Sieht doch gut aus! Jetzt war beides mal richtig unter Dampf und wie du siehst passt alles bestens. Du musst nichts unternehmen. Deine Kühlung arbeitet sehr ordentlich. 43°C Wassertemperatur unter Vollast sind bei der Heizleistung mit der vorhandenen Radiatorausstattung ein guter Wert.
Du kannst davon ausgehen, dass die reale GPU-Temperatur nie auch nur annähernd in kritische Bereich gelangen wird und auch die CPU wird voraussichtlich auch im Hochsommer nicht throtteln. Bei der CPU könntest du die tatsächliche Temperatur durch entfernen des IHS ("köpfen") noch etwas senken, aber damit verlierst du natürlich die Garantie. Ich würde jedenfalls gar nichts ändern - passt doch alles soweit. Jetzt musst du nur noch auf Spiele warten die deine Graka auch mal bisschen fordern

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Bin zwar zehn Jahre jünger als du, aber das Alter hat ja nichts damit zu tun, wie man Temperaturanzeigen aus Hardwaresensorik interpretieren muss. Das ist für alle Altersklassen das gleiche Dilemma, und in allen Altersklassen finden sich Leute die die Gründe dafür verstehen und welche die sie nicht verstehen. Aber gerade das Alter macht ja schließlich auch Weise - oder nicht

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Zur Erklärung: Die Sensoren in den Chips sind nicht primär dazu gedacht korrekte Absoluttemperaturen zu messen, sondern vor allem dazu da die Notabschaltung bei Erreichung der Abschalttemperatur zu initialisieren. Die Kalibrierung erfolgt daher bei der vom Hersteller festgelegten Abschalttemperatur. Die Kennlinie von Halbleiter-Sensoren ist aber von Natur aus nicht linear und streut mit der Fertigung von Exemplar zu Exemplar. Man kann also nicht vom Kalibrierpunkt linear bis zu realen Betriebstemperaturen skalieren. Die Hersteller bemühen sich zwar die Streuung gering zu halten und eine Kennlinie zu hinterlegen, die auch für normale Betriebstemperaturen zu Auslesewerten führen, die nah an den realen Temperaturen liegen, aber zum Einen gelingt das nicht immer und zum Anderen wird der ausgelesene Wert auch noch durch das Karten-BIOS und durch die Auslesesoftware weiter verarbeitet, die Ihrerseits durch Fehlerfortpflanzung das Ergebnis verfälschen. In den realen Temperaturregionen in denen man sich mit einer ordentlichen Wakü bewegt, ist man oft schon recht weit unter den Temperaturbereichen in denen die Messunsicherheit sich noch in Grenzen hält. Je weiter man sich also mit der realen Temperatur vom Kalibrierpunkt entfernt, desto größer wird der Messfehler. Das ist letztlich wie gesagt ein Tribut an die Fertigungstechnik mit der die Chips gefertigt werden und an die Verarbeitungskette dahinter. Im Gegensatz dazu ist eine direkte Widerstandsmessung mit einem 10kΩ NTC in vergleichsweise gigantischer Strukturgröße wie er bei Wassertemperatursensoren zum Einsatz kommt, mit einer Messunsicherheit von ca. +-1K im fraglichen Temperaturbereich, fast schon eine Präzisionsmessung. Außerdem kann man einen Wassertemperatursensor auch in dem Temperaturbereich kalibrieren der für die reale Messung relevant ist - und das sogar mit einer kompletten Kennlinie, wenn man sich viel Mühe gibt. Das geht bei Chipsensensorik eben naturgemäß nicht, weshalb man da einfach mit ziemlich großen Messunsicherheiten leben muss - speziell wenn man besonders gut kühlt

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Kurz gesagt: Was dir ein Auslesetool an Chiptemperaturen anzeigt ist nicht die reale Temperatur des Chips, sondern ein Wert zu dem du dir einen mehr oder weniger großen Fehlerbalken dazu denken musst. Je weiter der angezeigte Wert von der Abschalttemperatur des Chips entfernt ist desto größer der Fehlerbalken.
Angesichts dessen, dass die durchschnittlichen ausgelesenen Temperaturdifferenzen bei wassergekühlten Grafikkarten unter Vollast eher ein wenig höher liegen als die 5K die du unter Vollast ausliest, kannst du davon ausgehen, dass deine GPU in Wirklichkeit vermutlich ein paar wenige K wärmer ist. Das macht das Kraut aber nicht fett und ist in dem Temperaturbereich auch gänzlich belanglos. Auf jeden Fall ist der GPU-Kühler gut montiert und du wirst hier mit Sicherheit niemals Probleme mit der Wärmeabfuhr bekommen (sofern der Kühler nicht verstopft oder die Radiatoren zugestaubt sind). Im Übrigen siehst du auch den Stromspar-Effekt den die gute Kühlung bewirkt. Wenn die Karte bei so einem Volllasttest nicht 100% TDP saugt, ist das auch der guten Kühlung zu verdanken (und vllt. auch zum Teil einem guten Chip). Bei der GPU sparst du durch die Wakü, wenn man die Werte ganz ernst nehmen würde, immerhin ca. 18W gegenüber der TDP und bei der CPU immerhin noch knapp sieben Watt. Auch das darf man aber natürlich nicht allzu genau nehmen, weil die Werte ebenfalls mit Messfehlern behaftet sind, aber man sieht zumindest die Tendenz. Gute Kühlung spart bei Halbleiterbauteilen Strom - das ist zwar trivial, aber viele glauben es erst wenn sie es sehen

. Den Verbrauch der Pumpe kann man so jedenfalls durchaus reinholen - zumindest unter Vollast.