Wannseesprinter
BIOS-Overclocker(in)
Aloha,
da ich ein Verfechter von Lautsprechern aus dem Hause Teufel bin, besitze ich mittlerweile zwei Systeme hier im Haushalt. Eines am Rechner und das andere im Wohnzimmer.
Mit der 15-jährigen Garantie auf Lautsprechern und 2-jährigen auf Endstufen/Elektronik kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Denkste!
Vorab möchte ich sagen, dass jegliche Veränderung/Modifizierung etc. nicht im Sinne des Herstellers ist und auf eigene Gefahr geschieht. Weder der Hersteller noch ich hafte für eventuell daraus resultierende Schäden; sei es für Gegenstände oder Lebewesen. Seid euch also genau bewusst, was ihr macht.
Meine Frau ging vorgestern die Treppe zum Wohnzimmer hoch und vernahm ein starkes Knistern samt stark verschmortem Geruch. Ich noch halb im Auto in der Einfahrt, vernahm ich ihren panischen Schrei und rannte wie ein gestochenes Schwein die Treppen hoch, zog ohne zu zögern alle Stecker und lokalisierte erstmal den Geruch. Es war der geliebte Subwoofer meines Concept R-Systems. Keine 3 Jahre ist er alt und dann so etwas...
Die Garantie ist so gut wie abgelaufen, also nahm ich die Füße in die Hände und öffnete die Hinterseite des Subwoofers behutsam.
Als erstes stach mir ins Auge, dass mit Wärmeleitpaste mal gar nicht gegeizt wurde. Das war aber nicht mein primäres Problem. Ich schnüffelte und versuchte das Problem mit meinem Riecher wahrzunehmen. Es fiel mir verdammt schwer, weil dieser Geruch - einmal eingeatmet - nur sehr unfreiwillig wieder die Geruchsknospen frei gibt. Alle Schrauben hinten gelöst, liefert sich folgendes Bild:
Zumindest konnte ich ausschließen, dass der mächtige Ringtrafo oder gar die Platine, die sich mir mit der Rückseite zeigt, den Geruch von sich gibt. Verdächtigt wurde die Platine mit den zwei (schwarzen) Kondensatoren, die mit Kabelbinder befestigt worden sind.
Das noch zur oben genannten Thematik mit der Wärmeleitpaste. Wir sind ja nicht zimperlich
Zack! Da ist doch...natürlich...zwischen den Kondensatoren und den vier Dioden befinden sich (eigentlich) zwei orangefarbene Kondensatoren. Einen davon hat's augenscheinlich ins Jenseits befördert.
"Zum Glück nur ein Kondensator", dachte ich mir. Außerdem war es vom Vorteil, dass der Kondensator daneben noch eine Kennnummer hatte, mit der ich mich nach Conrad machte. Das war wohlgemerkt am gestrigen Samstag.
Die Aufschrift im Parkhaus bei Conrad "Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei uns nichts finden liegt bei 1:80.000" stimmte mich glücklich. An der Theke für Bauteile wurde ich aber stark enttäuscht. Diesen Kondensator verwende man vorwiegend für alte Röhrenfernseher etc. und fände in einer "normalen" Elektronik kaum Verwendung. Ich hatte auf einen Gutschein gehofft, wurde aber dann mit leeren Händen nach Hause geschickt.
Zuhause rief ich dann die Hotline von Conrad an, um zu erfragen, ob es diesen Kondensator in der Filiale in Düsseldorf gäbe. Mir wurde warm ums Herz, als mir die Dame auf der anderen Seite sagte "Dort sind noch 40 Stück auf Lager". Ich mich ins Auto gesetzt und flott nach Düsseldorf knapp 45 Kilometer gedüst.
Dort angekommen machte sich der ältere Herr an der Bauteilen-Theke lustig über die Filiale in Essen, weil diese einen größeren Bestand hätten. Er ging mit meinen Angaben in den Raum mit den vielen Schränken, kam aber kopfschüttelnd wieder zu mir. "Ne, die haben wir nicht, die Kapazität des gesuchten Kondensators ist zu groß". Ich hätte schreien können.
"Aber wissen sie was?", sprach der Mann. "Schalten sie doch einfach zwei Kondensatoren parallel. Dann kann ich ihnen welche aus unserem Sortiment mitgeben.". "Aber sicher doch!", dachte ich mir. Wieso ich darauf nicht direkt gekommen bin. Ich mir direkt sechs Stück einpacken lassen und nach Hause geflitzt.
So soll die Paralellschaltung der Keramikkondensatoren dann aussehen:
Ich musste also den alten, zerschossenen Kondensator zuerst herauslöten. Dazu musste ich aber als erstes die Platine demontieren. Dazu gehörte auch das Lösen der Schrauben der mächtigen Hochleistungstransistoren:
Alle Schrauben der Platine gelöst und den Stecker vom Trafo abgezogen. Alle anderen Steckverbindung sind entweder gelötet oder aggressiv zusammengeklebt. Es soll sich beim Bass ja auch keine Steckverbindung lösen
da ich ein Verfechter von Lautsprechern aus dem Hause Teufel bin, besitze ich mittlerweile zwei Systeme hier im Haushalt. Eines am Rechner und das andere im Wohnzimmer.
Mit der 15-jährigen Garantie auf Lautsprechern und 2-jährigen auf Endstufen/Elektronik kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Denkste!
Vorab möchte ich sagen, dass jegliche Veränderung/Modifizierung etc. nicht im Sinne des Herstellers ist und auf eigene Gefahr geschieht. Weder der Hersteller noch ich hafte für eventuell daraus resultierende Schäden; sei es für Gegenstände oder Lebewesen. Seid euch also genau bewusst, was ihr macht.
Meine Frau ging vorgestern die Treppe zum Wohnzimmer hoch und vernahm ein starkes Knistern samt stark verschmortem Geruch. Ich noch halb im Auto in der Einfahrt, vernahm ich ihren panischen Schrei und rannte wie ein gestochenes Schwein die Treppen hoch, zog ohne zu zögern alle Stecker und lokalisierte erstmal den Geruch. Es war der geliebte Subwoofer meines Concept R-Systems. Keine 3 Jahre ist er alt und dann so etwas...
Die Garantie ist so gut wie abgelaufen, also nahm ich die Füße in die Hände und öffnete die Hinterseite des Subwoofers behutsam.
Als erstes stach mir ins Auge, dass mit Wärmeleitpaste mal gar nicht gegeizt wurde. Das war aber nicht mein primäres Problem. Ich schnüffelte und versuchte das Problem mit meinem Riecher wahrzunehmen. Es fiel mir verdammt schwer, weil dieser Geruch - einmal eingeatmet - nur sehr unfreiwillig wieder die Geruchsknospen frei gibt. Alle Schrauben hinten gelöst, liefert sich folgendes Bild:
Zumindest konnte ich ausschließen, dass der mächtige Ringtrafo oder gar die Platine, die sich mir mit der Rückseite zeigt, den Geruch von sich gibt. Verdächtigt wurde die Platine mit den zwei (schwarzen) Kondensatoren, die mit Kabelbinder befestigt worden sind.
Das noch zur oben genannten Thematik mit der Wärmeleitpaste. Wir sind ja nicht zimperlich

Zack! Da ist doch...natürlich...zwischen den Kondensatoren und den vier Dioden befinden sich (eigentlich) zwei orangefarbene Kondensatoren. Einen davon hat's augenscheinlich ins Jenseits befördert.
"Zum Glück nur ein Kondensator", dachte ich mir. Außerdem war es vom Vorteil, dass der Kondensator daneben noch eine Kennnummer hatte, mit der ich mich nach Conrad machte. Das war wohlgemerkt am gestrigen Samstag.
Die Aufschrift im Parkhaus bei Conrad "Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei uns nichts finden liegt bei 1:80.000" stimmte mich glücklich. An der Theke für Bauteile wurde ich aber stark enttäuscht. Diesen Kondensator verwende man vorwiegend für alte Röhrenfernseher etc. und fände in einer "normalen" Elektronik kaum Verwendung. Ich hatte auf einen Gutschein gehofft, wurde aber dann mit leeren Händen nach Hause geschickt.
Zuhause rief ich dann die Hotline von Conrad an, um zu erfragen, ob es diesen Kondensator in der Filiale in Düsseldorf gäbe. Mir wurde warm ums Herz, als mir die Dame auf der anderen Seite sagte "Dort sind noch 40 Stück auf Lager". Ich mich ins Auto gesetzt und flott nach Düsseldorf knapp 45 Kilometer gedüst.
Dort angekommen machte sich der ältere Herr an der Bauteilen-Theke lustig über die Filiale in Essen, weil diese einen größeren Bestand hätten. Er ging mit meinen Angaben in den Raum mit den vielen Schränken, kam aber kopfschüttelnd wieder zu mir. "Ne, die haben wir nicht, die Kapazität des gesuchten Kondensators ist zu groß". Ich hätte schreien können.
"Aber wissen sie was?", sprach der Mann. "Schalten sie doch einfach zwei Kondensatoren parallel. Dann kann ich ihnen welche aus unserem Sortiment mitgeben.". "Aber sicher doch!", dachte ich mir. Wieso ich darauf nicht direkt gekommen bin. Ich mir direkt sechs Stück einpacken lassen und nach Hause geflitzt.
So soll die Paralellschaltung der Keramikkondensatoren dann aussehen:
Ich musste also den alten, zerschossenen Kondensator zuerst herauslöten. Dazu musste ich aber als erstes die Platine demontieren. Dazu gehörte auch das Lösen der Schrauben der mächtigen Hochleistungstransistoren:
Alle Schrauben der Platine gelöst und den Stecker vom Trafo abgezogen. Alle anderen Steckverbindung sind entweder gelötet oder aggressiv zusammengeklebt. Es soll sich beim Bass ja auch keine Steckverbindung lösen

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