Was einige hier nicht sehen, ist der Hauptgrund, warum gerade Spiele mit NS-Symbolen in Deutschland keine Chance haben:
Es wäre zwar problemlos möglich diese vor Gericht zur Kunstform erklären zu lassen aber das kostet zuerst einmal Umsummen an Geld und darüber hinaus extrem viel Zeit.
Der letzte Versuch dauerte über 3 Jahre... innerhalb von 3 Jahren ist die Technik wieder ein Stück weiter und niemand will noch ernsthaft ein solches, uraltes Spiel spielen. Jenes Spiel war der Ursprung des 3D-Shooters, wurde in Deutschland verboten und das Gerichtsverfahren war erst beendet, als es bereits echtes 3D und Polygonmodelle gab und das Spiel, um das gestitten wurde, nur noch unglaublich häßlich wirkte.
Der Publisher bleibt also vermutlich darauf sitzen, selbst wenn er sich für die Kunden in Deutschland eingesetzt hat, werden es ihm nur wenige durch einen Kauf danken. Das Risiko ist viel zu hoch...
Das ist nicht ganz korrekt. Diese "Politik" des Schneidens und zensierens basiert auf einer Entscheidung zum Spiel Wolfenstein von id Software aus dem Jahre 1992. Damals wurde die Staatsanwaltschaft zwei Jahre später darauf aufmerksam und das OLG Frankfurt entschied wiederum 6 Jahre später wie folgt:
»Der Schutzzweck des §86a StGB gebietet es, dass in Computerspielen keine Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gezeigt werden. Insoweit kommt es nicht darauf an, dass sich die verbotenen Kennzeichen und Symbole bei dem Spiel Wolfenstein 3D in den Spielräumen befanden, die dem Feind zuzuordnen sind. Wäre eine derartige Verwendung von verbotenen Kennzeichen in Computerspielen erlaubt, dann wäre es kaum noch möglich, einer Entwicklung zu ihrer zunehmenden Verwendung in der Öffentlichkeit entgegenzuwirken, was der Zielrichtung des §86a StGB zuwiderlaufen würde.«
Dieses Urteil hat weiterhin Bestand, wie die Entscheidung zum dritten Serienteil 2010 beim Amtsgericht Detmold zeigte und den australischen, ungeschnittenen beurteilte und "vor allem eine Gefahr in einer gesellschaftlichen Verankerung und Normalisierung von Nazi-Symbolen durch Videospiele" sieht.
Die Krux dabei ist, dass Spiele sowohl gleichzeitig Kunst sind und auch wieder nicht. Denn dieser Passus spielte damals für das Gericht überhaupt keine Rolle und wäre zum heutigen Stand wohl durchaus zu widerlegen. Es kommen aber weitere Dinge hinzu. Man müsste die Ablehnung eines Spiels durch die USK als Verwaltungsakt vor Gericht bringen. Dieser Vorgang würde sich für aktuelle Spiele - Gerichte brauchen Zeit - nicht lohnen; ein Ausweg wäre es, einfach ein älteres Spiel des Portfolios zu nehmen wie hier Square Enix und dies einfach neu ungeschnitten veröffentlichen zu wollen. Doch welcher Publisher möchte sich auf die Fahnen schreiben, für Hakenkreuze in Spielen vor Gericht zu ziehen? Dieser Schritt wird eben gescheut und man wartet auf Zeichen aus der Politik. Die Behörden erwarten wiederum einen Schritt aus der Branche. Und letztendlich passiert halt nix

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Das soll jetz kein Plädoyer für NS-Symbolik sein, aber manchmal würde ich es mir schon wünschen, dass Spiele den gleichen Status wie Filme ala Indiana Jones bekommen. Was würde dort an Flair verloren gehen, wenn Harrison Ford und Sean Connery gegen ein Regime kämpfen anstatt der Nazis? Oh my god -.-