zu testen. Es ist nichts abgestürzt, das PSU hat auch nicht verbrannt gerochen. Alle Kabel aus und eingesteckt (auch intern). Ist auch nicht wieder aufgetreten.

Aber das ich jetzt nicht einmal undervolten kann, kommt mir sehr spanisch vor. Habt ihr eine Ahnung woran das liegen kann? Oder muss ich vielleicht sogar von einem Defekt ausgehen? Oder ist der 9700X einfach zimperlich, was das CoreVoltage angeht?

Soweit erstmal.
Viele Grüße
 
senke die Kernspannung von 1.3 (auto) auf 1.1 Volt ab
"bootet" Windows, aber ich komme nie zum Anmeldescreen. Der Monitor sagt einfach, jetzt hätte er kein Signal mehr.
Irgendwie finde ich das merkwürdig.
Merkwürdig ist bei der Vorgehensweise eher, dass du überhaupt bis zum Anmeldescreen kommst. :ugly:

Entweder ist der Guide den du gelesen hast extrem schlecht oder du hast ihn nicht verstanden. Feste niedrige Spannungen vorzugeben funktioniert bei modernen CPUs nicht mehr (ohne alles andere auch manuell festzulegen), denn dass eine CPU die zwar ihren Takt boosten darf aber dafür keine Spannung erhöhen kann nicht mehr stabil funktioniert ist ziemlich naheliegend.

Undervolting funktioniert mit Offsets, Curve Editors und ähnlichem (siehe Guides), so dass die normalen dynamischen Spannungsroutinen weiter funktionieren, nur eben auf einem abgesenkten Plateau.
 
Merkwürdig ist bei der Vorgehensweise eher, dass du überhaupt bis zum Anmeldescreen kommst. :ugly:

Entweder ist der Guide den du gelesen hast extrem schlecht oder du hast ihn nicht verstanden. Feste niedrige Spannungen vorzugeben funktioniert bei modernen CPUs nicht mehr (ohne alles andere auch manuell festzulegen), denn dass eine CPU die zwar ihren Takt boosten darf aber dafür keine Spannung erhöhen kann nicht mehr stabil funktioniert ist ziemlich naheliegend.

Undervolting funktioniert mit Offsets, Curve Editors und ähnlichem (siehe Guides), so dass die normalen dynamischen Spannungsroutinen weiter funktionieren, nur eben auf einem abgesenkten Plateau.
Es liegt wohl an einer Kombination aus meiner Unwissenheit und dem Guide. Bei meinem damaligen 2600X hat es mit Override immer gut geklappt. 😅

Ich habe jetzt mal ein wenig weiter gesucht und bin auf den Youtuber "SkatterBencher" gestoßen. Der arbeitet zum Teil mit dem Curve Optimizer. Den würde ich jetzt mal probieren und allen Cores ein Offset von -30 verpassen. Oder galopiere ich da in einer falsche Richtung?

Update:
Also habe jetzt mal den Core Voltage wieder auf Auto, dann aber über den PBO -> Curve Optimizer "all cores" negativ 30 gegeben. Da wäre jetzt die Frage, wie weit kann man da gehen und wie testet man das auf Herz und Nieren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Curve Optimizer ist die erste Anlaufstelle bei neueren Ryzen-CPUs wenn man tatsächlich manuell undervolten möchte.

Bedenke, dass die ganze Sache sehr viel Arbeit sein kann wenn man da wirklich (auch für jeden Kern...) die niedrigste stabile Einstellung finden möchte. Wenn das Ziel ist das maximum an Effizienz rauszuholen kann/muss man das machen, wenns nur darum geht eine kühlere/sparsamere CPU im Alltag zu haben erreichst du das auch wesentlich einfacher und schneller dadurch, dass du im PBO die Werte für PPT, TDC und EDC etwas absenkst (oder noch schneller: den ECO-Mode der CPU anschaltest).

Welchen Weg du wählst musste selbst entscheiden ;-)
 
Der Curve Optimizer ist die erste Anlaufstelle bei neueren Ryzen-CPUs wenn man tatsächlich manuell undervolten möchte.

Bedenke, dass die ganze Sache sehr viel Arbeit sein kann wenn man da wirklich (auch für jeden Kern...) die niedrigste stabile Einstellung finden möchte. Wenn das Ziel ist das maximum an Effizienz rauszuholen kann/muss man das machen, wenns nur darum geht eine kühlere/sparsamere CPU im Alltag zu haben erreichst du das auch wesentlich einfacher und schneller dadurch, dass du im PBO die Werte für PPT, TDC und EDC etwas absenkst (oder noch schneller: den ECO-Mode der CPU anschaltest).

Welchen Weg du wählst musste selbst entscheiden ;-)
Also selbst -30 freezt bei Firefox. 😨

Ich versuche mal den Eco-Modus. 😥

Update:
Ist der "ErP-mode" MSIs Äquivalent zum Eco-mode? Zumindest habe ich den jetzt mal angestellt. Hoffentlich crashed der nicht auch bei Firefox...
 
Zuletzt bearbeitet:
Jede CPU ist ein Einzelstück. Will sagen was bei anderen "problemlos" funktioniert muss es bei dir noch lange nicht. Direkt mit -30 beim CO anzufangen ist IMO kompletter Blödsinn. Per se arbeitet man sich eher von "unten nach oben". Sprich meinetwegen -10 , -15 usw. Wenn es dann instabil wird arbeitet man sich zurück bis zu dem Punkt wo es stabil ist.

Lese dich doch einfach mal etwas in die Materie ein. Fang an zu verstehen wie welche Zahnräder in einander greifen. Wenn Du die Stabilität der CPU testen möchtest bieten sich IMO Cinebench, Prime95(Small FFTs) und Y-Cruncher an.
 
Jede CPU ist ein Einzelstück. Will sagen was bei anderen "problemlos" funktioniert muss es bei dir noch lange nicht. Direkt mit -30 beim CO anzufangen ist IMO kompletter Blödsinn. Per se arbeitet man sich eher von "unten nach oben". Sprich meinetwegen -10 , -15 usw. Wenn es dann instabil wird arbeitet man sich zurück bis zu dem Punkt wo es stabil ist.

Lese dich doch einfach mal etwas in die Materie ein. Fang an zu verstehen wie welche Zahnräder in einander greifen. Wenn Du die Stabilität der CPU testen möchtest bieten sich IMO Cinebench, Prime95(Small FFTs) und Y-Cruncher an.
Habe mir jetzt mal den PCGH Artikel zum MSI Board gekauft und versuche mich da mal durchzulesen. Ansonsten mus sich noch einmal andere Quellen hinzuziehen.
 
Das ist was völlig anderes.
ErP ist die Funktion, die beim abschalten des PCs auch alle Kleinverbraucher abschaltet (etwa Spannung auf USB-Ports usw.), das hat mit der CPU und dem betrieb des PCs gar nix zu tun.
Der Eco-Mode ist eine Funktion des PBO von AMD.
Oha, da war ich dann ja völlig auf dem Holzweg.

MSI_SnapShot.jpg


Im PBO finde ich nur die Set Thermal Point Einstellungen. Ich habe bei anderen MSI-Bios auch den Eco-Mode auf Screenshots gesehen, leider gibt es das bei mir nicht.

Aber ich bin noch auf die "Config TDP" gestoßen. Laut Reddit kann die "65w TDP" der "Eco-Modus" sein. Reddit, A quick look at MSI B650 BIOS features [...]

MSI_SnapShot_00.jpg


Hier wäre nur meine Frage: Wenn der Ryzen 9700X eh eine 65w CPU ist, dann würde die Limitierung der TDP doch gar nichts bringen, oder liege ich da falsch?

Update:
Wo ich jetzt gerade die Temp. auf dem Screenshot sehe: 47°C in einem Zimmer mit normaler Raumtemperatur (Thermostat sagt 22°) kommt mir für das Mainboard irgendwie echt "hoch" vor. Gekühlt wird der Schmu von einem Dark Rock4.
Denselben habe ich auch bei dem Encoding-PC und der 14600KF läuft bei knapp 40°C. 😥😥
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn der Ryzen 9700X eh eine 65w CPU ist, dann würde die Limitierung der TDP doch gar nichts bringen, oder liege ich da falsch?
Bei den "kleinen" CPUs musste dann noch eine Stufe weiter runter (auf 45W), der Effekt davon ist aber natürlich geringer als bei den großen CPUs.
Hinweis am Rande: Die TDP hat nichts mit der tatsächlöichen leistungsaufnahme zu tun, was da erlaubt ist ist das PPT, inm deinem Screenshot sind das sie Wattzahlen in der Klammer (eine 65W-TDP-CPU darf 88W verbrauchen so lange sie kühl genug ist und keine anderen Limits gerissen werden).

Bei nem 65W-TDP-Chip unter nem DarkRock4 gibts aber auch keinen wirklichen Grund da was zu drosseln.

Wo ich jetzt gerade die Temp. auf dem Screenshot sehe: 47°C in einem Zimmer mit normaler Raumtemperatur (Thermostat sagt 22°) kommt mir für das Mainboard irgendwie echt "hoch" vor. Gekühlt wird der Schmu von einem Dark Rock4.
Während du im BIOS bist läuft die CPU im "Notlaufmodus", ohne jede Stromsparfunktion oder Dynamik, einfach 3,8 GHz allcore bei 1,3v durch. Deswegen sind die Temperaturen (und der Verbrauch) da höher als im Windows-Idle wenn die CPU in den Schlafmodus wechseln kann.
 
Versuche es doch mal so PPT auf 105 Watt begrenzen und den Boosttakt mal um 200mhz zu senken. So habe ich es beim 9900x gemacht.
Werde ich mal versuchen. Momentan versuche ich, wie von Shinna geraten, erstmal die ganzen Einstellungen und Auswirkungen zu verstehen.

Auch wenn die CPU in seinen Spezifikationen keine "Zicken" zu machen scheint, glaube ich, dass ein bißchen Undervolting dem ganzen schon gut tun könnte, was "unnötiges" boosten, Temperatur und Stromverbrauch angeht.
 
Zurück