Streaming-Dienste: Deutsche wollen nicht mehr als 23 Euro zahlen

Na ja. Ich bin zwei-, vielleicht dreimal im Jahr im Theater. Nicht, weil mir das reicht, sondern weil es schwer ist, etwas Gescheites zu finden.
Und ich wenn es zeitlich passt, dreimal die Woche. Es sind die kleinen Bühnen, die Lesungen, Performences etc. Das ist der Vorteil der großen Stadt. Hier ist immer irgendwa slos, eine Ausstellung wird eröffnet, etc.
 
Ich will 0,-€ bezahlen. Ich komme aus Zeiten, in denen es nur GEZ finanzierte Sender gab und auch damit kam man gut klar. Warum sollte ich für Unterhaltung mehr bezahlen? Opernkarten bekommt man ab 10,-€, Das ist Unterhaltung.

Das ist halt irgendwo auch Geschmackssache. Du könntest mir 10 Euro zahlen und ich würde nicht in die Oper gehen :) soll doch jeder für die Unterhaltung zahlen die er gerne mag.
 
Das ist halt irgendwo auch Geschmackssache. Du könntest mir 10 Euro zahlen und ich würde nicht in die Oper gehen :) soll doch jeder für die Unterhaltung zahlen die er gerne mag.
Darum geht es doch. Geschmäcker sind verschieden. Ich wllte nur darauf hinweisen, dass in den durchschnittlich 23,- eine Menge Menschen versteckt sind, die nichts dafür bezahlen wollen, weil sie es für unwichtig empfinden. Das mag sich ändern. Wir zerstören gerade unsere freien Medien und was danach kommt, sehen wir dann.
 
Ich will 0,-€ bezahlen. Ich komme aus Zeiten, in denen es nur GEZ finanzierte Sender gab und auch damit kam man gut klar. Warum sollte ich für Unterhaltung mehr bezahlen? Opernkarten bekommt man ab 10,-€, Das ist Unterhaltung.

Man kann zwar für 10 Euro in die Oper gehen, aber je nach Stadt und Bundesland stecken dahinter Finanzspritzen von 100-250 Euro ... pro Karte!

165 Euro Zuschuss fuer jedes Ticket: Oper und Schauspiel: Das kostet ein Besuch | Express.de

Nur so für die Klientel, die über die rund 200 Euro GEZ-Gebühr für zahlreiche Fernseh- und Radiosender sowie Mediatheken ausfallend werden. Aber so ist das mit Kultur, sie muss keinen Gewinn erwirtschaften, sondern dient einem höheren Zweck.
 
Opernkarten bekommt man ab 10,-€, Das ist Unterhaltung.
Jeder wie er es mag.
Ich gehe lieber ins Kino als ins Theater (Oper gibt es hier gar nicht).:)

Aber dennoch halte ich die öffentlich- Rechtlichen für wichtig und nutze ihr vielseitiges Programm.
Und verweigere mich dem ganzen Streaming & Pay-TV Wahn.
Ausser Prime eben. Weil das relativ günstig und ein sehr gutes Paket ist.
 
Der lineare preisliche Vergleich ist ohnehin der von Äpfeln und Birnen:

Streaming-Anbieter kaufen Lizenzen und produzieren ausschließlich Unterhaltungsformate, die sie zu eigenen Regeln beliebig oft verkaufen und weltweit auf einem einzigen, effizienten Verbreitungsweg (dessen Bereitstellungskosten anteilig der Kunde trägt) anbieten können.

Der Öffentliche Rundfunk muss ein umfassendes, regional gestaffeltes Programm auch für wirtschaftlich uninteressante Zielgruppen produzieren UND Unterhaltungsformate einkaufen UND dieses auch auf unwirtschaftlichen Verbreitungswegen anbieten. Und zwar laut Gesetz, ob er will oder nicht.

Und Kulturangebote abseits der Glotze setzen noch einen drauf: Jede Theateraufführung ist ein Unikat. Sie wird nicht einmal gegeben, aufgezeichnet und beliebig vielen Leuten an beliebig vielen Orten vorgespielt.

Und ja, der Bundesbürger muss für Dinge zahlen, die er nicht nutzt. Ob er das mit seinen Steuern oder über eine Haushaltsabgabe macht, kann ihm erst einmal schnurz sein - auch erstere müssten irgendwo erhöht werden, wenn aus dem Steuertopf der ÖR bezahlt werden soll. Was ihm nicht schnurz sein sollte ist, dass über den Steuertopf die jeweils amtierende Bundesregierung gebietet. Ihr wollt keinen "Staatsfunk" und stört euch daran, dass es (partei-) politische Einflussnahme auf den ÖR gibt? Dann hört auf zu verlangen, dass der ÖR aus Steuermitteln finanziert wird, denn damit wäre es Staatsfunk und die Hebel zur Einflussnahme noch vielfältiger.

Und auch kein ÖR ist keine Lösung. Wer soll diesen denn ersetzen? Voll neutrale Privatpersonen auf Youtube und die freie Wirtschaft? Na, Prost Mahlzeit, da hat man Klientel-Programm im Quadrat. Und selbst wenn es nur um die Unterhaltungsprogramme geht, sollte jeder, der sich vom Programmmix des ÖR nicht ausreichend berücksichtigt fühlt, bedenken, dass er auch irgendwann zu einer Zielgruppe gehören wird, die niemand bedienen würde, wenn er es nicht per Gesetz müsste.

Ich weiß, liebe Millennials und Generation-Z'ler, dass es für euch im Augenblick schwer vorstellbar ist, aber irgendwann wird es *eure* Vorlieben ein Fall für's spießige Vorabendprogramm (oder dessen Äquivalent) sein und *eure* Kinder und Enkel (falls ihr Gelegenheit bekommt, euch zu reproduzieren) werden sich fragen, warum sie so eine Rotz mitbezahlen müssen. Das ist nun einmal so der Lauf der Dinge, dokumentiert seit Beginn der Geschichtsschreibung - bis Netflix das als Serie bringt, müsstet ihr mir das einfach mal glauben. :D
 
Und auch kein ÖR ist keine Lösung. Wer soll diesen denn ersetzen? Voll neutrale Privatpersonen auf Youtube und die freie Wirtschaft? Na, Prost Mahlzeit, da hat man Klientel-Programm im Quadrat. Und selbst wenn es nur um die Unterhaltungsprogramme geht, sollte jeder, der sich vom Programmmix des ÖR nicht ausreichend berücksichtigt fühlt, bedenken, dass er auch irgendwann zu einer Zielgruppe gehören wird, die niemand bedienen würde, wenn er es nicht per Gesetz müsste.

Ich glaube den meisten geht es nicht um GARKEINE ÖR, die Frage ist doch eher ob wir wirklich ~50 Lokalradiosender, 20 TV Kanäle, Youtube Kanäle mit teilweise grotesken Aussagen, etc. brauchen.
 
Disney? Leider schon über 18
Nachrichten? Leider schon über 30

Bald reicht ein Fenster zur Straße raus, um vorbeilaufende Kinder anzupöbeln, weil sie zu laut sind. ;)

Ich will 0,-€ bezahlen. Ich komme aus Zeiten, in denen es nur GEZ finanzierte Sender gab und auch damit kam man gut klar. Warum sollte ich für Unterhaltung mehr bezahlen? Opernkarten bekommt man ab 10,-€, Das ist Unterhaltung.

Aber in der Oper kann ich mich nicht nach der Arbeit in Jogginghosen auf einem Sofa ablegen. Ich gehe ja auch viel auf Konzerte, auch wenn jetzt nicht unbedingt in die Oper, wobei mir die Locations oft vermutlich noch mehr widerstreben als die Musik, aber für jeden Abend ist das irgendwie auch nichts.

Neutraler als Private...

Irgendwie lese ich gefühlt immer öfter Sachen in die Richtung "Perfekt geht es nicht, also lassen wir es besser gleich ganz sein". Egal ob Klimaschutz, Flüchtlingshilfte, soziale Gerechtigkeit, Datenschutz oder neutrale Berichterstattung. Alles ist schlecht, weil es nicht perfekt ist. Und oft wird daraus, dass es nicht perfekt ist, noch irgendeine Verschwörungstheorie gestrickt, was ich dann immer schon besonders befremdlich finde.
 
Neutraler als Private...

Nö...
Uwe Steimle vom MDR gefeuert: Mit diesen Aussagen zog er den AErger auf sich - FOCUS Online

Da wird auch nur Meinungsmache betrieben und was nicht ins Bild passt, tja der wird halt gefeuert... Dafür brauch ich keine 17,50 Zwangspropagandagebühr um dann so groteske Sendungen wie Anne Will, Markus Lanz oder der Tiefpunkt von letzter Woche hart aber fair mit Gästen von Rebellion Instinktion oder wie die radikale Klimasekte heißt anzusehen. Vor allem der Plasberg ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen, von daher sind die auch nicht anders wie die privaten.
Bei beiden wird bestimmt was du sehen sollst und wer ungemütlich ist oder eine andere Meinung vertritt der fliegt. Mit dem Unterschied, dass ich für die privaten kein Geld ausgeben muss.
 
Darum geht es doch. Geschmäcker sind verschieden. Ich wllte nur darauf hinweisen, dass in den durchschnittlich 23,- eine Menge Menschen versteckt sind, die nichts dafür bezahlen wollen, weil sie es für unwichtig empfinden. Das mag sich ändern. Wir zerstören gerade unsere freien Medien und was danach kommt, sehen wir dann.

Die Umfragen beziehen sich eben nur auf Menschen, die bereits die Abos nutzen.
Die, die das für "unwichtig" empfinden, sind hier also gar nicht enthalten.

Das Panel umfasst Teilnehmer ab 14 Jahren, die das Verhalten innerhalb von Streaming Abos repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung abbilden.
https://www.gfk.com/fileadmin/user_...leases/2019/20190606_PM_SVOD_Q1_2019_dfin.pdf
 
Nö...
Uwe Steimle vom MDR gefeuert: Mit diesen Aussagen zog er den AErger auf sich - FOCUS Online

Da wird auch nur Meinungsmache betrieben und was nicht ins Bild passt, tja der wird halt gefeuert... Dafür brauch ich keine 17,50 Zwangspropagandagebühr um dann so groteske Sendungen wie Anne Will, Markus Lanz oder der Tiefpunkt von letzter Woche hart aber fair mit Gästen von Rebellion Instinktion oder wie die radikale Klimasekte heißt anzusehen. Vor allem der Plasberg ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen, von daher sind die auch nicht anders wie die privaten.
Bei beiden wird bestimmt was du sehen sollst und wer ungemütlich ist oder eine andere Meinung vertritt der fliegt. Mit dem Unterschied, dass ich für die privaten kein Geld ausgeben muss.

Nein das stimmt nicht. Private Sender sind viel anfälliger. Vollkommene Unabhängigkeit und Objektivität wird man nicht erreichen, aber ein von der Politik und Wirtschaft möglichst unabhängiger öffentlich rechtlicher Sender ist neutraler als jeder private Sender.

Und Standpunkten einen Platz zu bieten, die vielleicht dir nicht passen, ist ebenfalls Teil der Pflichten der ÖR.

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Nein das stimmt nicht. Private Sender sind viel anfälliger. Vollkommene Unabhängigkeit und Objektivität wird man nicht erreichen, aber ein von der Politik und Wirtschaft möglichst unabhängiger öffentlich rechtlicher Sender ist neutraler als jeder private Sender.

Selbstverständlich stimmt das, hast du dir mal angeschaut wer in den Verwaltungsgremien der öffentlich rechtlichen sitzen? Da sind etliche Politiker, von daher kann von einer neutralität nicht die Rede sein, vor allem wenn sie Neutral wären, würde so etwas nicht passieren:
Job weg wegen Foto mit dem AfD-Chef: Wenn sich Kleingeister gross fuehlen - FOCUS Online
Wegen einem Mittagessen... das zeigt doch wie "neutral" die ÖR sind.


Und Standpunkten einen Platz zu bieten, die vielleicht dir nicht passen, ist ebenfalls Teil der Pflichten der ÖR.

Um Radikalen die auch Gewalt einsetzen einen Standpunkt zu geben, dafür sind die ÖR sicherlicht nicht gedacht.
Sie sind dazu gedacht um eine kontrovärse Diskussion zu bieten und das wäre der Fall, wenn man alle Oppositionsparteien einlädt z.B. auch die AFD und was wird gemacht, hauptsächlich den grünen ein Podium gegeben. Aber nein, das ist natürlich überhaupt nicht politisch gewollt....
Mit Neutral hat das auch nichts am Hut und ich denke jeder hätte mehr davon, wenn man die Diskussionsrunden so gestalten würde, dass man viele unterschiedliche Meinungen am Tisch hat und das ist seltens der Fall.
 
Aber in der Oper kann ich mich nicht nach der Arbeit in Jogginghosen auf einem Sofa ablegen.
Das hängt immer von der Inszenierung ab. Wir hatten hier schon Don Giovanni im "Proll Milieu" mit einem auf der Bühne pinkelnden Schauspieler, da hättest Du genau so kommen müssen, mit Six Pack, ähh in Bildungssprache mit Herrentasche. .Ich zieh mich immer im Zuschauerraum aus und sage, es gehört zum Stück. Es lebe die Provokation
 

Herr Steimle ist doch eher ein gutes Beispiel dafür, dass es eben doch (überwiegend) funktioniert: Er hat sich tendenziös positioniert, wurde mehrfach aufgefordert, dies zu unterlassen und nun wirklich lange genug dabei behalten, um sein Handeln zu überdenken. Da tat er nicht, sondern keilte ganz im Gegenteil gegen seinen Arbeitgeber und Kollegen und ließ dem MDR somit keine Wahl. Auch - oder gerade - bei Privatsendern käme man mit so einem Verhalten nicht durch, darauf kannst du wahlweise Gift nehmen oder alle Episoden von "Notruf Hafenkante" (Ohne alkoholische Unterstützung!) schauen.

Alternativ: Kannst du einen Kabarettisten im ÖR nennen, der sich in vergleichbarer Weise für eine (andere) politische Richtung positioniert und dabei bleiben darf?
- Eben.

oder der Tiefpunkt von letzter Woche hart aber fair mit Gästen von Rebellion Instinktion oder wie die radikale Klimasekte heißt anzusehen. Vor allem der Plasberg ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen, von daher sind die auch nicht anders wie die privaten.
Bei beiden wird bestimmt was du sehen sollst und wer ungemütlich ist oder eine andere Meinung vertritt der fliegt. Mit dem Unterschied, dass ich für die privaten kein Geld ausgeben muss.

Es wurden auch schon Gäste mit anderer extremer Ausrichtung zu Talkshows eingeladen. Es ist bekanntlich ein Unterschied, ob man deren Äußerungen in diesem Rahmen zur Diskussion stellt oder sich zu eigen macht. Vertreter der AfD (und davor der Pegida) wurden auch regelmäßig eingeladen, lehnten aber ab, weil sie die kritische Auseinandersetzung mit der "Lügenpresse" scheuten - oder sie kamen und heulten danach herum, weil man ihnen doch tatsächlich auf den Zahn gefühlt hat, was allenfalls berechtigt wäre, würde man das mit Gästen anderer Parteien nicht machen.

Grundsätzlich muss man vermutlich einmal zwischen tatsächlichem und gefühltem Geschehen unterscheiden: Sympathisanten haben immer das Gefühl, genau *ihre* Seite wäre in Interviews und Talkshows zu sehr und die *andere* Seite nicht genug gegrillt worden. Egal, wen man fragt.
Dessen ungeachtet ist es auch so, dass man mit extremen Ansichten nicht nur sehenden Auges einen besonders intensiven Diskurs herauf beschwört, sondern auch genau das *will*. Wenn man sich damit allerdings dezent übernommen hat, heult man sich natürlich wahlweise am schwarzen Stammtisch, im grünen Baumhaus, beim gelben Schampus, bei den roten Genossen oder bei den braunen/blauen Kameraden aus. <-- Klischees sind beabsichtigt.


Hast du gerade tatsächlich eine im FOCUS (!) erschienene Kolumne (!!) von Jan Fleischhauer (!!!) als beispielhafte Analyse der Zustände im ÖR angeführt?
Das ist in etwa so, als würde man sich auf den Verein zur Förderung des Homöopathie berufen, um Probleme in der Pharmaindustrie darzulegen. Es kann natürlich sein, dass dort tatsächliche Probleme derselben zur Sprache kommen, aber der Verein wäre dabei selbst Partei und obendrein Nutznießer schädigender Darstellung. Dass nicht nur dieser Ableger der Journaille mit dem ÖR auf Kriegsfuß steht, ist ebenso wenig ein Geheimnis wie der Umstand, dass Fleischhauer (als der typischer Konvertit) auch nicht gerade weltanschaulich neutral ist.

Übrigens wurde Herr Mendig entlassen, weil er nicht mehr das Vertrauen der Personen besaß, die er sozusagen "betreut" - und das haben sie mit einer Petition kundgetan, also einem basisdemokratische Werkzeug - wie der Herr Fleischhauer darauf kommt, dies würde einer Autokratie ähneln, weiß vermutlich nur (oder nicht einmal) er selbst. Genau das Gegenteil ist der Fall: Der Autor ist entrüstet, dass der Pöbel sich erdreistet, ihren Patron, der "staatliche Gelder an Künstler verteilt", zu entmachten, weil dieser sich in Kreisen bewegt, deren Ausrichtung sie nicht gutheißen und stellt es so dar, es wäre es ein bloßes Mittagessen gewesen, dass Herr Mendigs Sturz herbei führte.
Die Frage, warum jener und Herr Meuthen diesen intimen Rahmen für ihren "angeregten und konstruktiver politischer Gedankenaustausch" gewählt haben und warum Moritz Hunzinger dabei war, bei dem man nicht nur aufgrund seiner Profession und bekleideter Funktionen in diversen Medienholdings einen Interessenkonflikt vermuten könnte, sondern der auch Äußerungen wie "Mit Kohl gäbe es diese scheußliche Masseneinwanderung von Wilden nicht." formulierte, stellt Herr Fleischhauer seltsamerweise nicht. Vermutlich aus purer Rücksichtnahme, weil der bereits arg gebeutelte Herr Mendig diese bereits im Vorfeld unzureichend bis gar nicht beantworten wollte oder konnte.

Da ist es natürlich einfacher, eine Verschwörung der Regierung zu vermuten, zumal die Künstler sicherlich nachweislich allesamt nicht nur Sympathisanten, sondern geradezu Assets der aktuellen Bundesregierung sind, deren Aufgabe unter anderem darin besteht, arglose oppositionelle Besucher italienischer Restaurants aus dem Amt zu mobben.
Das ist dermaßen programmatisch und dabei grenzwertig dämlich, dass ich fast vergessen hätte dich zu fragen, ob Zufall oder Absicht, dass du ausschließlich aus dem FOCUS zitierst? Eventuell wäre eine etwas ... ausgewogenere Quellenlage ratsam, wenn man gegen vermutete zentralistische Meinungsmache argumentieren möchte?

Ich frag' ja nur ...
 
Herr Steimle ist doch eher ein gutes Beispiel dafür, dass es eben doch (überwiegend) funktioniert: Er hat sich tendenziös positioniert, wurde mehrfach aufgefordert, dies zu unterlassen und nun wirklich lange genug dabei behalten, um sein Handeln zu überdenken. Da tat er nicht, sondern keilte ganz im Gegenteil gegen seinen Arbeitgeber und Kollegen und ließ dem MDR somit keine Wahl. Auch - oder gerade - bei Privatsendern käme man mit so einem Verhalten nicht durch, darauf kannst du wahlweise Gift nehmen oder alle Episoden von "Notruf Hafenkante" (Ohne alkoholische Unterstützung!) schauen.

Selten so einen Quatsch gelesen, wie das was du da von dir gibst.:schief:
Die ÖR werden durch Zwangsgebühren finanziert, sprich von jedem Bürger. Dazu sind sie verpflichtet Neutral ihrer Informations, Unterhaltungs etc Pflicht nachzukommen. Wenn da allerdings etwas im Argen liegt, was interne ja durchaus etwas besser sehen wie externe, dann sollte das auch offen dargelegt werden.
Und das hat er auch getan, so etwas mit der freien Wirtschaft zu vergleichen, welche sich gänzlich anders finanziert, sagt doch einiges über dein Verständnis aus.:schief:
Schon mal daran gedacht, dass der MDR vielleicht gegen die Leute gegen die er da "gekeilt" hat, etwas hätte machen sollen, weil die sich eben nicht an die Grundsätze halten und den ÖR als Selbstbedienungsladen betrachten um sich die Taschen voll zu stopfen und dazu noch Meinungsmache zu betreiben? Oder dass die Aufsichtsratgremien eingreifen müssten, wenn bekannt wird, dass etwas nicht stimmt? Aber ist natürlich einfacher den Querulant loszuwerden, anstatts den Laden mal auszumisten.

Alternativ: Kannst du einen Kabarettisten im ÖR nennen, der sich in vergleichbarer Weise für eine (andere) politische Richtung positioniert und dabei bleiben darf?

Den Böhmertroll, pardon Böhmermann, der von ZDF Neo jetzt wohl Richtung Hauptprogramm wandert.


Es wurden auch schon Gäste mit anderer extremer Ausrichtung zu Talkshows eingeladen. Es ist bekanntlich ein Unterschied, ob man deren Äußerungen in diesem Rahmen zur Diskussion stellt oder sich zu eigen macht. Vertreter der AfD (und davor der Pegida) wurden auch regelmäßig eingeladen, lehnten aber ab, weil sie die kritische Auseinandersetzung mit der "Lügenpresse" scheuten - oder sie kamen und heulten danach herum, weil man ihnen doch tatsächlich auf den Zahn gefühlt hat, was allenfalls berechtigt wäre, würde man das mit Gästen anderer Parteien nicht machen.

Schwachsinnrunde Teil Zwei? :schief:
Dann zeig mir doch mal die vielen Talkrunden, wo angeblich AFD Politiker in Talkrunden eingeladen wurden, da bin ich ja mal sehr gespannt. Dass sich da jemand vor einer sachlichen Debatte scheut gibt es dann wohl auch nur in deiner Einbildung...
Ich weiß ja nicht in welcher Welt du lebst, scheinbar im rosa Ponyhof, aber du kannst mir ja gerne mal einige Beispiele zeigen, wo man den Grünen auf den Zahn fühlt und man aggressiv nachhakt was sie da für einen Quatsch von sich geben. Aber der Herr Pendlerpauschale und die Frau Kobold und Konsorten werden ja hofiert, da wird nie nachgehakt, dann würde man nämlich schnell merken, dass 0,0 Kompetenz und Ahnung vorhanden ist und man nur darauf aus ist die eigene Propaganda zu verteilen...
Einfach sich mal eine Bundestagsdebatte anschauen, vorzugsweise den Beitrag der Grünen und man merkt schnell viel Substanz ist da nicht vorhanden, nur dass mal kritisch nachgehakt wird erlebt man in den ÖR selten.
Ich bin jetzt zwar kein Pegidafan bzw. generell von Großdemonstrationen, aber Pegida mit Rebellion instinction gleich zusetzen, welche einfach mal so in das öffentliche Leben eingreifen notfalls auch mit Gewalt ist schon harter tobak und zeigt mir, welchen Geistes Kindes du doch bist.

Grundsätzlich muss man vermutlich einmal zwischen tatsächlichem und gefühltem Geschehen unterscheiden: Sympathisanten haben immer das Gefühl, genau *ihre* Seite wäre in Interviews und Talkshows zu sehr und die *andere* Seite nicht genug gegrillt worden. Egal, wen man fragt.

Das hat absolut nichts mit gefühltem Geschehen zu tun, wenn keine Gegenpole in Talkshows vorhanden sind und sich alle am Tisch einig sind. Das ist ein Fakt, denn wenn es nicht so wäre, hätte man viel lebhaftere Diskussionen. Und nicht so eine deutliche pro Grünen Konstellation (unten mehr dazu)

Dessen ungeachtet ist es auch so, dass man mit extremen Ansichten nicht nur sehenden Auges einen besonders intensiven Diskurs herauf beschwört, sondern auch genau das *will*.
Genau das gehört eben nicht in eine ÖR finanzierte Talkshow, dass man Personen die offensichtlich gegen geltendes Recht vorstoßen bzw. nichts davon halten eine Bühne für ihre Groteske Weltanschauung bietet. Und da ist es mir egal, ob es ökoterroristen, fremdenfeindliche, Islamisten oder sonstige sind. Jemand für den das Gesetz nichts wert ist, hat in so einer Sendung nichts verloren.
Und da gilt auch der Grundsatz, die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines anderen beschnitten wird.


Hast du gerade tatsächlich eine im FOCUS (!) erschienene Kolumne (!!) von Jan Fleischhauer (!!!) als beispielhafte Analyse der Zustände im ÖR angeführt?

Weil sie von Jan Fleischhauer ist, den du offensichtlich nicht magst ist der Artikel per se schlecht? Eine tolle Logik... Hätte ich für dich lieber einen Spiegelartikel posten sollen, damit du dich wohler fühlst?
Aber ja ich fand sie ganz gut geschrieben und es war der erste oder zweite google Treffer den ich bekommen hatte. Ich hätte natürlich auch einen Artikel zum gleichen Thema von einem anderen Blatt nehmen können, gibt ja zig Treffer dazu, aber ich wusste nicht, dass Focus nun schon zu den bösen Verlagen zählt die nur Fakenews verbreiten :schief:

Dass nicht nur dieser Ableger der Journaille mit dem ÖR auf Kriegsfuß steht, ist ebenso wenig ein Geheimnis wie der Umstand, dass Fleischhauer (als der typischer Konvertit) auch nicht gerade weltanschaulich neutral ist.

Ach und das beurteilst du wer weltanschaulich neutral ist und wer nicht? Interessant... Nur weil er gegen diese horrenden GEZ Gebühren ist und wie sich der ÖR aufführt ist er dann automatisch nicht neutral oder was genau ist an dem Artikel denn so schlecht?
Das hier im übrigen zu deiner Behauptung AFD und Linke würden ja so oft eingeladen werden in Talkshows:
Keine Einladung in Talkshows: Darum durften AfD und Linke nicht mitdiskutieren | Nordkurier.de
Ich hoffe nur der Nordkurier ist nicht auch wieder ein böses Blatt:schief:


Übrigens wurde Herr Mendig entlassen, weil er nicht mehr das Vertrauen der Personen besaß, die er sozusagen "betreut" - und das haben sie mit einer Petition kundgetan, also einem basisdemokratische Werkzeug - wie der Herr Fleischhauer darauf kommt, dies würde einer Autokratie ähneln, weiß vermutlich nur (oder nicht einmal) er selbst. Genau das Gegenteil ist der Fall: Der Autor ist entrüstet, dass der Pöbel sich erdreistet, ihren Patron, der "staatliche Gelder an Künstler verteilt", zu entmachten, weil dieser sich in Kreisen bewegt, deren Ausrichtung sie nicht gutheißen und stellt es so dar, es wäre es ein bloßes Mittagessen gewesen, dass Herr Mendigs Sturz herbei führte.

Deswegen wurde Herr Mendig nicht entlassen, denn nicht nur Herr Fleischhauer hat sich so geäußert. Aber die FAZ ist bestimmt auch ein böses Blatt, weil sie das ja komplett anders darstellt wie du es tust:
Hessens Filmfoerderchef Mendigs Treffen mit AfD-Politiker Meuthen
Was die Kunstministerin getan hat, hat im übrigens auch nichts mit Demokratie zu tun, vielleicht solltest du den Begriff nochmal nachlesen, du scheinst mir da ein deutliches Defizit zu haben.
Sondern ist schlichtundergreifend linksgrüne Meinungsmache. Auch deine angebliche Petition von dem Filmschaffenden hat nicht sonderlich viel mit Demokratie zu tun, denn an dieser Stelle sollte man sich fragen, was war die Aufgabe von Herr Mendig? Richtig die Filmförderung mit staatlichen Geldern. Sprich dann hätten eher die Bürger eine Petition starten sollen, wenn sie der Auffassung sind, dass er schlecht mit ihren Geldern umgeht. Und nicht diejenigen die die Gelder einstreichen, weil er ja mit Herr Meuthen Mittagessen war...
Die Frage wäre hier nämlich:
Hat er seinen Job schlecht ausgeübt?
Ging er verantwortungslos mit den Geldern um?
Hat er einseitig politische Meinungsmache gefördert?
Wenn einer der Punkte zutrifft kann man gerne über eine Entlassung sprechen, aber hier ging es nur darum, dass er mit Meuthen Mittag gegessen hat. Ansonsten darfst du gerne mal ein paar Belege posten, damit bist du ja sehr spärlich im Gegensatz zu deinen großspurigen Behauptungen.


Die Frage, warum jener und Herr Meuthen diesen intimen Rahmen für ihren "angeregten und konstruktiver politischer Gedankenaustausch" gewählt haben und warum Moritz Hunzinger dabei war, bei dem man nicht nur aufgrund seiner Profession und bekleideter Funktionen in diversen Medienholdings einen Interessenkonflikt vermuten könnte, sondern der auch Äußerungen wie "Mit Kohl gäbe es diese scheußliche Masseneinwanderung von Wilden nicht." formulierte, stellt Herr Fleischhauer seltsamerweise nicht. Vermutlich aus purer Rücksichtnahme, weil der bereits arg gebeutelte Herr Mendig diese bereits im Vorfeld unzureichend bis gar nicht beantworten wollte oder konnte.

Und was ist an einem Gedankenaustausch per se schlecht? Weißt du was die drei besprochen haben? Ob Herr Mendig nicht sogar eine andere Auffassung in dem Gespräch hatte?
Und beantworte doch bitte die obigen Fragen wo Herr Mendig seinen Job nicht ordentlich ausgeführt hat.
Das sind Vorgehensweisen wie im Dritten Reich, passt die Meinung nicht, dann ist der Job weg, egal wie gut man darin ist oder nicht. Mit Demokratie hat das nichts zu tun.
Im übrigen brauchst du dir nur mal anschauen, wie viele Beteiligungen es seitens der SPD in Richtung Presselandschaft vor allem Zeitungen gibt...
Und nur weil du grenzenlose unkontrollierte Einwanderung befürwortest und einen der Herren am Tisch das anders sieht, muss der Herr Mendig seinen Job verlieren? Du könntest dem ja auch mit Argumenten gegenübertreten, wieso das volkswirtschaftlich gut und sinnvoll ist. Aber halt dafür gibt es ja keine, ich vergaß... Und generell tust du dich mit Belegen ja eh etwas schwer, wie mir aufgefallen ist.

Da ist es natürlich einfacher, eine Verschwörung der Regierung zu vermuten, zumal die Künstler sicherlich nachweislich allesamt nicht nur Sympathisanten, sondern geradezu Assets der aktuellen Bundesregierung sind, deren Aufgabe unter anderem darin besteht, arglose oppositionelle Besucher italienischer Restaurants aus dem Amt zu mobben.

Ach sind sie das? Und weil Künstler ja nie versuchen politisch Einfluss zu nehmen, passieren auch nie solche Dinge wie diese hier:
Groenemeyer gegen Rechts - AfD reagiert niveaulos | Welt
Aber ich frage gerne nochmal was hat Herr Mendig denn in seinen Job schlecht gemacht, dass seinen Rauswurf rechtfertigt? Hatt er irgendwelche Rechte Filme gefördert?

Das ist dermaßen programmatisch und dabei grenzwertig dämlich, dass ich fast vergessen hätte dich zu fragen, ob Zufall oder Absicht, dass du ausschließlich aus dem FOCUS zitierst? Eventuell wäre eine etwas ... ausgewogenere Quellenlage ratsam, wenn man gegen vermutete zentralistische Meinungsmache argumentieren möchte?
Ich frag' ja nur ...

Ziemlich dämlich finde ich eigentlich nur deinen Post, da er keine einzige Quelle beinhaltet. Wenn du schon politische Meinungsmache betreiben möchtest, dann würden doch zumindest ein paar Quelen dafür nicht schaden?
Ich frag ja nur....

Ansonsten darfst du gerne auch sachlich darlegen, was denn am Focus so schlecht ist, weil es kein linkes Blatt ist? Aber ich kann dich beruhigen, das war in dem Fall nur Zufall, da ich mir keine Artikel bookmarke die ich irgendwann mal gelesen habe, sondern in Google nach folgenden gesucht habe: "mittagessen mit meuthen job weg"
Dass dann Focus weit oben gelistet wird, tja da musst du dich bei Google dann wohl beschweren. Aber wie du siehst gab es ja auch einen Artikel von der FAZ, falls die nicht auch unqualifiziert ist, das weiß man ja nie. Aber das nächste mal suche ich beim Spiegel, weil die denken sich ja die Storys nie aus und sind immer sehr neutral ;)
 
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