Geringere Wartungskosten sind eigentlich ein Vorteil von E-Autos. Eine Studie stuft sie jedoch als besonders teuer ein. Bei einem Verschleißteil leuchtet das ein.
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So unplausibel ist das nicht, schließlich verdienen die Anbieter mit Service. Rin VW Verkaufsleiter hatte mir mal erzählt, dass das ein Hauptgrund für die verzögerte E Entwicklung bei VW ist, da man die Einnahmeausfälle sinnvoll kompensieren müsse. Ich denke es verhält sich ähnlich wie beim Sprit. Würde man Steuern senken, dann käme das sicherlich auch nicht eins zu eins an und der Tankpächter würde entsprechend erhöhen. Die tatsächlich heringeren Wartungs- und Verschleißkosten werden sicherlich kreativ aufgefangen, so das der mögliche Spareffekt weit geringer ausfällt oder gar nicht zum Tragen kommt.
MfG
Komplett unplausibel.
Zumindest bei Tesla kann ich dir sagen, dass du faktisch keine Wartung hast! Alle zwei Jahre wird empfohlen die Bremsflüssigkeit zu checken, wofür Tesla von mir übrigens einen Daumen nach oben bekommt, bei VW steht bspw. ein Wechsel an, obwohl die Flüssigkeit einfach und recht kostenneutral gecheckt werden kann. Das wars an empfohlener Wartung. Nach drei Jahren steht der TÜV an und vorher brauche ich nichts zu machen. Ansonsten hat Tesla 4 Jahre Garantie und viel mehr wird da nicht kommen. Wenn ich nur rechne, was ich in den ersten 4 Jahren an Flüssigkeiten in so einem Auto verballert habe, 4 mal Ölwechsel (Finger weg von LongLife Intervallen sag ich nur), 2 mal Bremsflüssigkeit, 1 x Differentialöl, dazu Zündkerzen, Luftfilter, Kühlflüssigkeit, Öl für die Haldexkupplung, DSG Öl, Kraftstofffilter, Ölfilter, etc., das sind alles keine Garantieleistungen, sondern laufende Wartung und entfällt bei Tesla (ich spreche immer Tesla an, da ich es für andere Marken nicht weiß) komplett. In den ersten 4 Jahren werden wohl nicht selten bereits 2.000 EUR in der Werkstatt gelassen und dann war noch nichts kaputt. Nach 4 Jahren, 60k km fängt der Spaß aber doch erst an und die "Zimperlein" kommen, dazu pflichtgemäße Wartungsarbeiten, Steuerkette, Zahnriemen, Rippenriemen, Getriebeölspülung. Bei einiges dieser Arbeiten muss der Motor komplett zerlegt werden, was das für Kosten sind, kann man an einer Hand abzählen. Persönlich weiß ich nicht, wie da ein Elektrofahrzeug jemals dran kommen soll.
Denn was vergessen wird, die oben genannten Arbeiten sind de facto an einem Elektroauto nicht durchführbar, da man kein Getriebe, kein Motor, keine Zündkerzen, keine Haldex, kein Differential oder ähnliches hat.
Das was kommen kann, kann einen aber beim Verbrenner zusätzlich auch drohen, oder haben diese plötzlich keine Steuergeräte mehr die elektrische Verkabelungsprobleme machen? Haben die kein Fahrwerk was Probleme macht, keine Karosse die rosten könnte? Nein, diese Probleme haben sowohl Verbrenner als auch Elektroauto.
Das einzige was ein Elektroflitzer haben kann, sind Akku und Motorprobleme. Der Akku kann schnell teuer werden, dazu gibt es aber nun genug Lösungen, die von Aufarbeitung über Austausch gehen. Dennoch kann es hier definitiv empfindlich zugehen, allerdings gilt hier branchenweit eine sehr großzügige Garantie von meist 8 Jahren (Renault, Tesla machen dies zumindest so und ich meine auch VW). Dazu kommt, dass ich von nur wenigen Fällen weiß, wo so ein Akku den Zustand "kaputt" kannte, die meisten Fälle waren eher so gelagert, dass der Akku nicht mehr "genug" Kapazität hatte. Aber ja, Akku kann ein Punkt werden. Der Motor ist schon wieder weniger interessant.
Aber hier mal ein Artikel, klar nur einer, aber zumindest sind die Fälle gut dokumentiert, 645.000 Kilometer, 102 Positionen und 27.000 USD Reparaturen.
Ein Elektro-SUV vom Typ Tesla Model X hat in den Vereinigten Staaten hat mehr als 645.000 Kilometer zurückgelegt. Der Eigentümer veröffentlichte eine...
efahrer.chip.de
Rechnet man mal für die kleine Inspektion (30k) nur runde 300 EUR, für die große 60er runde 600 EUR und für die extra große 90er runde 1.000 EUR, dann haben wir auf 645.000km nur Wartungsarbeiten in Höhe von 7 x 300 EUR, 7 x 600 EUR und 7 x 1.000 EUR, also bereits 13.300 EUR nur für Wartungsarbeiten. Bei den Preisen versteht sich, dass dies nichtmal in der Vertragswerkstatt stattgefunden hat.