Tagebuch [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

auf anderen bildern, die ich von dem kühler kenne, sind die zwar nicht so extrem stark gebogen, aber eigendlich immer mehr als bei deinem ersten versuch ;) die biegung baut wohl auch ein wenig spannung auf und hält den schlauch so drin. sieht nun zwar weniger elegant aus, aber sieht man eh nicht :D

Wenn man ihn richtig reinsteckt, sitzt der Schlauch eigentlich so fest, dass man die Karte daran hochheben kann. Starke seitliche Kräfte, die den Schlauch verformen/dafür sorgen, dass das Ende schief im Anschluss sitzt, sind aber Gift für PnC. Das muss alles gerade und sauber sein.
Normalerweise ist das mit der ursprünglichen Schlauchführung aber wesentlich leichter zu erreichen, als mit der jetzigen :huh:
Ich hatte damit jedenfalls 0 Probleme (eher damit, die Winkel in den GPU-Kühler zu bekommen)

@TE: Hatten die Schläuche wirklich die richtige Länge? (Also reinstecken, am ersten Widerstand vorbei bis zum Anschlag schieben und dann muss an beiden Enden der Anschluss genau über seinem Gewinde sein)
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

Schnellupdate: DER RECHNER LÄUFT!!! Motzerboard und Grafikkarte haben offenbar das Wasser überlebt, ich habe offenbar alles richtig angeschlossen, und Alles läuft!!! Jetzt erstmal kapieren, wie ich den aquaero konfiguriere, dann mal stresstesten.
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

Glückwunsch. Hoffe demnächst kommen ein paar Bilder :)
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

@TE: Hatten die Schläuche wirklich die richtige Länge? (Also reinstecken, am ersten Widerstand vorbei bis zum Anschlag schieben und dann muss an beiden Enden der Anschluss genau über seinem Gewinde sein)

Offensichtlich nicht :ugly: Ich vermute mittlerweile, dass ich die Schläuche zu kurz abgelängt hatte. Ich habs dann nochmal versucht, und der zweite Versuch war wie gesagt auch zu kurz. Offensichtlich bin ich zu doof, die richtig abzulängen. Naja, ich hastte nicht mehr sooo viel Schlauch übrig, und ich hatte Schiss, das ich den einfach gar nicht richtig abgelängt bekomme. Gerade das kurze Schlauchstück ließ sich halt auch kaum einbauen, wenn es länger war. Naja, und dann dachte ich, ich probier jetzt erstmal, ob ich die Dinger überhaupt IRGENDWIE dicht kriege oder ob ich mir fluchend und reuig ein Fullcover kaufen gehen muss. Deshalb der Versuch, mit den eigentlich zu langen Schläuchen. Auf die Art hatte ich aber sicher genug Material, um sie wirklich bis zum Anschlag tief reinzuschieben. Das Ergebnis kennt ihr ja, es war dicht. Ich habe es jetzt tatsächlich auch so gelassen: erstens "never change a winning team"; ich hatte einfach Angst, vielleicht doch noch allen Schlauch zu ruinieren. Zweitens sah der Schlauch auch einen Tag später noch gut aus, die Übergänge vom Anschluß auf den Schlauch sahen sehr gerade aus. Ich denke, das liegt daran, dass die Schlauchstücke SO lang waren, dass eben die seitlichen Kräfte auf die Länge des Schlauches aufgenommen werden konnten und nicht auf die Anschlüsse drückten.

Liebes Tagebuch,
es ist vollbracht, die Mühle läuft! Ich habe gestern Abend in einer konzentrierten Aktion den CPU-Kühler wieder montiert, Motherboard und Grafikkarte wieder eingebaut, alles angeschlossen, verschlaucht, und betriebsfertig gemacht. Dann der große Angstmoment, den Kreislauf in der Schublade wieder zu befüllen - aber auch das klappte super, alles war dicht. Wie gesagt, ich habe die Grafikkarte jetzt mit den runden Anschlüssen gelassen.
WP_20140423_004.jpg WP_20140423_005.jpg
Dann kam nochmal SPannung auf, ich hab die Schublade eingebaut und verkabelt. Die Kabel habe ich so weit wie möglich zusammengefasst, so dass nur ein massiver Kabelstrang nach hinten weggeht. PC-Netzteil und USB-Hub-Netzteil habe ich an eine Dreier-Schukodose angeschlossen, die ich ins Gehäuseinnere verlegt habe.
WP_20140424_001.jpg WP_20140424_002.jpg

Dann kam der große Moment, der auch nochmal ein echtes Herzrasen war: bisher hatte ich meinen Monitor über DVI angeschlossen. Der Monitor hat integrierte Boxen, die ich bisher noch über ein separates Klinkenkabel verbunden hatte, das aber immer blöd gebrummt hat, weil es auf einem Y-Adapter mit dem Kasbel für die große Anlage steckte. Jetz hab ich den Monitor einfach mit einem HDMI-Kabel verbunden. Allerdings ging der Monitor nicht an - ich dachte also kurz, ich hätte mir doch Grafikkarte oder gar das Motherboard zerstört. Es stellte sich aber heraus, dass der Monitor noch so eingestellt wear, dass er auf ein Signal vom DVI-Kanal wartete, um anzugehen :klatsch: Es lief also alles, nur der Monitor bleib schwarz, bis ich auf die Idee kam.

Naja, das war gestern spät am Abend, also hab ich die richtigen Tests auf heute verschoben. Vorweg erstmal der jetzige Zustand:
WP_20140424_004.jpg WP_20140424_005.jpg WP_20140424_006.jpg WP_20140424_003.jpg

Ich habe das System jetzt mal mit Prime und Furmark gleichzeitig, beides in maximal langer Dauer, gestresst. Nach etwa 50 Minuten stieg die Wassertemperatur nicht mehr weiter an, also denke ich, da hat sie ihre Maximaltemperatur erreicht. Und das Ergebnis kann sich imho wirklich sehen lassen:
Temperaturen 60min Prime Furmark.jpg
CPU und GPU sind bei GANZ entspannten Temperaturen, auch die Wassertemperatur von 40°C bei 23°C Raumtemperatur finde ich völlig akzeptabel. Mich irritiert, dass die Spannungswandler der GraKa so viel heißer sind als die GPU selber. Ist das normal? Oder liegt hier vielleicht ein übler Messfehler vor:
WP_20140424_008.jpg
WIe man erkennt, hab ich die Temeratursensoren mit Tesafilm auf die Rückseite der Platine geklebt. Im Bild rechts ist die Position der Spannungswandler. WIe man sieht, liegt der Sensor direkt auf der Platine auf. Im Bild links sitzt die GPU, und da sind ganz viele Erhöhungen, so dass der Temperatursensor halt nicht direkt auf der Platine ist, sondern eben auf diesen Bauteilen, ca. 1mm von der Platine weg. (Bei CPU und Motherboard-SpaWas sieht es dementsprechend genauso aus) Ist das ein so deutlicher Messfehler? Kann ich den Sensor auf GPU bzw CPU überhaupt anders anbringen? Andererseits sind ja die Werte, die HardwareMonitor ausliest, jetzt auch nicht sooo weit weg von dem, was meine aufgeklebten Sensoren anzeigen...


Noch ein Wort zum Durchfluss: jetzt, im Nachinein, bin ich ganz schön froh, dass ich eine DDC1T+ habe. Wenn ich die Pumpe mit 100% versorge, habe ich einen Druchfluss von 62 l/h :wow:. Eigtl hatte ich gehofft, dass ich die Pumpe ein ganzes Stück runterreglen kann, so dass ich bei etwa 60l/h lande - das kann ich wohl schön vergessen :ugly: Ich hab die Pumpe derzeit auf 70% (entspricht 9,5V), damit erreiche ich 52 l/h. Wie viel Durchfluss sollte ich denn mindestens haben? mir ist sowas im Ohr von "zwischen 40 und 60 l/h ist okay, unter 35 l/h wirds kritisch". Könnte ich also noch weiter runter mit der Pumpe? Oder sollte ich lieber mal bei 50l/h bleiben?

Insgesamt hab ich übrigens 9,50 Meter Schlauch verbaut - das hatte ich so auch nicht erwartet. Gottseidank hatte ich das dritte Paket noch gekauft, obwohl ich dachte, ich würde es so gut wie nicht brauchen. Ansonsten ist mein Eindruck: meine Planung ist ziemlich gut aufgegangen! Es scheint, als würde die Kühlfläche gut ausreichen. Auch der Durchfluss ist völlig ausreichend, dicht isses auch - ich glaube wirklich, ich habe es geschafft: Ich habe mein erstes Casemod, erste Casecon, erste Wasserkühlung, erste Lötarbeit, geschafft!!! Zu einem erfolgreichen Ende geführt!!!

Und jetzt freu ich mich auf Anregungen, Kritik, und ganz viel Anerkennung und Lob :fresse:
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

und ich freue mich auf einen überarbeiteten post mir funktionierenden anhängen ;) nur ein bild ist richtig eingebunden
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

Ich habe das System jetzt mal mit Prime und Furmark gleichzeitig, beides in maximal langer Dauer, gestresst. Nach etwa 50 Minuten stieg die Wassertemperatur nicht mehr weiter an, also denke ich, da hat sie ihre Maximaltemperatur erreicht. Und das Ergebnis kann sich imho wirklich sehen lassen:
Anhang anzeigen 733566

Bei was für ner Raumtemperatur ist das? / Wieviel Luft bleibt für den Sommer?
(Und hast du mal die System-Leistungsaufnahme unter Last gemessen?)

CPU und GPU sind bei GANZ entspannten Temperaturen, auch die Wassertemperatur von 40°C bei 23°C Raumtemperatur finde ich völlig akzeptabel. Mich irritiert, dass die Spannungswandler der GraKa so viel heißer sind als die GPU selber. Ist das normal? Oder liegt hier vielleicht ein übler Messfehler vor:

Messfehler nach oben ist mit rückseitigen Sensoren eher schwer möglich. Ich persönlich kenne vom GPU-X³ Core bislang nur den PCGH-Test, da gab es auf einer R9 290x ein ähnliches Problem (nur mit deren Leistung potenziert), Watercool selbst hat aber wohl recht gute Werte zumindest bis zur 7970 erzielt. :ka:
Imho ist der Kühler einfach ein Bisschen knapp bemessen (wie groß wird die Wasser-Kontaktfläche sein? 2x 5 mm auf 1 cm vielleicht... In Komplettkühlern werden derweil Kühlstrukturen über den SW gefräst) und die Bypass-Konstruktion läuft Gefahr, zu wenig Wasser hindurchfließen zu lassen.
Der GPU-Kühler dagegen ist de facto ein CPU 3.0 LT mit leicht anderer Anströmung und somit mehr als ausreichend für die GPU.

Noch ein Wort zum Durchfluss: jetzt, im Nachinein, bin ich ganz schön froh, dass ich eine DDC1T+ habe. Wenn ich die Pumpe mit 100% versorge, habe ich einen Druchfluss von 62 l/h :wow:. Eigtl hatte ich gehofft, dass ich die Pumpe ein ganzes Stück runterreglen kann, so dass ich bei etwa 60l/h lande - das kann ich wohl schön vergessen :ugly: Ich hab die Pumpe derzeit auf 70% (entspricht 9,5V), damit erreiche ich 52 l/h. Wie viel Durchfluss sollte ich denn mindestens haben? mir ist sowas im Ohr von "zwischen 40 und 60 l/h ist okay, unter 35 l/h wirds kritisch". Könnte ich also noch weiter runter mit der Pumpe? Oder sollte ich lieber mal bei 50l/h bleiben?

Teste es doch einfach aus ;)
Ich tippe mal, dass CPU und GPU Temperaturen auch bei 20-30 l/h noch keine Probleme bereiten, aber die SW-Temperatur musst du im Auge behalten, so ein Bypass ist schwierig vorhersagbar. Achte aber auch darauf, wie weit die Pumpe überhaupt mitspielt. Ich hab schon DDCs mit deutlich unter 7 V laufen sehen, aber die spezifizierte Anlaufspannung liegt bei 9 V.
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

Bei was für ner Raumtemperatur ist das? / Wieviel Luft bleibt für den Sommer?
(Und hast du mal die System-Leistungsaufnahme unter Last gemessen?)
Raumtemperatur stieg im Laufe des Test von 22°C auf 24°C. Unsere Wohnung ist auch im Sommer sehr angenehm kühl, von daher bin ich da guter Dinge. Ich hab gerade nochmal mit prime und Furmark gestresst (und zwischendrin gezockt). Der aquaero bietet an, die Kühlleistung zu berechnen, indem er die Wassertemperaturen vor und nach dem Radiator mit dem Durchfluss verrechnet. Unter Vorbehalt diverser Messungenauigkeiten kam er nach 1 Stunde prime und Furmark auf 204W Abwärme.

Messfehler nach oben ist mit rückseitigen Sensoren eher schwer möglich. Ich persönlich kenne vom GPU-X³ Core bislang nur den PCGH-Test, da gab es auf einer R9 290x ein ähnliches Problem (nur mit deren Leistung potenziert), Watercool selbst hat aber wohl recht gute Werte zumindest bis zur 7970 erzielt. :ka:
Imho ist der Kühler einfach ein Bisschen knapp bemessen (wie groß wird die Wasser-Kontaktfläche sein? 2x 5 mm auf 1 cm vielleicht... In Komplettkühlern werden derweil Kühlstrukturen über den SW gefräst) und die Bypass-Konstruktion läuft Gefahr, zu wenig Wasser hindurchfließen zu lassen.
Den Absatz versteh ich nicht so ganz. Das heißt, Du meinst, meine Temp-Sensoren sind so in Ordnung angebracht und die Messung hinreichend genau, und das Problem ist der grundsätzliche Aufbau des Bypass? Die Kupferplatte ist 15x85mm, wobei sie auch noch die neben den SpaWas liegenden LEDs(???) abdeckt. Siehe dieses Bild:
WP_20140418_009.jpg

Teste es doch einfach aus ;)
Ich tippe mal, dass CPU und GPU Temperaturen auch bei 20-30 l/h noch keine Probleme bereiten, aber die SW-Temperatur musst du im Auge behalten, so ein Bypass ist schwierig vorhersagbar. Achte aber auch darauf, wie weit die Pumpe überhaupt mitspielt. Ich hab schon DDCs mit deutlich unter 7 V laufen sehen, aber die spezifizierte Anlaufspannung liegt bei 9 V.
Ich lass die Pumpe als ANlaufstrom immer mit 100% befeuern, damit sie definitiv anspringt. beim runterregeln kam ich jetzt schonmal auf 7,1V, tiefer hab ich noch nicht geguckt. Teste ich mal aus. /Edit: bei 7,1V ist Schluß, wenn ich auf 7,0 versuche zu gehen, fällt sie von 2800rpm auf 22rpm - das dürfte etwas wenig sein :ugly:
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

Raumtemperatur stieg im Laufe des Test von 22°C auf 24°C. Unsere Wohnung ist auch im Sommer sehr angenehm kühl, von daher bin ich da guter Dinge. Ich hab gerade nochmal mit prime und Furmark gestresst (und zwischendrin gezockt). Der aquaero bietet an, die Kühlleistung zu berechnen, indem er die Wassertemperaturen vor und nach dem Radiator mit dem Durchfluss verrechnet. Unter Vorbehalt diverser Messungenauigkeiten kam er nach 1 Stunde prime und Furmark auf 204W Abwärme.

Die Ungenauigkeiten sollte man nicht unterschätzen. Ich hab bei einem Test mal 155 bis 205 W gemessen - mit dem gleichen System, dass die ganze Zeit mit konstanter Last durchlief :ugly:
Zugebenermaßen wäre eine Messung hinterm Netzteil bei dir vermutlich auch nicht viel genauer, da viele Komponenten nicht mit Wasser gekühlt werden.

Den Absatz versteh ich nicht so ganz. Das heißt, Du meinst, meine Temp-Sensoren sind so in Ordnung angebracht und die Messung hinreichend genau, und das Problem ist der grundsätzliche Aufbau des Bypass? Die Kupferplatte ist 15x85mm, wobei sie auch noch die neben den SpaWas liegenden LEDs(???) abdeckt. Siehe dieses Bild:
Anhang anzeigen 733602

Yep, nur dass ich nicht von der Kontaktfläche der Kupferplatte mit den Spannungswandlern sprach, sondern von der Kontaktfläche der Kupferplatte mit dem Wasser. Das sind, wie gesagt, nur geschätzte 1-2 cm².
(Wenn dich in den nächsten Monaten mal wieder die Bastellust packt, würde mich sehr interessieren, was ein einfacher Kanalkühler mit einer Bohrung durch die Mitte bei gleicher Größe an Leistung bringt)

Ich lass die Pumpe als ANlaufstrom immer mit 100% befeuern, damit sie definitiv anspringt. beim runterregeln kam ich jetzt schonmal auf 7,1V, tiefer hab ich noch nicht geguckt. Teste ich mal aus. /Edit: bei 7,1V ist Schluß, wenn ich auf 7,0 versuche zu gehen, fällt sie von 2800rpm auf 22rpm - das dürfte etwas wenig sein :ugly:

Es besteht noch die Möglichkeit, dass nur das Drehzahlsignal ausfällt, aber so wirklich gut klingt das in der Tat nicht :ugly:
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

Freut mich, dass alles so weit läuft bei dir :D
 
AW: [Tagebuch] Passivgekühlter Gaming-PC im Schreibtisch verbaut

das sieht interesant aus :)
mall alles aufmerksam durchlesen, kumpel will auch nen passiv gekühlten wakü pc
kann aus dem thread hier bestimmt einiges dazu lernen
 
Zurück