Wie stellt ihr Euch denn einen Rückruf praktisch vor?
Austauschen... gegen was denn? Der Bug steckt im Microcode, nicht in der CPU (von den Chargen mit dem Oxydationsproblem abgesehen). D.h. man kann keine CPUs ohne diesen Bug ausliefern, denn der Microcode wird von den BIOSen beim Booten erst nachgeladen!
Und wie soll der Rückruf praktisch über die Bühne laufen? Selbst wenn man alle Kunden erreicht und sie auffordert die CPU zurückzuschicken... Und dann?
Abgesehen von dem Problem, dass ein Austausch nichts bringen würde, da der Bug damit ja nicht behoben ist, Intel hat nicht im Ansatz so viele CPUs vorliegen, dass sie die Produktion von 2 Jahren aus dem Stand austauschen könnten.
Und Geld zurück? Ja, schön und gut, und dann? Was mach ich mit meinem 1700er Board und 500€ aber ohne CPU? Das ist doch purer Irrsinn!
Der einzig sinnvolle Weg ist eine Zusage, die CPU zeitlich unbegrenzt zu tauschen, wenn ein Anwender Probleme bekommt. So wie es auch beim Pentium Bug gemacht wurde. Und indem man sicherstellt, dass der Austausch-Prozessor nur auf einem Board mit aktualisierter Microcode-Version eingesetzt wird, wie man das auch immer sicherstellen will.
Es war ja bei den Tests schon kein wirkliches Geheimnis, das es auf Dauer zu Problemen kommen kann.
Welche Tests? Was war da klar?
Besser wäre es. Möglicherweise wartet Intel noch damit, bis sie die weiteren Ursachen neben der Spannung herausgefunden und gesichert haben. So kurz vor Arrow Lake ist das natürlich ärgerlich. Ob sie daraus lernen? Vor allem, ob die Kunden daraus lernen? Auffällig ist, dass es einige Prozessoren gibt, die gar keine Probleme aufzeigen, auch nicht nach längerer Laufzeit. Was ist bei denen anders? Wir versuchen im Gespräch mit Intel noch weitere Informationen zu erhalten, aber in letzter Zeit ist Schweigen leider Gold
Besser wäre was? Ein Rückruf? Ja wie denn? Kannst Du meine Fragen nach der Durchführbarkeit oben denn beantworten?