News Steam sperrt Horror-Spiel Horses: Indie-Studio droht das Aus

Mich erinnert diese Posse stark an "Hatred".
Davon spricht inzwischen keiner mehr.

Damit dein Post maximale traumatisierend wirkt, musst du noch verraten, in welche der gezeigten Rollen und Szenen du dich träumst. ;-)

Traumatisierend für wen genau?

Was die Rollen angeht, bin ich flexibel.
Anfangen würde ich als "Pferd", aber auch die Karotte stelle ich mir spannend vor. Den Strick ebenfalls.
 
Eben.
Wem es nicht passt, kann den Laden ja boykottieren und woanders einkaufen.
Ich möchte dem eines noch mal voraussetzen: ich habe den Trailer nicht gesehen und auch so gar kein Interesse daran, dies zu ändern. Ist absolut nicht mein Fall und fällt für mich unter "geschmacklos, brauch ich nicht. Will ich nicht."
Zwischen Steam und Gog gibt es einen durchaus bedeutsamen Unterschied. Gog ist m. W. n. zwar nett, wenn man da etwas findet (für mich persönlich präferiert), aber für das Überleben eines kleinen Studios nicht wirklich relevant.
Steam wiederum ist mit seiner Dominanz marktbeherrschend.
Siehe Pcgh.
Wenn gog ein Spiel sperrt, ist es doof, aber das war es auch. Wenn Steam in seiner Position etwas sperrt, bedeutet dies aus meiner Sicht das Recht sichere Ende.
Damit hat Steam die Macht, den Spielemarkt nach Gutdünken zu beeinflussen. Und insofern greift deine Aussage, Steam zu beukottieren, m. E. n. etwas zu kurz. Denn Steam bemerkt das nicht, ob ich einkaufe. Das kleine Studio hingegen schon, denn es greift heutzutage die Existenz an.

Deshalb: Ich vermisse das Spiel nicht. Aber den Zug seitens Steam halte ich dennoch nicht für gut, Hausrecht hin oder her.
Bei der Sperrung geht es aber nicht um Gewalt oder Gewaltverherrlichung. Außerhalb des Geltungsbereichs deutschen Jugendschutzrechts hat Steam da wenig Berührungsängste. "Horses" bringt sich wohl wegen Sexualität in die Schusslinie: Der Handlungsort von Horses ist eine Pony-Ranch, auf der alle Vierbeiner durch nackte Menschen mit Pferde-Masken ersetzt wurden. Bereits die im Trailer gezeigten Gewalt- und Mystik-Szenen (eine Erhängung, ein Transport einer leblosen Frau ohne Maske, eine Altar-ähnliche Szene mit einer grob humanoiden Puppe) deuten dabei an, das es keineswegs bei Handlungen bleibt, die gegenüber Pferden typisch wären, und eine eingeschnittene Real-Filmsequenz zeigt echte Pferde beim Geschlechtsverkehr. Kombinationen aus "nackte, unterdrückte Menschen", "tödliche Gewalt" und "Sex" können durch bedenklich werden. Insbesondere wenn der Spieler die aktive Rolle übernimmt. In der zuerst eingereichten Fassung haben die Entwickler als i-Tüpfelchen auch noch, passend zu Pony-Setting, "Minderjährige" mit in die Mischung geworfen. (Ich würde mich nicht einmal wundern, wenn letzteres ein absichtlicher Schocker für Zensoren und Öffentlichkeit, die Revision dieser Szene als von Anfang an eingeplant war.)
Danke für die Erläuterung. Es bestätigt meine vorige Aussage. Ich brauche das Spiel wirklich nicht. Es fällt für mich unter den Bereich "Hardcore" mit eventuell traumatisierenden Szenen. Gibt es auch in anderen Medien, v. A. im Bereich Film.
Dafür hat Steam bereits etwas. Könnte man mit Ausweispflicht etc. verbinden. Dann wäre Steam m. E. n. raus. Wer das Spiel haben will, kann es eh bekommen.
Nun ja, es ist geschehen und für das Studio war es das wohl.
Ich frage mich nur, was wohl passiert, wenn ein Spiel kommt, was sich über gewisse Machthaber lustig macht (XII, Trump usw.). Wenn solche Spiele gesperrt würden, wäre dies dann auch Hausrecht und in Ordnung?
Sprich: Wo ist Sperren in Ordnung, wo verkehrt?
 
Zuletzt bearbeitet:
In China ist die Zensur unliebsamer Inhalte in Appstores an der Tagesordnung. Devotion ist ein bekanntes Beispiel, das von Steam verschwinden musste, weil es ein Winnie-the-Pooh-Easteregg enthielt. Der Popularität von Steam hat das keinen Abbruch getan, also wird das wohl als "in Ordnung" empfunden.
 
So entsteht am Ende ein ziemlich paradoxes Bild: Statt Inhalte, die man streng hätte ab 18 einschränken können, einfach klar zu kennzeichnen, werden sie direkt komplett entfernt. Dabei wäre eine Altersverifikation mit deutlichen Warnhinweisen eigentlich der logischere und fairere Weg.
 
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