@gamiac:
Dein gut gemeinter Rat ist leider wirklich nur gut gemeint und kein guter Rat.
Meine Lordkiste läuft ja längst fast problemlos mit einer GTX 285 - wassergekühlt. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum es so schleppend weitergeht: Der Leidensdruck ist nicht mehr da und sie macht jetzt schon soviel Spass, dass ich es kaum übers Herz bringe, sie wieder zu zerlegen.
Du hast leider mein Hauptanliegen nicht verstanden: Einfach mal ausprobieren, was für einen Einsteiger wie schwer ist, was machbar ist und wo die wirklichen Probleme liegen. --- Und dabei mir und anderen Spass zu bereiten.
Dazu bin ich in der komfortablen Situation im Haushalt noch zwei PC und zwei Notebooks zu haben, die dafür sorgen, dass ich die Lordkiste nicht jeden Tag brauche. Dazu ist bis auf den MagiCool-Radiator,ein paar Kunststoffplatten und einen SATA-Adapter noch kein Teil unbenutzbar geworden.
Dein guter Rat passt also nicht zum Stand des Fortschritts bei der Lordkiste, er spiegelt wieder, was man machen sollte, wenn man kein Risiko, kein Geld und keine Zeit verplanen möchte - also absolut nicht meine Zielsetzung.
Aber zurück zur Erklärung, warum es ich mal wieder Pause gemacht habe:
Kreativpause - oder was mein Chef dafür hält... Teil 2
Ich schreibe jetzt wirklich sofort weiter, nachdem das Essen vorbei ist.
Schön, wir haben noch eine flasche Wein geleert, dann etwas geschlafen, dann bei meinen Eltern weitergegessen, wieder etwas geschlafen, dann bei Bruder 1 weitergegessen, zwischendurch noch etwas Wegstrecke gehabt, also habe ich meine Zusage eingehalten.^^
Nun zurück zur langen Pause, die eine Erklärung verdient:
Nach der erfolgreichen Montage der ersten wassergekühlten GTX 285 wollte ich ja eigentlich zügig weitermachen, doch finstere Mächte und gutgemeinte Arbeitsaufträge und selbstverständliche Freundesdienste verhinderten das.
1. Die Arbeit
KOMMENTAR DES AUTORS: Dieses Gespräch hat so nie stattgefunden, fasst aber mehrere Dialoge zusammen.
Chefe: "Wollen Sie nicht noch etwas Rest-Urlaub nehmen?"
Lord: "Toll, sehr gerne! Ein langes Wochenende kann ich gut gebrauchen, ich habe da ja noch ein Projekt..."
Chefe: "Nehmen Sie ruhig noch zwei Tage."
Lord: "Mmm, wie organisiere ich dann meine Aufgaben neu, damit es überhaupt klappt..."
Chefe: "Ja, die Aufgaben, ich habe da noch etwas Dringendes..."
Lord: "Äh?"
Chefe: "Sie müssen nur ...bla,bla,bla... und ...bla,bla,bla..., wann können Sie das schaffen?
Lord: "Das ist natürlich etwas komplexer. Ich denke mal, Anfang 2010 ist realistisch..."
Chefe: "Dreißig Minuten."
Lord: "Dreißig Minuten????"
Chefe: "Ihnen fällt schon was ein!"
Lord: "Äh, ich glaube, ich mache mich mal an die Arbeit."
REGIEANWEISUNG: 30 Minuten später...
Chefe: "Sehen Sie, dass war ja kein Problem!"
Lord: "Ja, äh, das war wirklich irgendwie machbar."
Chefe: "Noch eine Kleinigkeit."
Lord: *Schluck*
Chefe: Die Kollegin Flause (
Namen von der Redaktion geändert) braucht etwas Urlaub. Ich habe Ihr bis 10. Januar freigegeben. Es ist ja schön, dass unsere Firma gedeiht, aber manche Tätigkeiten werden langsam für einen zuviel. Können Sie wieder nebenbei Vertretung machen? Früher haben Sie die Aufgaben von Flause ja auch en passant bewältigt."
Lord: "Äh, dann werde ich wohl am besten in der regulären Arbeitszeit "Flause" spielen und meine sonstigen Kleinigkeiten einfach dranhängen."
Chefe: "Gute Idee, nicht alles auf einmal, gaanz in Ruhe. Ich verlasse mich da ganz auf Sie."
Lord: "Ach ja, Frohe Weihnachten..."
Chefe: "Ihnen auch! Machen Sie sich doch dieses Jahr nicht wieder selbst so einen Stress und genießen Sie einfach ihre freien Tage.
Lord: "Oh, äh, danke..."
KOMMENTAR DES AUTORS: Trotz der guten Wünsche des Chefshat derLordselbst an seinen freien Tagen etwas apathisch die Füße hochgelegt und kein bisschen gemoddet oder geschrieben...
Auf die finsteren Mächte möchte ich nicht eingehen, weil es nicht direkt mich und mein Tagebuch betrifft und viel zu traurig ist, um hier erzählt zu werden, also nur noch kurz zu den selbstverständlichen...
Freundesdienste
...vor einiger Zeit hatte ich mit einem Freund, nennen wir ihn "Don", ein Auto aus Frankfurt abgeholt. Da Don Italiener ist, stellte sich in Frankfurt heraus, dass wir das Auto erst probefahren mussten, ich den Technikcheck machen sollte und damit auch noch die seelische Last tragen sollte, mitzuentscheiden, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Audi A6 mit Luxusausstattung zu kaufen, der schon 270.000 km gefressen hat.
Egal, das Auto wurde gekauft....
Einige 10.000 km später kam dann der Anruf:
Don: "Der Audi ist kaputt..."
Lord: "Nein!"
Don: "Doch! Kapitaler Motorschaden."
Lord: "Mist, wie kommst Du jetzt zur Arbeit?"
Don: "Mit Bus, nur 1,5 Stunden pro Weg!"
Lord: "..ich glaube, Du brauchst ein neues Auto."
Don: "Ich bin den kaputten Audi noch für 2500,- Ocken losgeworden."
Lord: "Erstaunlich!"
Don: "Hilfst Du mir bei der Autosuche? Irgendetwas langweiliges, billiges, vernünftiges..."
Lord: "Selbstverständlich."
Don: "Schau Dir mal das Inserat bei mobile an!"
Lord: "Das ist, äh, eine (
REGIEANWEISUNG: hier ein höflich umschreibendes Synonym für unterträgliche Gurke, die völlig überteuert ist und nur Ärger macht, einsetzen)."
Don: "Oder das?"
Lord: "Das hat nur noch 2 Monate TÜV .."
KOMMENTAR DES AUTORS: Irgendwann waren wir dann unterwegs und ich hatte die dankbare Aufgabe, als Papiertiger im Bereich Autotechnik, der bestenfalls mal einen Kühler gewechselt hat, Autos schlecht zu reden, damit der Preis stimmt.
Beim Schlechtreden war ich so erfolgreich, dass Don schließlich mit jemand anders auf Suche gehen musste, um Erfolg zu haben, da ich nicht nur den Käufer, sondern auch Don erschreckte..
..allerdings kann ich jetzt auch positives berichten:
....es ist passiert!
... das, worauf alle Modder heimlich hoffen!
...aber meist vergeblich!
...da es hervorragende handwerkliche Leistungen.
...eine einzigartige Kreativität und
...die Fähigkeit, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, erfordert:
Sponsoring!
Der erste Schritt zum kostenlosen Erlangen der neuesten Hardware ist gemacht.
Nie mehr Tausende von Euros zum Händler tragen, immer die neueste Hardware Zuhause, keine Lieferschwierigkeiten mehr, ich bin auf einen guten Weg dahin, denn ich habe das hier bekommen, um mein Projekt zu fördern:
Ein nagelneuer Dremel, der....
... nur 10 Minuten gelaufen ist.
Leider fehlt die flexible Welle, aber bei gesponserter Hardware darf man kaum murren.
Sponsor war der stellvertretende Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, der es sich nicht nehmen lies, mein Projekt persönlich in Augenschein zu nehmen, als ich, äh, seinen Hund gerade mal wieder gehütet hatte....
Doch zurück zum eigentlichen Thema des Tagebuches:
Der Fortschritt
Ich war nicht ganz untätig!
Meine Freundin durfte sich ein paar Tage nicht baden:
Viel wichtiger war es ja, den Radiator gut zu spülen.
Beim Blick auf die Schläuche fiel mir eine Kleinigkeit auf:
Zwei Perfect Seal - Anschlüsse!
Ich hatte mich bei meiner Materialplanung doch nicht verzählt. Ein perfekter Planer!
...der nicht schlau genug ist, provisorisch verwendete Anschlüsse wieder ihrer gewünschten Verwendung zuzuführen.
Viel mehr werde ich jetzt nicht schreiben, damit es doch noch irgendwann mit der Lordkiste weitergeht!
Doch noch ein wichtiger Hinweis:
Während Ihr vielleicht Weihnachtsferien und freie Tage geniesst, darf ich auch die nächsten Tage noch etwas mehr arbeiten. Seid bitte also nicht allzu enttäuscht, wenn es weiter so schleppend voran geht.