Moin moin,
Ich melde mich nur selten zu Wort, trotzdem muss ich ob der ganzen Lobhudelei mal ein paar Punkte loswerden. Ich werde mich mit Masse auf die Ausgabe 5/2010 zu beziehen, obschon es da gerade in jüngerer Vergangenheit einige Kritik gibt.
Kurz zu mir, ich bin seit Jahren Leser der PCGH und seit drei Jahren auch Abonennt. Ich schätze Eure Zeitschrift aufgrund der fundierten Berichterstattung. Um auch gleich allen Fanboy Gedanken vorzubeugen, ich habe alles in allem vier normale Rechner in zwei Wohnungen, je zwei mit Core i7 9XX und zwei mit AMD Phenom II X4/X6, als Grafikkarten zwei GTX280 und zwei HD4870.
Zur Ausgabe:
Der Test der GTX470 und 480 war technisch sicher sehr fundiert, obschon ich zugeben muss, dass ich nicht alle technischen Einzelheiten verstanden habe.Nichtsdestsotrotz fehlen mir in diesem Artikel zwei wesentliche Angaben, von denen ich mir sicher bin, dass diese Messungen gemacht wurden. Es wurde zwar nebenbei erwähnt, dass Stromaufnahme und Lautstärke nicht das Beste sind, allein die Zahlen wurden verschwiegen. Nachdem mir nun ein Freund stolz seine GTX480 vorgeführt hat, fände ich es dann doch erwähnenswert, dass diese Karte unter Last eher einem startenden Flugzeug gleicht und mich dann doch irgendwie an die selige (und höchst erfolglose) Geforce 5800Ultra erinnert. Dass sie dann auch noch mehr Strom benötigt, als seine GTX295, immerhin mit 2 GPUs, wäre auch einmal einige Zahlen wert gewesen. Da ich nicht drumrumreden will, erscheint mir das Ganze dann doch wie Schönfärberei. Die Stärken werden herausgestellt, die eklatanten Schwächen nicht.
Darüber hinaus finde ich es dann auch mißglückt, dass just mit der Einführung der Karten der Benchmarkparcour geändert wird, durchweg zu Titeln, die der Architektur der GTX480 mehr liegen. Ich hätte schon gerne gewusst, wie sich die Karten im alten Parcour geschlagen hätten und vor allem auch, wie sie sich im Vergleich zu meinen Karten schlagen.
Ich verstehe schon, dass man diesen Testparcour aktuell halten will, dass dann aber ausgerechnet dann zu tun, wenn einer der beiden Haupthersteller sein (eher mäßiges) Topprodukt auf den Markt wirft, ist dann doch zumindest ungeschickt.
Es gäbe noch einiges zu erwähnen, deswegen reisse ich hier kurz ein paar Dinge aus den letzten Ausgaben an:
Da wären zuerst die eher lausigen aktuellen Intelchipsätze, also die 55/57/58 Serie. Die X58 frisst Strom, der Rest verfügt über lediglich 16 PCIe2.0 Leitungen, die Anbindung von weiteren PCIe 2.0 Geräten, z.B. SATA3/USB3.0 Controller geschieht nicht mit voller Bandbreite, da die restlichen vier mit alter Technologie laufen. Weitere Videokarten mit PCIe lassen sich dann nicht mehr anbinden. Und für das, was an Technik in diesen Chipsätzen noch drinsteckt, sind sie viel zu teuer. Deshalb läuft mein HTPC auf einem weitaus besseren AMD Chipsatz und trotz der hohen Leistungsaufnahme sind die i79XX für mich ohne Alternative im Intelbereich.
Die integrierte Grafik lässt sich nicht mehr mit Vierkernern kombinieren. Was soll der Sch.... Das macht für Desktop PCs egal wie ich es drehe überhaupt keinen Sinn. Die meisten Computer die ich für Freunde und Bekannte zusammenbaue, haben integrierte Grafik und Vierkerner. Mittlerweile geht das nur noch mit AMD. Meistens nehme ich den 790GX, welcher aber unter Windows XP in punkto 2D der letzte Mist ist, wäre bei der Beliebtheit von XP durchaus auch mal erwähnenswert gewesen.
Gut, genug dem Gemeckere, ich bleibe weiterhin Freund Eures Magazins. Die Artikel mit dem C1E Status und der Gehäusevergleich waren nämlich super.
LG Desmond