Auf CBase gibt es dazu schon einen Artikel. Und mittlerweile über 360 Kommentare

Reicht von "der Markt soll Alles alleine richten" bis zu "Zwingt die Hersteller nur noch Smartphones zu bauen die 20 Jahre halten und so lange auch Updates bekommen."
Irgendwo in der Mitte liegt wohl die vernüftigste Lösung.
Denke der EU-Markt ist groß genug um ein paar Bestimmungen durchzusetzen. USB-C Ladekabel, Standby Verbrauch wurden auch durchgesetzt und deshalb wurde nicht alles unverhältnissmäßig teuer.
Alles bis ins Kleinste zu regeln halte ich aber nicht für sinnvoll. Denn eine neue Geräteklasse könnte irgendwann auch kommen und Smartphones somit ablösen und dann ist die Regelung überholt. Für Einige sicherlich unvorstellbar aber vor 20 Jahren war es auch unvorstellbar das Jeder mit einem Smartphone durch die Gegend läuft und damit im Internet surfen kann. Von daher sollte man Regelungen gleich auf alle mobilen Geräte mit Akku beziehen.
Vorzuschreiben wie gut der Akku sein soll halte ich auch für sinnlos, da ein guter Akku heute schon ein Kaufargument ist und auch alle Geräte mit schlechtem Akku schlechte Testergebnisse bei Fachzeitschriften wie Youtubern einfahren. Den Energieverbrauch für mobile Geräte muss man ebenfalls nicht regeln. Verbrauchen die Geräte zu viel Energie ist der Akku direkt wieder leer und somit will das Gerät Niemand haben. Sowas kauft schon jetzt Niemand mehr. Das mit den Akkus regelt daher "der Markt" jetzt schon selbst. Auch festzulegen wieviel Kapazität ein Akku verlieren darf nach einer gewissen Zetispanne ist einfach nur unsinnig. Dann ein Handy-Akku mit 10000mAh der nach einem Jahr nur noch 80% Kapazität hat ist trotzdem noch besser als ein 7000mAh Akku mit 99% Kapazität. Es könnten mit solch einer Regelung sogar umweltfreundliche Akkus mit neuer Technik blockiert werden.
Reparaturteile sollten die Hersteller schon vorhalten und verhältnissmäßig günstig anbieten müssen. Eine detaillierte Auflistung der Kosten ist daher schon sinnvoll. Zu harte Lieferfristen zu setzten führt natürlich widerrum zu mehr Lagerhaltung von Teilen die vielleicht nie Jemand braucht und am Ende alle auf dem Müll landen. Da sollten unabhängige Experten ein sinnvolles Mittelmaß für Lieferfristen von Ersatzteilen erarbeiten. Dabei aber auch kleinere Hersteller berücksichtigen. Auch wird es schwierig wenn ein günstiges Handy 4 Jahre alt ist und dann noch repariert werden soll von einem Fachbetrieb. Selbst wenn die Teile nichts kosten aber der Einbau dann mit 100,- EUR berechnet wird, lohnt sich in vielen Fällen trotzdem keine Reparatur mehr.
Die Politik für Funktionsupdates würde ich weiterhin den Herstellern überlassen. Sicherheitsupdates können Sie von mir aus gerne für 5 Jahre einführen für alle mobilen Geräte. Allerdings sollte auch angegeben werden das bekannte kritische Sicherheitslücken nach spätestens 3 Monaten gepacht werden müssen, sonst gibt es Strafzahlungen oder Verkaufsverbote für das Produkt. Ich denke so wäre es mit relativ geringen Mehrkosten auch für kleinere Hersteller umsetzbar.
7 Jahre halte ich dagegen für Wahlkampfgetöse was direkt nach dem 26. September wieder vergessen ist. Die Meisten haben nach 7 Jahren schon längst wieder ein neues Smartphone, weil das Alte schon technisch komplett überholt ist oder schon zerstört wurde und eine Reparatur selbst zu günstigen Preisen nicht mehr lohnen würde. Das hat oft einfach mit der Art und Weise der Nutzung zu tun und nicht unbedingt mit geringer Wertschätzung oder einer Wegwerfgesellschaft. Ich möchte allerdings auch kein gepanzertes Handy haben welches zwar 20 Jahre hält aber dafür ein Kilo wegen der Panzerhülle wiegt. Von daher finde ich es schwierig hier Vorschriften zu machen wie gut ein Smartphone 100 Stürze überleben soll. Wieso nicht nur 50? Wieso nicht gleich 200?
Gibt für Alles ein für und wieder. Jetzt habe ich mich wahrscheinlich selbst in Widersprüche verstrickt.

Ist aber auch ein sehr komplexes Thema. Mit rein kapitalistischem oder sozialischtischen Denken kommt man da nicht weiter. Regularien und Rahmenbedingungen für eine ganze Geräteklasse setzenJA aber nicht Alles bis ins Kleinste dicktieren fände ich gut. Gerade für kleinere Anbieter wird es sehr schwierig, da die ganzen Tests bezahlt und sicherlich tausende Dokumente eingereicht werden müssen. Vor allem kann man ja erstmal ein paar Regularien einführen und diese noch später verschärfen. Geht man gleich mit Maximalforderungen an die Sache wird vielleicht der Wettbewerb zerstört und jedes EU-konforme Gerät was übrig bleibt wird gleich zig fach teuerer.