Sonden in Blutbahn

Ach so.
Eine recht effektive Möglichkeit ist die Elektroperforation. Dabei wird das Protein in den Zellhaufen gespritzt und die entsprechenden Stellen des Körpers dann unter Strom gesetzt. Dadurch werden die Zellmembranen (auch die des Zellkerns) durchlässig und das Protein kann sich verteilen.
Es gibt noch andere Methoden, wie z.b. mit Proteinen/DNA/Wirkstoff beschichtete Goldkügelchen in die Zellen zu schießen. Da wird allerdings mehr zerstört, als geholfen.

Viel effektiver und weiter verbreitet ist aber die Benutzung von Viren, wobei allerdings der Erbgut-Abschnitt des Proteins in das Virengenom eingebaut werden muss, welcher natürlich vorher unschädlich gemacht wurde. Viren vermehren sich dadurch, dass sie ihre DNA in die Wirtszelle einbringen oder in die Wirts-DNA einbauen, welche bei der Zellteilung des Wirts dann ebenfalls abgelesen wird, sprich das Merkmal, was auf dem DNA-Abschnitt gespeichert ist, wird ausgeprägt; in diesem Fall das P53 Protein.
Die Membran des Zellkerns ist übrigens "grobmaschiger" als die der Zelle, weshalb es kein Problem für den "fremden" DNA-Abschnitt darstellt, in den Zellkern zu gelangen.

Viren (und Proteine übrigens auch) verteilen sich ebenfalls über Blut- und Lymphbahnen und gelangen auch so zu den betroffenen Zellen.
 
Das man die elektrischen Verfahren sicher am lebenden Körper einsetzen kann, wusste ich noch nicht. Dachte, das wäre nur ein Fall für Zellkulturen. *gelernt*
Das müsste ja eigentlich auch wesentlich direktere Verfahren zulassen, z.B. könnte man gezielt Farbstoffe, die extern via Laser angeregt werden (und z.B. zu zeitweilig wirkenden Giftstoffen zerfallen) einschleusen.

Buckshot ist jedenfalls nicht für komplexe Organismen geeignet, da bin ich mir ziemlich sicher. Das kann man nehmen, wenn man in eine große Menge von Keimzellen was einschleusen will.

Wie es bei den Viren mit praktischer Anwendung aussieht, weiß ich nicht. In der Forschung sind Phagen Standardwerkzeug, aber ich dachte, medikamentöse Anwendung wäre bis auf weiteres zu riskant - man kann ja weder genau steuern, wo das Fragment eingefügt wird (und was es dabei ggf. zerstört), noch bekommt man es zuverlässig wieder entfernt. (was wohl gerade bei einer Sequenz, die ein der Dedektion dienendes Protein codiert, das nur kurz benötigt wird, arg unpraktisch wäre)
 
Das man die elektrischen Verfahren sicher am lebenden Körper einsetzen kann, wusste ich noch nicht. Dachte, das wäre nur ein Fall für Zellkulturen. *gelernt*
Das müsste ja eigentlich auch wesentlich direktere Verfahren zulassen, z.B. könnte man gezielt Farbstoffe, die extern via Laser angeregt werden (und z.B. zu zeitweilig wirkenden Giftstoffen zerfallen) einschleusen.

Das würde aber nur knapp unter der Haut funktionieren, viel tiefer kommt ein Laser meines Wissens nicht, ohne Schäden zu hinterlassen.

Wie es bei den Viren mit praktischer Anwendung aussieht, weiß ich nicht. In der Forschung sind Phagen Standardwerkzeug, aber ich dachte, medikamentöse Anwendung wäre bis auf weiteres zu riskant - man kann ja weder genau steuern, wo das Fragment eingefügt wird (und was es dabei ggf. zerstört), noch bekommt man es zuverlässig wieder entfernt. (was wohl gerade bei einer Sequenz, die ein der Dedektion dienendes Protein codiert, das nur kurz benötigt wird, arg unpraktisch wäre)

Zu Anwendung freigegeben ist dieses Methode noch nicht, jedoch sehr vielversprechend und es wird intensiv dran geforscht. Behandelt werden damit bisher nur austherapierte Menschen (natürlich freiwillig und auf Versuchsbasis), d.h. Menschen, denen mit keiner Therapie mehr geholfen werden kann und die in naher Zukunft sterben müssen.
Bisher wurde auch nur daran geforscht, fehlende menschliche DNA-Stücke wieder in das Genom einzufügen, neue DNA-Abschnitte kann man zum Glück noch nicht herstellen. Dabei ist es unwichtig, wo das Fragment eingesetzt wird, es wird ja als ganzes eingesetzt. Ob es bei der DNA-Replikation jetzt an 345. oder 6012. Stelle abgelesen wird, ist egal.
Diese Art der Therapie dient eigentlich hauptsächlich dazu, die regulativen/reparierenden Proteine bei Krebspatienten wieder herzustellen, weshalb man die Abschnitte auch nicht mehr entfernen muss. Wo der DNA-Abschnitt jedoch eingefügt wird (und welcher Genabschnitt dabei evtl. beschädigt wird) obliegt noch dem Phagen. Bei Krebszellen führt dies sowieso meist dazu, dass der Zelltod ausgelöst wird, da die DNA der mutierten Zellen mit fehlenden regulativen/reaprierenden Proteinen weiter mutiert, andernfalls wird die DNA dann repariert.

Was du auch wissen solltest ist, dass der komplette DNA-Strang nur bei der Zellteilung abgelesen wird, d.h. bei den meisten Zellen, die den neuen Abschnitt abbekommen wird das Genprodukt (z.b. ein Protein) nur einmal ausgeprägt. Einzelne Teile der DNA können trotzdem bei Bedarf abgelesen werden. Krebszellen teilen sich ungehemmt, weshalb sich diese Methode gut zu Behandlung von Krebs eignet.
 
Ein Zitat von OctoCore:
"Noch nicht Nano, aber immerhin Micro:
Micro-U-Boot mit Schraubenantrieb (Schraubendurchmesser 600µm) - technischer Stand der Jahrtausendwende.Sonden in Blutbahn-uboot.jpg
Für größere Adern durchaus geeignet."

Frage an dich: Woher hast du diese Info und dieses Photo?

Besten Dank für eine Antwort, falls du antworten solltest.. ;-)
 
Das ist schon alles in der Erforschung ... dummerweise gibt es das Klassen-Problem, das heisst zuerst kriegt die Elite der Menschheit diese Wundermedizin ...
 
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