Selfmade AGB CU auf dem Netzteil!

AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Im Innenraum nicht ;).

Wenn man die Anode in den Behälter bekommt (ausreichend große Einfüllöffnung?) funktioniert afaik auch das. (d.h.: Die Alu-typischen Probleme bleiben natürlich)

Die Frage ist aber auch, mit was man das beschichten möchte. Wenn einem selbst blankes Kupfer (das man auch direkt nehmen kann) zu heikel ist, dann bleiben eigentlich nur noch Gold und Platin.


Innenraum verglasen wäre noch eine Möglichkeit, oder direkt ein Glas-AGB. Das dünschicht verglasen wird Grosstechnisch auch gemacht, für Reaktionsreaktoren in der Chemie aber die Wärmeleitfähigkeit sinkt enorm.

Kosten mal bei Seite: Glas auf Aluminuium? Und das hält regelmäßigen Temperaturschwankungen statt?


Also das könnte missverstanden werden. Nach der Theorie stellt selbst ein 100%iger Kupferkreislauf eine Galvanische Zelle dar. Wo das Wasser selbst Elektrolyt und Kathode bildet.

@TE: Daraus folgt, selbst bei einem sorgfälltigst geplanten Kreislauf darf und sollte man nicht auf Korrosionsinhibitoren verzichten. Mit anheben des PH's (was auch mit dem Wasserzusatz gemacht wird) veringert man noch weiter das Potential. -> Dazu gibt es den "was passiert chemisch" Thread

Und genau in dem habe ich schon was zum Thema "endliche Kapazität" geschrieben.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Kosten mal bei Seite: Glas auf Aluminuium? Und das hält regelmäßigen Temperaturschwankungen statt?

Ja gut da kannst du gleich fragen ob Al2O3 auf Aluminium gut ist, hat etwa den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten wie Glas.
Ich hatte die Vorlesung dazu noch nicht, hab das nur mit meinem Mitbewohner mal diskutiert. Kann sein das ich nicht ganz alles weiss


Und genau in dem habe ich schon was zum Thema "endliche Kapazität" geschrieben.

Okey, ich muss dann nochmal durchsuchen mit der Suchanfrage findet ich zu dem Begriff nichts in dem Thema.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Die Suche kann ich auch abkürzen, indem ichs kurz wiederhole: Es geht einfach darum, dass eine Lösung von Kupfer in Wasser ein Gleichgewichtsprozess ist und wenn es keinen Mechanismus gibt, der das Kupfer wieder ausfällt, geht nur sehr wenig Kupfer in Lösung, bis ein Sättigungsszustand erreicht ist. Wenn einem theoretischen System nur mit Kupfer und (handelsüblichen) Wasser Korrosionsprozesse mit bloßem Auge (d.h. in nenneswertem Umfange) zu beobachten sind, dann ist das die Bildung einer (passivierenden) Oxidschicht auf dem Kupfer, die für die Kühlleistung egal ist.
(Reale Systeme sind komplexer, die theoretisch zu analysieren ist in der Tat ein Thema für den Chemiethread. Bezüglich der Praxis erlaube ich mir festzuhalten, das sich auch nach einem halben Jahrzehnt ohne Korrosionsschutz keine Schäden an nicht-Alukomponenten beobachten konnte)


Bezüglich Aluminiumoxid: Zugegeben, dass ist nicht so spröde, wie Glas. Ich hätte bei einer Verglasung aber auch wesentlich dickere Schichten erwartet, eher mm denn µm. Das ergibt andere Festigkeiten und ein anderes Spannungsverhalten.
(Leider hab ich selbst keine Erfahrung mit großen, glasbeschichteten Bauteilen. Wir haben entweder direkt Glas oder nur mal ganz kleine eingegossene Sensoren, etc.)
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Wenn man die Anode in den Behälter bekommt (ausreichend große Einfüllöffnung?) funktioniert afaik auch das. (d.h.: Die Alu-typischen Probleme bleiben natürlich)
Nicht wirklich. Du hast Gasentwicklung und brauchst Strömung, um ne vernünftige Schicht abzuscheiden. Den Aufwand den man dafür treiben müsste wird kein Galvaniker für einen solches Einzelstück treiben - geschweige denn zu einem bezahlbaren Preis ;).

Die Frage ist aber auch, mit was man das beschichten möchte. Wenn einem selbst blankes Kupfer (das man auch direkt nehmen kann) zu heikel ist, dann bleiben eigentlich nur noch Gold und Platin.
Da ging es ja um Alu, wenn ich das richtig verstanden habe. Kupfer zu beschichten wäre natürlich nicht dringend nötig.
Bei galvanischen Verfahren hat man eigentlich immer die gleichen Probleme mit Innenkonturen - es geht, aber der Aufwand ist ungemein höher als für Außenflächen und lohnt sich nur bei großen Stückzahlen, da i. d. R. extra Vorrichtungen gebaut werden müssen ;).
Mit chemisch Nickel könnte man auch innen beschichten. Das ist aber kein galvanisches Verfahren im eigentlichen Sinne und ich weiß grad auch nicht ob es auf Alu anwendbar ist (soweit ich mich erinnere nicht).

Kosten mal bei Seite: Glas auf Aluminuium? Und das hält regelmäßigen Temperaturschwankungen statt?
Bei sehr geringer Schichtdicke schon ;). Da geht man bei den dafür entwickelten Verfahren eher so in den Bereich 100nm bis wenige Mikrometer. Gibt ein Fraunhofer-Patent auf ein solches Verfahren.

fuSi0n schrieb:
Kleb dir doch nen AGB aus Delrin zusammen, da gibts auch keine Probleme. Das Zeug ist von DuPont und lässt sich sehr gut spanend bearbeiten.

POM lässt sich nicht vernünftig mit frei verfügbaren Klebern kleben ;). Da muss man mit ziemlichen chemischen Keulen ran gehen, denn POM hat ohne Vorbehandlung mit bestimmten Säuren ähnliche Adhäsionseigenschaften wie Teflon.
Wenn man also Delrin verwenden will, muss man statt einer stoffschlüssigen eine konstruktive Lösung finden - also z.B. Dichtringe in gefrästen Nuten und das ganze verschrauben o. Ä..
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Wie währs mit edelstahl,ist gut schweissbar, kanste beschichten,und ist billiger als alu und kupfer, und rostet nicht
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

V4A (V2A würde ich nicht nehmen, wenn Elektrokorrosion möglich ist) ist eher teurer als Alu, nicht viel billiger als Kupfer (allgemein sind die Materialmengen aber eh klein) und wenn nach dem schweißen muss er nachbearbeitet werden, sonst ist die Schweißnaht nicht korrosionsbeständig.

Alternative zu POM wäre gegebenenfalls Polycarbonat. Das ist zwar spanend miserabel zu verarbeiten (okay: AcrylXT ist noch schlimmer) und Dichlormethan ist genauso übel in der Handhabung, aber wenn man exakt passend gerarbeitet und mit genug Druck verklebt hat, ist das Endergebniss fast so gut wie aus einem Stück und PC an sich ist ziemlich robust.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Mann könnte auch eine Milchflasche verarbeiten. Es stellt sich aber die Frage was ist sinnvoll und im Interesse des TE. Ich würde definitiv zur Kupfer-Variante greifen.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Einen fertigen Behälter aus einem geeigneten Material zweckzuentfremden und mit Anschlussgewinden auszustatten ist oft keine so schlechte Möglichkeit wie es scheinen mag - muss ja nicht gerade ein hässliche Milchflasche sein ;).

Es gibt z.B. diverse Kunststoffgehäuse bei den einschlägigen Elektronikversendern, die man ohne großen Aufwand abgedichtet kriegt und mit Anschlüssen ausstatten könnte. Die Zusatzfunktion der Wärmeabfuhr vom Netzteil kann so etwas aber nicht leisten. Wobei die Außenwand eines ordentlichen Netzteils auch nicht so warm wird, dass sie einer Kühlung bedarf. Im blödesten Fall ist das Wasser sogar wärmer und heizt das Netzteil eher zusätzlich auf.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Kriegt man was mit Holz hin? Versiegelung innen?

So à la Birkenfass? Ich mein wie Geil wäre das ein kleines Whisky-Fass als AGB :D (träum) oder Berner-Sennenhund-Fässchen.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Holz müsste man komplett mit Kunststoff beschichten - nicht so sehr wegen Korrosion (oder Biobefall), sondern weil es arbeitet, wenn es feucht wird. Bei nem großen Faß ist das noch erträglich, da kann man die Teile unter hoher Spannung zusammenfügen (aber selbst die werden nach einigen Jahren undicht/müssen nachgearbeitet oder gleich von vorneherein beschichtet, z.B. geteert werden) - aber in so kleinem Maßstab kann ich mir das nur schwer vorstellen.
Außerdem sind runde Objekte in einem PC immer ziemliche Platzverschwendung.

Wer es sich bequem machen will, kann sich im Modellbau oder auch beim Autozubehör umschauen, da gibt es kleine Tanks für verschiedenstes Zwecke. Da kann man sich dann auch die Arbeit mit dem Abdichten sparen (außer natürlich an den Anschlüssen.
(mein AGB z.B. ist ein Additivbehälter aus einem Passat 3B blue. Hat die perekte Dicke für mein Gehäuse - zugegebenermaßen galt "ist dicht" bei dem aber nicht :daumen2:)
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Mit was kann man ALU verkleben? Mit Acryl oder Sili? Sowet ich weis kann man über Acryl noch drüber "lackieren". Ob das dann fürs beschichten gilt, das ist fraglich, wohl eher nicht (Kann Acryl/Silicon sich statisch laden?)
Und man könnte jau auch alte Lüfterrahmen übereinander Legen, verdichten und zuschrauben. währe auch eine schöne Bastelei

Wenn ich nun das Aluminium löte (Gott weis ob es sauber wird),danach beschichte (Deckel einzeln beschichten) und anschließend den Deckel mit einer Gummidichtung auf dem AGB aufbringe, wäre auch ne Lösung insofern
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Für was schreiben wir eigentlich hier noch, Mkay scheint sein Ding machen zu wollen wie er will .... bitte schön!
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

@empty: Dann schreib einfach nicht. Nach Befehlen war hier nicht gefragt und "beleidigt sein" interessiert niemanden.


@MKay
Silikon wird auf alle Fälle nicht lasttragend halten, "Acryl" ist ein Kunststoff, der afaik gar nicht als Keleberbasis verwendet wird. Wenn dann würde ichs mit Epoxid versuchen, aber allgemein habe ich keine guten Erfahrungen mit dem Kleben von Metallen gemacht. Soll zwar spezielle Metallkleber in der Industrie geben, aber bei Metall-auf-Metall würde ich Löten oder Schweißen (aber ich nehm auch kein Alu).
Ein seperater Deckel mit Dichtung erfordert einen Andpressmechanismus.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Acrylkleber ist ein üblicher Kleber im Baubereich und wird in großen Kartuschen genau wie Silikon z.B. im Baumarkt angeboten ;). Ausgehärtet kann man die Fugen mit Acryllack lackieren.

Eine haltbare Verbindung dürfte damit bei dieser Konstruktion dennoch nicht möglich sein.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

@empty: Dann schreib einfach nicht. Nach Befehlen war hier nicht gefragt und "beleidigt sein" interessiert niemanden.

Ich habe niergens etwas Befohlen, ich bin nur nicht mit dem "Göschenen-Airolo-Attitude" einverstanden. Es nehmen sich mehrere Leute Zeit etwas für jemand anderen klar zu machen und nachher halt auf Durchzug stellen, finde ich nicht gut. Das ist keine Gesprächskultur, erst recht nicht wenn man etwas in ein Forum zur Diskussion stellt denn dann muss man bereit sein aufzunehmen was andere sagen/schreiben.

@Mkay: Gute Wahl nun mit dem Kupfer. Ich bin zwar nicht vom Fach aber ich glaube 2mm dürften gut gehen musst halt schauen wie du das Blech verarbeitest. 6 einzelne Flächen jede Kante verlöten (was ist der richtige Ausdruck hierfür?) oder eine Biegen und 2 Endteile anbringen.
Auch wie du die Anschlüsse anbringst musst du dir überlegen ob auf der Rückseite des Blechs ein kleiner Kupferblock mitdem Gewinde oder wie du es machen willst.
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Ok, Danke für die Infos :)
Da werd ich mir dich einen aus Kupfer bauen, sofern das möglich ist.
Kann ich bei Kupfer auch als Materialstärke 2mm nehmen, oder dicker?
@empty: Ein Birkenfass AGB passt ganz gut zu dem hier:
http://www.blogcdn.com/de.engadget.com/media/2009/06/tb-ps3stmpantimad.jpg Auch wenn es kein Computer ist
natürlich kannst du 2mm kupfer nehmen......oder 5 mm ,dann kannst du überall wo du es brauchst ein gewinde reinschneiden und das hält dann bombenfest.
kleben würde ich aber sein lassen.wenn dann löten und das ist nicht ganz so einfach für ein schlossergreenhorn.das würde ich beim fachman machen lassen sonnst kannst es danach gleich in die tonne klatschen.

ich würde den aus 2 mm edelstahl machen.die kannten kann man sauber verlaufen lassen ohne viel wärmeeintrag.
für ein paar euronen würd ich dir einen fertigen aber mein derzeitiges casecon raubt mir zeit und nerv : )

mein tip:lass den vom fachman machen.......in edelstahl,und gut is:daumen:
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Kann ich bei Kupfer auch als Materialstärke 2mm nehmen, oder dicker?

Ich würde eher dünner nehmen. Aus 2mm CU hab ich die Halterung meines NB-Kühlers gemacht - für nicht Lasttragende Teile ist das imho hoffnungslos übertrieben. Ich würde aber, wie von empty erwähnt, versuchen die Zahl der Lötstellen zu reduzieren und mehrere Kanten durch biegen zu erstellen (ideallerweise machst du zwei U-förmige Teile mit je 2 Seitenwänden und der Ober/Unterseite) und das wird mit 2mm schwierig, da würde ich maximal 1mm nehmen. Zum Gewindeschneiden ist 2mm ohnehin noch zu dünn, der einzige Vorteil wäre die etwas größere Kontaktfläche im Bereich der Lötnaht. (aber da kannst du auch einfach ein bißchen Material überlappen lassen)
 
AW: Selfmade AGB ALU auf dem Netzteil!

Würde ebenfalls höchsten 1mm dickes Kupfer nehmen, das reicht völlig und ist noch gut verarbeitbar. 2mm Kupferblech zu biegen macht schon keinen Spaß mehr und man braucht auch keine massive Hebelschere, um es zu schneiden. Mit ner Hand-Knabber o. Ä. schrottet man bei 2mm nur das Werkzeug (eigene Erfahrung). Mit 1mm Materialstärke geht die Verarbeitung aber flott und sauber von der Hand.

Zu den Gewinden: Ich würde G1/4"-Gewinde von handelsüblichen vernickelten T-Stücken aus Messing absägen und verlöten. So hab eich schon einige selbst gebaute Kühler mit Gewinden ausgestattet und es hat den Vorteil, dass das Ganze auch noch einigermaßen Professionell wirkt ;).

Edit: Beispiel: Klick, Klack, Klick, Klack (das geht natürlich auch ohne die eingefräste Kante einfach auf ein ebenes Kupferblech gelötet ;))
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück