Für ein gutes Spiel bin ich durchaus bereit einiges hinzulegen. Far Cry wird z.B. in der Collectors Edition gekauft, dann muß das Spiel aber auch wirklich genial sein. Für Ausnahmespiele, wie Anno 1404, 2070 und 1800 wäre ich auch durchaus bereit gewesen, mehrere hundert € auszugeben. Das sind dann aber Ausnahmetitel.
Klar bin ich bereit für 70€-Games!
Überraschung, ich würde sogar 100€ für ein Spiel zahlen!
Aber nur für eins, das herausragend gut ist, praktisch bugfrei ist, komplett zu Ende fertig gedacht und programmiert ist, Content für 100 Stunden oder mehr bietet, auf dem aktuellen Stand der Technik steht und solche Dinge.
...also nichts, was ich in den letzten Titeln irgendwo annähernd gesehen hätte.
Ich würde Anno 1800 empfehlen. Die 128€, die ich für Anno und die drei Seasonpässe bezahlt habe waren es definitiv wert. Anno 1800 war schon im Grundspiel fertig, wurde dann aber durch die DLCs noch mehr verbessert.
Generell bekommt man bei Aufbauspielen sehr viel Spielzeit fürs Geld
Heutige Spiele kosten allerdings mitnichten "nur" noch 70 EUR. Schaut man sich Ubisoft an, liegt die GoldEdition inkl. Season Pass bei 100-110 EUR. Wäre dies das Komplettpaket, ok, kann man zahlen muss man aber nicht.
Bei Anno 1800 kommt gerade Season Pass 3 um die Ecke. Also 60 + 20 + 20 +20 EUR = 120 EUR in Summe - meiner Meinung spiegeln Umfang und Funktion jedoch nur maximal 80 EUR wieder.
So unterschiedlich können die Ansichten sein, ich finde das Spiel wäre auch mehrere hundert € wert. Es hat mir hunderte Stunden Spielspaß bescher und ich sehe noch relativ am Anfang. Anno 1404 hat mich über ein Jahrzehnt begeistert.
Das Schlimme ist: Anno wäre so viel besser, wenn all das von Anfang an drin wäre. Die DLCs sind für sich genommen nämlich gut, interagieren aber nur mit dem Hauptspiel, nicht untereinander (weil man ja nie weiß, wer welche DLCs hat. Bungie hat das mal probiert mit "Du willst DLC 3? Dann musst du erst 1 und 2 kaufen." Womit wir beim klassischen Addon wären) Dazu noch die Verwirrung. Die Complete Edition ist selten Complete, wie man bei Anno sieht.
Das Problem wäre gewesen, dass sich das Spiel dann 5 Jahre in der Entwicklung befunden hätte, ohne dass Geld geflossen wäre. Damit wäre das Spiel wohl nicht realisiert worden, nach Anno 2070 und 2205 sah es nicht gut aus, was die Annoserie betrifft. Von dritten Seasonpass wußten die Entwickler, als ich sie im Livechat im August 2020 gefragt hatte, selbst noch nichts. Es wurde gesagt, dass man das ganze diskutiert, es aber sehr unwahrscheinlich wäre, da man sich auch bald mit etwas neuem beschäftigen wollte.
Vor 20 Jahren lagen wir bei 50 Mark bzw. 40 EUR pro Vollpreistitel in denen alles drin dran drum war. Addons gabs für 15-20 Mark/ Euro. Die erste Preiserhöhung seit 15 Jahren kann ich somit nicht nachvollziehen, da schon mein GTA 5 rund 60 EUR kostete.
In deinen Träumen eventuell. Das einzige Vollpreisspiel, das es mal für 50DM gegeben hat, war Das schwarze Auge 3: Schatten über Riva. Sonst haben sie Spiele 80-120DM gekostet (die 120 DM waren allerdings so um 1990-1995 zu zahlen) gekostet, was heute gut 69 bis 103€ entspricht. Addons haben früher 40DM gekostet, was eben knapp 35€ entspricht, wenn es billig war auch mal 30DM. Außerdem sind die Spiele kaum im Preis gefallen, von einem Sale nach 6 Wochen konnte man damals nur träumen, gute Spiele waren jahrelang im Preis stabil. Von den Hardwarepreisen nicht zu reden.
Gaming war früher ein extrem teures Hobby, für das man pro Jahr weit über 1000DM (heute gut 860€) auf den Tisch legen mußte, wenn man aktuelle Spiele zocken wollte.
Bei anderen Spielen wie Valhalla gibt es aufgrund des Ubishops noch diverse Mikrotransaktionen, so dass die Spiele teils bei Unsummen von 500-1000 EUR liegen.
Wenn du dir jede Waffe sofort mit Echtgeld herbeicheatest, dann wird es eben teuer. Ich persönlich habe FC 5 und New Dawn ohne jegliche Echtgeldcheats gezockt und es war sogar besser. (Ok, ich hatte die Vorbestellerboni und den Bonus, den es für den Besitz von FC5 gab).