sind die H4 sätze zu niedrig ?

euremeinung zu den H4 sätzen?

  • Ja sie sind zu niedrig und müssen erhöht werden.

    Stimmen: 105 42,3%
  • Nein, es ist sogar zu viel H4, es sollte viel weniger H4 geben.

    Stimmen: 143 57,7%

  • Umfrageteilnehmer
    248
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Der Anteil der Est. läge bei ca. 33%. Aber die Erhöhungen der %-Zahlen sind spekulativ. Von daher ist es eher müßig sich darüber Gedanken zu machen.

Das wären dann ja mit Sozialabgaben, die vermutlich auch noch steigen werden die nächsten Jahre ca. 53%... Was ganz schön viel ist find ich.

Was die Grundsatzkritik am Steuersystem anbelangt, kann ich euch als jemand, der seit Jahren sich mit Steuern beschäftigt hat und wohl auch bis zum Rentenalter beschäftigen wird, sagen, dass das System an sich in Ordnung ist. Es ist zwar kompliziert auf Grund vieler (notwendigen!) Ausnahmeregelungen und mehrdeutigen Formulierungen, die sich leider auf Grund der Internationalisierung häufen, aber im Grunde fair.

Gut zu wissen :)

Vereinfachungspläne (ehemals FDP bevor sie an die Macht kamen) sind schlichtweg nicht durchführbar.

Das ist ja fast schon FDP typisch, dass ihre Pläne nicht realisierbar sind :D


Es ist leider in der Politik noch nicht angekommen, dass es wesentlich effizienter ist, Kosten zu senken, als Umsätze (sprich Steuern) zu generieren. Die Folge sind Abgabenerhöhungen, die eine Korrumpierung des Steuersystems zur Folge haben. Das ist aber kein Problem des Systems, sondern der Leute hinter dem System. Darunter leiden natürlich dann die kleinsten in der Gesellschaft.

Ein Problemlösung liegt aber nicht in einem (Steuer-)Systemwechsel, sondern ganz weit außerhalb, tief im materiellen Denken unserer Gesellschaft. Dort muss ein Umdenken stattfinden. Dass das aber auch zunächst Opfer fordert, scheint vielen nicht klar zu sein.

Da kann man dir nur zustimmen, ist schon erschreckend, wenn man sieht wie die Staatsausgaben steigen und steigen und steigen... und noch erschreckender ist eigentlich, dass niemand was dagegen unternimmt :(

mfg

Bärenmarke
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Ist das wieder so ein selbstloser Versuch von Dir, "Wissen zu vermitteln" und neue "Denkansaetze zugaenglich" zu machen?
.....

Och menno, da will ich mal mit einer Polemik bissl aus mir rausgehen um meine Meinung zu überzeichnen und dann das .... hätte aber wissen müssen, das mein persönlich abgestellter Wadenbeisser hinterher hechelt.
Hast du denn den verlinkten Artikel überhaupt gelesen?
Nächstes Mal mach ich es wieder besser, großes Indianerehrenwort. ;)
Übrigens liegst du mit deinem letzten Satz komplett daneben.

____________________________

Und? Niemand hat die Regierung darum gebeten die Banken zu retten ......
Soweit gehen wir konform.

.........
1. 300 Millionen sind es bereits (nach meiner eigenen Rechnung, die Regierung kommt sicherlich noch auf mehr) alleine durch die 5 € Erhöhung. Dazu kommen dann noch 640 Millionen für die Bildung von Kindern aus "armen" (der Zyniker/Realist mag jetzt auch "faulen" sagen) Verhältnissen.
Entschuldige, dass ich deine falschen Zahlen übernommen habe. Das mit dem "faul" war ein Foul. Wusste gar nicht dass es auch faule Verhältnisse gibt, widerspricht das nicht etwas der Individualtheorie?


2. Je erfolgreicher man ist, desto mehr Geld benötigt man. 100.000€ mögen für einen Hartz4ler ein Vermögen sein, für Menschen die sich dieses Geld hart erarbeiten müssen, Steuern und Abgaben dafür blechen und sich nebenbei noch einen ordentlichen Lebensstil finanzieren wollen, ist es fast schon zu wenig.
Mal ehrlich, 100.000 EUR (rund 8.333,33 EUR monatl.) sind auch für 90% der arbeitenden Menschen in Deutschland ein unerreichbares Jahreseinkommen. Arbeitest du schon oder träumst du noch von so einem Job? Ich will mich jetzt gar nicht beschweren, denn ich erhalte schon über dem Durchschnitt monatliches Einkommen, aber damit wäre ich dann sehr zufrieden. Was du mit deinem ersten Satz meinst, könntest du auch noch mal näher erläutern. Was ist Erfolg? Mehr Geld benötigt doch jeder - immer.

3. Sind es 100.000€ Brutto. Da gehen also noch die Steuern ab. Da landet man ganz schnell bei etwa 40.000€ effektiv nutzbares Jahresvermögen.
:wow: :huh: du meinst 60% Steuern und Abgaben? Und wie meinst du "nutzbar"? Das was man dann noch zur freien Verfügung hat? Also 3.333,33 EUR zur freien Verfügung abzgl. Versicherungen, Verbindlichkeiten, etc.?

4. Bei Hartzern kann man am ehesten "feilschen", eben weil sie nicht arbeiten und keine Steuern zahlen. In den letzten Jahrzehnten wurden immer nur die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgenommen, während man als Arbeitsloser wenig Grund zur Beschwerde hatte (eine große Mehrheit hat noch nicht einmal etwas in den Topf eingezahlt, aus dem jetzt gefischt wird). .....
Also die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden hier gesellschaftlich ausgegrenzt und als untere Klasse und Schicht etabliert? Da hab ich irgendwie was anderes erlebt.
Meinste nicht auch, dass "die Hartzer" (mit ein paar Ausnahmen) auch gerne für sagen wir mal 3.333,33 EUR arbeiten und dafür Steuern zahlen würden? (Ok, wer zahlt schon gern Steuern ... )
Arbeit muss sich wieder lohnen. Den Slogan trag ich sogar mit. Allerdings setzt den ja bekanntlich keiner um. Vielmehr ist man ja gerade damit beschäftigt, untere Einkommen weiter auszubauen, damit sich Arbeit nicht mehr lohnt. Ja, was denn nu? :huh:
 
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AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Mal ehrlich, 100.000 EUR (rund 8.333,33 EUR monatl.) sind auch für 90% der arbeitenden Menschen in Deutschland ein unerreichbares Jahreseinkommen. Arbeitest du schon oder träumst du noch von so einem Job? Ich will mich jetzt gar nicht beschweren, denn ich erhalte schon über dem Durchschnitt monatliches Einkommen, aber damit wäre ich dann sehr zufrieden. Was du mit deinem ersten Satz meinst, könntest du auch noch mal näher erläutern. Was ist Erfolg? Mehr Geld benötigt doch jeder - immer.

Bitte? 10.000€ sind nun wirklich nicht außerhalb der möglichen Grenzen. Sicher wird dies Jemand im Angestelltenverhältnis so gut wie nie erreichen, aber Selbstständige schon.

:wow: :huh: du meinst 60% Steuern und Abgaben? Und wie meinst du "nutzbar"? Das was man dann noch zur freien Verfügung hat? Also 3.333,33 EUR zur freien Verfügung abzgl. Versicherungen, Verbindlichkeiten, etc.?

Steuern werden logischerweise auf das Brutto Einkommen erhoben. Davon würden bei 49% Einkommenssteuer dann etwa 60% Steuern und Abgaben abgehen. Also sind wir eben nicht mehr bei den monatlich rund 8.333,33 EUR sondern bei einer deutlich niedrigeren Summe, da der Rest eben nicht wirklich nutzbar ist, sondern an den deutschen Fiskus und die Versicherungen gezahlt wird.

Also die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden hier gesellschaftlich ausgegrenzt und als untere Klasse und Schicht etabliert? Da hab ich irgendwie was anderes erlebt.
Meinste nicht auch, dass "die Hartzer" (mit ein paar Ausnahmen) auch gerne für sagen wir mal 3.333,33 EUR arbeiten und dafür Steuern zahlen würden? (Ok, wer zahlt schon gern Steuern ... )
Arbeit muss sich wieder lohnen. Den Slogan trag ich sogar mit. Allerdings setzt den ja bekanntlich keiner um. Vielmehr ist man ja gerade damit beschäftigt, untere Einkommen weiter auszubauen, damit sich Arbeit nicht mehr lohnt. Ja, was denn nu? :huh:

Nein. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden zum Zahlemann für alle abgestellt und kaum soll mal etwas für diese getan werden, heißt es gleich, die Bundesregierung wäre gefühlskalt und man gehe vor das Verfassungsgericht.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Bitte? 10.000€ sind nun wirklich nicht außerhalb der möglichen Grenzen. Sicher wird dies Jemand im Angestelltenverhältnis so gut wie nie erreichen, aber Selbstständige schon...
Hast du die ? Irgendjemand hier im Forum? Ich rede hier nicht von kurzfristigen Zwischenhochs.


Chefeinkäufer (geh. Management) Mannesmann (als es die noch gab): 105.000 /Jahr
weitere Führungspositionen (90.000/Jahr - 140.000/Jahr) hier: Manager: Gehalt nach Bereichen und Branchen
immerhin sind die wenigstens an deinem "Normalfall" (zumindest im Brutto) dran.
Chef der Metallbaufirma bei uns im Ort (35 Angestellte) ohne Rücklagen im Monat ungefähr 5.000-10.000 (eigene Angaben beim Freitagsskat),
Malerbetrieb (mein Schwager) 3 Angestellte 6.000,
Bäcker (Familienbetrieb der buckligen Verwandschaft) 6.500,
Uni-Ärzte bis 5.000 (in Bayern in Ausnahmefällen auch mal 7.000)
Richter a. BGH (guckst du BBesG: 7-9.000)
Staatssekretäre: (s.o. rund 10.000)

alle Angaben EUR (brutto). Die Selbsständigen stehen da eher (bis auf Ausnahmefälle im mittelständige Großunternehmen) im Regen. Und die müssen zusätzlich Rücklagen für die Aufrechterhaltung des Betriebs bereitstellen.
Die durch mich benannten 20% Arbeitnehmerschaft mit um die 8.000 EUR/montl. ist da wohl eher noch sehr hoch gegriffen.

Steuern werden logischerweise auf das Brutto Einkommen erhoben. Davon würden bei 49% Einkommenssteuer dann etwa 60% Steuern und Abgaben abgehen. Also sind wir eben nicht mehr bei den monatlich rund 8.333,33 EUR sondern bei einer deutlich niedrigeren Summe, da der Rest eben nicht wirklich nutzbar ist, sondern an den deutschen Fiskus und die Versicherungen gezahlt wird. ...
Schau bitte noch mal 5-6 Beiträge zurück, was Pokerclock geschrieben hat. Da sind wir bei rund 33% Steuer u. Abgaben.

Nein. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden zum Zahlemann für alle abgestellt und kaum soll mal etwas für diese getan werden, heißt es gleich, die Bundesregierung wäre gefühlskalt und man gehe vor das Verfassungsgericht.

:huh:
Das kapier ich jetzt nicht. Was wird denn für die AG un AN "gemacht"?!
Für bestimmte AG sehe ich ja jetzt grad noch so ein (immerhin wird ja fleißig Klientelpolitik betrieben), aber inwieweit profitieren denn AN (die selbst jederzeit arbeitslos und damit in den Teufelskreis Hartz kommen können) oder Selbsständige von den tollen "Maßnahmen" der Regierung? Zahlen die jetzt weniger Steuer? Sind deren Jobs jetzt sicherer?
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Schau bitte noch mal 5-6 Beiträge zurück, was Pokerclock geschrieben hat. Da sind wir bei rund 33% Steuer u. Abgaben.

Die Beiträge hättest du dir lieber selber nochmal anschauen sollen ;)
Wir waren zwar bei 26,5% reelle Steuerbelastung, aber mit Sozialabgaben waren wir bei 47% ;)
Mit den anvisierten 49%, wären wir sogar bei 53%. Wobei die Renten- und Krankenkassenbeiträge in den nächsten Jahren aufjedenfall auch noch steigen werden und man dann bestimmt schon die 55% erreicht.

Hab ich sogar weiter oben mit Pokerclocks Hilfe aufgelistet.

mfg

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AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Die Beiträge hättest du dir lieber selber nochmal anschauen sollen ;)
Wir waren zwar bei 26,5% reelle Steuerbelastung, aber mit Sozialabgaben waren wir bei 47% ;)
..................

mfg

Bärenmarke

Du hast auf Annahmebasis Werte interpoliert. Mehr nicht. Vielleicht sind die Werte auch bei 48% oder 45% oder 40% mit oder ohne Sozialabgaben und Versicherungen?
Das kann man dann sagen, wenn es soweit ist und genau das hat Pokerclock auch schon geschrieben. Was du dann daraus gemacht hast, ist wieder was anderes.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Bitte? 10.000€ sind nun wirklich nicht außerhalb der möglichen Grenzen. Sicher wird dies Jemand im Angestelltenverhältnis so gut wie nie erreichen, aber Selbstständige schon.

So?
Mit Angestellten hast du recht, selbst wenn die Stelle "Geschäftsleiter" heißt, liegt man im Schnitt noch rund 20% tiefer - trotz Bonuszahlungen.
Aber sonst scheinen deine Einkommenserwartungen eher einer alles-ist-wunder Filmwelt zu entspringen. 97,9% der deutschen Haushalte liegen unter deinem Wert. Wohlgemerkt: Haushalte, d.h. selbst mit zwei Einkommen zusammen gelingt es der überwältigenden Mehrheit nicht, auf deine Traumvorstellungen zu kommen.
(detailierte Statistiken konnte ich leider nicht finden, da Personen ohne festes Einkommen wohl nur über das Haushaltseinkommen zu fassen sind, da aber alles oberhalb von ~3000€/Monat nur noch in die Sammelgruppe "höherer Wohlstand" geschmissen wird - was aber vielleicht auch ein Hinweis darauf ist, dass fünfstellige Gehälter nicht so ganz wirklich die Regel seien können.)

So als Randnotiz: Die vielgescholtenen Bundestagsabgeordneten könnten ihre Diäten übrigens um 30% anheben und würden noch nicht über dem deiner Meinung nach realistischen Einkommen eines Selbstständigen liegen.


Die Beiträge hättest du dir lieber selber nochmal anschauen sollen ;)
Wir waren zwar bei 26,5% reelle Steuerbelastung, aber mit Sozialabgaben waren wir bei 47% ;)
Mit den anvisierten 49%, wären wir sogar bei 53%. Wobei die Renten- und Krankenkassenbeiträge in den nächsten Jahren aufjedenfall auch noch steigen werden und man dann bestimmt schon die 55% erreicht.

Hab ich sogar weiter oben mit Pokerclocks Hilfe aufgelistet.

Man kanns sich auch schönrechnen...
Die kritisierte Aussage, war die Behauptung, das man 60% Steuern zahlt, wenn man 100000€ im Jahr verdient.
Das man mit einer 7%igen Steuererhöhung, 1% Renten und 1% Krankenkassebeitragserhöhrung und unter Berücksichtigung aller weiteren Abgaben und unter Beibehaltung der heutigen Freibetrags/Abzugsregleungen auf 55% bei einem Einkommen von 52552€ kommen könnte ist nicht wirklich die gleiche Aussage.

Im übrigen habe ich den Eindruck, dass ihr beide immer noch nicht das Prinzip des Steuersystem verstanden habt, sondern weiterhin einfach Prozente addiert.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Ok. Dann wohnt ihr einfach in anderen Teilen Deutschlands, anders kann ich mir das nicht vorstellen.

Zumindest im Süd-Westen (der ja auch unverhältnismäßig reicher als der große Rest ist) kommt definitiv eine Mehrheit (wenn auch eine kleine) auf die genannten Werte.

Ich mache derzeit die Steuerunterlagen für 2 Betriebe (den eher kleinen meines Vaters und einen größeren Betrieb mit etwa 40 Mann Größe) und selbst mein Vater mit dem kleineren Betrieb kommt auf etwa 8000-10.000 im Monat. Anders wäre auch die ganze Finanzlast durch die Autos (2 Audis + 1 Mercedes Kastenwagen), die anlaufenden Kredite, die hohen Bankgebühren, die Privatversicherung und vorallem der Steuern nicht zu tragen.

Nicht, dass das aber wirklich eine Rolle spielt. Denn selbst unter diesem Spitzensteuersatz kommt man definitiv noch viel zu teuer weg.

Das kapier ich jetzt nicht. Was wird denn für die AG un AN "gemacht"?!
Für bestimmte AG sehe ich ja jetzt grad noch so ein (immerhin wird ja fleißig Klientelpolitik betrieben), aber inwieweit profitieren denn AN (die selbst jederzeit arbeitslos und damit in den Teufelskreis Hartz kommen können) oder Selbsständige von den tollen "Maßnahmen" der Regierung? Zahlen die jetzt weniger Steuer? Sind deren Jobs jetzt sicherer?

Habe ich mit einem Wort erwähnt, dass die Regierung derzeit irgendetwas für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber tut? Sie tut ja eben nichts und macht den Steuerzahler zum universellen Zahlemann. Darum geht es ja gerade.
Hartz 4 hat nichts, aber auch garnichts mit einem gesunden Sozialsystem gemein.
Ein gesundes Sozialsystem setzt auf getrennte Sozialversicherungen (bzw. die Ablöse für jene, die es sich leisten können darauf zu verzichten), so dass wirklich auch nur jenen etwas zu Gute kommt, die auch in die Kasse eingezahlt haben.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Versteh ich das richtig?
Du verrechnest die Kosten für Firmenwagen mit dem privaten Einkommen?

Dann machst du was falsch, die hier diskutierten Steuern würden nur auf das anfallen, was vom Betrieb in den Besitz deines Vaters übergeht. Firmenwagen, etc. sollten über den Betrieb finanziert und die Kosten somit an anderer Stelle, lange vorher abgezogen werden.
Das ein Betrieb leicht auf 10000€ Einnahmen im Monat kommt, ist sicherlich der Fall. Hier geht es um privates Einkommen in dieser Höhe, d.h. 120000€ im Jahr, die nach Bezahlung aller Betriebskosten, angestellten, ggf. betriebliche Rücklagen, Investitionen, etc. ins Privatvermögen des Firmeninhabers wechseln. (oder eben in aller Regel nicht, weil eine Firma, die 120000€ Gewinn für den/pro Inhaber abwirft, eben doch kein übliches Kleingewerbe ist, sondern schon ein mittelständischer Betrieb, wie ihn nur ein kleiner Teil der Bevölkerung besitzt)
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Versteh ich das richtig?
Du verrechnest die Kosten für Firmenwagen mit dem privaten Einkommen?

Dann machst du was falsch, die hier diskutierten Steuern würden nur auf das anfallen, was vom Betrieb in den Besitz deines Vaters übergeht. Firmenwagen, etc. sollten über den Betrieb finanziert und die Kosten somit an anderer Stelle, lange vorher abgezogen werden.
Das ein Betrieb leicht auf 10000€ Einnahmen im Monat kommt, ist sicherlich der Fall. Hier geht es um privates Einkommen in dieser Höhe, d.h. 120000€ im Jahr, die nach Bezahlung aller Betriebskosten, angestellten, ggf. betriebliche Rücklagen, Investitionen, etc. ins Privatvermögen des Firmeninhabers wechseln. (oder eben in aller Regel nicht, weil eine Firma, die 120000€ Gewinn für den/pro Inhaber abwirft, eben doch kein übliches Kleingewerbe ist, sondern schon ein mittelständischer Betrieb, wie ihn nur ein kleiner Teil der Bevölkerung besitzt)

Der Betrieb meines Vaters ist aber ein Kleinbetrieb (im dem Sinne, dass es nur einen Inhaber und einen Lehrling gibt und der Rest bei Bedarf aus Leiharbeitern von Fremdfirmen hinzugeholt wird.), dementsprechend geht ein großer Anteil des Firmenvermögens auch in den privaten Besitz über.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

......
Ich mache derzeit die Steuerunterlagen für 2 Betriebe ......

Du wirfst also die Einkommenssteuer mit der Umsatz- und Gewerbesteuer sowie den für den laufenden Betrieb anfallenden Einnahmen und Ausgaben in einen Topf ... :schief:
_________________________________________________

Frage:
......Habe ich mit einem Wort erwähnt, dass die Regierung derzeit irgendetwas für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber tut?
Antwort:
.... Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden zum Zahlemann für alle abgestellt und kaum soll mal etwas für diese getan werden, heißt es gleich, die Bundesregierung wäre gefühlskalt und man gehe vor das Verfassungsgericht.

Du versuchst mit dieser Aussage doch darzustellen, dass die Kürzung, Stagnation oder marginale Anhebung von Hartz IV als etwas Gutes für AG und AN betrachtet wird, also durch unsere Regierung "etwas getan" wird oder werden soll und man sich gleich wieder, sozusagen unqualifiziert, darüber aufregt.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Was er für das Unternehmen seines Vaters macht, ist im Grunde ohne Belang. Dafür fehlen zu viele Informationen (selbst die Rechtsform, die im Steuerrecht essentiell ist).

Ich kann dem Beispiel daher nicht so ganz folgen, ohne mehr Informationen (Rechtsform, Gesellschafterstruktur, Umsatzsteuerpflicht, Gewerbeertrag,) oder einem anderen Beispiel mit entsprechend Informationen. Ich tippe mal auf eine Personengesellschaft. Das damit verbundene Transparenzprinzip sieht vor, dass Gewerbeeinkünfte der Personengesellschaft den Anteilseignern anwachsen und von diesen auch versteuert werden müssen. Die Personengesellschaft ist kein eigenes Steuersubjekt!

Der Betrieb meines Vaters ist aber ein Kleinbetrieb (im dem Sinne, dass es nur einen Inhaber und einen Lehrling gibt und der Rest bei Bedarf aus Leiharbeitern von Fremdfirmen hinzugeholt wird.), dementsprechend geht ein großer Anteil des Firmenvermögens auch in den privaten Besitz über.

Dann müsste eure Steuerquote extrem sein. Denn Entnahmen verringern den/die zu versteuernden Gewinn/Gewinneinkünfte nicht.

Was die Verrechnung betrifft, ist das erstens eine schlechte Steuerplanung und zweitens nicht ganz so das, was sich das FA vorstellt (PKW müssen eindeutig dem Privat- oder Betriebsvermögen zugerechnet werden). Bereits bei einer 10%igen betrieblichen Nutzung kann man die PKW als Betriebsvermögen (gewillkürtes Betriebsvermögen) angeben und damit alle (nicht nur 10%) damit verbundenen Kosten ebenfalls, trotz gelegentlicher oder größtenteils privater Nutzung. Die nächste Betriebsprüfung könnte lustig (im Sinne von ihr hättet Steuern sparen können) werden, wenn ich deine Aussagen richtig interpretiere.

Wenn ihr als Kap.-Gesellschaft organisiert seid, dann ist das ohnehin wieder anders.

Nur eins sollte bei dem Beispiel klar sein. Es ist kein Fall, den die meisten Steuerzahler betrifft, schon gar nicht H4 Empfänger. > Also OT
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Du hast auf Annahmebasis Werte interpoliert. Mehr nicht. Vielleicht sind die Werte auch bei 48% oder 45% oder 40% mit oder ohne Sozialabgaben und Versicherungen?
Das kann man dann sagen, wenn es soweit ist und genau das hat Pokerclock auch schon geschrieben. Was du dann daraus gemacht hast, ist wieder was anderes.


Kannst du eig. nicht lesen?

Ich hab mich doch schon von Pokerclock belehren lassen, wie hoch die wirkliche Steuerbelastung ist.
Und darauf hab ich dann einfach noch die aktuellen % Sätze der KV, RV usw. addiert und dann kommst du auf eine Abgabenlasst von 47%.

Das mit den 55% war nur geschätzt... Aber da die sozialabgaben die nächsten Jahre wohl auch steigen werden, wird man aufjedenfall eine höhere Abgabenlast haben.


Im übrigen habe ich den Eindruck, dass ihr beide immer noch nicht das Prinzip des Steuersystem verstanden habt, sondern weiterhin einfach Prozente addiert.

:huh:

Ich hab doch nur auf die 26,5% reelle Abgabenlast noch die Sozialbeiträge aufgerechnet...
Was ist da jetzt wieder verkehrt?

mfg

Bärenmarke
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

...
Das mit den 55% war nur geschätzt... Aber da die sozialabgaben die nächsten Jahre wohl auch steigen werden, wird man aufjedenfall eine höhere Abgabenlast haben.
:wow:
Du kannst in die Zukunft schauen, das wusste ich natürlich nicht. Dann sorry. :hail:
Wer gewinnt den die Wahlen 2013? Wird es überhaupt noch Wahlen geben? Wird die neoliberale Ausbeuterpolitik konsequent fortgesetzt oder werden wir einen Umschwung hin zu einer tatsächlich sozialen Marktwirtschaft erleben oder gar eine Neuordnung hin zu einem noch sozialeren System oder werden die Hardliner obsiegen und die Sozialabgaben ganz verschwinden?

Ich kann lesen und verstehen, deine Sorge ist also unbegründet, mir gehts gut. Aber danke der Nachfrage.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

:wow:
Du kannst in die Zukunft schauen, das wusste ich natürlich nicht. Dann sorry. :hail:

Nein, das kann ich nicht, aber im Gegensatz zu dir lese ich regelmäßig Zeitung und andere Artikel und da war in letzter Zeit öfter die Rede von höheren Kranken- und Rentenkassenbeiträgen, im Bezug auf die nächsten Jahre.
Aber etwas Belesenheit zu verlangen, kann man von dir ja nicht erwarten, tut mir Leid:hail:

Was noch gut zum Thema passt und damit du auch mal was zu lesen hast, hier vielleicht noch einen kleinen Artikel zu arm und reich klack

mfg

Bärenmarke
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Nein, das kann ich nicht, aber im Gegensatz zu dir lese ich regelmäßig Zeitung und andere Artikel und da war in letzter Zeit öfter die Rede von höheren Kranken- und Rentenkassenbeiträgen, im Bezug auf die nächsten Jahre.
Aber etwas Belesenheit zu verlangen, kann man von dir ja nicht erwarten, tut mir Leid
Ein hellsehender Lügner ist aber auch nicht so ohne ... Was solls, hab ich wahrscheinlich verdient, wenn ich immer so zickig bin, was?

Recht haste aber wirklich nur, wenn sich die derzeitige Politik fortsetzt und das kann man nunmal nicht zuverlässig vorhersagen (zumindest nicht über die nächsten 3 Jahre hinaus).

Was noch gut zum Thema passt und damit du auch mal was zu lesen hast, hier vielleicht noch einen kleinen Artikel zu arm und reich klack

Dazu musst du doch nicht nach Übersee linsen, das ist hier nicht anders.
BMAS - Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. (2005)
BMAS - Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. (2008)
Deutscher Bundestag: Bundesregierung: Lücken in der Reichtumsforschung schließen

Und was haste denn nun für ein Problem mit meinem Lesen andauernd. Ich lese überdurchschnittlich viel.
Was nutzt mir aber die beständige Feststellung und das Nachlesen, das die Situation immer ungemütlicher und asozialer wird? Das merkt man doch auch so. Ich will eher wissen, warum das so ist (nicht die vorgeschobenen Gründe die uns die PR-Agenturen weißmachen wollen), welche Hintergründe, Verknüpfungen und Zusammenhänge sich ergeben. Es gibt doch längst kaum noch kritisches Hinterfragen des abgespulten Floskelstromes aus dem Bundeskanzleramt oder den Parteizentralen. Da wird weder die Kanzleuse noch die phrasendreschenden Politstars kräftigst ausgelacht, wenn sie Nonsens von sich geben. Nein, da wird bedingungslos und linientreu jedes bereits 3x durchgekaute Wort von den Lippen gerissen und zu Papier gebracht, als wären es die neuen heilsbringenden Gebote.

Sowas lese ich wirklich nicht. Propaganda hatte ich nämlich früher genug, da ist mein Bedarf gedeckt. Und ich weiß sie auch von Nachrichten zu unterscheiden. Das ist sehr wichtig.
;)
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Die ganze Diskussion über die Regelsätze beachtet meiner Meinung nach nicht, dass durch das "über einen Kamm scheren" und "verunglimpfen" von Hartz4-Empfängern (alles faule, kettenrauchende Säufer, die nur nicht arbeiten wollen etc.) einfach eine riesige Gruppe von Menschen von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden soll! Es ist mir völlig egal, ob nun 2,3 oder 3,1 Euro pro Monat für Schulhefte eingeplant sind oder nicht. Diese Art der Berechnung geht an der Realität vorbei!! Der Kommentar hier fasst es ganz gut zusammen: Geänderte Sätze: Der Hartz-IV-Skandal - Politik | STERN.DE
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Du wirfst also die Einkommenssteuer mit der Umsatz- und Gewerbesteuer sowie den für den laufenden Betrieb anfallenden Einnahmen und Ausgaben in einen Topf ... :schief:
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Ganz sicher nicht. Ich habe mich lediglich etwas falsch ausgedrückt.
Letztlich wollte ich nur darauf hinaus, dass ein eigenständiger Unternehmer genauso einen bestimmten Betrag erwirtschaften muss, um sich seinen Lebensunterhalt und einen gewissen Lebensstandard zu finanzieren.

Du versuchst mit dieser Aussage doch darzustellen, dass die Kürzung, Stagnation oder marginale Anhebung von Hartz IV als etwas Gutes für AG und AN betrachtet wird, also durch unsere Regierung "etwas getan" wird oder werden soll und man sich gleich wieder, sozusagen unqualifiziert, darüber aufregt.

Natürlich ist das etwas Gutes. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind logischerweise auch alle Steuerzahler (so lange sie nicht unter der Steuerfreigrenze liegen), ergo muss man diese auch einmal ins Auge fassen.

Höhere Steuerbelastungen führen zu höherer Verschuldung und steigender Arbeitslosigkeit. Wer will sich schon noch kaputt schuften, wenn der Hartz 4 Empfänger alles völlig frei von jedweden Aufwand bekommt?

Weitere Anhebung haben, meiner Meinung nach, nicht umzukehrende, destruktive Auswirkungen auf die Gesellschaft im Ganzen.
 
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