Zum besseren Vorstellungsvermögen:
- Gehäuse haben unterschiedliche Volumen
- sowie Ein- und Ausgänge für Lüftereinbau
- Hardware gibt unterschiedlich Wärme ab: OC, Last, Position, Richtung interner Lüfter oder lediglich Passivkühler am Chipsatz
- Aufstellort
Je nachdem wo ein Gehäuse aufgestellt ist, sind Kaltluft-Zugänge (a) von vorn, (b) von unten und (c) von seitlich denkbar. Sogar (d) von hinten einströmend, bei eingebauten Gehäusen in Möbelelemente u.ä.
Ein flexibles Gehäuse erlaubt demzufolge eine Anpassung, wo wohin welcher Lüfter in welcher Richtung bläst oder saugt.
Im Verbund mit der Lüftersteuerung - welche Komponente mit eigener Kühlung + Lüftung erzeugtwelchen "Luftdruck" ist ein Gehäuse demnach sehr wohl einzustellen, in einem erweiterten Sinne als die Abstimmung der Gehäuselüfter untereinander.
Man kann zudem vorhandene, nicht genutzte Gitteröffnungen verschließen, um den Luftstrom zu verbessern oder austretende Geräuschentwicklung zu unterbinden.
"Einstellung" verstehe ich persönlich als eine flexible Anpassung sämtlicher Gegebenheiten/Vorgabe eines Gehäuses, nicht nur elektrische Ansteuerung.
Mit den Temperatursensoren, die für CPU, Chipsatz und GPU, sogar Festplatten etc. zugreifbar sind, läßt sich - erweitert mit externen Messgeräten (z.B. Infrarot Temperaturkontrolle oder für die Stromaufnahme) recht gut kontrollieren und ggf. das Gehäuse umbauen für den gewünschten Effekt.
Je weniger Wärmeentwicklung desto geringer der Kühlaufwand, von Undervolting über BIOS Modifikationen bis zum u.U. Verzicht auf nachteilig wirkende Lüfter gibt es ein überschaubar viele Optionen. Die Wahl des Gehäuses spiegelt letztlich diese Erkenntnis bzw. den Bedarf wieder.
Lüfter zu benötigen ist im Grunde schon eine Festlegung auf höhere Wärmeabfuhr, klüger sollte eigentlich der Ansatz sein, die Wärmeenstehung zu vermeiden oder physikalische Gesetze mit einzubinden, um den technischen Aufwand wie die Kosten zu senken.