Insgesamt kommt man auf etwas über 30gr/kWh, das ist sogar etwas grüner als die Windkraft und wesentlich grüner als eine PV Anlage. Das beste ist natürlich die Wasserkraft mit 30gr/kWh.
Bedauerlicherweise vergleichst du den Wert von Kernreaktoren in deren Betriebszeitraum mit dem Wert von EE-Anlagen über ihren kompletten Lebenszyklus. Bau, Rückbau und Entsorgung/Lagerung werden von deinem Wert komplett ignoriert, bei EE jedoch berücksichtigt.
Laut World Information Service on Energy liegen CO2-Ausstoß bzw. -äquivalente von Kernkraft über den kompletten Zyklus bei 117 Gramm pro Kilowattstunde. Nun gut, WISE ist bekennend gegen Kernenergie, also womöglich nicht neutral, allerdings liegen auch andere Studien in diesem Bereich. M. Z. Jacobson kommt auf 68 bis 180 g/kWh, Warner und Heath liegen auch in dem Bereich, J. Beerten kommt immerhin auf 32 g/kWh, das IPCC auf wenig spezifische 3,7 bis 110 g/kWh. Eine Meta-Studie, welche alle bis dato vorliegenden Studien zusammenfasst, kommt auf einen Durchschnitt von 66 g/kWh.
Aber selbst wenn wir bei deinen 30 g/kWh bleiben, egal wo du sie genau her hast, läge Windkraft mit 7 g/kWh (offshore) und 9 g/kWh (onshore) deutlich unter und Photovoltaik mit 33 g/kWh kaum über Kernkraft (Quelle: Umweltbundesamt) und
sämtliche dieser Varianten sind um die Hälfte bis zwei Drittel günstiger pro kWh als Kernkraft. Wasserkraft ist tatsächlich sehr sauber und günstig, erfordert aber sehr spezifische örtliche Bedingungen, daher gehe ich nicht weiter auf diese ein.
"CO2-neutral" ist hingegen
keine Form der Energiegewinnung/-erzeugung zu bekommen.