Ja, und viel mehr ist es auch nicht. Konzerne, die eben eng mit dem Staat verwachsen sind. Rheinmetall ist da eben ein Paradebeispiel.
Wie gesagt: Es ist ein Paradebeispiel für eine Branche, die ausschließlich Staaten bedient. Aber keineswegs nur den deutschen und umgekehrt, also was willst du da jetzt bitte prinzipiell für mehr Staatsferne geändert haben? Schaffen wir Rüstung und die Bundeswehr komplett ab, damit der Staat nicht mehr bei Rüstungsfirmen einkauft? Oder verkaufen wir Kriegswaffen an jeden Zahlungskräftigen, damit Rüstungsfirmen überwiegend mit Privatleuten (Mafia, Nazis, Revoluzzer) handeln?
Ich sehe da absolut null Handlungsansatz in deinem Palaver, sondern pures "dagegen" als Selbstzweck.
(Und das ist bei dem Themengebiet imho echt peinlich, wenn man bedenkt wie tief die Rüstungsbeschaffung in Deutschland irgendwo zwischen Unfähigkeit und Korruption feststeckt; quasi kein anderer Bereich hat derart offensichtlich Änderungen nötig. Aber halt keine, die auf "Staat abschaffen" hinauslaufen, sondern viele, welche mit der Wahl von Verbesserungs- statt Ego- oder Macht-zentrierten Politikern beginnen müssten.)
Es ist schon eine gewisse Sicherheit, wenn man das Dach über dem Kopf nicht monatlich bezahlen muss.
Es ist auch eine gewisse Sicherheit, wenn man keine Grundsteuer zahlen muss, nicht von einer Eigentümergemeinschaft zu Ausgaben gezwungen werden kann und trotzdem keinen erhöhten Energieverbrauch nebst laufenden Kosten wegen hohem Außenwandanteil und zu unterhaltendem Grundstück hat.
Vor allem aber ist es in heutigen Zeiten elementar wichtig, bei Jobverlust seinen Wohnort ohne extrem hohe Verluste verlegen zu können. Immobilien sind eine gute Geldanlage für Leute mit Vermögen und sicheren Einkommensverhältnissen, auf das sie ihren guten Lebensstandard noch weiter steigern können. Aber sie sind kein praktikabler Ansatz für die Leute, denen es dreckig geht.
Und klar braucht es im gewissen Rahmen eine Finanzindustrie; die wird es auch solange geben, wie es Geld gibt.
Solange es sie gibt, wird sie ihren Gewinn machen wollen. Also was soll deine "schlanker Staat"-Mär jetzt, außer Geld aus einer gemeinschaftlichen Institution in Konzernkassen umzuleiten?
Probieren wir es jetzt mit Diskreditierung?
Fass an die Nase von demjenigen, der hier Diffamierende Falschbezeichnungen verwendet hat. Also an deine.
Bewusstes Gegenlenken hält das System nur am Leben. Wenn du den Kapitalismus loswerden willst, lass ihn sein Fundament abgraben, bis er zusammenbricht.
Vorher bricht alles andere erst recht zusammen, was unterm Strich ein noch schlechteres Ergebnis bedeutet. Gezügelter Kapitalismus hat sich als das bis dato für die Menschen am wenigsten schlechte unter den längerfristig tragbaren Systemen erwiesen. Wobei die Dauer der Tragbarkeit proportional zum Grad der Zügelung ist. Der von dir propagierte Raubtierkapitalismus ohne gemeinschaftliche Organisationen mit jeder gegen jeden war dagegen nachweislich weitaus schlimmer. Alle Versuche das System kollabieren zu lassen respektive dazu zu bringen und etwas neues, koordinierteres aufzubauen, ebenfalls. Solange sich die Menschen nicht grundlegend ändern, wird keines der bislang vorgestellten Konzepte eine Lösung bringen. Also muss man, bis jemand eine bessere Idee hat oder bis die breite Masse dazugelernt hat, mit dem am wenigsten schlechten Übel weitermachen.
Ist das die Mittelstand-Definition von Pinocchio-Fritze?
Ist das ein Versuch von Diskredition

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Wenn ich es richtig interpretiere, dann sollte die bereits erfolgte und von dir sogar zitierte Definition "einiges an Geld vorhanden, aber nicht genug für Immobilien" Antwort genug sein und die Frage somit sinnlose Rhethorik.
Die Rechnung würde ich gerne mal sehen. Bei angenommen 45 Jahren Arbeit im Leben...
... bist du meilenweit auf dem Holzweg, was die Zahl der arbeitsfähigen Jahre innerhalb der durchschnittlichen Lebenserfahrung in der Zeit vor/in Gegenden ohne Einführung sozialer Sicherungssysteme betrifft. 15-20 Jahre trifft es eher. Unter der Annahme, dass diejenigen, welche die Kindersterblichkeit überleben, spätestens mit 10 am Arbeiten sind, um der ansehnlichen Zahl derjenigen, die bis zu ihrem Tod auf 0 Jahre kommen, ein paar 30er, mit Glück 40er gegenüber zu stellen. Wenn man Care-Arbeit nicht als solche betrachtet und die intrafamiliäre Querversorgung respektive Ausgabemöglichkeiten nicht mitzählt, sollte man sogar noch auf 10-15 Jahre im Schnitt kommen.
Da lebe und arbeite ich doch lieber in einem System und Land, in dem es vollkommen normal ist, nach Eintritt in die Arbeitswelt 60+ Jahre lang Geld ausgeben zu können (das man während des letzten knappen Drittels dieser Zeit mittlerweile nicht einmal mehr selbst erarbeitet).
Die haben in der Regel paar Jahrzehnte in die Kasse eingezahlt. Leistung wurde erbracht.
Leistungen wurden auch beansprucht. Kassensturz sagt: Letzteres überwiegt ersteres, Kassen sind leer.
Und dabei ist es egal, ob man finanzielle Reserven/-schulden, zukunftstaugliche Wirtschafts- und Infrastruktur, natürliche Ressourcen und Lebensgrundlagen oder das geistiges Know-How und weltpolitische Lage betrachtet. Boomer und Gen X hinterlassen einen Scherbenhaufen, der sich vor dem zwei Runden zuvor verantworteten nicht zu verstecken braucht. (Was natürlich auch daran liegt, dass sich nicht wenige ehemals kleinere Dinge seit damals weiter aufaddiert haben. Aber auch das war nur möglich, weil die Mehrheitsbevölkerung fleißig weiter Teil des Problems blieb und sich zugunsten des persönlichen Wohlergehens geweigert hat, Teil einer Lösung zu werden.)
Wenn du mich fragst, dann wären starke familiäre Strukturen der beste Schlüssel zur Altersvorsorge.
Klar. Warum sollte jemand sein Leben auch frei planen können, wenn man Sexualität & Co doch auch einfach vorschreiben kann? Und auf Seiten der Kinder und Enkel wirst du sicherlich die wirtschaftliche Selbständigkeit durch Zahlungsverpflichtungen ersetzen wollen?
Wie gut familiäre Strukturen ohne erheblichen Zwang und Unterdrückung als Vorsorge- und Stabilitätsmechanismen funktionieren, kannst du bei denen erfragen, gegen die du regelmäßig die totale Grenzschließung forderst. Es gibt ja auf der Welt mehr als genug Beispiele für Gegenden, die in dieser Hinsicht gänzlich auf staatliche Einmischung verzichten. Komischerweise wollen Millionen von Menschen aus diesen Paradiesen nach Deutschland und keiner aus Deutschland in diese Paradise.
Muss am tollen Wetter hier liegen.
Und zu guter Letzt kann ich ein System doch verteufeln und es zeitgleich benutzen.
"Benutzen" hat mit "ausbauen und fördern" in etwa so viel zu tun wie "andeuten und täuschen" mit "Anstand": Auf den ersten Blick für Naivlinge, auf den zweiten Blick gar nichts mehr.
Exakt, und es kann nicht funktionieren, wenn immer weniger Leute für immer mehr die Versorgung übernehmen sollen. Das endet irgendwann in einem "f*ck off" der Versorger, erst recht in einer individualisierten und atomisierten Gesellschaft (ich kann es nicht lassen, das anzusprechen^^), mit allen zugehörigen Folgen.
Deshalb muss das System entsprechend umgestellt werden, dass es auch mit einer heutigen Demografie tragbar ist. Und natürlich werden dann einige dran verlieren, gleichzeitig verlieren jetzt gerade aber auch einige.
Ich habe den Eindruck, keine Diskussion mehr zu führen, sondern hingehalten zu werden:
"was aktuell ist, geht nicht. es muss über Jahrzehnte umgestellt werden!
=>
"es wird aktuell über Jahrzehnte umgestellt"
=>
"was aktuell ist, geht nicht. es muss über Jahrzehnte umgestellt werden!"
Ich spare mir weitere Wiederholungen.
Falsch, die Rente klappt überhaupt nur, wenn die Demografie im Bereich der Ersatzrate oder höher liegt.
Du kannst aber sagen, dass eine Demografie über der Ersatzrate auf der Welt nicht ewig klappt.
Du würdest einem Diskussions"partner" vermutlich auch an den Kopf werfen, die Aussage "die Titanic war nicht unsinkbar" wäre falsch und korrigieren in "aber es war ein Fehler, sie nicht auf einem Quecksilberozean fahren zu lassen", was?
Aber schön, weil du es bist: Auf eine real nicht existierenden Welt funktionieren Rentensysteme mit Demographien jenseits der Ersatzrate.
Könnten wir jetzt zum Thema des hiesigen Threads zurückkehren, der sich mit dieser Welt beschäftigt?
Einer der Gründe für die Lebensraum-Theorie, wohlgemerkt.
Das Problem an Lebensraum-Theorien ist nicht die Feststellung, dass Ressourcen endlich sind, sondern dass sie einigen Menschen selektiv das Recht auf Leben absprechen, um anderen mehr von besagten Ressourcen zu geben.
Ja, mit 3 großen Problemen:
1. Es über die Geburtenrate zu machen, endet in einem unkontrollierten Zusammenbruch.
2. Es bringt nichts, wenn alle anderen es nicht machen.
3. Wenn es die meisten machen, gewinnen am Ende die wenigen, die es nicht machen.
Warum sollte also irgendjemand freiwillig schrumpfen? Sowas klappt nur über äußeren Zwang oder wenn man nicht alle Latten am Zaun hat und Suizid begehen will.
Die Erhebung von
Homo sapiens über das Niveau von Kleingruppen, die jedem nicht direkt Verwandten bei erster Gelegenheit den Schädel einschlagen, beweißt das Gegenteil. Auf das Gemeinwohl ausgerichtete Kooperation funktioniert und sie ist ein Erfolgsrezept. Ohne sie gäbe es weder diese Dikussionsplattform noch den Luxus, eine solche zu nutzen, noch das Thema "Finanzen eines Staates".
Aber das detailiert auszuwalzen würde den Rahmen dieses Threads sprengen, insbesondere wenn erstmal Basics wie "die Welt besteht aus mehr als "Ich" und "die anderen"" erarbeitet werden müssen.