Spieleentwicklung: Branchenveteran hält 80-Stunden-Woche für legitim und erntet Kritik

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In meinen Augen sind so viele Stunden einfach nicht erstrebenswert weder für mich selbst noch für die Gesellschaft ich Arbeite um zu leben und nicht andersherum ;)
 
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Solange man es freiwillig macht, soll es mir egal sein.

Aber sobald es zum Alltag/erzwungenem Erfordernis wird, hört da der Spaß für mich auf... 40 Stunden pro Woche/8 Stunden am Tag sind super, 50 Stunden/10 Stunden am Tag vielleicht auch noch ok, kurzfristig sind auch 60 Stunden/12 Stunden am Tag verschmerzbar. Nicht aber dauerhaft... Mittlerweile sind Arbeitswege von mehr als einer halben Stunde normal. Dann hat man ja meist noch die Familie mit der man noch was anfangen möchte.

Selbst wenn einem die 80 Stunden gut vergütet werden - was will man dann mit der Kohle noch anfangen? Bei einem Tagesablauf ausgehend von 11,4 Stunden pro Tag und damit einer 7 Tage-Woche...
- 6 Uhr aufstehen
- 7 Uhr zur Arbeit fahren
- 7:30 Uhr ankommen
- 19:30 Uhr nach Hause fahren
- 20:00 Uhr ankommen
- bis 21 Uhr Essen
- spätestens 22 Uhr schlafen gehen

... lebt man nur noch für die Arbeit. Da bringt mir ne tolle Wohnung oder ein Haus auch nix...

Man sollte froh sein, dass hier in Deutschland 40 Stunden-Wochen üblich sind und wir keine japanischen Verhältnisse haben. Ein Mensch ist keine Maschine und braucht seine Freizeit... Sei es rein für Hobbies, Erledigungen wie Einkaufen, Behördengänge oder soziale Dinge, vorallem natürlich Familie...

Guckt euch die Japaner oder Koreander an, die sind jetzt schon am Arsch...

@interessierterUser: Schüler haben schon ohne irgendwelche Arbeit heutzutage einen enormen Leistungsdruck. Alleine dadurch, dass einem heutzutage von allen Seiten eingetrichtert wird, dass ohne Abi aus einem nix wird - und man heute sogar für jede bessere Ausbildung (also nicht die 08/15-Berufe wie Einzelhandelskauffrau/-mann, Mechatroniker/-in) oft ein Abi braucht. Dann soll man ja im Idealfall noch in 3 verschiedenen Vereinen angemeldet sein UND noch zwei Instrumente spielen...

Kurz: Der Stress ist schon hoch genug. Da noch verpflichtend Arbeit in den Alltag zu integrieren... Nein. Kinder und Jugendliche müssen jetzt schon "zu erwachsen" sein.Ich sehe hier eher die Eltern in der Pflicht - die müssen ihren Kindern nicht alles kaufen, wonach sie schreien. Und das Taschengeld in angemessenen Höhen halten.

Ich bin ehrlich - ich habe früher nie gearbeitet. Keine Ferien- oder Feldarbeit... Kein Zeitungsaustragen (wobei das mittlerweile eh Knechterei ist...).
Welche Vorteile hatte ich dadurch? Viel Zeit.

Welche Nachteile hatte ich? Kein Geld. Ergo war vielleicht eine Kleinigkeit zu Ostern und eine Kleinigkeit zum Sommerzeugnis im Rahmen des Möglichen. Übliche Wünsche, wie ein GameBoy, ne Konsole, ne Modelleisenbahn oder allgemein teurere Sachen waren halt nur zu Weihnachten und meinem Geburtstag drin, wobei ich da mit dem 29.12. tendenziell die A....karte gezogen hatte. Ich konnte mir nur sehr selten neue Spiele für meinen GameCube, meinen DS oder für meinen Rechner leisten.

Das sah bei den Leuten, die Ferienarbeit verrichtet haben oder Zeitungen ausgetragen haben anders aus. Die konnten sich den Kram das ganze Jahr über leisten. Ich halt nicht... Und ich habe damit gelebt.

Für meinen Nintendo DS habe ich übrigens auch mehr als ein halbes Jahr sparen müssen...

Wenn die Eltern ihren Kindern aber mittlerweile die teuersten Dinge wie Top-Smartphones, die neuesten Konsolen, Markenkleidung usw. ohne besondere Anlässe sowie in Massen kaufen und/oder die Taschengelder unangemessen hoch sind, braucht man sich nicht wundern, wenn die Kinder keinen Bezug zu Dankbarkeit, Wertschätzung und Arbeitswillen entwickeln und Andere, die diese Möglichkeiten nicht bekommen, ausgrenzen. Wenn die Kinder es nicht kennen, auf etwas zu sparen, u.U. Kompromisse eingehen zu müssen (wenn ich x haben will auf y verzichten oder z machen)... Und alles ohne jegliche Leistung/Anstrengung (dazu zähle ich definitiv das Sparen...) bekommen.

Ich fand das zwar früher nicht so cool, aber irgendwie bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie eben nicht so jemand war, die mir alles in den Ar.... geschoben hat.
 
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Die niedrigen Sozialkompetenzen hat er ganz offensichtlich selbst und damit ist der Fall für mich erledigt. Was ich aber gerne noch wissen würde: was ist denn bitte ein Job im eigentlichen Sinne? :stupid:
 
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Guckt euch die Japaner oder Koreander an, die sind jetzt schon am Arsch...

Auch dort beginnt langsam das Umdenken. Bzw, eigentlich das Aufbegehren der Jungen gegen die Prämisse "Arbeit ist mein Leben" - das sind z.B. in Japan die sogenannten "Neets". Kann man auch gut hier nachlesen: Eine Jugend ohne Traume?: Japans Generation Y | Wissen | SWR2 | SWR.de.

PS: "Koreander" ... :ugly::lol:Die Autokorrektur ist manchmal lustig.
 
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Wie überall gibts auch schwarze Schafe. In unserer Schule sinds sicher jeder Sprach, Mathe usw Lehrer (alle die Schularbeiten oder Testfächer haben) die wesentlich mehr als 40h arbeiten, locker 60.
Und na klar kriegst du das in der Privatwirtschaft, wenn du 2 Fäche studiert hast und einen dementsprechenden Job hast. Gerade in der IT und gerade am Anfang (am Ende der Lebenszeit verdient man als Lehrer ganz ok, aber da sprechen wir von 30-40 Jahre Beruf, 2 studierte Fächer usw usf... traurig. Das hatte ich schon im 1. Jahr in der Privatwirtschaft...

Was für ein Quatsch...
Schwarze Schafe? Ich hab 5 oder 6 Lehrer im unmittelbaren Bekanntenkreis, nicht einer arbeitet auch nur annährend 80 Stunden. Nichtmal 60 Stunden in der Woche. Was für Vorstellungen hast du bitte von diesem Beruf.

Und was deine Gehaltsvorstellungen angeht, Lehrer verdienen im Vergleich zur Bevölkerung in Deutschland verdammt gutes Geld. Und nicht nach 30 Jahren... Mit Verbeamtung A13... das sind >3000 netto im Monat.
Die Mär dass sich Lehrer totarbeiten, dass ich nicht lache. Beamtenstatus, damit unkündbar, A14 vorprogrammiert. Der Job hat seine Hürden, keine Frage, aber SO wie du es darstellst ist es definitiv nicht.

Der Spruch, am Ende verdient man als Lehrer ganz ok... ist dermaßen lächerlich wenn man sich das Durchschnittseinkommen in DEU und die derzeit grassierende Debatte über Altersarmut mal ansieht UND dann noch erkennt was Lehrer tatsächlich bekommen.

Und zu deinen Gehaltsvorstellungen, klar 200.000€ Brutto (was man braucht um das dreifache eines verbeamteten Lehrergehaltes zu bekommen) macht man mal eben locker. Und am besten noch im ersten Jahr in der freien Wirschaft.
Das haben vllt 2% der Arbeitnehmer in ganz DEU, wenn überhaupt.

Sorry aber ich glaub dir nicht ein Wort.
 
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Was für ein Quatsch...
Schwarze Schafe? Ich hab 5 oder 6 Lehrer im unmittelbaren Bekanntenkreis, nicht einer arbeitet auch nur annährend 80 Stunden. Nichtmal 60 Stunden in der Woche. Was für Vorstellungen hast du bitte von diesem Beruf.

Und was deine Gehaltsvorstellungen angeht, Lehrer verdienen im Vergleich zur Bevölkerung in Deutschland verdammt gutes Geld. Und nicht nach 30 Jahren... Mit Verbeamtung A13... das sind >3000 netto im Monat.
Die Mär dass sich Lehrer totarbeiten, dass ich nicht lache. Beamtenstatus, damit unkündbar, A14 vorprogrammiert. Der Job hat seine Hürden, keine Frage, aber SO wie du es darstellst ist es definitiv nicht.

Der Spruch, am Ende verdient man als Lehrer ganz ok... ist dermaßen lächerlich wenn man sich das Durchschnittseinkommen in DEU und die derzeit grassierende Debatte über Altersarmut mal ansieht UND dann noch erkennt was Lehrer tatsächlich bekommen.

Und zu deinen Gehaltsvorstellungen, klar 200.000€ Brutto (was man braucht um das dreifache eines verbeamteten Lehrergehaltes zu bekommen) macht man mal eben locker. Und am besten noch im ersten Jahr in der freien Wirschaft.
Das haben vllt 2% der Arbeitnehmer in ganz DEU, wenn überhaupt.

Sorry aber ich glaub dir nicht ein Wort.

Ich halte absolut nichts von Lehrern, vll habe ich auch nur schlechte kennengelernt und daher meine Meinung dazu aber, wenn ein Lehrer sich die mühe macht arbeiten mit einem lösungsbogen zu versehen wo ihn nur die ergebnisse interessieren und er es dann nicht schaft nach 3 wochen die noten zurück zugeben, dann gehe ich davon aus das er den ganzen tag am chillen ist.
Und wenn diese menschen dann anfangen und einem einreden wollen, das ihre theorie so und nicht anders in der praxis angewendet wird (obwohl sie nie in der praxis gearbeitet haben) dann hörts auf.

Für mich sind das einfach überbezahlte hampelmänner und werden in keiner weise leistungsgerecht bezahlt. Wenn ich mir überlege das Polizeibeamte ein relativ geringes gehalt erhalten finde ich das noch viel schlimmer.
Von Politikern mal ganz zu schweigen die stehen noch über den lehrern, aber da gibts ja auch das gegenstück in der wirtschaft wenn man sich die manager anschaut die ******* am laufenden band produzieren, dann ein haufen leute raus werfen, damit das target noch erreicht wird und am ende des tages dann ein bonus erhalten der jenseits von gut und böse liegt.
 
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Geht nur noch um Geld und andere ausnutzen. Das ist einfach nur ******* was dieser Entwickler von sich lässt. Vor allem in Deutschland, bin ich eher auf Taugenichtse, Blaumacher und Drückeberger gestoßen bei allen Firmen wo ich bisher gearbeitet habe. Arschkriecher haben es einfacher wie Menschen die wirklich was tun oder engagiert sind. Letztere werden, obwohl gute Arbeitskräfte schwer zu finden sind, dann auch noch ausgenutzt. Verkehrte Welt!
 
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Es geht nicht um die Auswüchse, das haben wir zum Glück nicht mehr nötig, aber ...

... erwarte ich vor allem kreative, und für die sind solche Beschränkungen Mumpitz.

Ich weiss selber, was ich machen kann und will. Es zu fordern, ist etwas anderes.

Die 40h Woche ist gut, Aber freie Überstundenkonten und die Möglichkeit des Abfeierns oder auszahlens, je nach Willen des Arbeitnehmers, sind auch ein Stück Freiheit
Ich hätte lang nicht mehr so gelacht, wenn es nicht so eine gefährliche Einstellung wäre.

Fast alle kleinen Unternehmer arbeiten 14-16h am Tag und rechnen 8h ab.

Für den Satz mit der Kinderarbeit weiter vorn hätte es eine Verwarnung setzen müssen und ich hab den Finger noch auf der Klingel, wenn noch mal so etwas menschenverachtendes kommt.

Kinder scheinst Du nicht zu haben, sonst käme eine solche hirnlose Aussage gar nicht ins Ausgaberegister.

Du hast sicher noch keine 16 Stunden durchgearbeitet in einem Knochenjob in 5 Schichten.
Da weißt Du nicht mal mehr, welche Jahreszeit wir haben, geschweige denn, welcher Wochentag gerade ist.

Die EDVer der ersten Stunde haben alle durchgerockt.
Weil man den Erfolg mit goldenen Löffeln genießen konnte.
Das Gehalt verzehnfachte sich plötzlich.

Jobs hat mal gesagt, daß er nicht mehr so kreativ war, seit er eine Million verdient hatte.
Quelle ist Gedächtnis.

Heute sitzen bezahlte Werksprogrammierer in modernen Büros bei den großen Spieleentwicklern.
 
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....Für den Satz mit der Kinderarbeit weiter vorn hätte es eine Verwarnung setzen müssen ....
Hallo Wuselsurfer,

das Problem an Foren ist, dann man im Gegensatz zu realen Gesprächen beim Bier sehr knapp formuliert und es darum immer wieder zu Missverständnissen kommt. Zu einen habe ich natürlich länger als 16h am Tag gearbeitet, z.B. zu Diplom- oder Dissertationszeiten, ebenso in Schulferien, als ich verbotenerweise zwei Schichten in der Fabrik über vier Wochen an der Maschine machte und ja, diese Art von Arbeitszeit geht an die Substanz. Andererseits, bitte definiere "Arbeit". Es gibt Dinge, die machen Spaß. Wer sein Haus renoviert, schafft auch oft 16h am Tag, das macht je nach Arbeit Spaß, ist mit den richtigen Leuten erbauend und man freut sich abends, was man geschafft hat. Ebenso ist es mit selbstständiger kreativer Arbeit. Glaubst Du, Einstein hätte von "nine to five" seine Theorien erarbeiten können?

Der Unterschied liegt in der FREIWILLIGKEIT, und genau dann, wenn man von der Arbeit Befriedigung bekommt, ist es kein Problem, auch über längere Zeit 12h zu arbeiten, wenn die restlichen Dinge stimmen, z.B. in Firmen kleine Shops zum Einkaufen sind, Firmen Kindergärten haben, in denen man die Kinder am Tag ab uund zu sehen kann, etc. Denke ich z.B. an meine Praktikumszeit im Cern, war ich ohne weiteres Sozialleben nur im Labor. Das soziale Leben waren für ein halbes Jahr die Kollegen, es war auch mal Zeit für ein Bier und Würstchen während der Arbeit, es gab abwechslungsreiche Tätigkeiten. Die meisten haben es leider nie gelernt, Arbeit nicht nur als Last, sondern als Freude zu erleben. Die meisten drehen sich im Job im Hamsterrad und wollen so früh wie möglich raus aus dem Job. Da hilft kündigen, so hart es klingt, und einen neuen Job suchen, der passt.

Zu unterscheiden sind doch unterschiedliche Fälle. Wenn ich die Verkäuferinnen um die Ecke sehe, von denen "natürlich" erwartet wird, nach Ladenschluss UNBEZAHLT auszuräumen und Abrechnungen zu machen, geht es gar nicht, denke ich an Handwerker, denen morgens und abends UNBEZAHLT 1,5h Fahrzeit als normaler Fahrweg aufgebrummt werden, geht das auch nicht, wenn der UPS-Fahrer oder andere Scheinselbstständige für Hungerlöhne zum Rasen und zu Verletzungen der Arbeitszeitregel animiert werden, ist das etwas ganz anderes, als FREIWILLIG, weil man keine anderen Verpflichtungen hat, getrieben von dem Willen, etwas umzusetzen, Spaß an der Verwirklichung eigener Ideen hat. Ich befürchte immer, die meisten kennen dieses Gefühl gar nicht. Es ist klar zu unterschieden, ob man es freiwillig möchte, oder ob es willkürliche Anweisungen von Vorgesetzten sind. Ich habe hier auch gerade so einen "Trottel", der meint, um 18:00 zu entscheiden, dass man am nächsten Morgen um 7:00 Uhr einmal um die Welt fliegt. Das geht gar nicht und im Einzelfall gibt es massiven Widerspruch.

Und jetzt zur Kinderarbeit. Was spricht Deiner Meinung nach dagegen, dass Kinder in elterlichen Betrieben mithelfen, z.B. Tiere füttern, bei der Ernte dabei sind, ein paar Stunden im Kiosk an der Kasse sitzen, beim Hausbau helfen etc? Immer so wenig, dass die Schule nicht leidet, aber durchaus und früh ein wenig mitzuarbeiten hat auch Vorteile. Das haben die meisten von uns gemacht., Es geht nicht um die Auswüchse, 13 jähriger 14h zum Nähen in der Fabrik einzusperren. Aber, es gibt berechtigte Kritik von Menschenrechtsorganisationen, dass unsere strikte und kategorische Ansicht "keine Kinderarbeit" in jeder Hinsicht kontraproduktiv ist und erst die extrem unerträglichen Zustände erzwingt, weil Kinder, die ansonsten ihr Schulgeld nicht bezahlen könnten eben nicht mehr 2h am Tag mithelfen können und in Folge versteckt unter erbärmlichen Bedingungen ausgebeutet werden.

Wir dürfen unsere hohen Ansprüche nicht auf jeden in der Welt legen. In andere Ländern sind die Situationen ganz anders. Denk z.B. an der unerträgliche Schicksal, was in "Heidi" beschrieben wird, um verschickte Kinder, die entweder in der Schweiz verhungert wären, oder unter extremen Anstrengungen und nahe an der Versklavung als "Schwabenkinder" nach Deutschland geschickt wurden. Und Du willst die Verantwortung dafür übernehmen, dass hungernde Kinder in Indien, Pakistan oder Bangladesch nicht ein wenig mithelfen dürfen? Sehr zweischneidig das Schwert.

Geht es um Programmierungen, ist es in der Tat oft hilfreich, 80h die Woche zu arbeiten, immer unter der Voraussetzung, dass jede Stunde bezahlt wird, man am Gewinn beteiligt ist oder Überstunden abzufeiern sind. Das geht auch über ein ganzen Projekt und danach macht man 1/2 Jahr Pause oder man ackert anfangs so viel, dann man sich mit 50 zur Ruhe setzen könnte.


Nachtrag:
Und anbei ein Link zur Unterichtsvorbereitung von 6 Klässern zum Thema Kinderarbeit mit Pro und kontra: Du siehst, die Meinung wird durchaus kontrovers diskutiert:
"...Gegner des Verbots wie Manfred Liebel meinen, dass die Nachteile die Vorteile überwiegen würden. Das Verbot berücksichtige nicht die Lebensumstände der Kin-der und könnte die Familien sogar in noch größere Not stürzen. Der Wille der Kinder, ihren Familien beizustehen, würde vollkommen ignoriert werden. Die Situation würde sich sogar noch verschlimmern, weil die Kinder trotzdem arbeiten müssten und in dieser Illegalität noch weniger Rechte hätten. Sie könnten nicht mal für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, weil sie eigentlich gar nicht arbeiten dürften..."
http://bildungsserver.berlin-brande...ische_bildung/pdf/Stolz_Kinderarbeit_2010.pdf

 
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interessierterUser schrieb:
Und jetzt zur Kinderarbeit. Was spricht Deiner Meinung nach dagegen, dass Kinder in elterlichen Betrieben mithelfen, z.B. Tiere füttern, bei der Ernte dabei sind, ein paar Stunden im Kiosk an der Kasse sitzen, beim Hausbau helfen etc? Immer so wenig, dass die Schule nicht leidet, aber durchaus und früh ein wenig mitzuarbeiten hat auch Vorteile. Das haben die meisten von uns gemacht., Es geht nicht um die Auswüchse, 13 jähriger 14h zum Nähen in der Fabrik einzusperren. Aber, es gibt berechtigte Kritik von Menschenrechtsorganisationen, dass unsere strikte und kategorische Ansicht "keine Kinderarbeit" in jeder Hinsicht kontraproduktiv ist und erst die extrem unerträglichen Zustände erzwingt, weil Kinder, die ansonsten ihr Schulgeld nicht bezahlen könnten eben nicht mehr 2h am Tag mithelfen können und in Folge versteckt unter erbärmlichen Bedingungen ausgebeutet werden.

Wiegesagt, Schüler haben heute schon einen verdammt hohen Druck, weil die Leistungserwartungen der Gesellschaft, insbesondere der Eltern und ganz besonders der Wirtschaft, ins Unermessliche steigen.

Man wird ja mittlerweile bis 16 Uhr in Ganztagsschulen eingesperrt, dann soll man natürlich nebenbei noch in drei Vereinen aktiv sein und nebenbei noch die zwei Instrumente spielen... Achtung, stark übertrieben. :)

Wer in seiner Freizeit freiwillig arbeitet, genießt dadurch ja in der Regel auch Vorteile, die nichtarbeitende Mitschüler nicht haben. Oder sollten... Damit sich der Sinn zur Arbeit selber entwickelt. Leider wird das von den heutigen Eltern nicht wirklich vermittelt... Die schieben ihren Kindern ja alles in den Ar... .

Dass sich dadurch der Wille zur Arbeit nicht entwickelt und Vielen kaum bewusst ist, dass von Nix nix kommt, ist da kein Wunder. Ich musste für bestimmte Dinge entweder verdammt lange Sparen oder verdammt lange Warten, da ich nicht gearbeitet habe (klar, hier und da mal im Haushalt geholfen habe ich auch. Badputzen und Pfandflaschen wegbringen waren meine Haupteinnahmequelle. *g*). Und mich vorallem auch damit begnügen, dass ich dann auch im Zweifelsfall nicht das Beste bekommen habe.

Heute scheinen Fernseher im Zimmer, die neueste Konsole, die neueste Modekleidung, ein Laptop und jährlich das Top-Smartphone in Kinderzimmern zur Selbstverständlichkeit geworden zu sein. Wie sollen die Kinder und Jugendlichen da überhaupt auch nur das Bedürfnis bekommen etwas zu tun oder zu sparen? Weil alle Dinge, auf die ich scharf wäre oder auch war, bekommt man ja heutzutage auch so. :schief:

Kurz: Ich sehe die Schuld in den Eltern, die diverse Tugenden und Pflichten nicht mehr vermitteln. Arbeit neben der Schule deshalb zur Selbstverständlichkeit zu machen, halte ich für völlig falsch. Damit würde man die Heranwachsenden nur noch weiter "vererwachsieren", und das nur, weil die aktuellen Eltern zu weich sind...

Kinder und Jugendliche sollen es auch bleiben und sich nicht über sowas Gedanken machen - sondern um die Schule. Und in ihrer Freizeit ihre sozialen Kontakte pflegen und Spaß machen können. Ein gewisses Maß an übermäßiger Freizeit halte ich für sehr wichtig, weil sich durch Langeweile der Drang etwas zu machen von selber entwickelt. Einen schon von früh an von Morgens bis Abends durchgeplanten Tag voller Pflichten halte ich für die Entwicklung extrem schädlich.
 
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...Selbst wenn einem die 80 Stunden gut vergütet werden - was will man dann mit der Kohle noch anfangen? Bei einem Tagesablauf ausgehend von 11,4 Stunden pro Tag und damit einer 7 Tage-Woche...
Sag da erziehenden Eltern, die sich 14h am Tag um eigene Kinder kümmern. Was bleibt da an Freizeit neben Aufpassen, Anziehen, Waschen, sauber machen, einkaufen, kochen, .... oder willst Du sagen, dass diese Art Arbeiten "keine richtigen arbeiten" sind? Ist es "richtige" Arbeit, mit Kunden Geschäftsessen zu haben?
 
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Nun, ich persönliche betrachte Kinder nicht als Arbeit... :)
Schließlich ist es die Familie, man kann da auch gemeinsam Freizeit verbringen bzw. sich Vergnügen. Neben der Erfüllung eigener Wünsche und der Ermöglichung eines würdigen Lebens sehe ich die Familie auch als Hauptmotivation fürs Arbeiten.

Z.B. Geschäftsessen sind meiner Meinung nach, sofern man im Zweifelsfall berufliche Erfolge anstrebt, eher eine Pflicht.

Aber ich verstehe schon was du meinst.
 
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Nun, ich persönliche betrachte Kinder nicht als Arbeit... :)
Sag' das der Hausfrau, die sich den ganzen Tag um mehrere davon kümmern muss.;)
Es gibt eine wirtschaftliche Schätzung nach der deutsche Hausfrauen gemessen an ihrer Arbeitsleistung rund 3000€ (b/n weiß ich jetzt nicht mehr) verdienen würden.^^
 
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...Aber ich verstehe schon was du meinst.
Es geht doch nur darum zu zeigen, dass die Grenzen fließend sind.

Arbeit, Pflicht, Hobby und Spaß sind von der Art der Belastung
etwas ganz anderes. Wenn Arbeit Spaß bereitet, ist es keine
Belastung und was keine Belastung ist, macht man länger als 8h.
 
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Wenn Arbeit Spaß bereitet, ist es keine
Belastung und was keine Belastung ist, macht man länger als 8h.

Da stimme ich dir zu...
Würde mir z.B. die Arbeit im Internetcafe meiner Schule keinen Spaß machen, wäre ich sonst auch nicht hin und wieder mal bis nach 18 Uhr in der Schule.

Meinte ich ja auch vorhin: Solange alles auf freiwilliger Basis ist und man es gerne macht, sehe ich kein Problem darin, so lange zu arbeiten.
 
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Was für ein Quatsch...
Schwarze Schafe? Ich hab 5 oder 6 Lehrer im unmittelbaren Bekanntenkreis, nicht einer arbeitet auch nur annährend 80 Stunden. Nichtmal 60 Stunden in der Woche. Was für Vorstellungen hast du bitte von diesem Beruf.
Immer dieses Schwachsinnsargument: ich habe einen Lehrer schon mal auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehen gesehen, ich weiß also, er arbeitet keine 60h.
Das kommt meistens von Leuten, die eine Schule nie über die Pflicht hinaus von innen gesehen haben. Und das sinnerfassende Lesen ist auch nicht so deins, aber dazu kommen wir noch:
Erklär mir das bitte mal: du hast 24h die Woche Unterricht, dann hast du 4h Bereitschaften, Sprechstunde, Bürokratische Verpflichtungen, Klassendienste einteilen/Klassenbuch führen (das dauert etwa als KV schon so einige Zeit). Man sitzt also mal leicht 30h die Woche in er Schule.
DANN kommen wir mal zum Unterricht: eine Stunde unterricht muss man genauestens vorberieiten. Wenn eine Stunde nicht so läuft wie geplant, muss man sich die Vorbereitung erneut überlegen. Außerdem natürlich nachbereiten (das heißt: Hausübungen absammeln, kontrollieren, Feedback geben). Das erklärst du mir jetzt mal wie das geht:
Beispiel: ich unterrichte Deutsch in der Oberstufe in 10 Klassen á 2 Stunden. Also habe ich jede woche 20 Hausübungen(2HÜs pro Klasse) zu kontrollieren (à 500 Wörter). Außer ich geb' nix auf, dann lernen die halt nix, weil in der Schule starren sie hauptsächlich in die Luft.
Also haben wir 20 Hausübungen von (in jeder Klasse nehmen wir an sitzen ca 25 SchülerInnen) x500 Wörter. Also 25x20x500 jede Woche. Da sind Schularbeiten, Tests usw natürlich nicht miteingerechnet.
Also du würdest das jetzt alles was vorne beschrieben ist locker in 10h schaffen? Schwachsinn.
Dann kommen noch Schülergespräche, Elterngespräche dazu (außer man will sich nicht um die SchülerInnen kümmern).

Also du magst 5 LehrerInnen kennen, ich kenne 120 und ich kann dir sagen keiner geht unter ner 60 Wochenstunde durch - außer die, die kurz vor der PEnsionierung stehen und nicht mehr wollen, oder die die Turnen und Zeichnen (oder ähnlich) unterrichten. Aber davon sprach ich ja nicht. Der motivierte Junglehrer fängt in den meisten Ländern mit einem Minimalgehalt an. Du redest stehts vom Höchstgehalt, das heutzutage kaum mehr jemand kriegt, weil die ver-beamtung aufgehört hat. Die Junglehrer, sofern sie denn überhaupt volle Stunden kriegen, kommen anfangs leicht über 80h.
Korrigieren, Kontrollieren, Vorbereiten, Nachbereiten, Protokolle, Klassenbücher, sich um 25-30 Kinder kümmern wo die Eltern oft schon mit 1-2 überfordert sind (hier kommt hinzu, dass man sich in seiner "Freizeit" enorm oft Gedanken macht, wie man mit diversen Problemen und SchülerInnen umgeht) usw usf... wer das alles nicht sieht ist einfach blind. Oder dumm. Oder beides.

Ja, ich träum mir das zusammen, die Statistik lügt nicht wahr? Versuch mal als Lehrer eine "Arbeitsunfähgikeitsversicherung" abzuschließen. Weißt du, die gilt dann gegen alles: Schwere Verletzungen usw usf.
Weißt du gegen was sie nicht gilt? "Burnout".
Ruf mal wo an und frag nach. Macht dir keine Versicherung. Und warum? Weil Lehrer eben die am höchsten Burnoutgefährdete Berufsgruppe sind.

Also du magst Lehrer irgendwie kennen, aber ich lade dich höchstpersönlich zu mir in die Schule ein. Du bereitest den Unterricht Minutiös vor, du trägst ihn vor, du interagierst mit den SChülerinnen, du machst die Wissensüberprüfung, die Elterngespräche oder Vorbereitungen, die Protokolle, schreibst die Tests/Schularbeiten, kontrollierst diese... oh und das alles für eine Doppelstunde die du dann halt 2-3 Wochen von mir bekommst.
Ich schaue dir gerne zu, gebe Feedback was du alles gut oder noch nicht ganz so gut gemacht hast, um es beim nächsten Mal zu verbessern... Wetten du brauchst nicht nur die kolportierten 2h, sondern eher 6-8?
Wenn du dich wirklich traust, können wir das nämlich tatsächlich machen. Ich nehms auf Video auf und stells hier dann zur Verfügung, damit sich auch die anderen Member hier ein Bild davon machen können, wie es ist als außenstehender "einfach mal so" zu unterrichten.
Du kriegst dann auch gerne mein Gehalt dafür.

Und was deine Gehaltsvorstellungen angeht, Lehrer verdienen im Vergleich zur Bevölkerung in Deutschland verdammt gutes Geld. Und nicht nach 30 Jahren... Mit Verbeamtung A13... das sind >3000 netto im Monat.
Die Mär dass sich Lehrer totarbeiten, dass ich nicht lache. Beamtenstatus, damit unkündbar, A14 vorprogrammiert. Der Job hat seine Hürden, keine Frage, aber SO wie du es darstellst ist es definitiv nicht.
Beamtenstatus hilft dir wenig. Denkst du die 30 SchülerInnen die unterrichtet werden wollen interessiert dein Status? Wenn du einen schlechten Unterricht machst, werden Kinder unruhig und machen dich mit der Zeit fertig. Siehe Burnout. Ja Burnout ist nicht dasselbe wie tot... aber so viel besser ist es dann auch nicht.
Zum Gehalt: Meine ersten 4 Jahre 2LL2 Vertrag, 17 Unterrichtsstunden (20 Stunden sind das Äquivalent zu 38.5 Wochenstunden in der Privatwirtschaft), 1060€ Netto im Monat. Kann ich auch belegen du Schlauberger.
Dann ab dem 5. Jahr 2L1 Vertrag, da bin ich bei 1600 dann (20 Stunden), +300 Sonderzulage (Mangelfach, KV, Vertrauenslehrer).
So wie du das berichtest, war das vielleicht mal vor 40 Jahren, vielleicht noch vor 20, aber ein halbwegs junger Mensch hat heute längst nicht mehr diese Konditionen. Da können wir auch gleich von einem Postler reden, der um 10 von der Arbeit zu hause war (in der guten alten Zeit) und bereits 1 Promille hatte.

Der Spruch, am Ende verdient man als Lehrer ganz ok... ist dermaßen lächerlich wenn man sich das Durchschnittseinkommen in DEU und die derzeit grassierende Debatte über Altersarmut mal ansieht UND dann noch erkennt was Lehrer tatsächlich bekommen.
Wieso vergleichst du es ständig mit dem Durchschnittseinkommen? Was stimmt mit dir nicht? Wir reden hier von AKADEMIKERN. Derselbe Status wie Ärzte oder Dipl. Ing. usw. Aber halt einen wesentlich geringerem Gehalt.
Und zu deinen Gehaltsvorstellungen, klar 200.000€ Brutto (was man braucht um das dreifache eines verbeamteten Lehrergehaltes zu bekommen) macht man mal eben locker. Und am besten noch im ersten Jahr in der freien Wirschaft.
Das haben vllt 2% der Arbeitnehmer in ganz DEU, wenn überhaupt.
Also ich sprach von meinem Studium, und das kriegen bestimmt keine 2% in Deutschland hin, somit finde ich es nur angemessen, dass ich mehr als diese 2% verdiene. Außer diese 2% haben alle Informatik bis zum Dipl.Ing oder PhD studiert... aber nö, das sind beim kurzen Google cheken nicht 2%.

Und wenn du dir das Brutto Einstiegsgehalt eines vernünftigen Informatikers ansiehst, bist du schnell bei 110/Stunde (Brutto). Dabei rede ich halt nicht vom Lehrling der Computerfachmann gelernt hat.
Sorry aber ich glaub dir nicht ein Wort.
Du kannst dir weiterhin die Zahlen alle schöndenken, aber ich spreche von inzwischen 8 Jahren Berufserfahrung, während du nur "Leute kennst" und vielleicht irgendeine reißerische Boulevardzeitung liest, die in den Überschriften stets erwähnen wie viel der böse Lehrer doch verdient wenn er in Pension geht (aber keine von diesen schreibt, dass man die ersten paar Jahre einen Hungerlohn hat. Denn wenn man das Glück hat und fast vollbeschäftigt einsteigt (siehe oben), ist das was man kriegt immer noch nicht viel... in der "Probezeit" quasi. Und dann kriegt man aber meist keine 20 WE, also kannst gern mal von 10 ausgehen. Die ersten 5 Jahre an einer Schule, speziell in Gebieten außerhalb von Deutschland (in Dtl kriegt man etwa 20-25% mehr noch als im ansonsten gleichen Österreich) kriegst die ersten paar Jahre ungefähr so viel wie eine Putzfrau. Bzw in meinem Fall weniger.

Selbst wenn einem die 80 Stunden gut vergütet werden - was will man dann mit der Kohle noch anfangen? Bei einem Tagesablauf ausgehend von 11,4 Stunden pro Tag und damit einer 7 Tage-Woche...
- 6 Uhr aufstehen
- 7 Uhr zur Arbeit fahren
- 7:30 Uhr ankommen
- 19:30 Uhr nach Hause fahren
- 20:00 Uhr ankommen
- bis 21 Uhr Essen
- spätestens 22 Uhr schlafen gehen

... lebt man nur noch für die Arbeit. Da bringt mir ne tolle Wohnung oder ein Haus auch nix...

Man sollte froh sein, dass hier in Deutschland 40 Stunden-Wochen üblich sind und wir keine japanischen Verhältnisse haben. Ein Mensch ist keine Maschine und braucht seine Freizeit... Sei es rein für Hobbies, Erledigungen wie Einkaufen, Behördengänge oder soziale Dinge, vorallem natürlich Familie....


Also meine Frau unterrichtet nun seit 10 Jahren 2 Hauptfächer. Der Alltag sieht während der Woche UND MANCHMAL AUCH AM WOCHENENDE genau so aus.
Aufstehen um 6:30, Frühstücken -> in die Arbeit. Unterricht bis 13/14 Uhr mit Bereitschaften, Kopieren, Elterngespräche, Schülergespräche, Nachmittagsbetreuung usw usf. Nach Hause, es ist 14:30. Essen Kochen&Essen 15:30. So, jetzt die Hausübungen kontrollieren, die Schularbeiten, die Tests. Sie ist Klassenvorstand also auch Entschuldigungen eintragen, Reisen organisieren usw usf.
Gut es ist 19 Uhr, sie hat wieder Hunger. 20 Uhr vielleicht noch ein bisschen was kontrollieren, oder doch mal etwas private Zeit. Vorbereiten für den nächsten Tag: was wird in welcher Klasse gemacht (Stoff). Wie sollte es am besten gemacht werden (ist in jeder Klasse anders vorzutragen, also sollte es evtl etwas angepasst werden). Dann um 23 Uhr ins Bett.
Bei einer größeren Schularbeit (Gymnasium Oberstufe) kontrolliert man ein paar Tage, also sind meistens auch die Wochenenden angepatzt.

Ich spreche hier nicht dich an iGameKudan, aber manche haben einfach keine Ahnung wie viel Arbeit man hat als LehrerIn, wenn man seine Sache gut machen möchte.

Natürlich gibts, wie erwähnt, schwarze Schafe: Keine Hausübungen, keine Kontrollen, wenige Tests, keine Elterngespräche. Keine Schülergespräche, wenn einem Missstände auffallen (das finde ich persönlich das traurigste, es fallen täglich Missstände auf wenn man genau hinsieht), keine Vorbereitung oder Nachbereitung (was gleichzeitig heißt, dass es extrem anstrengend und ermüdend ist zu unterrichten, schließlich erzählt man jeden Tag und jedes Jahr dasselbe...).
Man kann also den Lehrerjob, nach einigen vielen Jahren mit Routine auf 45-50h runterbrechen, kein Problem. Aber dann macht es halt keinen Spaß mehr. Und will man wirklich noch weitere 20-30 Jahre wo arbeiten wo man keinen Spaß hat? Dafür verdient man anscheinend ja so viel :D
 
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AW: Spieleentwicklung: Branchenveteran hält 80-Stunden-Woche für legitim und erntet Kritik

Immer dieses Schwachsinnsargument: ich habe einen Lehrer schon mal auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehen gesehen, ich weiß also, er arbeitet keine 60h.

Du solltest, bevor du unterrichtest, lesen lernen. Ich sagte nicht ich hab mal Lehrer gesehen, sondern ich hab alleine im engeren Bekanntenkreis 5-6 Lehrer.
U.a. die Frau meines Trauzeugen, meine Schwiegermutter und verflucht gute Kumpels. Menschen zu denen ich ein Jahrzehntelanges sehr enges Vertrauensverhältnis aufgebaut habe. Komischerweise klagt NICHT EINER über das was du beschreibst.
Das sind meinerseits keine Mutmaßungen sondern das was meine Mitmenschen berichten.


Also du magst Lehrer irgendwie kennen, aber ich lade dich höchstpersönlich zu mir in die Schule ein. Du bereitest den Unterricht Minutiös vor, du trägst ihn vor, du interagierst mit den Schülerinnen, du machst die Wissensüberprüfung, die Elterngespräche oder Vorbereitungen, die Protokolle, schreibst die Tests/Schularbeiten, kontrollierst diese... oh und das alles für eine Doppelstunde die du dann halt 2-3 Wochen von mir bekommst.
Ich schaue dir gerne zu, gebe Feedback was du alles gut oder noch nicht ganz so gut gemacht hast, um es beim nächsten Mal zu verbessern... Wetten du brauchst nicht nur die kolportierten 2h, sondern eher 6-8?

Können wir gerne. Nehmen wir als Fach Politik & Wirtschaft. Themen könnten z.b. sein das Politische System Deutschlands...


Zum Gehalt: Meine ersten 4 Jahre 2LL2 Vertrag, 17 Unterrichtsstunden (20 Stunden sind das Äquivalent zu 38.5 Wochenstunden in der Privatwirtschaft), 1060€ Netto im Monat. Kann ich auch belegen du Schlauberger.
Dann ab dem 5. Jahr 2L1 Vertrag, da bin ich bei 1600 dann (20 Stunden), +300 Sonderzulage (Mangelfach, KV, Vertrauenslehrer).
So wie du das berichtest, war das vielleicht mal vor 40 Jahren, vielleicht noch vor 20, aber ein halbwegs junger Mensch hat heute längst nicht mehr diese Konditionen.

Wo bitte bist du angestellt? Nordkorea?
Nochmal zum mitschreiben, alleine in den letzten 3 Jahren sind 4 meiner engen Bekannten als Lehrer verbeamtet worden und bekommen A13. Keiner davon war zum Zeitpunkt der Verbeamtung älter als 31.
http://www.oeffentlichen-dienst.de/news/69-gehalt/300-grundschullehrer-gehalt-lehrergehalt.html

Wieso vergleichst du es ständig mit dem Durchschnittseinkommen? Was stimmt mit dir nicht? Wir reden hier von AKADEMIKERN. Derselbe Status wie Ärzte oder Dipl. Ing. usw. Aber halt einen wesentlich geringerem Gehalt.
Also ich sprach von meinem Studium, und das kriegen bestimmt keine 2% in Deutschland hin, somit finde ich es nur angemessen, dass ich mehr als diese 2% verdiene. Außer diese 2% haben alle Informatik bis zum Dipl.Ing oder PhD studiert... aber nö, das sind beim kurzen Google cheken nicht 2%.
Und wenn du dir das Brutto Einstiegsgehalt eines vernünftigen Informatikers ansiehst, bist du schnell bei 110/Stunde (Brutto). Dabei rede ich halt nicht vom Lehrling der Computerfachmann gelernt hat.

Weil du einfach nicht lesen kannst. Du willst Deutsch unterrichten, Kant & Co verstehen und scheiterst an meinen Texten?
Ich hab von A13 geschrieben (und das ist nunmal festgelegt) und du hast behauptet das 3-4fache zu verdienen zu können. Und das ist nunmal quatsch.
Dass du, statt auf den Text einzugehen, dein eigenes, unbekanntes Gehalt angelegt hast (hierbei den Fehler gemacht hast zu glauben es sei allgemeingültig, was es nicht ist) machts nicht unbedingt besser.

Du findest es angemessen viel zu verdienen und lässt dich Jahrelang mit 1060€ netto abspeisen? Und das obwohl sogar der TV-L was anderes sagt?
Ey dann mach doch was anderes... Du glaubst du kannst als Berufsanfänger 110€ brutto die stunde verdienen? Dann mach das.
(Dass die durchschnittlichen Einstiegsgehälter für studierte Informatiker weit drunter liegen, geschenkt...)

Kann ich was dafür dass es da draußen Lehrer gibt die das dreifache von deinen 1060 verdienen UND dabei weniger arbeiten?
Oder kenn ich nur privilegierte Leute? Ich mein, 2 davon haben sich in den letzten Jahren ein Haus gebaut, die eine ist 29, hat ein Haus gebaut und 2 Kinder...
Ihre Stelle hat sie behalten und sobald beide Kids eingeschult sind geht sie wieder in Vollzeit. Willst du mir erklären das sei ein schlechtes Arbeitsverhältnis?

Du kannst dir weiterhin die Zahlen alle schöndenken, aber ich spreche von inzwischen 8 Jahren Berufserfahrung, während du nur "Leute kennst" und vielleicht irgendeine reißerische Boulevardzeitung liest, die in den Überschriften stets erwähnen wie viel der böse Lehrer doch verdient wenn er in Pension geht (aber keine von diesen schreibt, dass man die ersten paar Jahre einen Hungerlohn hat. Denn wenn man das Glück hat und fast vollbeschäftigt einsteigt (siehe oben), ist das was man kriegt immer noch nicht viel... in der "Probezeit" quasi. Und dann kriegt man aber meist keine 20 WE, also kannst gern mal von 10 ausgehen. Die ersten 5 Jahre an einer Schule, speziell in Gebieten außerhalb von Deutschland (in Dtl kriegt man etwa 20-25% mehr noch als im ansonsten gleichen Österreich) kriegst die ersten paar Jahre ungefähr so viel wie eine Putzfrau. Bzw in meinem Fall weniger.

Klar. Menschen die ich seit >20 Jahren kenne erzählen mir nur falsches über ihren Beruf.
Man bist du in Scheuklappen gepresst. Ich plapper dir nicht nach dem Mund also muss ich der Vorurteilsbeladene undifferenzierte Idiot aus den Bildungsfernen Schichten sein.

Bist du das Beispiel eines Lehrers der im Ref ausgebeutet wurde und anschließend keine Verbeamtung bekommen hat?
Und das soll jetzt Beispielgebend für den Lehrerberuf sein? Ich denke nicht...

Denn wer verbeamtet wird (und das werden die Lehrer immer noch...) verdient verdammt gutes Geld bei einem sicheren Job. Tut mir ja leid für dich, aber wenn ich den Chemielehrer sehe der sein Skript quasi fertig hat und dir am Anfang des Schuljahres schon ziemlich genau sagen kann was er wann unterrichtet und welcher Versuch in welchem Themengebiet durchgeführt wird und der dieses dann über die Jahre für alle Stufen sich aneignet, der macht die Schublade auf, holt den entsprechenden Unterricht raus und los geht's.

Die Wahrheit? Liegt irgendwo dazwischen.
Lehrer sein ist anstrengend, v.a. wenn viele Eltern heute der Meinung sind dass Erziehung Aufgabe der Lehrer ist und nicht der Eltern. Ihr habt ne Menge Herausforderungen (ich hab Jahrelang Schulabgänger "unterrichtet"...) und der Beruf ist sicher nicht immer leicht. Aber so extrem wie du es schilderst ist es einfach nicht. Klar, Teilzeitstellen mit Lehrerentlassungen vor den Ferien, Stellen ohne Verbeamtung, das ist weder schön noch wirklich lukrativ.

Ja es gibt ein Bundeslandgefälle • Beamtenstatus und Anzahl der Lehrer an Allgemeinbildenden- und Berufsschulen nach Bundeslandern 21 | Statistik . Ja es gibt Unterschiede. Aber noch immer ist die große Masse der Lehrer in Deutschland verbeamtet und damit sehr gut finanziell aufgestellt und abgesichert. Keine Ahnung welchen Weg du als Lehrer gegangen bist, aber du bist sicher nicht repräsentativ für den Lehrerberuf im Allgemeinen.
 
AW: Spieleentwicklung: Branchenveteran hält 80-Stunden-Woche für legitim und erntet Kritik

Meine persönliche Empfindung aus meiner Schulzeit, 2 von 10 Lehrern fallen in die 80 Stundenschiene, der Rest ist mäßig (Studienabbrecher/Umschüler/keinen besseren Beruf gefunden) bis durchschnittlich (die Masse) engagiert: 1 mal der Berufsstarter, welcher noch voll Engagement und Enthusiasmus ist und 1 mal der Lehrer, für den der Beruf eine Berufung darstellt (der Typ von Lehrer, an denen sich man auch nach 20-30 Jahren noch freudig erinnert, weil der Unterricht einfach geil war).
 
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Du solltest, bevor du unterrichtest, lesen lernen. Ich sagte nicht ich hab mal Lehrer gesehen, sondern ich hab alleine im engeren Bekanntenkreis 5-6 Lehrer.
U.a. die Frau meines Trauzeugen, meine Schwiegermutter und verflucht gute Kumpels. Menschen zu denen ich ein Jahrzehntelanges sehr enges Vertrauensverhältnis aufgebaut habe. Komischerweise klagt NICHT EINER über das was du beschreibst.
Das sind meinerseits keine Mutmaßungen sondern das was meine Mitmenschen berichten.
Wie jetzt? 5 oder 6?
Aber gut, wenn 5 oder 6 Lehrer dir das erzählen, dann muss es wohl so sein. Außerdem ist Lehrer nicht gleich Lehrer, Grundschullehrer, Gymnasium, Hauptschule, Berufsschule, dann kommt es vielleicht noch auf die Schule selbst an, das Budget, den Standort, aber das weißt du sicher alles oder? Dann wäre noch interessant so wissen, welche Fächer unterrichtet werden.
Ein Sport/Geo-Lehrer hat in der Regel nämlich weniger zu tun als ein Lehrer mit Schularbeitengegenstand.


Denn wer verbeamtet wird (und das werden die Lehrer immer noch...) verdient verdammt gutes Geld bei einem sicheren Job. Tut mir ja leid für dich, aber wenn ich den Chemielehrer sehe der sein Skript quasi fertig hat und dir am Anfang des Schuljahres schon ziemlich genau sagen kann was er wann unterrichtet und welcher Versuch in welchem Themengebiet durchgeführt wird und der dieses dann über die Jahre für alle Stufen sich aneignet, der macht die Schublade auf, holt den entsprechenden Unterricht raus und los geht's.
Ähm ja, der Stoff in Chemie ändert sich halt nicht alle 2 Wochen, der Lehrplan gibt den Rahmen und vor dem Jahr muss man ohnehin geplant haben, was man wann und wie unterrichtet. Was ist daran so verkehrt, du stellst es ja fast als faul hin so zu handeln.
Auch bei den Versuchen kann man eben nicht alles machen weil zu zeitaufwendig, oder zu gefährlich oder weil es nicht zum Stoff passt. Das ist doch völlig normal.
Und wenn man in seinen Anfangsjahren als Lehrer genug Stundenbilder vorbereitet hat, dann verwendet man sie später natürlich auch noch, das ist vollkommen legitim. Dann adaptiert man diese vielleicht, je nachdem wie die Voraussetzungen sind, und fertig. Ach, jetzt habe ich sicher das Bild vom faulen Lehrer für dich bestätigt oder?
In allen anderen berufsgruppen bekommt man auch so etwas wie "Erfahrung", man weiß was funktioniert, was nicht, und das erleichtert einem das Arbeiten. Das ist bei Lehrern nicht anders. Wenn meine Stunde mit Experiment X 2 Jahre in Folge super funktioniert hat, warum nicht noch weiterverwenden?
Und wenn jemand dasselbe 40 Jahre lang macht, solange der Unterricht didaktisch sinnvoll und lehrreich ist, warum nicht?
 
AW: Spieleentwicklung: Branchenveteran hält 80-Stunden-Woche für legitim und erntet Kritik

Also mal zurück zum Thema ich finde allgemein auf 40 Stunden zuviel. Das sage ich nicht als Fauler Sack oder so ich gehe auch 40 Stunden + arbeiten aber es ist einfach zuviel. Bei mir ist die Woche eine reine arbeitswoche. Sprich ich stehe auf fahre zur Arbeit und abends komme ich nachhause esse was und mache mich fertig fürs bett gleich wieder schlafen damit ich am nächsten tag fit bin. Mit Fahrzeiten bin ich täglich 13 Stunden unterwegs also auch nicht gerade wenig und mehr als 50% meines ganzen tages. Von daher ganz klar zu viel für mich.. 6 Stunden Arbeiten pro Tag würden locker reichen weil man gerade nach nem langen Tag schnell die Konzentration verliert und für nix mehr zu gebrauchen ist.

hier mal mein täglicher Ablauf:

5Uhr aufstehen
fertig machen (duschen, essen, Frühstück für arbeit)
6Uhr Bus
8Uhr auf arbeit
17.30Uhr schluss
19.30Uhr dann zuhause
19.30-20 Uhr essen
duschen vielleicht noch kurz mal mitn Handy spielen und dann ins Nest und TV bis abends dann schlafen.
Sowas sollte es eigentlich nicht geben das die Woche nur zum Arbeiten da ist. Oder halt statt 5 Tage arbeiten 2 frei
4 Tage arbeiten 3 frei.
 
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