Aus der Reihe "gleicher als gleich":
Wer als Polizist Getränkebehältnisse auf Demos wirft, wird freigesprochen
Zur Erinnerung: Wer als nicht-Polizist etwas wirft, kann mehrere Jahre in den Bau wandern
(Vergleichsfall = einer der ersten Google-Treffer. Fälle mit exakt gleichem Vorwurf sind etwas mühselig zu finden. Aber jeder einzelne zieht mehr als das 10fache von 0 als Strafe nach sich.)
Da wäre Sippenhaft und als solche rechtsstaatlich bedenklich, denn "offensichtlich" ist da eben gar nichts. Wie können und sollen beispielsweise Kollegen, die den betreffenden Rechner zum fraglichen Zeitpunkt nicht im Blick hatten oder sich nicht einmal in der Dienststelle aufhielten, mehr zur Aufklärung beitragen als jeder Andere, der nicht Zeuge des Geschehens war?
Wer definitiv nicht da war, kann ausgeklammert werden. Wer definitiv in den Räumlichkeiten war und keine Aussage darüber machen kann, wer es war, hat entweder ein Aufmerksamkeitsproblem (was ihn für alle mit Kontrolle und Überwachung in Zusammenhang stehende Polizeiaufgaben unbrauchbar macht) oder aber er deckt Kriminelle (was ihn für alle Polizeiaufgaben unbrauchbar macht).
Ich wäre daher eher dafür, überprüfbare Strukturen zu schaffen, aus denen sich eine einwandfreie Haftbarkeit ergibt, also beispielsweise beschränkten und individualisierten Zugang für Beamte. Wessen Login in solchen Fällen auftaucht, muss sich erklären können.
In einem der Bedeutung der Daten angemessen geschützten System gäbe es nicht nur dass, sondern auch noch eine permanente, serverseitige Überwachung aller Zugriffe, die zumindest Zugriff nehmenden Rechner und Uhrzeit identifizieren könnte...
Haftet die Polizei eigentlich für Folgekosten derartige ekltanter, systematische DSGVO-Verstöße? Wenn man auf einmal Drohungen an die Privatadresse bekommt, aus einer Datenbank, in der auch Auto und ähnliches auftauchen, braucht man zumindest eine neue Wohnung/Haus in vergleichbarer Lage und mindestens gleicher Qualität, ggf. einen neuen Wagen, etc., einen Umstellservice für alle Kommunikations- und Zahlungsverbindungen, etc.. Das sollte man alles dem Verursacher in Rechnung stellen. Und zwar persönlich.
Das wird schon gemacht. Sonst wüsste man über diese Abfrage gar nichts.
Aber wer sperrt seinen PC ständig, wenn er mal kurz eine Akte holt o.ä.
Hoffentlich jeder, der mit derart umfangreichen persönlichen Daten arbeitet. Wenn nicht gilt obiges:
Wer unfähig ist, Gesetze einzuhalten, ist ungeeignet, als Polizist zu arbeiten. Und das so eklatant und selbstverantwortet, dass die sofortige Entlassung aus dem Beamtenstatus unter Verlust sämtlicher Pensionsansprüche das Minimum ist. "Die Polizei: Dein Feind und Gefährder"...
Wobei das schon am TLS scheitert.
Zumal man doch gar keine Quellen TKÜ bräuchte, wenn man in der Lage wäre Datenverkehr mitzuschneiden.
Es geht nicht darum, ob der Bundestrojaner irgendwelche Wirkung zeigt. So kompetent, wie unsere Institutionen in Sachen IT sind, müssen sie vermutlich erstmal XP installieren, damit er überhaupt läuft. Es geht darum, dass Privatunternehmen angewiesen werden, eine Infrastruktur für explizite Gesetzesbrüche einzurichten. Was kommt als nächstes? Angemietete Panzerbatallaione bei der Bundeswehr?