Sound ***Diskussionsthread***

Komisch...ich kenn solche Leute auch...die stehen irgendwie auf der anderen Seite. Man kann auch mit tollen anderen Dingen etwas messen. Ich persönlich mag ja Oszis :D

Um das hier mal zu beenden. Ich mag mit dir ja kein Krieg führen. Dafür find ich dich zu putzig :D
Fakt ist: für 1000€ kann man an anderen Stellen seiner Anlage mehr mehr bewirken als mit Kabeln.
DIY-Kabel ersparen auch hier viel Geld. Da weiß man auch was drin ist.
 
Könnten wir bitte die Kabelklangdiskussion begraben?
Es ist jedes Mal dasselbe!

Wenn ihr keinen Unterschied hört oder es nicht glaubt seit froh (dann "müsst" ihr schon kein Geld dafür ausgeben) und lasst die Anderen in Frieden, es gibt vielleicht auch Leute, welche besser hören als ihr!
Deal with it, denkt euch euren Teil und startet keine Diskussion, die sowieso jedes Mal das gleiche Ende nimmt!
Falls ihr einen Unterschied hört (ob es nun einen Unterschied gibt oder nicht ist dabei völlig irrelevant)... tja Pech gehabt :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann gib mir mal bitte ein paar Quellen dazu und nicht nur dich selbst.

Quellen für Blindtests? Da habe ich keine, mir reicht es, dass ich im Blindtest Unterschiede höre. Andere Quellen sind für mich nicht hilfreich, weil was habe ich davon wenn ich irgendwo lese, dass andere keinen oder auch einen Unterschied hören?


Die Blindtests die ich mitbekommen habe sind, dass die Leute einen Kleiderbügel nicht von 200€ Kabeln unterscheiden konnten (plakativ).
Meist war es so, dass sie beim zweiten etwas besseres gehört haben und als dann das erste wieder kam, dieses nochmal besser war und ähnliche geschichten.

Ja sowas kenne ich auch. Ich war vor x-Jahren mal bei nem Stereo Workshop mit dem Matthias Böde. Der hat vor jedem Durchgang gesagt was für Unterschiede man gleich hören wird. :schief: Klar dass das alle gehört haben und keiner sich die Blöße gegeben hat zuzugeben, dass es eben keinen Unterschied gab. Ich persönlich habe da längst nicht alles nachvollziehen können und habe das auch so gesagt -> in der Stereo erschien dann ein Bild von mir und einem von mir nie getätigten "Zitat" - ich hatte mir da kurz überlegt eine Gegendarstellung zu erwirken, letztlich wars mir aber zu lächerlich.

Für so nen Blindtest, gerade wenn es wirklich nur um Nuancen geht, eignet sich mMn nicht jeder. Zum einen sorgt die "Prüfungssituation" bei vielen für Stress und Erfolgsdruck, so kann es natürlich nichts werden! Zum Anderen sollte man für die akustischen Phänomene auch sensibilisiert sein. Das Beispiel mit dem Weintrinker habe ich ja schon öfters gebracht. Nur wer sich selbst klarmacht was er hört und warum es gefällt oder eben nicht wird auch eine vernünftige Aussage machen können. Wer das nicht kann wird scheitern...

Ich kenne diese auch persönlich, da diese zu uns kommen, um ihre Geräte zu testen ;)

Und, machen die den Eindruck, dass sie sich nur zum Zeitvertreib mit den Kabeln beschäftigen obwohl alles schon längst erfunden und erforscht wurde und es im Büro langweilig wäre, wenn man nicht wenigstens ein paar mal raus käme zum messen?

Um das hier mal zu beenden. Ich mag mit dir ja kein Krieg führen. Dafür find ich dich zu putzig :D

Putzig hat mich noch niemand genannt, vlt. sollte ich dir mal ein Bild schicken?! ;)

Fakt ist: für 1000€ kann man an anderen Stellen seiner Anlage mehr mehr bewirken als mit Kabeln.

Bei den Anlagen um die es hier im Forum meist geht gebe ich dir recht. Aber wenn du mal im 5-stelligen Bereich bist mit deiner Anlage, da kannst du für 1k nicht unbedingt viel bewegen. Es geht mit Kabeln ja auch nur noch ums "abschmecken".

DIY-Kabel ersparen auch hier viel Geld. Da weiß man auch was drin ist.

Im Kleinsignalbereich gibt es tatsächlich mit z.B. dem RG142 ein komplett Voodoofreies Kabel mit dem man sehr gute Ergebnisse erzielt. Da ordentliche Stecker ran (Achtung nächstes gefährliches Thema!) und gut ist. Momentan bin ich auf der Suche nach einem sehr niederinduktiven Kabel für meine nächste Anlagenerweiterung bzw. änderung. Da funktioniert das RG142 z.B. nicht vernünftig weil die Induktivität zu hoch ist für die 3m Kabel die ich benötige. Wenn mir da jemand einen Tipp hat, dann probier ich das gerne mal aus.

Bei LS Kabel habe ich aber noch nichts gehört, was mir gefallen hätte. Da wird gerne das Lapp Ölflex in seinen zig Varianten genommen. Mir persönlich ist das aber zu laff, da komm ich nicht mit zurecht.

Das Ölflex habe ich aber zu mehreren Netzkabeln verschafft, die mit meiner Vibex Leiste sehr gut harmonieren... :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Quellen für Blindtests? Da habe ich keine, mir reicht es, dass ich im Blindtest Unterschiede höre. Andere Quellen sind für mich nicht hilfreich, weil was habe ich davon wenn ich irgendwo lese, dass andere keinen oder auch einen Unterschied hören?
Da Frage ich mich, wie du es geschafft hast alleine Blindtests zu machen.
Ja sowas kenne ich auch. Ich war vor x-Jahren mal bei nem Stereo Workshop mit dem Matthias Böde. Der hat vor jedem Durchgang gesagt was für Unterschiede man gleich hören wird. :schief: Klar dass das alle gehört haben und keiner sich die Blöße gegeben hat zuzugeben, dass es eben keinen Unterschied gab. Ich persönlich habe da längst nicht alles nachvollziehen können und habe das auch so gesagt -> in der Stereo erschien dann ein Bild von mir und einem von mir nie getätigten "Zitat" - ich hatte mir da kurz überlegt eine Gegendarstellung zu erwirken, letztlich wars mir aber zu lächerlich.

Für so nen Blindtest, gerade wenn es wirklich nur um Nuancen geht, eignet sich mMn nicht jeder. Zum einen sorgt die "Prüfungssituation" bei vielen für Stress und Erfolgsdruck, so kann es natürlich nichts werden! Zum Anderen sollte man für die akustischen Phänomene auch sensibilisiert sein. Das Beispiel mit dem Weintrinker habe ich ja schon öfters gebracht. Nur wer sich selbst klarmacht was er hört und warum es gefällt oder eben nicht wird auch eine vernünftige Aussage machen können. Wer das nicht kann wird scheitern...
Ich habe bis heute so 1-2 dutzend Tests gesehen und in keinem konnte niemand auch nur in mehr als 3/4 der Fälle richtig entscheiden, was statistisch in den Bereich nicht signifikant, sondern eher gut geraten fällt. Irgendwo hätte dort aber wohl mal jemand dabei sein müssen, der auch ein "Weintrinker" der Audiophilie ist.

Und, machen die den Eindruck, dass sie sich nur zum Zeitvertreib mit den Kabeln beschäftigen obwohl alles schon längst erfunden und erforscht wurde und es im Büro langweilig wäre, wenn man nicht wenigstens ein paar mal raus käme zum messen?
Das fällt leider unter Verschlusssache (Verschwiegenheitsklausel), aber ich sag es mal so. dreistellige Beträge für Kabel sind rausgeschmissenes Geld im Audiobereich.
 
Da Frage ich mich, wie du es geschafft hast alleine Blindtests zu machen.

Wo habe ich denn geschrieben, dass ich diese alleine gemacht habe? Ich habe aber weder einen Blog noch sonst eine Veröffentlichung dazu gemacht - warum auch?

Als nächstes kommst du mir vermutlich auch noch mit akustischen Dioden

Zum Thema akustische Diode: Neuartig: Akustische Diode - ELEKTOR.de | Elektronik: Analog Digital Embedded Mikrocontroller Audio Messtechnik

Ich habe bis heute so 1-2 dutzend Tests gesehen und in keinem konnte niemand auch nur in mehr als 3/4 der Fälle richtig entscheiden, was statistisch in den Bereich nicht signifikant, sondern eher gut geraten fällt. Irgendwo hätte dort aber wohl mal jemand dabei sein müssen, der auch ein "Weintrinker" der Audiophilie ist.

Hätte sein müssen, aber das da keiner dabei war ist ja kein Beweis dafür, dass es das nicht gibt.

Das fällt leider unter Verschlusssache (Verschwiegenheitsklausel), aber ich sag es mal so. dreistellige Beträge für Kabel sind rausgeschmissenes Geld im Audiobereich.

Hm, soviel zu deinen Quellen...;)

Das das P/L Verhältnis der Kabel nicht besser wird, wenn diese teurer werden ist ja kein Geheimnis. Dass es aber dennoch auch Kabel gibt, die da noch ein Stück besser sind und es Leute gibt, die dafür bereit sind Geld zu zahlen steht auf einem anderen Blatt. Es soll ja auch Leute geben, die alle 2 Jahre ein neues Handy für 800€ kaufen, obwohl eines für 200 mindestens genauso gut zum Telephonieren ist!
 
Wo habe ich denn geschrieben, dass ich diese alleine gemacht habe? Ich habe aber weder einen Blog noch sonst eine Veröffentlichung dazu gemacht - warum auch?
Mich würde da gerne mal der Testaufbau/-abfolge und die Ergebnisse interessieren. Dadurch, dass ich mich schon ein wenig mit entsprechenden Studien beschäftigen durfte, konnte ich feststellen, dass die meisten ihre Ergebnisse durch selbiges bereits heraufbeschwören.
Das habe ich auch schon gelesen. Nur sprechen die meisten bei Spikes davon, dass sie als selbige arbeiten (was quatsch ist). Das aus dem Artikel ist eher in den Bereich Grundlagenforschung anzusiedeln.
Hätte sein müssen, aber das da keiner dabei war ist ja kein Beweis dafür, dass es das nicht gibt.
Bei einer entsprechend großen Schnittmenge, sollte irgendwann wer dabei sein
Hm, soviel zu deinen Quellen...;)
So gerne ich auch Diskutiere, so sehr ist mir doch mein Job wichtig. Das Foto von vor ein paar Tagen hätte ich hier auch nicht reinstellen dürfen, eigentlich ;)
Das das P/L Verhältnis der Kabel nicht besser wird, wenn diese teurer werden ist ja kein Geheimnis. Dass es aber dennoch auch Kabel gibt, die da noch ein Stück besser sind und es Leute gibt, die dafür bereit sind Geld zu zahlen steht auf einem anderen Blatt. Es soll ja auch Leute geben, die alle 2 Jahre ein neues Handy für 800€ kaufen, obwohl eines für 200 mindestens genauso gut zum Telephonieren ist!
Den Handyvergleich hättest du dir sparen können, bis dahin hatten wir ja ein angenehmes Niveau.
Bei den Kabel ist es nunmal so, dass in der Regel, wenn die Kabel keine weiteren Schäden haben, "normale" Lautsprecherkabel z.B. die Variante oben (dann mit 1mm statt 0,387) vollkommen aussreicht. Was man dadrüber hört, ist, ja wie soll man das sagen. Einbildung klingt immer negativ. Ich glaube dir, dass du meinst Unterschiede hören zu können. Ob die wirklich da sind, ist eine andere Geschichte.
 
Mich würde da gerne mal der Testaufbau/-abfolge und die Ergebnisse interessieren. Dadurch, dass ich mich schon ein wenig mit entsprechenden Studien beschäftigen durfte, konnte ich feststellen, dass die meisten ihre Ergebnisse durch selbiges bereits heraufbeschwören.

Testaufbau ist ganz einfach. Meine Anlage an der ein Kumpel Kabel/Komponente tauscht oder eben nicht. Das Ganze so, dass ich nichts sehe, wobei ich zugebe, dass das der größte Knackpunkt ist. Wir haben schon mit verbundenen Augen gearbeitet und mit Zimmer verlassen (beim reinkommen kann man nicht sehen was angeschlossen ist) und das eine oder andere mehr. Streng genommen ist das kein DBT weil eben der Vorführer weiß, was angeschlossen ist. Allerdings, solange der den Mund hält bzw. während des Ablaufes das Zimmer verlässt (zusätzliche Personen verändern je nach Aufenthaltsort die Raumakustik recht deutlich) erscheint mir das als vernachlässigbar. Der Ablauf ist dann weiter so, dass mindestens ein komplettes Stück gehört wird z.T. auch ganze CDs. Kurze Wechsel hin und her bringen nur Unruhe in den Ablauf und erschweren die Konzentration.

Früher an der Uni, da hatten wir andere Möglichkeiten und das Ganze streng nach "Vorschrift" gemacht. Kabeltests haben aber auch da interessante Ergebnisse gehabt. Allerdings mehr in der Hinsicht, dass vielfach nicht das teuerste Kabel das Beste war und schon gar nicht in jeder Kette. Neben mir haben es aber noch 2 Komilitonen geschafft Kabel signifikant auseinander zu halten, also so selten scheint diese Art von Mensch nicht zu sein. ;)

Das habe ich auch schon gelesen. Nur sprechen die meisten bei Spikes davon, dass sie als selbige arbeiten (was quatsch ist). Das aus dem Artikel ist eher in den Bereich Grundlagenforschung anzusiedeln.Bei einer entsprechend großen Schnittmenge, sollte irgendwann wer dabei sein.

Ich hatte das vor einiger Zeit in der elektor gelesen und als du damit kamst eben gegoogelt. Davor hatte ich davon noch nix gehört.

Was Spikes betrifft, so haben die auch eine Wirkung, bloß warum das ne Diode sein sollte ist mir auch noch nie klar gewesen. Ich habe ja gelernt, das Aktio = Reaktio ist und insofern...

So gerne ich auch Diskutiere, so sehr ist mir doch mein Job wichtig. Das Foto von vor ein paar Tagen hätte ich hier auch nicht reinstellen dürfen, eigentlich ;)

Ich habe da volles Verständnis für. Ich habe als Entwickler auch Informationen, die ich nicht streuen darf. Es ging mir nur darum, dass du mich zu Quellenangabe aufrufst, was wie du sicher einsiehst bei privaten Tests Unsinn ist, selber aber eben auch keine lieferst.

Bei den Kabel ist es nunmal so, dass in der Regel, wenn die Kabel keine weiteren Schäden haben, "normale" Lautsprecherkabel z.B. die Variante oben (dann mit 1mm statt 0,387) vollkommen aussreicht. Was man dadrüber hört, ist, ja wie soll man das sagen. Einbildung klingt immer negativ. Ich glaube dir, dass du meinst Unterschiede hören zu können. Ob die wirklich da sind, ist eine andere Geschichte.

Mir ist ja immer noch nicht klar, warum es keine Unterschiede geben sollte. Technisch hat mir bislang niemand beweisen können, dass es so ist - das Umgekehrte genauso wenig. Es ist mir auch ehrlich gesagt egal, wichtig ist für mich, dass meine Anlage so klingt wie ich es haben will und das Ganze in einem Test auch nachvollziehen kann. Wie gesagt beim Kauf meiner Boxen hat es mehrere Schleifen mit jeweils mehreren Kabeln gebraucht, bis ich das Richtige gefunden habe - mein Händler, der mich und meine Anlage gut kennt hätte gewettet, dass ich ein anderes nehme, weil das seiner Meinung besser zu meinem Geschmack gepasst hätte...
 
Warum technisch kein Unterschied? Abgesehen von dem, was ich oben geschriebne habe, gerne auch das hier:
Die Wahrheit über Lautsprecherkabel

Habs gerade eiligu nd kann deshalb nicht mehr schreiben...

Den Link kenne ich, das ist aber technisch gesehen wirklich Gefasel von jemandem, der zwar sicher eine technische Ausbildung genossen hat, aber sicher sich noch nie mit der Thematik auseinandergesetzt hat.
 
Dipl. Elektrotechniker momentan zeitweise am Institut für technische Akustik tätig.
Von der technischen Seite stimmt das. Deshalb habe ich es ja gepostet. Man könnte vieles weiter ausholen, aber im Kern sagt der link alles.
 
Der Link ist deswegen Mist, weil er vor allem auf Dinge wie die Dämpfung abzielt, also vom Widerstand kommt. Weiter unten nimmt er dann noch auf die anderen klassischen Messwerte Bezug (und liegt da sogar falsch... zumindest in bestimmten Konfigurationen).

Wenn man aber mit Leuten redet, die sich wirklich beruflich mit (solchen) Kabeln auseinandersetzen, dann fallen diese Begriffe interessanterweise gar nicht - eben weil sie auf das Klangliche Ergebnis keinen Einfluss haben. In so fern hat der Typ ja recht, bloß sieht er nicht, dass es eben andere Dinge gibt, die sehr wohl eine Rolle spielen, sich aber nicht mit der von ihm verwendeten Schulphysik 7. Klasse erfassen lassen.

Hört doch mal einem Ray Kimber zu. Der kann Stundenlang, technisch begründet und voodoofrei über Kabel reden...
 
Hört man jemanden zu, der sein Werk verkaufen will, klingt immer alles ganz toll.
Hört man jemanden zu, dem es egal ist, ob sie besser/schlechter klingen (also damit keinen Gewinn nach sich ziehen will) und das rein neutral betrachtet, sieht das meist anders aus.

Aber ich würde mich freuen von dir zu hören, welche unglaublichen Effekte vernachlässigt wurden.

Die wenigen Punkte die mir einfallen ist der minimale kapazitive Effekt durch das Gummi der mechanischen Abschirmung oder/und fehlende EMF Abschirmung an sich.
Wir reden hier ja noch immer von Kabel, die keine 100. Meter lang sind. Da gibt es freilich noch andere Dinge.
 
Hört man jemanden zu, der sein Werk verkaufen will, klingt immer alles ganz toll.
Hört man jemanden zu, dem es egal ist, ob sie besser/schlechter klingen (also damit keinen Gewinn nach sich ziehen will) und das rein neutral betrachtet, sieht das meist anders aus.

Das Problem ist aber, dass man eben immer nur die Meinung derer hört, die sich noch nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt haben und versuchen dem ganzen mit Schulphysik beizukommen. Da mag die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen, aber selbst ihr zwei habt euch trotz eurer Ausbildung und Tätigkeit mit Sicherheit noch nicht ernsthaft und vor allem ingenieursmäßig bzw. wissenschaftlich mit der Thematik auseinandergesetzt. Das ist kein Problem, aber es ist halt in den allermeisten Fällen so, dass wenn man in die Tiefe in ein vermeintlich einfaches Thema einsteigt es sehr schnell die Einfachheit verliert...

Ich bin auch kein Experte, was Kabel anbelangt, aber ich höre hin und lese zu dem Thema gelegentlich das eine oder andere bzw. diskutiere mit Bekannten, die eben genau das tun - sich wissenschaftlich mit den Phänomenen auseinander zu setzen.

Zunächst muss man sich mal klar werden, was Audiokabel von den meisten anderen Anwendungen der Signalübertragung unterscheidet. das wäre die Bandbreite, diese umfasst immerhin rund 10 Oktaven, das gibt es sonst eher nicht - mir wäre zumindest kein anderer Anwendungsfall so auf die Schnelle bekannt. Dazu geht die Bandbreite bei wenigen Hertz also quasi "Gleichstrom" los und kratzt im oberen Bereich am Ultraschall.

Klingt erst mal unspektakulär, führt aber dazu, dass alle nichtlinearen frequenzabhängigen Parameter eben auch extrem Variieren (prozentual gesehen). Bei reiner Hochfrequenztechnik mit einer üblichen Bandbreite von < 1 Oktave sind zwar die Effekte insgesamt größer, aber eben auch im Übertragungsbereich quasi stabil. Damit kann man leichter umgehen als mit stark schwankenden Parametern.

Um mal Effekte beim Namen zu nennen, da wäre der Skin Effekt - dessen Auswirkungen natürlich nicht so groß sind wie bei Signalen im MHz Bereich, aber immerhin geht der Effekt von quasi Null bei wenigen Hertz auf einen schon recht deutlichen Effekt bei 20kHz (Eindringtiefe liegt dann noch bei 0,4 mm). Ähnliches sind z.B. dielektrische Verluste oder auch Wirbelstromeffekte.

Das heißt nichts anderes, als dass jeder Frequenzbereich andere elektrische Parameter vorfindet. Und genau das unterscheidet Audiotechnik von den meisten anderen Anwendungen.
 
Problem ist doch aber, dass die angeblichen Probleme, wie Skin-Effekt im Audio garnicht auftreten. Die Firmen erzählen uns von irgendwelchen Problemen und Gegenmaßnahmen, die garnicht realistisch sind. Viele Probleme treten im 100kHz oder Megaherz Bereich auf. Das hat nix mehr mit HiFi zutun. Es wird immer erzählt: "Junge nimm einen großen Querschnitt!" Also bei 6mm² will ich mal Skin sehen. Wenn dich SKin stört, nimm statt Litze, Massivdraht. Skin würde auf jeder Litze Auftreten, also flächenmäßig recht viel. Bei Massivdraht ist die Oberfläche geringer. Folglich müsste HiFi-LS-Kabel aus Massivdraht oder so wenig wie möglich Litzen bestehen.
Noch so nen Ding ist kristallines Kupfer. Da sollen sich die Elektronen schneller und direkter bewegen können. Also Lichtgeschwindigkeit und 2m Kabellänge.... Also mir ist egal ob das Elektron dann plötzlich schneller als Licht ist (wobei das schon lustig wäre). Hauptsache es kommt am Zeil an. Obwohl ja so ein Kabel ja angeblich schnell beeinflusst wird, hab ich noch nie eins mit Ferritmantel gesehen. Schirm ist auch sehr selten.

Bei Bedarf kann ich dir ja Mantelferrite zusenden. Ich hab noch 30 rumliegen :D
 
Natürlich tritt der Skin Effekt auch bei niedrigeren Frequenzen auf, nur eben nicht so stark. Aber viel entscheidender ist, dass er eben über den Übertragungsbereich sehr stark schwankt. Das ist das viel wichtigere!

Abgesehen davon sollte man eben erst recht Litze nehmen, deren Querschnitt eben so gewählt ist, dass die Eindringtiefe von 0,4 mm bei 20kHz (soviel zu tritt nicht auf...) zu keiner Verkleinerung des Querschnitts führt...

Aber Skin ist eben nur einer der Dinge die auftreten.

Zum Thema Geschwindigkeit. Dir ist doch hoffentlich klar, dass sich Elektronen in einer Leitung eben nicht mit Lichtgeschwindigkeit bewegen?! Der Unterschied ist zwar komplett vernachlässigbar, aber an c kommen die nicht ran...
 
es ist ein Näherungswert.
Skin ist, wie der Name schon sagt, ein Oberflächeneffekt. Litze hat viel mehr Oberfläche, also folglich mehr Skin. Bringt auch nix es mit versilbern zu kompensieren. Das bringt keine messbaren Zeitunterschiede bei 2 bis 3 Meter. Frequenzen zu Skin hab ich nie genannt. 20Hz bis 20 kHz ist übrigens so gut wie nix.

Ich bring dir auch auf 300m 0,5mm2 nen 100Mbit Anschluss inkl. analog Telefonie ohne Fehler. (Beispiel)
 
Zurück