Steuern und Finanzen

Du glaubst mich zu kennen, tust es aber nicht.
Die Denke von Leuten wie dich ist der Grund warum es mit der Demokratie und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland weiter bergab geht.
In erster Linie habe ich den Aussagegehalt Deiner Aussage dargestellt bzw. was mit dieser mitschwingt. Es ist eine vorbelastete "Floskel". Mag ja sein, dass Du das, was mitschwingt, was der Aussage zugrunde liegt, nicht sagen wolltest. Dann kannst Du von der Aussage Abstand nehmen und erläutern, was Du eigentlich sagen wolltest.
 

2. Verschärfte Sanktionen bei Pflichtverletzungen

  • Wer zumutbare Arbeitsangebote ablehnt oder nicht mit dem Jobcenter kooperiert, muss mit strengeren Sanktionen rechnen.
  • Sanktionen können bis zur vollständigen Streichung des Regelsatzes führen – allerdings sollen Miete und Heizkosten weiterhin übernommen werden.
Ist nicht schon festgestellt worden - rein rechtlich gesehen - dass das rechtswidrig ist, den kompletten Regelsatz zu streichen, bis auf Mietkosten?
Darauf aufbauend folgende Frage: Wie viele Menschen soll das denn betreffen?

3. Rückkehr zum Vermittlungsvorrang

  • Statt längerer Weiterbildungen werden Arbeitslose schneller in Jobs vermittelt, auch wenn es sich dabei um einfache Helfertätigkeiten handelt.
  • Ziel ist eine schnellere Integration in den Arbeitsmarkt, selbst wenn die Stelle nicht direkt den Qualifikationen entspricht.
Statt den Schritt vorwärts, den man schon gemacht hat, geht man wieder einen Schritt rückwärts?
Ist nicht festgestellt worden, dass diese Art der Vorgehensweise überhaupt nicht zielführend ist und die Menschen dadurch nicht lange in Arbeit bleiben?

Zumal werden die Menschen, die das dann betrifft, bestimmt total glücklich und herzlich in den Jobs aufgenommen, deren Qualifikationen sie nicht entsprechen und darauffolgend dann keine schöne Zeit mit den Mitmenschen auf Arbeit haben werden.

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Insgesamt macht man viele Schritte rückwärts und fällt in Muster zurück, die den toxischen Umgang und der öffentlichen Wahrnehmung von Menschen die Bürgergeld/Grundsicherung beziehen, mehr und mehr negativ beeinflussen.

Es wird eine "härtere" Gangart gefördert - auf Grundlage einiger weniger - zu lasten von allen die Sozialleistung beziehen.

Und warum zum Geier ändert man jedes mal den Namen?
 
Wer zumutbare Arbeitsangebote ablehnt oder nicht mit dem Jobcenter kooperiert, muss mit strengeren Sanktionen rechnen.
Hatten wir das nicht schonmal? Wieso wurde das mal abgeschafft? :huh:

Kosten für das Bürgergeld sind ca. 50 Milliarden, und die gesamte Sozialhaushalt ist über eine Billion groß.
Bitte nicht mit AfD- bzw. BSW-zahlen um dich werfen. Die sind einfach nicht richtig.
Die länder haben 2023 ca. 19mrd ausgegeben...
und der bund plant für 2025 ca. 180mrd für arbeit und soziales
Da fehlt zur billion also noch eine winzigkeit von 800mrd und auch wenn das mancher in seiner portokasse hat, es übersteigt dann doch den bundeshaushalt 2025 von nicht ganz 490mrd.
Und selbst wenn die Kosten für das Bürgergeld komplett fehlen würden, gäbe es keine Steuersenkungen, und dass Geld würde auch nicht für Zwecke eingesetzt werden, was sich viele hier wünschen.
Was willst du auch senken? wer nicht viel verdient und seine steuererklärung macht ist halt auch unter 10% (hoch gegriffen, da ich meine eigene gerade nicht im kopf hab) steuerlast. Eine mindesteinnahme mußt du dem staat schon lassen, damit er überhaupt deine restlichen belange erfüllen kann. Und jetzt komme ja nicht mit "sollen die anderen"... :nene:
Der Vermittlungsvorrang führt übrigens zum Drehtüreffekt, so dass ein Großteil der vermittelten Bürgergeldempfänger nach einigen Monaten wieder Bürgergeld beantragt. Der Vermittlungsvorrang ist einfach nur dumm, teuer, und hinderlich.
Dann erlischt halt der anspruch am besten erstmal für ein halbes jahr. Wer dann immer noch lieber rum gammelt als was zu machen hat wenigstens mal wieder etwas in den topf eingezahlt.
Mal davon ab, man kann ja vor der vermittlung fragen wo die interessen liegen. Wenn betreffender dann sagt "couch rum lümmeln und zocken" ist ja klar was phase ist. Den würde ich dann aber auch zum "scheiße schippen" verdonnern.

Und mal noch etwas beiläufiges zu den arbeitslosenzahlen. Wer von euch weis eigentlich, das die öffentlich angegebenen arbeitlosenzahlen die falschen sind? (ihr könnt hand heben, hier schreien, regentanz aufführen oder sonst was) Die halbwegs realen zahlen sind unter "unterbeschäftigung" zu finden und liegen aktuell um die 700k höher. (es gibt aber auch noch eine unbekannte dunkelziffer)
und die erklärung dazu
 
Staatsnah. Warum? Weil eine beachtliche Summe Staatsgeld genau da durch läuft. Der Staat besitzt sie nicht, aber sie sind doch aus verschiedenen Gründen staatsnah

Mach doch mal aussagen statt Andeutungen: Warum sind diese Konzerne "staatsnah"?
Das das Staatsgelder durchlaufen, wenn sie Geschäfte mit dem Staat machen, reicht da nicht als Argument, sondern das ist beinahe ein Zirkelschluss - den man auf den Stammreinigungsservice einer größeren Niederlassung genauso gut anwenden kann, wie auf Rheinmetall & Co. Mit dem Unterschied, dass der Staat es letzteren über weite Teile verbietet, innerhalb ihrer Branche für Privatpersonen tätig zu werden: Leopard 2 werden zu 100% mit Steuermitteln gekauft, das geht nunmal nicht anders und sollte man auch nicht ändern.

Wohneigentum würde mir da als erstes einfallen. Sicher geht das in Maßen nur durch die Finanzindustrie.

Das geht, insbesondere wenn man es als Sicherheit betrachtet (also in der Lage sein muss, diese "Rücklage" auch mal teilweise in Form eine Hypopthek zu liquidieren) überhaupt nicht ohne Finanzindustrie.
Was fällt dir als zweites Beispiel für deine Universal-Superlösung ein, nachdem der erste Versuch so eine 25%-Nummer war?

Ich würde sagen, das ist in Teilen auch eine natürliche Entwicklung des Systems Kapitalismus auf Spielgeldbasis.

Das, was besonders im Reichsbürgerspektrum gerne als ""Spielgeldbasis"" verunglimpft wird, hat damit wenig zu tun. Schulden aufnehmen kann man auch in einem System ohne Giralgeld (es ist nur ungleich tödlicher) und das es ohne aktives/bewusstes Gegensteuern von ideologisch statt egoistisch agierenden Institutionen überwiegend bei den bereits Vermögenden landet, ist eine Grundeigenschaft des Kapitalismus: Alles ist Geld, Geld ist alles und damit ist Geld auch die Möglichkeit, weiteres Geld zu erhalten, während kein Geld Ohnmacht bedeutet. Wer nichts hat, bleibt arm. Wer viel hat, wird reicher. Dagegen hilft nur bewusstes Gegenlenken des Staats oder Klassenrevolution.
(Letztere hat sich als mangelhafte Grundlage für eine kontinuierlich lebenswerte Gesellschaft erwiesen.)

Den ganzen? Nein, selbst die härtesten Libertären würden da wohl nicht mitgehen. Ich bin nur gegen übermäßige staatliche Beeinflussung und dagegen, dass durch Gelddruckerei die Inflation immer weiter angeschoben wird, stellvertretend für alle anderen Arbeitnehmer mein Geld, für das ich 39h/Woche arbeite, immer weniger wert ist und dass viele Arbeitnehmer unterm Strich wenn überhaupt nur wenige 100€ mehr haben als Empfänger staatlicher Transferleistungen.

Inflation trifft überwiegend Leute mit Geld auf der hohen Kante, also unterer Mittelstand (wo schon einiges an Besitz vorhanden ist, aber nicht genug, um es Größtenteils als Immobilien- oder Firmenbesitz zu gestalten). Das Geld, wofür du arbeitest, spiegelt dagegen den Wert deiner Arbeitskraft in dem Moment wieder (mehr oder minder viel Ausbeutung ausgeblendet, da diese Inflations-unabhängig ist) und der monetäre Ausdruck dieses Werts unterliegt in gleichem Maße der Inflation. Respektive das ist sogar die primäre Repräsentation von Inflation überhaupt.

Rechnerisch reduzieren unsere Steuern und Abgaben die Kaufkraft eines Arbeitnehmers um mehr als die Hälfte.

Praktisch verlängert das, was diesen Steuern und Abgaben gemacht wird, die Lebensspanne, in der ein durchschnittlicher Bürger Geld ausgeben kann, um mehr als das Dreifache.
Zudem könnte man die subjetkive Reduktion vermutlich von 1/2 auf 1/3 drücken, wenn auch nicht-Arbeitnehmer entsprechend belastet werden würden ("Arbeitgeber" wäre an der Stelle der falsche Ausdruck, schließlich ergibt sich Arbeit von alleine und ziemlich viel läuft ohne direkte Schaffung von Jobs ab). Genau dafür braucht es aber einen starken Staat, sonst haben die Vermögenden endgültig die volle Kontrolle in der Hand (siehen Ausführungen zum Kapitalismus oben. Oder den USA-Thread. Oder, dank Kabinett Merz, bald auch in einem Parlament in ihrer Nähe!)

Du weißt doch, ich bin für Grenzen und Kontrollen :ugly:

Touché :ugly:


Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Geld für Zwecke eingesetzt werden, die euch nicht gefallen.....

Das ist an deutschen Stammtischen (und erst Recht sich in auf tieferem Niveau bewegenden Foren) sowieso eine allgemeingültige Aussage. Da der typisch deutsche Wutbürger 50% der Leistungen des Staats als Selbstverständlichkeit auffasst, die er als gegeben betrachtet und mit denen er sich nie weiter beschäftigen wird, und er an mindensten 49% der staatlichen Aktivitäten irgend etwas zu meckern hat (wobei ein Detail reicht, um die ganze Sache zur Katastrophe zu erklären), bleibt ja maximal 1% an Geldverwendungsmöglichkeiten, die begrüßt werden würden. Selbst bei gleichmäßiger Verteilung des Geldes läge das Verhältnis zwischen Freude und Hass also bei 1:49, aber da zusätzliches Geld in Regel für was neues genutzt wird und der Deutsche alles neue hast, wie die Pest...
(Ausgenommen: neues CO2 in der Athmosphäre, neue Infrastruktur nur für ihn nur auf fremdem Grund und Verwertung seiner Daten durch allgemöglichen. Die drei Dinge lieben Deutsche.)


Es geht darum, dass es nicht gerecht ist, wenn Leute leistungslos Geld vom Staat erhalten,

Stimmt, Rentner sind einfach widerlich.

mitunter mit privater Altersvorsorge, wo sich die gesetzliche auf das notwendige Minimum beschränkt.

Eben hast die Finanzindustrie noch verteufelt, jetzt willst du ihr mehr Geschenke machen, als Riester, Rürup, Schröder und Merkel zusammen...

Und wer mehr als diese Basisabsicherung haben will, muss privat oder betrieblich vorsorgen. Da das nicht von heute auf morgen umsetzbar ist und es einen Haufen Geklage geben wird, sollte ein gradueller Übergang über mehrere Jahrzehnte eine taugliche Lösung sein.

Ich weiß nicht, ob dus schon mitbekommen hast:
Aber seit rund drei Jahrzehnten haben wir genau diesen Übergang, in dem jüngere Generationen zwar weiterhin das alte System von denjenigen, die uns diverse heutige Missstände eingebrockt haben, weiterbezahlen, parallel aber auf eigene Kosten ihre Altersversorgung aufbauen sollen, weil ihre eigenen Rentenaussichten von Jahr zu Jahr kleiner werden.

Das Problem an der Rente ist, sie klappt nur mit einer Demografie im Bereich der Ersatzrate oder deutlich drüber

Das Problem mit der Rente ist, dass sie mit einer Demografie deutlich über der Ersatzrate eben hinten und vorne nicht klappt, weil wir in einer realen Welt ohne unbegrenztes Wachstum leben. Deswegen stößt man irgendwann an die Grenzen der Nachhaltigkeit (im Falle Deutschlands waren die schon vor der Renteneinführung überschritten) und wenn die Reserven aufgebraucht sind (70er-90er), muss man schrumpfen und hat ein Problem mit dem zuvor aufgebauten Wasserkopf.


Ergo eine Zusammenfassung der Gerüchte, keine Fakten ;)

Und kein eigener Beitrag, sondern gespamte KI-Schlonze die jeder, der sowas lesen wollte, sich beim Erzeuger abholen könnte :kotz:
 
Ist nicht schon festgestellt worden - rein rechtlich gesehen - dass das rechtswidrig ist, den kompletten Regelsatz zu streichen, bis auf Mietkosten?
War ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht von 2019.
Kürzungen von maximal 30% waren danach zulässig, dahingegen 60% und die komplette Streichung verfassungswidrig.
 
Mach doch mal aussagen statt Andeutungen: Warum sind diese Konzerne "staatsnah"?
Das das Staatsgelder durchlaufen, wenn sie Geschäfte mit dem Staat machen, reicht da nicht als Argument, sondern das ist beinahe ein Zirkelschluss - den man auf den Stammreinigungsservice einer größeren Niederlassung genauso gut anwenden kann, wie auf Rheinmetall & Co. Mit dem Unterschied, dass der Staat es letzteren über weite Teile verbietet, innerhalb ihrer Branche für Privatpersonen tätig zu werden: Leopard 2 werden zu 100% mit Steuermitteln gekauft, das geht nunmal nicht anders und sollte man auch nicht ändern.
Ja, und viel mehr ist es auch nicht. Konzerne, die eben eng mit dem Staat verwachsen sind. Rheinmetall ist da eben ein Paradebeispiel.
Das geht, insbesondere wenn man es als Sicherheit betrachtet (also in der Lage sein muss, diese "Rücklage" auch mal teilweise in Form eine Hypopthek zu liquidieren) überhaupt nicht ohne Finanzindustrie.
Es ist schon eine gewisse Sicherheit, wenn man das Dach über dem Kopf nicht monatlich bezahlen muss.
Und klar braucht es im gewissen Rahmen eine Finanzindustrie; die wird es auch solange geben, wie es Geld gibt.
Das, was besonders im Reichsbürgerspektrum
Probieren wir es jetzt mit Diskreditierung?
das es ohne aktives/bewusstes Gegensteuern von ideologisch statt egoistisch agierenden Institutionen überwiegend bei den bereits Vermögenden landet, ist eine Grundeigenschaft des Kapitalismus: Alles ist Geld, Geld ist alles und damit ist Geld auch die Möglichkeit, weiteres Geld zu erhalten, während kein Geld Ohnmacht bedeutet. Wer nichts hat, bleibt arm. Wer viel hat, wird reicher. Dagegen hilft nur bewusstes Gegenlenken des Staats oder Klassenrevolution.
Bewusstes Gegenlenken hält das System nur am Leben. Wenn du den Kapitalismus loswerden willst, lass ihn sein Fundament abgraben, bis er zusammenbricht.
Inflation trifft überwiegend Leute mit Geld auf der hohen Kante, also unterer Mittelstand (wo schon einiges an Besitz vorhanden ist, aber nicht genug, um es Größtenteils als Immobilien- oder Firmenbesitz zu gestalten).
Ist das die Mittelstand-Definition von Pinocchio-Fritze?
Das Geld, wofür du arbeitest, spiegelt dagegen den Wert deiner Arbeitskraft in dem Moment wieder
Tut es nicht, dann würde es sich im Grunde sekündlich anpassen, oder gemäß des Abrechnungszeitraums monatlich.
Praktisch verlängert das, was diesen Steuern und Abgaben gemacht wird, die Lebensspanne, in der ein durchschnittlicher Bürger Geld ausgeben kann, um mehr als das Dreifache.
Die Rechnung würde ich gerne mal sehen. Bei angenommen 45 Jahren Arbeit im Leben frage ich mich, wo die 135 zusätzlichen Jahre herkommen, die ich dank Steuern und Abgaben länger Geld ausgeben kann. Seit wann werden Menschen 180 Jahre alt?
Ich würde eher sagen, die Spanne wird um 1/3 verlängert. Hast du vermutlich auch gemeint. Gleichzeitig würde sich aber die Summe, die man in dieser kürzeren Zeit ausgeben kann, deutlich erhöhen, wenn nicht ein mittlerer zweistelliger Prozentsatz des Einkommens direkt abgegeben werden muss.
Stimmt, Rentner sind einfach widerlich.
Die haben in der Regel paar Jahrzehnte in die Kasse eingezahlt. Leistung wurde erbracht.
Eben hast die Finanzindustrie noch verteufelt, jetzt willst du ihr mehr Geschenke machen, als Riester, Rürup, Schröder und Merkel zusammen...
Wenn du mich fragst, dann wären starke familiäre Strukturen der beste Schlüssel zur Altersvorsorge.
Da wir die dank gewisser Ideologen, über die wir jetzt nicht zu diskutieren anfangen sollten, nicht haben, muss es anders gehen. Und da haben wir die Wahl, dem Staat die Kontrolle zu geben oder als Individuum selbst zu entscheiden, wem wir die Altersvorsorge anvertrauen.
Und zu guter Letzt kann ich ein System doch verteufeln und es zeitgleich benutzen.
Ich weiß nicht, ob dus schon mitbekommen hast:
Aber seit rund drei Jahrzehnten haben wir genau diesen Übergang, in dem jüngere Generationen zwar weiterhin das alte System von denjenigen, die uns diverse heutige Missstände eingebrockt haben, weiterbezahlen, parallel aber auf eigene Kosten ihre Altersversorgung aufbauen sollen, weil ihre eigenen Rentenaussichten von Jahr zu Jahr kleiner werden.
Exakt, und es kann nicht funktionieren, wenn immer weniger Leute für immer mehr die Versorgung übernehmen sollen. Das endet irgendwann in einem "f*ck off" der Versorger, erst recht in einer individualisierten und atomisierten Gesellschaft (ich kann es nicht lassen, das anzusprechen^^), mit allen zugehörigen Folgen.
Deshalb muss das System entsprechend umgestellt werden, dass es auch mit einer heutigen Demografie tragbar ist. Und natürlich werden dann einige dran verlieren, gleichzeitig verlieren jetzt gerade aber auch einige.
Das Problem mit der Rente ist, dass sie mit einer Demografie deutlich über der Ersatzrate eben hinten und vorne nicht klappt
Falsch, die Rente klappt überhaupt nur, wenn die Demografie im Bereich der Ersatzrate oder höher liegt.
Du kannst aber sagen, dass eine Demografie über der Ersatzrate auf der Welt nicht ewig klappt.
, weil wir in einer realen Welt ohne unbegrenztes Wachstum leben. Deswegen stößt man irgendwann an die Grenzen der Nachhaltigkeit (im Falle Deutschlands waren die schon vor der Renteneinführung überschritten)
Einer der Gründe für die Lebensraum-Theorie, wohlgemerkt.
und wenn die Reserven aufgebraucht sind (70er-90er), muss man schrumpfen und hat ein Problem mit dem zuvor aufgebauten Wasserkopf.
Ja, mit 3 großen Problemen:
1. Es über die Geburtenrate zu machen, endet in einem unkontrollierten Zusammenbruch.
2. Es bringt nichts, wenn alle anderen es nicht machen.
3. Wenn es die meisten machen, gewinnen am Ende die wenigen, die es nicht machen.
Warum sollte also irgendjemand freiwillig schrumpfen? Sowas klappt nur über äußeren Zwang oder wenn man nicht alle Latten am Zaun hat und Suizid begehen will.
 
Irgendwie fast überhaupt nichts mehr zum eigentlichen Thread-Thema...

Wollt ihr nicht einen eigenen Thread
- Analyse der SPD in den letzten Jahrzehnten sowie zur
- Beschäftigung mit der AfD
aufmachen?
 
Ja, und viel mehr ist es auch nicht. Konzerne, die eben eng mit dem Staat verwachsen sind. Rheinmetall ist da eben ein Paradebeispiel.

Wie gesagt: Es ist ein Paradebeispiel für eine Branche, die ausschließlich Staaten bedient. Aber keineswegs nur den deutschen und umgekehrt, also was willst du da jetzt bitte prinzipiell für mehr Staatsferne geändert haben? Schaffen wir Rüstung und die Bundeswehr komplett ab, damit der Staat nicht mehr bei Rüstungsfirmen einkauft? Oder verkaufen wir Kriegswaffen an jeden Zahlungskräftigen, damit Rüstungsfirmen überwiegend mit Privatleuten (Mafia, Nazis, Revoluzzer) handeln?

Ich sehe da absolut null Handlungsansatz in deinem Palaver, sondern pures "dagegen" als Selbstzweck.
(Und das ist bei dem Themengebiet imho echt peinlich, wenn man bedenkt wie tief die Rüstungsbeschaffung in Deutschland irgendwo zwischen Unfähigkeit und Korruption feststeckt; quasi kein anderer Bereich hat derart offensichtlich Änderungen nötig. Aber halt keine, die auf "Staat abschaffen" hinauslaufen, sondern viele, welche mit der Wahl von Verbesserungs- statt Ego- oder Macht-zentrierten Politikern beginnen müssten.)

Es ist schon eine gewisse Sicherheit, wenn man das Dach über dem Kopf nicht monatlich bezahlen muss.

Es ist auch eine gewisse Sicherheit, wenn man keine Grundsteuer zahlen muss, nicht von einer Eigentümergemeinschaft zu Ausgaben gezwungen werden kann und trotzdem keinen erhöhten Energieverbrauch nebst laufenden Kosten wegen hohem Außenwandanteil und zu unterhaltendem Grundstück hat.
Vor allem aber ist es in heutigen Zeiten elementar wichtig, bei Jobverlust seinen Wohnort ohne extrem hohe Verluste verlegen zu können. Immobilien sind eine gute Geldanlage für Leute mit Vermögen und sicheren Einkommensverhältnissen, auf das sie ihren guten Lebensstandard noch weiter steigern können. Aber sie sind kein praktikabler Ansatz für die Leute, denen es dreckig geht.

Und klar braucht es im gewissen Rahmen eine Finanzindustrie; die wird es auch solange geben, wie es Geld gibt.

Solange es sie gibt, wird sie ihren Gewinn machen wollen. Also was soll deine "schlanker Staat"-Mär jetzt, außer Geld aus einer gemeinschaftlichen Institution in Konzernkassen umzuleiten?

Probieren wir es jetzt mit Diskreditierung?

Fass an die Nase von demjenigen, der hier Diffamierende Falschbezeichnungen verwendet hat. Also an deine.

Bewusstes Gegenlenken hält das System nur am Leben. Wenn du den Kapitalismus loswerden willst, lass ihn sein Fundament abgraben, bis er zusammenbricht.

Vorher bricht alles andere erst recht zusammen, was unterm Strich ein noch schlechteres Ergebnis bedeutet. Gezügelter Kapitalismus hat sich als das bis dato für die Menschen am wenigsten schlechte unter den längerfristig tragbaren Systemen erwiesen. Wobei die Dauer der Tragbarkeit proportional zum Grad der Zügelung ist. Der von dir propagierte Raubtierkapitalismus ohne gemeinschaftliche Organisationen mit jeder gegen jeden war dagegen nachweislich weitaus schlimmer. Alle Versuche das System kollabieren zu lassen respektive dazu zu bringen und etwas neues, koordinierteres aufzubauen, ebenfalls. Solange sich die Menschen nicht grundlegend ändern, wird keines der bislang vorgestellten Konzepte eine Lösung bringen. Also muss man, bis jemand eine bessere Idee hat oder bis die breite Masse dazugelernt hat, mit dem am wenigsten schlechten Übel weitermachen.

Ist das die Mittelstand-Definition von Pinocchio-Fritze?

Ist das ein Versuch von Diskredition :schief: .

Wenn ich es richtig interpretiere, dann sollte die bereits erfolgte und von dir sogar zitierte Definition "einiges an Geld vorhanden, aber nicht genug für Immobilien" Antwort genug sein und die Frage somit sinnlose Rhethorik.

Die Rechnung würde ich gerne mal sehen. Bei angenommen 45 Jahren Arbeit im Leben...

... bist du meilenweit auf dem Holzweg, was die Zahl der arbeitsfähigen Jahre innerhalb der durchschnittlichen Lebenserfahrung in der Zeit vor/in Gegenden ohne Einführung sozialer Sicherungssysteme betrifft. 15-20 Jahre trifft es eher. Unter der Annahme, dass diejenigen, welche die Kindersterblichkeit überleben, spätestens mit 10 am Arbeiten sind, um der ansehnlichen Zahl derjenigen, die bis zu ihrem Tod auf 0 Jahre kommen, ein paar 30er, mit Glück 40er gegenüber zu stellen. Wenn man Care-Arbeit nicht als solche betrachtet und die intrafamiliäre Querversorgung respektive Ausgabemöglichkeiten nicht mitzählt, sollte man sogar noch auf 10-15 Jahre im Schnitt kommen.

Da lebe und arbeite ich doch lieber in einem System und Land, in dem es vollkommen normal ist, nach Eintritt in die Arbeitswelt 60+ Jahre lang Geld ausgeben zu können (das man während des letzten knappen Drittels dieser Zeit mittlerweile nicht einmal mehr selbst erarbeitet).

Die haben in der Regel paar Jahrzehnte in die Kasse eingezahlt. Leistung wurde erbracht.

Leistungen wurden auch beansprucht. Kassensturz sagt: Letzteres überwiegt ersteres, Kassen sind leer.

Und dabei ist es egal, ob man finanzielle Reserven/-schulden, zukunftstaugliche Wirtschafts- und Infrastruktur, natürliche Ressourcen und Lebensgrundlagen oder das geistiges Know-How und weltpolitische Lage betrachtet. Boomer und Gen X hinterlassen einen Scherbenhaufen, der sich vor dem zwei Runden zuvor verantworteten nicht zu verstecken braucht. (Was natürlich auch daran liegt, dass sich nicht wenige ehemals kleinere Dinge seit damals weiter aufaddiert haben. Aber auch das war nur möglich, weil die Mehrheitsbevölkerung fleißig weiter Teil des Problems blieb und sich zugunsten des persönlichen Wohlergehens geweigert hat, Teil einer Lösung zu werden.)

Wenn du mich fragst, dann wären starke familiäre Strukturen der beste Schlüssel zur Altersvorsorge.

Klar. Warum sollte jemand sein Leben auch frei planen können, wenn man Sexualität & Co doch auch einfach vorschreiben kann? Und auf Seiten der Kinder und Enkel wirst du sicherlich die wirtschaftliche Selbständigkeit durch Zahlungsverpflichtungen ersetzen wollen?

Wie gut familiäre Strukturen ohne erheblichen Zwang und Unterdrückung als Vorsorge- und Stabilitätsmechanismen funktionieren, kannst du bei denen erfragen, gegen die du regelmäßig die totale Grenzschließung forderst. Es gibt ja auf der Welt mehr als genug Beispiele für Gegenden, die in dieser Hinsicht gänzlich auf staatliche Einmischung verzichten. Komischerweise wollen Millionen von Menschen aus diesen Paradiesen nach Deutschland und keiner aus Deutschland in diese Paradise.
Muss am tollen Wetter hier liegen.

Und zu guter Letzt kann ich ein System doch verteufeln und es zeitgleich benutzen.

"Benutzen" hat mit "ausbauen und fördern" in etwa so viel zu tun wie "andeuten und täuschen" mit "Anstand": Auf den ersten Blick für Naivlinge, auf den zweiten Blick gar nichts mehr.

Exakt, und es kann nicht funktionieren, wenn immer weniger Leute für immer mehr die Versorgung übernehmen sollen. Das endet irgendwann in einem "f*ck off" der Versorger, erst recht in einer individualisierten und atomisierten Gesellschaft (ich kann es nicht lassen, das anzusprechen^^), mit allen zugehörigen Folgen.
Deshalb muss das System entsprechend umgestellt werden, dass es auch mit einer heutigen Demografie tragbar ist. Und natürlich werden dann einige dran verlieren, gleichzeitig verlieren jetzt gerade aber auch einige.

Ich habe den Eindruck, keine Diskussion mehr zu führen, sondern hingehalten zu werden:
"was aktuell ist, geht nicht. es muss über Jahrzehnte umgestellt werden!
=>
"es wird aktuell über Jahrzehnte umgestellt"
=>
"was aktuell ist, geht nicht. es muss über Jahrzehnte umgestellt werden!"

Ich spare mir weitere Wiederholungen. :rollen:

Falsch, die Rente klappt überhaupt nur, wenn die Demografie im Bereich der Ersatzrate oder höher liegt.
Du kannst aber sagen, dass eine Demografie über der Ersatzrate auf der Welt nicht ewig klappt.

Du würdest einem Diskussions"partner" vermutlich auch an den Kopf werfen, die Aussage "die Titanic war nicht unsinkbar" wäre falsch und korrigieren in "aber es war ein Fehler, sie nicht auf einem Quecksilberozean fahren zu lassen", was?
:wall:

Aber schön, weil du es bist: Auf eine real nicht existierenden Welt funktionieren Rentensysteme mit Demographien jenseits der Ersatzrate.
Könnten wir jetzt zum Thema des hiesigen Threads zurückkehren, der sich mit dieser Welt beschäftigt?

Einer der Gründe für die Lebensraum-Theorie, wohlgemerkt.

Das Problem an Lebensraum-Theorien ist nicht die Feststellung, dass Ressourcen endlich sind, sondern dass sie einigen Menschen selektiv das Recht auf Leben absprechen, um anderen mehr von besagten Ressourcen zu geben.

Ja, mit 3 großen Problemen:
1. Es über die Geburtenrate zu machen, endet in einem unkontrollierten Zusammenbruch.
2. Es bringt nichts, wenn alle anderen es nicht machen.
3. Wenn es die meisten machen, gewinnen am Ende die wenigen, die es nicht machen.
Warum sollte also irgendjemand freiwillig schrumpfen? Sowas klappt nur über äußeren Zwang oder wenn man nicht alle Latten am Zaun hat und Suizid begehen will.

Die Erhebung von Homo sapiens über das Niveau von Kleingruppen, die jedem nicht direkt Verwandten bei erster Gelegenheit den Schädel einschlagen, beweißt das Gegenteil. Auf das Gemeinwohl ausgerichtete Kooperation funktioniert und sie ist ein Erfolgsrezept. Ohne sie gäbe es weder diese Dikussionsplattform noch den Luxus, eine solche zu nutzen, noch das Thema "Finanzen eines Staates".
Aber das detailiert auszuwalzen würde den Rahmen dieses Threads sprengen, insbesondere wenn erstmal Basics wie "die Welt besteht aus mehr als "Ich" und "die anderen"" erarbeitet werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darum gibt es ja die Sozialhilfeleistungen. Sich daraus herauszumanövrieren ist vorrangige Pflicht jedes Beziehers dieser Leistung, soweit er dies kann. Oder nicht? Was ja, die große Mehrheit genauso macht, sonst läuft das System nicht lange.
Genau dazu ein paar Fakten und Möglichkeiten aus der Praxis.
Bitte beachten, ich spreche von jedem arbeitsfähigen Empfänger von Sozialhilfeleistungen. Und es geht nicht darum zu behaupten, jeder Bürgergeldempfänger sei faul. Sondern um praktisch umsetzbare Möglichkeiten, arbeitsfähig Menschen zu Arbeit zu bewegen.
Wie z.B. jeder der kann muss einen normalen Arbeitstag auch Leistung bringen, wenn er Sozialhilfeleistungen erhält.
 
Die Praxis sagt, dass das Verfassungsgericht die Oberhand hat.,
Zum Glück. Leben ja in nem Rechtsstaat.
Was ja nicht bedeutet, dass eine Pflicht, eine Gegenleistung für Sozialhilfeleistungen zu erbringen, so es denn gesundheitlich möglich ist, unmöglich ist. Es müsste dazu eben die Gesetzgebung geändert werden und nicht einfach auf kommunaler Ebene eine Verordnung erlassen werden.
 
das Verfassungsgericht die Oberhand hat
Nicht nur das, in dem verlinkten Artikel steht es selbst:

"Mehr Härte beim Bürgergeld: Konzept in Schwerin gekippt

Dass sich mehr Härte nicht unbedingt umsetzen lässt, zeigt der Blick nach Schwerin. Eigentlich hatte die Stadtvertretung eine Arbeitspflicht für Asylbewerber und Bürgergeldempfänger beschlossen.

Dazu wird es aber - zumindest vorerst - nicht kommen. Eine generelle Arbeitsverpflichtung sei verfassungswidrig, heißt es in einem Konzept, das Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) vor wenigen Tagen vorstellte.

Die "Frankfurter Rundschau" zitiert aus dem Papier: "Da hier ein Grundrecht des Menschen berührt ist, verbleibt auf kommunaler Ebene wenig Handlungsspielraum in der Umsetzung."
 
verbleibt auf kommunaler Ebene wenig Handlungsspielraum in der Umsetzung.
Exakt, dazu braucht es ein Bundesgesetz. ;)
Dazu wird es aber - zumindest vorerst - nicht kommen.
Bundesgesetz da, Möglichkeit möglich.

Dass Kommunen da ohne gesetzliche Regelung deutlich weniger Spielraum haben, macht ja Sinn.

Trotzdem sind das nunmal Vorschläge aus der Ebene der praktischen Umsetzung, da darf man gerne gut zuhören.
 
Bundesgesetz da, Möglichkeit möglich.
Welches Bundesgesetz? Es gibt in Deutschland, per se, keine generelle Pflicht zur Arbeit.
Wenn du Sozialleistungen beziehst, dann besteht höchstens die Pflicht darin: "angemessene Jobangebote", ohne Begründung, nicht abzulehnen und etwaige Termine zu den entsprechenden Behörden wahrzunehmen.

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Generell mal eine Frage an dich:
Welche Intention verfolgst du eigentlich?
Ich meine das Thema heißt Steuern und Finanzen.

Alle paar Wochen, so scheint es mir zumindest, kommst du dann mit einem Artikel um die Ecke, der - präsent - das Thema Bürgergeld/Sozialleistungen beinhaltet.
Sei es nun, dass eine Familie x Summe erhält, was dann in keiner Relation zu einem gut Ausgebildeten Arbeitnehmer steht oder jetzt eben eine Art Arbeitsverpflichtung. (nur meine Interpretation/Eindruck, ohne Wertung)

Das Thema Steuern und Finanzen ist ja nun sehr breit gefächert und es gäbe zig Themen, wo man süffisant darüber diskutieren/streiten or whatever könnte.

Liegt dir irgendwas auf dem Herzen?
 
Nö, wnen ich einen passenden Artikel finde/lese, untermauere ich gerne mal, was ich gesagt hatte. Mehr nicht. :-)
Welches Bundesgesetz?
siehe
Es müsste dazu eben die Gesetzgebung geändert werden
Mit einem entsprechenden Bundesgesetz. Hier wäre es das Gesetz (die Gesetze) in dem das Bürgergeld geregelt ist. Da man das ja eh anfassen will, wäre das eine gute Gelegenheit, ebenfalls anzupassen, dass jeder .. ach sagte ich schon.
Das Thema Steuern und Finanzen ist ja nun sehr breit gefächert und es gäbe zig Themen, wo man süffisant darüber diskutieren/streiten or whatever könnte.
Wenn du magst, schaust du einfach meine Posts hier einige Seiten zurück an, da hab ich auch was zu Erbschaftssteuer, Steuerrecht allgemein, Entbürokratisierung, usw. gesagt.

Über welches Thema davon magst du denn gerne reden? Verschuldung und Auswirkung auf zukünftige Haushaltsperioden?
:D
 
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