Wenn halbe Tennisbälle optisch zu verkraften sind, sind die die beste Lösung vom P/L-Verhältnis. Teure Gummidämpfer sehen dann oft noch besonders gut aus und haben einen ausgeklügelteren Federmechanismus, also da gibt es schon noch Qualitätsunterschiede. Allerdings sollte man es bei "nur" Magnat Monitor Lautsprechern nicht übertreiben. Um die beliebten Auto-Vergleiche zu nutzen: Wenn man auf einen Trabant große Breitreifen aufzieht wird er dadurch auch nicht schneller

Ich denke wenn der Boden wirklich hörbar mitschwingt bei Einsatz der mitgelieferten Gumminoppen, dann tun es ein paar billige Dämpfer für 10-15€.
EDIT: hier nochmal eine detaillierte Beschreibung wie Spikes funktionieren:
Grundsätzlich muss man verstehen was mit Schwingungen innerhalb des Spikes passiert. Man kann das im Prinzip mit einer Druckpumpe aus dem Physikunterricht oder mit einem Trichter vergleichen.
Auf der einen Seite hat man eine große Fläche, auf der anderen Seite eine kleine Fläche (idealisiert einen Punkt). Die Amplitude der Schwingung wird mit abnehmendem Durchmesser größer, die Konzentration der Schwingungen nimmt also zur Spitze hin zu und wird dadurch in die Richtung der Spitze gerichtet.
Bei Nutzung des Spikes mit Spitze nach unten passiert nun folgendes:
Der Spike nimmt über die große Verbindungsstelle mit dem Lautsprechergehäuse die vom Lautsprechergehäuse abgegebenen Schwingungen gut auf. Durch den Spike werden die Schwingungen nun in Richtung Spitze transportiert und dort konzentriert an den Boden abgegeben. Damit koppelt man den Lautsprecher also an den Untergrund an, denn die Schwingungsenergie des Lautsprechergehäuses geht auf den Boden über, das LS-Gehäuse schwingt weniger, der Boden schwingt mehr. Bei einem harten Boden wie Beton oder ähnliches macht das nichts aus, da die Schwingungsenergie des Lautsprechers kaum ausreicht um den Boden in hörbare Bewegung zu versetzen. Hat man aber einen weichen Boden (wie Parkett oder Laminat) fängt dieses natürlich unkontrolliert an mitzuschwingen, was letztendlich zu einem unterschwelligen dröhnenden "Wummern" führt.
Deshalb nutzt man das Prinzip des Spikes dort auf eine andere Weise indem man ihn einfach mit der Spitze nach oben benutzt:
Durch die geringe Kontaktfläche des Spikes mit dem Lautsprechergehäuse werden schonmal viel weniger Schwingungen (genauer: mechanische Energie des LS-Gehäuses) auf den Spike übertragen. Die Energie die trotzdem noch auf den Spike übertragen wird, verliert durch die Pyramidenform an Intensität, die "Konzentration" nimmt ab und der Boden wird nun fast garnichtmehr in Schwingung versetzt, der Lautsprecher ist vom Untergrund entkoppelt.
Die Gegenstücke für Spikes ändern an diesem Prinzip übrigens garnichts, die kleine Auflagefläche des Spikes und seine "verdichtende" Form bleiben ja trotzdem erhalten.
Bei der Entkopplung mittels Gummidämpfern nutzt man das einfache Prinzip, dass ich einem elastischen Stoff wie Gummi mechanische Energie in thermische Energie umgewandelt wird. Fängt der Gummi durch die Schwingung also an sich zu bewegen wird er warm (sehr minimal) und gibt die Energie so ab.
Eine ideale Lautsprecher-Entkopplung sieht übrigens so aus:
Man Koppelt den Lautsprecher mittels Spikes (mit Spitze nach unten) an eine schwere (harte) Platte (Granit und Marmor eignen sich hierfür sehr gut) an. Dadurch werden die Schwingungen des LS-Gehäuses an die Platte abgegeben, die aber selbst durch ihre Härte ein sehr geringes Schwingungsvermögen hat. Um die Restschwingung der Granitplatte nun vom Boden fernzuhalten nutzt man dafür bestenfalls sehr gute Dämpfer. Damit geben fast nurnoch die Membranen die Akustik an die Raumluft ab da die Gehäuseschwingungen von der harten Grundplatte absorbiert wurden und der Boden entkoppelt ist.
Ich hoffe das war jetzt halbwegs nachvollziehbar. Und bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage nehmen, das ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern soll die Vorgänge grob gezeichnet veranschaulichen und deutlich machen wofür Spikes und Dämpfer gut sind.
Es ist immer wieder lustig zu sehen, wenn Leute ihre Lautsprecher mit Spikes an Holzboden ankoppeln. Sieht gut aus, bringt klanglich genau das Gegenteil von dem was man erreichen wollte.