Herr Steimle ist doch eher ein gutes Beispiel dafür, dass es eben doch (überwiegend) funktioniert: Er hat sich tendenziös positioniert, wurde mehrfach aufgefordert, dies zu unterlassen und nun wirklich lange genug dabei behalten, um sein Handeln zu überdenken. Da tat er nicht, sondern keilte ganz im Gegenteil gegen seinen Arbeitgeber und Kollegen und ließ dem MDR somit keine Wahl. Auch - oder gerade - bei Privatsendern käme man mit so einem Verhalten nicht durch, darauf kannst du wahlweise Gift nehmen oder alle Episoden von "Notruf Hafenkante" (Ohne alkoholische Unterstützung!) schauen.
Selten so einen Quatsch gelesen, wie das was du da von dir gibst.

Die ÖR werden durch Zwangsgebühren finanziert, sprich von jedem Bürger. Dazu sind sie verpflichtet Neutral ihrer Informations, Unterhaltungs etc Pflicht nachzukommen. Wenn da allerdings etwas im Argen liegt, was interne ja durchaus etwas besser sehen wie externe, dann sollte das auch offen dargelegt werden.
Und das hat er auch getan, so etwas mit der freien Wirtschaft zu vergleichen, welche sich gänzlich anders finanziert, sagt doch einiges über dein Verständnis aus.

Schon mal daran gedacht, dass der MDR vielleicht gegen die Leute gegen die er da "gekeilt" hat, etwas hätte machen sollen, weil die sich eben nicht an die Grundsätze halten und den ÖR als Selbstbedienungsladen betrachten um sich die Taschen voll zu stopfen und dazu noch Meinungsmache zu betreiben? Oder dass die Aufsichtsratgremien eingreifen müssten, wenn bekannt wird, dass etwas nicht stimmt? Aber ist natürlich einfacher den Querulant loszuwerden, anstatts den Laden mal auszumisten.
Alternativ: Kannst du einen Kabarettisten im ÖR nennen, der sich in vergleichbarer Weise für eine (andere) politische Richtung positioniert und dabei bleiben darf?
Den Böhmertroll, pardon Böhmermann, der von ZDF Neo jetzt wohl Richtung Hauptprogramm wandert.
Es wurden auch schon Gäste mit anderer extremer Ausrichtung zu Talkshows eingeladen. Es ist bekanntlich ein Unterschied, ob man deren Äußerungen in diesem Rahmen zur Diskussion stellt oder sich zu eigen macht. Vertreter der AfD (und davor der Pegida) wurden auch regelmäßig eingeladen, lehnten aber ab, weil sie die kritische Auseinandersetzung mit der "Lügenpresse" scheuten - oder sie kamen und heulten danach herum, weil man ihnen doch tatsächlich auf den Zahn gefühlt hat, was allenfalls berechtigt wäre, würde man das mit Gästen anderer Parteien nicht machen.
Schwachsinnrunde Teil Zwei?

Dann zeig mir doch mal die vielen Talkrunden, wo angeblich AFD Politiker in Talkrunden eingeladen wurden, da bin ich ja mal sehr gespannt. Dass sich da jemand vor einer sachlichen Debatte scheut gibt es dann wohl auch nur in deiner Einbildung...
Ich weiß ja nicht in welcher Welt du lebst, scheinbar im rosa Ponyhof, aber du kannst mir ja gerne mal einige Beispiele zeigen, wo man den Grünen auf den Zahn fühlt und man aggressiv nachhakt was sie da für einen Quatsch von sich geben. Aber der Herr Pendlerpauschale und die Frau Kobold und Konsorten werden ja hofiert, da wird nie nachgehakt, dann würde man nämlich schnell merken, dass 0,0 Kompetenz und Ahnung vorhanden ist und man nur darauf aus ist die eigene Propaganda zu verteilen...
Einfach sich mal eine Bundestagsdebatte anschauen, vorzugsweise den Beitrag der Grünen und man merkt schnell viel Substanz ist da nicht vorhanden, nur dass mal kritisch nachgehakt wird erlebt man in den ÖR selten.
Ich bin jetzt zwar kein Pegidafan bzw. generell von Großdemonstrationen, aber Pegida mit Rebellion instinction gleich zusetzen, welche einfach mal so in das öffentliche Leben eingreifen notfalls auch mit Gewalt ist schon harter tobak und zeigt mir, welchen Geistes Kindes du doch bist.
Grundsätzlich muss man vermutlich einmal zwischen tatsächlichem und gefühltem Geschehen unterscheiden: Sympathisanten haben immer das Gefühl, genau *ihre* Seite wäre in Interviews und Talkshows zu sehr und die *andere* Seite nicht genug gegrillt worden. Egal, wen man fragt.
Das hat absolut nichts mit gefühltem Geschehen zu tun, wenn keine Gegenpole in Talkshows vorhanden sind und sich alle am Tisch einig sind. Das ist ein Fakt, denn wenn es nicht so wäre, hätte man viel lebhaftere Diskussionen. Und nicht so eine deutliche pro Grünen Konstellation (unten mehr dazu)
Dessen ungeachtet ist es auch so, dass man mit extremen Ansichten nicht nur sehenden Auges einen besonders intensiven Diskurs herauf beschwört, sondern auch genau das *will*.
Genau das gehört eben nicht in eine ÖR finanzierte Talkshow, dass man Personen die offensichtlich gegen geltendes Recht vorstoßen bzw. nichts davon halten eine Bühne für ihre Groteske Weltanschauung bietet. Und da ist es mir egal, ob es ökoterroristen, fremdenfeindliche, Islamisten oder sonstige sind. Jemand für den das Gesetz nichts wert ist, hat in so einer Sendung nichts verloren.
Und da gilt auch der Grundsatz, die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines anderen beschnitten wird.
Hast du gerade tatsächlich eine im FOCUS (!) erschienene Kolumne (!!) von Jan Fleischhauer (!!!) als beispielhafte Analyse der Zustände im ÖR angeführt?
Weil sie von Jan Fleischhauer ist, den du offensichtlich nicht magst ist der Artikel per se schlecht? Eine tolle Logik... Hätte ich für dich lieber einen Spiegelartikel posten sollen, damit du dich wohler fühlst?
Aber ja ich fand sie ganz gut geschrieben und es war der erste oder zweite google Treffer den ich bekommen hatte. Ich hätte natürlich auch einen Artikel zum gleichen Thema von einem anderen Blatt nehmen können, gibt ja zig Treffer dazu, aber ich wusste nicht, dass Focus nun schon zu den bösen Verlagen zählt die nur Fakenews verbreiten
Dass nicht nur dieser Ableger der Journaille mit dem ÖR auf Kriegsfuß steht, ist ebenso wenig ein Geheimnis wie der Umstand, dass Fleischhauer (als der typischer Konvertit) auch nicht gerade weltanschaulich neutral ist.
Ach und das beurteilst du wer weltanschaulich neutral ist und wer nicht? Interessant... Nur weil er gegen diese horrenden GEZ Gebühren ist und wie sich der ÖR aufführt ist er dann automatisch nicht neutral oder was genau ist an dem Artikel denn so schlecht?
Das hier im übrigen zu deiner Behauptung AFD und Linke würden ja so oft eingeladen werden in Talkshows:
Keine Einladung in Talkshows: Darum durften AfD und Linke nicht mitdiskutieren | Nordkurier.de
Ich hoffe nur der Nordkurier ist nicht auch wieder ein böses Blatt
Übrigens wurde Herr Mendig entlassen, weil er nicht mehr das Vertrauen der Personen besaß, die er sozusagen "betreut" - und das haben sie mit einer Petition kundgetan, also einem basisdemokratische Werkzeug - wie der Herr Fleischhauer darauf kommt, dies würde einer Autokratie ähneln, weiß vermutlich nur (oder nicht einmal) er selbst. Genau das Gegenteil ist der Fall: Der Autor ist entrüstet, dass der Pöbel sich erdreistet, ihren Patron, der "staatliche Gelder an Künstler verteilt", zu entmachten, weil dieser sich in Kreisen bewegt, deren Ausrichtung sie nicht gutheißen und stellt es so dar, es wäre es ein bloßes Mittagessen gewesen, dass Herr Mendigs Sturz herbei führte.
Deswegen wurde Herr Mendig nicht entlassen, denn nicht nur Herr Fleischhauer hat sich so geäußert. Aber die FAZ ist bestimmt auch ein böses Blatt, weil sie das ja komplett anders darstellt wie du es tust:
Hessens Filmfoerderchef Mendigs Treffen mit AfD-Politiker Meuthen
Was die Kunstministerin getan hat, hat im übrigens auch nichts mit Demokratie zu tun, vielleicht solltest du den Begriff nochmal nachlesen, du scheinst mir da ein deutliches Defizit zu haben.
Sondern ist schlichtundergreifend linksgrüne Meinungsmache. Auch deine angebliche Petition von dem Filmschaffenden hat nicht sonderlich viel mit Demokratie zu tun, denn an dieser Stelle sollte man sich fragen, was war die Aufgabe von Herr Mendig? Richtig die Filmförderung mit staatlichen Geldern. Sprich dann hätten eher die Bürger eine Petition starten sollen, wenn sie der Auffassung sind, dass er schlecht mit ihren Geldern umgeht. Und nicht diejenigen die die Gelder einstreichen, weil er ja mit Herr Meuthen Mittagessen war...
Die Frage wäre hier nämlich:
Hat er seinen Job schlecht ausgeübt?
Ging er verantwortungslos mit den Geldern um?
Hat er einseitig politische Meinungsmache gefördert?
Wenn einer der Punkte zutrifft kann man gerne über eine Entlassung sprechen, aber hier ging es nur darum, dass er mit Meuthen Mittag gegessen hat. Ansonsten darfst du gerne mal ein paar Belege posten, damit bist du ja sehr spärlich im Gegensatz zu deinen großspurigen Behauptungen.
Die Frage, warum jener und Herr Meuthen diesen intimen Rahmen für ihren "angeregten und konstruktiver politischer Gedankenaustausch" gewählt haben und warum Moritz Hunzinger dabei war, bei dem man nicht nur aufgrund seiner Profession und bekleideter Funktionen in diversen Medienholdings einen Interessenkonflikt vermuten könnte, sondern der auch Äußerungen wie "Mit Kohl gäbe es diese scheußliche Masseneinwanderung von Wilden nicht." formulierte, stellt Herr Fleischhauer seltsamerweise nicht. Vermutlich aus purer Rücksichtnahme, weil der bereits arg gebeutelte Herr Mendig diese bereits im Vorfeld unzureichend bis gar nicht beantworten wollte oder konnte.
Und was ist an einem Gedankenaustausch per se schlecht? Weißt du was die drei besprochen haben? Ob Herr Mendig nicht sogar eine andere Auffassung in dem Gespräch hatte?
Und beantworte doch bitte die obigen Fragen wo Herr Mendig seinen Job nicht ordentlich ausgeführt hat.
Das sind Vorgehensweisen wie im Dritten Reich, passt die Meinung nicht, dann ist der Job weg, egal wie gut man darin ist oder nicht. Mit Demokratie hat das nichts zu tun.
Im übrigen brauchst du dir nur mal anschauen, wie viele Beteiligungen es seitens der SPD in Richtung Presselandschaft vor allem Zeitungen gibt...
Und nur weil du grenzenlose unkontrollierte Einwanderung befürwortest und einen der Herren am Tisch das anders sieht, muss der Herr Mendig seinen Job verlieren? Du könntest dem ja auch mit Argumenten gegenübertreten, wieso das volkswirtschaftlich gut und sinnvoll ist. Aber halt dafür gibt es ja keine, ich vergaß... Und generell tust du dich mit Belegen ja eh etwas schwer, wie mir aufgefallen ist.
Da ist es natürlich einfacher, eine Verschwörung der Regierung zu vermuten, zumal die Künstler sicherlich nachweislich allesamt nicht nur Sympathisanten, sondern geradezu Assets der aktuellen Bundesregierung sind, deren Aufgabe unter anderem darin besteht, arglose oppositionelle Besucher italienischer Restaurants aus dem Amt zu mobben.
Ach sind sie das? Und weil Künstler ja nie versuchen politisch Einfluss zu nehmen, passieren auch nie solche Dinge wie diese hier:
Groenemeyer gegen Rechts - AfD reagiert niveaulos | Welt
Aber ich frage gerne nochmal was hat Herr Mendig denn in seinen Job schlecht gemacht, dass seinen Rauswurf rechtfertigt? Hatt er irgendwelche Rechte Filme gefördert?
Das ist dermaßen programmatisch und dabei grenzwertig dämlich, dass ich fast vergessen hätte dich zu fragen, ob Zufall oder Absicht, dass du ausschließlich aus dem FOCUS zitierst? Eventuell wäre eine etwas ... ausgewogenere Quellenlage ratsam, wenn man gegen vermutete zentralistische Meinungsmache argumentieren möchte?
Ich frag' ja nur ...
Ziemlich dämlich finde ich eigentlich nur deinen Post, da er keine einzige Quelle beinhaltet. Wenn du schon politische Meinungsmache betreiben möchtest, dann würden doch zumindest ein paar Quelen dafür nicht schaden?
Ich frag ja nur....
Ansonsten darfst du gerne auch sachlich darlegen, was denn am Focus so schlecht ist, weil es kein linkes Blatt ist? Aber ich kann dich beruhigen, das war in dem Fall nur Zufall, da ich mir keine Artikel bookmarke die ich irgendwann mal gelesen habe, sondern in Google nach folgenden gesucht habe: "mittagessen mit meuthen job weg"
Dass dann Focus weit oben gelistet wird, tja da musst du dich bei Google dann wohl beschweren. Aber wie du siehst gab es ja auch einen Artikel von der FAZ, falls die nicht auch unqualifiziert ist, das weiß man ja nie. Aber das nächste mal suche ich beim Spiegel, weil die denken sich ja die Storys nie aus und sind immer sehr neutral
