Ryzen 7000: AMD Zen 4 mit 8 bis 10 % IPC- und 35 % mehr Gesamtleistung

Übrigens
Schaut man sich derweil vergangene Versprechen man, musste AMD die Projektion der Mehrleistung wohl etwas herunterschrauben - anfangs waren noch von 15 Prozent mehr IPC-Leistung für Single-Threaded die Rede.

Hier wird AMD das nicht Einhalten von Versprechungen unterstellt, die sie nie gemacht haben.

Wo hat AMD jemals 15% mehr IPC versprochen? Diese Präsentation ist das erste mal, dass man bezüglich Zen4 überhaupt einen Wert für die IPC genannt hat.

Wenn das eine Anspielung auf die Computex Präsentation sein sollte, dort wurde genau das gleiche genannt, wie hier, nämlich ">15% Single-Threaded Performance", die sich aus IPC und Taktsteigerungen zusammensetzt.

Also bei Artikeln von Herr Link kann man mittlerweile eigentlich schon vor dem Öffnen sicher sein, dass mindestens eine Falschinformation/behauptung drin steht. Schon peinlich, wenn man darüber nachdenkt, wie oft das hier passiert.....


Und das nicht der einzige Punkt, lediglich der wichtigste. Dann gibts hier auch noch Aussagen wie
Ganz interessant ist auch: Mit bis zu 170 Watt TDP und 241 Watt TDP steigt zwar die mögliche maximale Leistungsaufnahme deutlich
Es sind 170W TDP, welche einem Power Limit von 230W entsprechen
Woher stammen 241W und dann auch noch "TDP"? Das ist schlicht und ergreifend falsch.

Oder das hier
mit Boosts bis hin zu 5,5 GHz auf bis zu 16 Kernen
Wo nimmt Herr Link diese Information her? Aus der Präsentation sicher nicht.
Dort ist nur zu entnehmen, dass der Maximaltakt "mehr als 5.5GHz" betragen wird, nicht "bis zu"

Und von Taktraten bei Belastung aller Kerne ist keine Rede. Das es hierbei "bis hin zu 5.5Ghz" gehen kann, ist zwar theoretisch möglich (wenn auch bei 16 Kernen sehr unwahrscheinlich in einem Kühlbaren Rahmen), aber bisher erst mal eine reine Mutmaßung die als Fakt berichtet wird.



Edit: Rein interessehalber gerade mal in den Artikel zu RDNA3 geschaut und da musste man auch nicht lange suchen bis man gelesen hat, dass RX7000 ein Chiplet Design verwendet im Gegensatz zu AMD, wo man noch monolithisch fertigen lässt.

Und Perlen wie
bis zu 50 Prozent mehr Leistung pro Watt gegenüber RDNA 2 oder anders gesagt: bis zum Doppelten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht verstehe ich das Thema (IPC und Clock Speed) falsch, aber kann bei 600 Mhz und 10% mehr IPC nicht einfach von ~23,5% mehr Leistung sprechen?
 
Man darf nicht vergessen, dass AMD hier neben besserer IPC auch eine komplett neue Plattform (PCIe 5.0, DDR 5, iGPU) auf den Markt bringt.
Ich bin bis auf weiteres, mit CPU Leistung, versorgt und werde eher Richtung UHD aufrüsten.
 
Vielleicht verstehe ich das Thema (IPC und Clock Speed) falsch, aber kann bei 600 Mhz und 10% mehr IPC nicht einfach von ~23,5% mehr Leistung sprechen?
Im Optimalfall ja, aber Anwendungen skalieren unterschiedlich mit Taktraten und die wenigsten tun dies 1:1.
Und die IPC ist ja auch nur ein Mittelwert basierend auf 4 Anwendungen, der kann auch in anderen Anwendungen (z.B. Spielen) komplett anders ausfallen .
 
Im Optimalfall ja, aber Anwendungen skalieren unterschiedlich mit Taktraten und die wenigsten tun dies 1:1.
Und die IPC ist ja auch nur ein Mittelwert basierend auf 4 Anwendungen, der kann auch in anderen Anwendungen (z.B. Spielen) komplett anders ausfallen .
Ja, das ist schon klar - weswegen ich die Angaben eigentlich nie nachvollziehen kann bzw. bei mir eigentlich nichts auslösen. Im Endeffekt schaut man dann doch auf die Programme/Spiele die man selbst nutzt, oder?
 
Nein, gerade weil es "per clock/cycle" ist bezieht sich der Wert immer auf genau einen Taktzyklus und daher ist es irrelevant, wie viele Taktzyklen man pro Sekunde hat.
IPC * Takt = IPS

8-10% im Schnitt über die getesteten Anwendungen. Heißt nicht, dass Cinebench im speziellen hier nicht auch mit nur 4-5% vertreten sein kann und dafür z.B. SpecInt +15% IPC rausholt.

Und es sind ja nach wie vor ">15%" und nicht "15" also kann es theoretisch noch bis mind. 19% hoch gehen je nachdem wie der Takt am Ende eben ausfällt.
Denn beim Takt steht auch ein ">" davor, also stellt beides ein Minimum dar.

15% würden dann für 5,5Ghz gelten.
Bei 5,5GHz hätten wir 10% mehr Takt für 15% mehr ST Performance, ergo 4.5% IPC
Wenns am Ende 5,7Ghz werden, dann sind es eben insgesamt 19% ST Performance.


25% mehr Performance/Watt und bei der Package Power weiß man ja immer noch nicht, ob das Sample diesmal mit 170W TDP gelaufen ist, oder wie auf der Computex irgendwo darunter konfiguriert war.

Aber gleichzeitig kann ich mir die beiden Werte auch nicht vorstellen.



Der Punkt ist dann wieder simpel, wenn die CPU mehr verbrauchen darf, dann muss sie ihren Takt im MT natürlich viel weniger stark reduzieren als ein 5950X, während im ST beide CPUs außerhalb des Power Limits agieren und nur durch den festgelegten Takt limitiert sind.
Weiter gesteigert werden kann die Differenz auch dadurch, dass ein einzelner Zen4 für die 15% mehr ST-Leistung weniger verbraucht als ein Zen3 Kern(was durch die +25% Perf/Watt auch bekräftigt wird)


Also angenommen beide hätten ~100W für die Kerne zur Verfügung.

Ein Zen3 Kern braucht für 5Ghz 12W und im MT muss er den Verbrauch pro Kern auf ~6W drosseln, womit er noch auf 4GHz läuft(-20%).

Ein Zen4 Kern braucht nun für 5.5GHz aber nur 11W. Hier muss er im MT auch auf ~6W pro Kern drosseln, verliert aber dadurch, dass die Differenz beim Kernverbrauch etwas geringer ist, auch prozentual weniger Takt und muss statt auf 4.4GHz(-20%) nur auf 4.6GHz(-16%) runtergehen.
Dann haben wir alleine dadurch schon aus +15% ST Leistung +20% MT Leistung gemacht.

Wenn wir jetzt noch das PPT anheben und die CPU auch im MT 9W statt 6W pro Kern zur Verfügung hat könnten die Kerne hier auch im MT mit 5.1GHz laufen, wodurch wir mit jedem der 16 Kerne 28% mehr Takt haben als beim 5950X, womit wir mit 5% IPC bei +35% MT Leistung ankommen.

">15 Prozent" kann sogar 15.000.000.000 Prozent bedeuten.
Ändert aber nichts daran, das AMDs Angaben maximal schlecht geeignet sind, um einen Eindruck von der Leistung Zen 4s zu vermitteln, und das vermutlich mit voller Absicht. Sie hätten sich ebenso gut hinstellen können und sagen "wir behaupten, er wird schnell". Kann stimmen, aber die in den Raum geschmissenen Zahlen sind reines Fanboy-Futter. Man muss für ihre Interpretation jeweils mehrere zusätzliche Annahmen machen und von diesen hängt es dann ab, zu welchem Schluss man kommt. Da kann man dann auch gleich das Ergebnis selbst raten.

In deinem Rechenbeispiel hebst du, ausgehend von 105-W-TDP-Prozessoren, übrigens die Gesamt-PPT um 27 Prozent an, um 35 Prozent mehr Rechenleistung zu bekommen. Das wären 6 Prozent mehr Effizienz bedeutet, statt der versprochenen 20 Prozent. ;-)


Ja, hab ich gerade korrigiert, es braucht nur 5.1GHz und damit 28% mehr Takt, den Rest würde in dem Beispiel die IPC erledigen^^

Die ganzen Watt Werte für die Taktraten sind dabei auch absolut nicht ernst zu nehmen und dienen nur der Veranschaulichung, ich hatte keine Lust zu testen, wie viel ein Zen3 Kern bei 4Ghz verbraucht und hab nur bei meinem 5800X eben schnell grob geschaut was der so bei vollem Takt macht um keine völlig absurden Zahlen zu haben ;)

So schlecht ist die Annahme nicht. 100 W reiner Kernverbrauch = 40 W für IOD und IF. Bewegt sich am oberen Ende meiner Schätzungen, das untere würde ich bei 20 W ansetzen. In dem Fall wären die +3 W entsprechend weniger wert/würden eine geringere Taktanhebung ermöglichen, aber Zen 4 spart vermutlich zusätzlich Verbrauch am IOD ein und kann somit ein paar Zehntel Watt je gern bei gleicher PPT nutzen.
 
In deinem Rechenbeispiel hebst du, ausgehend von 105-W-TDP-Prozessoren, übrigens die Gesamt-PPT um 27 Prozent an, um 35 Prozent mehr Rechenleistung zu bekommen. Das wären 6 Prozent mehr Effizienz bedeutet, statt der versprochenen 20 Prozent. ;-)
Wie gesagt, es muss ja nicht sein, dass sich die 25% Perf/W, die man angegeben hat, genau auf das Szenario beziehen, bei dem man 35% mehr MT Leistung hat.
Die 25% kann man ja auch angenommen haben, wenn beide auf den gleichen Verbrauch eingestellt sind.

Beim Rechnen ist mir aber auch selbst aufgefallen, dass es eigentlich gar nicht nötig wäre, den Verbrauch so extrem(230W) zu erhöhen, um die Taktraten anzuheben. Ich meine bei Kernen, die >5.5Ghz machen, dürfte der Sprung von 4.6 auf 5.1GHz gar nicht mal sooo viel pro Kern kosten.
Es kann also sein, dass es weniger sind, als ich genommen habe und es tatsächlich beides zusammen passt^^
So schlecht ist die Annahme nicht. 100 W reiner Kernverbrauch = 40 W für IOD und IF. Bewegt sich am oberen Ende meiner Schätzungen, das untere würde ich bei 20 W ansetzen.
Ich habe hier auch mit einbezogen, dass so ein 5950X ja auch nicht seine 142W ausnutzt, weil meist TDC oder EDC vorher limitieren und er eher so um die 130W liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nehmen wir mal an, die beiden Werte wären tatsächlich gleichzeitig möglich und wir haben einen 5950X bei 100% Performance und ~130W.
P/W dafür = 0,77

135% Performance sind für Zen4 gesetzt.
Um jetzt eine um 25% bessere P/W zu haben, müsste 135/W = 0,96 ergeben(0,77*1,25).
Das würde bedeuten, der Zen4 16C dürfte lediglich 141W verbrauchen.

Nehmen wir die vollen 142W als Basis, käme Zen4 auf 154W

So oder so, um beides gleichzeitig einzuhalten dürfte jeder Kern nur ca 1W mehr brauchen. Aber wie du schon sagtest, der neue IOD soll laut AMD einiges an Potenzial bei der Effizienz ermöglichen, also wenn man hier nochmal 10W einsparen würde, hätte man direkt nochmal ~0.6W mehr pro Kern.

Dann würde sich aber die Frage stellen, warum sollte die CPU bei ~154W aufhören weiter hoch zu takten, wenn sie bis 230W gehen darf?
 
Denke mal das der reine IPC-Anstieg auch nicht so arg ausfallen konnte da diesmal ja auch die IGP Einzug erhält und Fläsche nimmt
Die iGPU sitzt im IOD und hat mit den CPU Chiplets herzlich wenig zu tun. AMD wird sich bei Zen 4 einfach mehr auf Taktsteigerungen fokussiert haben, da hier die bisherigen Zen Generationen noch viel Potenzial haben liegen lassen.


Scheinbar kommt die Ryzen Architektur an Ihre Grenzen so langsam aber sicher.
Die Architektur nennt sich übrigens Zen und scheint noch lange nicht an ihre Grenzen zu kommen. Mit Zen 4 scheint AMD eher eine Limitierung behoben zu haben. Nämlich auch mit Taktraten von über 5 GHz zu laufen und zu skalieren. Mit Zen 5 scheint AMD dann auch wieder grundlegendere Änderungen an der Architektur vorzunehmen.


Ändert aber nichts daran, das AMDs Angaben maximal schlecht geeignet sind, um einen Eindruck von der Leistung Zen 4s zu vermitteln, und das vermutlich mit voller Absicht. Sie hätten sich ebenso gut hinstellen können und sagen "wir behaupten, er wird schnell". Kann stimmen, aber die in den Raum geschmissenen Zahlen sind reines Fanboy-Futter. Man muss für ihre Interpretation jeweils mehrere zusätzliche Annahmen machen und von diesen hängt es dann ab, zu welchem Schluss man kommt. Da kann man dann auch gleich das Ergebnis selbst raten.
Nicht wirklich. Man kann mit den Zahlen schon was anfangen. Mit 5,85 GHz Fmax sollte max Boost bei 5,6-5,7 GHz liegen. Passt auch zu ">5,5 GHz Clock Speed". Was mit +8-10% IPC theoretisch +23-28% ST bedeuten würde. Da Taktsteigerungen in der Praxis aber oft nicht linear skalieren, könnte das im Endeffekt 20-25% mehr ST Performance ergeben. Würde eben auch zum ">15% Single-Thread Uplift" passen. Ähnliches kann man auch für MT durchrechnen. Mit ~4 GHz auf ~5 GHz All Core hätte man 25% mehr Takt. Inklusive 8-10% IPC würde das theoretisch mindestens 35% mehr Performance für MT ergeben. Ich denke man kann anhand der Angaben die zu erwartende durchschnittliche Performance schon recht gut eingrenzen. Natürlich bleiben Fragen, z.B. ob SMT genauso wie bei Zen 3 skaliert. Das wird im Endeffekt aber nichts gravierend ändern. Ein paar Prozent mehr oder weniger hier und da. Aus ">35%" werden aber nicht plötzlich 60% oder so. Gaming ist allerdings nochmal ein ganz spezieller Fall, siehe 5800X3D.

Übrigens, AMD hat nie gesagt, dass Zen 4 "61 Prozent mehr maximale Package Power" haben wird. Man hat lediglich bestätigt, dass AM5 bis zu 170W TDP unterstützt. Die bisher gezeigten 16-Kern Zen 4 Samples sollen angeblich mit weniger als 170W real gelaufen sein. Was eher auf eine maximale TDP von 120/125W beim Release hindeutet. Mal davon abgesehen skaliert die Performance natürlich auch nicht linear mit mehr TDP. Also 60% mehr TDP resultiert nicht automatisch in 60% mehr Performance. Zumindest nicht mit der gleichen Anzahl an Kernen.
 
Übrigens, AMD hat nie gesagt, dass Zen 4 "61 Prozent mehr maximale Package Power" haben wird. Man hat lediglich bestätigt, dass AM5 bis zu 170W TDP unterstützt. Die bisher gezeigten 16-Kern Zen 4 Samples sollen angeblich mit weniger als 170W real gelaufen sein. Was eher auf eine maximale TDP von 120/125W beim Release hindeutet.

Hallock hatte in Interviews gesagt, dass das Sample "noch nicht" mit 170W TDP gelaufen ist und zudem auf Reddit bestätigt, dass die "top TDP of Ryzen 7000"(Also nicht AM5) 170W beträgt. 125W TDP ist dabei auch nicht in der Liste der Optionen drin.
86480_04_amd-corrects-ryzen-7000-series-cpu-power-numbers-170w-tdp-230w-ppt.jpg
 
[...] Mit Zen 4 scheint AMD eher eine Limitierung behoben zu haben. Nämlich auch mit Taktraten von über 5 GHz zu laufen und zu skalieren. [...]
Nicht so wirklich. Das war eher eine Limitierung des verwendeten TSMC-Prozesses, der hier in vertretbarem Rahmen nicht nennenswert mehr zuließ.
AMD wird sicherlich auch geringfügige Anpassungen diesbetzüglich in der Mirkoarchitektur vorgenommen haben (unterm Strich aber vergleichsweise wenig, da größere Überarbeitungen der Architektur und damit auch Pipeline erst mit Zen5 folgen sollen), der Großteil wird jedoch schlicht auf die Verwendung des 5nm-Nodes zurückzuführen sein. Hier weiß man jedoch noch nicht, welcher konkret zur Anwendung kommen soll. Der N5 soll +15 % Perf. bieten ggü. dem N7, der N5P und der N5HPC sollen gemäß TSMC angeblich noch einmal +5 % respektive +7 % Perf. bei ISO-Verbrauch i. V. z. N5 aufschlagen können, d. h. die Zugewinne kommen hier weitestgehend von einer Ausreizung des neuen Prozesses. **) - Man darf zweifellos gespannt sein, wie hier AMD die Gewichtung zw. Power Savings und Mehrleistung vorgenommen haben wird.

Unterm Strich ist AMD bei Zen4 eher den einfachen und wirtschaftlichen Weg gegangen und hat im Wesentlichen die Zugewinne durch den Fertigungssprung für ihre eigenen Produkte verwertet. Größere Architekturüberarbeitungen hat man sich erst für die NextGen aufgehoben ... halt wirtschaftlich sinnvoll, denn Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind begrenzt und kostspielig und die wird man nicht leichtfertig "verpulvern" (wenn man durch die Konkurrenz nicht dazu gezwungen wird).

*) Intel hatte bspw. seine 14nm nachträglich explizit angepasst zugunsten höherer Taktraten. Die Krux war dann natürlich, dass der Markt für 10nm Ähnliches erwartete und entsprechend musste man sich hier mit dem holprigen Start der 10nm-Fertigung Zeit lassen, bis man soweit war, dass man Desktop-CPUs mit einem optimierten 10nm-Prozess einführen konnte.

**) AMD spricht hier von einem Semi-Custom-Prozess. Man könnte vermuten, dass die Basis der N5P darstellen wird und AMDs Variante bereits einige Optimierungen des N5HPC implementiert hat. Insbesondere der N5HPC tauscht im Wesentlichen höhere Spannungen und höheren Verbrauch zugunsten noch höherer Taktraten. - Wie gesagt, man wird abwarten müssen, wie AMD das im fertigen Ryzen-Produkt gewichtet haben wird.
 
Nicht so wirklich. Das war eher eine Limitierung des verwendeten TSMC-Prozesses, der hier in vertretbarem Rahmen nicht nennenswert mehr zuließ.
Halte ich für fraglich, dass es nur am Prozess liegen soll. AMD sagt Zen 4 läuft mit >5,5 GHz. Was im Endeffekt 5,6-5,7 GHz beim Topmodell bedeuten könnte. Also bis zu 800 MHz mehr als beim 5950X. Erscheint mir zu viel des Guten, um es nur mit dem Node Shrink zu erklären. Wann gab es das denn das letzte mal? Vom 12nm 2700X auf den 7nm 3950X waren es jedenfalls nur 400 MHz. Es schaut schon sehr danach aus, dass AMD diverse Speedpaths der Architektur für höhere Taktraten optimiert hat. Was auch erklären würde, warum die IPC Verbesserung geringer ausfällt als bei Zen 2 und 3. Vielleicht waren diese Optimierungen auch einfach notwendig, um grundlegendere Änderungen an der Architektur angehen zu können, so wie sie für Zen 5 angekündigt wurden.


Hallock hatte in Interviews gesagt, dass das Sample "noch nicht" mit 170W TDP gelaufen ist und zudem auf Reddit bestätigt, dass die "top TDP of Ryzen 7000"(Also nicht AM5) 170W beträgt. 125W TDP ist dabei auch nicht in der Liste der Optionen drin.
Robert Hallock bezieht sich eindeutig auf den Sockel, nicht auf konkrete Ryzen 7000 SKUs. Natürlich liegt die maximale TDP für Ryzen 7000 bei 170W. Weil Ryzen 7000 auf AM5 läuft und AM5 bis 170W TDP spezifiziert ist. Nichts anderes sagt er. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass das Ryzen 7000 Topmodell eine TDP von 170W haben wird. Was auch eher unlogisch wäre nach den Ankündigungen auf dem Analyst Day. Mit >35% mehr Performance bei ~60% mehr PPT schafft man jedenfalls keine >25% bessere Energieeffizienz. Letztes deutet eher auf eine moderate Steigerung der TDP hin. Ich schrieb ausserdem nicht 125W TDP, sondern 120/125W TDP. Mir ist schon bewusst, dass im geleakten AM5 Dokument von 120W TDP die Rede ist. Was die Einführung weiterer TDP Klassen in neueren Revisionen ja nicht grundsätzlich ausschliesst. Deshalb sind für mich beide Optionen denkbar, da AMD auch schon 125W TDP genutzt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ist nicht wirklich fraglich. *) Und nun rückwärts vom Zen4 aus zu argumentieren hilft da nicht viel, da Intel ebenso vergleichbare Takt-Sprünge mit ihrem EUV-Node Intel 4 (vormals "7nm") macht. Auch die können hier gemäß der aktuellsten Unterlagen einen beträchtlichen Takt-Zugewinn bei ISO-Power realisieren, ist also weitaus mehr eine Eigenschaft der neuen Nodes in Verbindung mit EUV und der mit den Prozessen einhergehenden Material- und Fertigungsoptimierungen.

Zudem ergänzend noch mal in aller Deutlichkeit: Die Samalitaktik a la heute (Zen4) primär Prozess und übermorgen (Zen5) Architektur ist schlicht notwendig, da AMD hier nicht beliebig verbessern und alle 4 Monate was Neues auf den Markt werfen kann (das übersteigt sowohl technisch als auch wirtschaftlich ihre Möglichkeiten bei weitem, insbesondere i. V. z. zu einem Riesen wie Intel und würde zudem ihr Wachstum hemmen). Hier mit Bedacht vorzugehen und auch noch die kommenden Releases im Auge zu haben, insbesondere mit Blick auf die zu erwartenden Konkurrenzprodukte ist schlichtes wirtschaftliches Diktat.

*) Auch spannungstechnisch scheint AMD relativ weit ans Limit des N7 gegangen zu sein, da es damals konkrete Leaks gab, die nahelegten, dass TSMC den N7 eigentlich eher für etwas niedrigere Spannungen ausgelegt hatte. AMD brauchte jedoch den Takt um konkurrieren zu können, da die Community ja schon enttäuscht war, dass damals die 5 GHz nicht erreicht wurden.


Allgemein zu den 170 W TDP: Hier würde ich vermuten, dass diese deutliche Erhöhung des Sockels eher der Zukunftssicherheit dient und weniger die reguläre TDP bspw. eines 7950X bezeichnen wird. Intel wird bereits in diesem Jahr mit einem regulären 24-Kerner aufwarten und das zwangsweise in den komenden Jahren fortsetzen und auch bei AMD erwartet man absehbar mehr Kerne. Beispielsweise MLiD wusste schon vor vielen Monaten zu berichten, dass er mit Sicherheit weiß, dass AMD einen 24-Kerner im Labort hat ... wobei für eine solche "Vorhersage" (bei ihm war es jedoch eher eine Bestätigung) aber auch im Endeffekt keine secret source sondern schlicht wirtschaftlicher Sachverstand gehört. ;-) Wie der realisiert werden wird (zuzügliche ZenXc-Kerne oder reguläre Kerne) wird man abwarten müssen, aber ein solches Design wird natürlich noch mehr Strom ziehen und dementsprechend muss man den Sockel entsprechend ausrichten, denn ansonsten würde auch bei AMD zeitnah ein MB-Wechsel anstehen und derartiges, so sehr das wirtschaftlich verlockend wäre, kann sich AMD zurzeit anscheinend noch nicht leisten, sondern benötigt weiterhin diesen Punkt als Vertriebsargument, da man bei den OEMs noch längst keinen vergleichbaren Stand hat, sondern hier weiterhin gezielt den Retail-Markt umschmeicheln muss.
 
Dann würde sich aber die Frage stellen, warum sollte die CPU bei ~154W aufhören weiter hoch zu takten, wenn sie bis 230W gehen darf?

Wie ich schon sagte: Am Ende muss jede Hochrechnung auf Basis der von AMD in den Raum geworfenen Zahlen viele weitere Annahmen machen. Je nachdem, welche man dann trifft, erhält man deutlich unterschiedliche Aussagen, aber nie ein homogenes Gesamtbild, sondern immer Widersprüche. Was dann am Ende priorisiert wird, sagt viel über die Einstellung des Postenden zu AMD aus, aber vermutlich wenig über Zen 4. ;-)
Da ist weiterhin fast alles denkbar, genauso als hätte AMD einfach die Klappe gehalten, anstatt Informationsvermittlung vorzutäuschen.


Nicht so wirklich. Das war eher eine Limitierung des verwendeten TSMC-Prozesses, der hier in vertretbarem Rahmen nicht nennenswert mehr zuließ.
AMD wird sicherlich auch geringfügige Anpassungen diesbetzüglich in der Mirkoarchitektur vorgenommen haben (unterm Strich aber vergleichsweise wenig, da größere Überarbeitungen der Architektur und damit auch Pipeline erst mit Zen5 folgen sollen), der Großteil wird jedoch schlicht auf die Verwendung des 5nm-Nodes zurückzuführen sein. Hier weiß man jedoch noch nicht, welcher konkret zur Anwendung kommen soll. Der N5 soll +15 % Perf. bieten ggü. dem N7, der N5P und der N5HPC sollen gemäß TSMC angeblich noch einmal +5 % respektive +7 % Perf. bei ISO-Verbrauch i. V. z. N5 aufschlagen können, d. h. die Zugewinne kommen hier weitestgehend von einer Ausreizung des neuen Prozesses. **) - Man darf zweifellos gespannt sein, wie hier AMD die Gewichtung zw. Power Savings und Mehrleistung vorgenommen haben wird.

Die Performance-Angaben der Foundrys laufen immer auf Transistorschaltgeschwindigkeit hinaus. Die ist aber nicht der einzige limitierende Faktor für CPU-Takt und für selbigen hat AMD ja schon direkt eine Größenordnung genannt. Wieviel des N5-Potenzials sie darüber hinaus in weniger Strom pro Transistor investieren konnten, was das insgesamt gestiegene Transistorbudget gemäß der jeweiligen Verwendung beim Verbrauch ausmacht und welche Leistung für den Endanwender daraus resultiert – Annahmen, Annahmen, Annahmen. Das bislang gelieferte reicht von der Menge her nichtmal für ein Salamibrot; zu der Pizza auf die uns der Mund wässrig gemacht werden soll, fehlen ganze Zutatenkategorien.
 
Robert Hallock bezieht sich eindeutig auf den Sockel, nicht auf konkrete Ryzen 7000 SKUs. Natürlich liegt die maximale TDP für Ryzen 7000 bei 170W. Weil Ryzen 7000 auf AM5 läuft und AM5 bis 170W TDP spezifiziert ist. Nichts anderes sagt er.
Er hat im ersten Post die TDP und PPT Möglichkeiten des Sockels genannt, mit den bekannten 65W und 105W, die unverändert bleiben und dann als neue Option die 170W.

Dann wurde er konkret zur Top TDP von Ryzen 7000 gefragt, also jene des Ryzen 7000 Modells mit der höchsten TDP (16C), und hat dort auch die 170W genannt.
Was klar ist, weil es ja mehr als 105W sein sollen und er für den Sockel ja diese 3 Möglichkeiten genannt hat.

Würde es auch z.B. 125W TDP / 170W PPT Ryzen 7000 geben, hätte er diese auch in der Auflistung der möglichen TDPs für den Sockel genannt.

Und wenn es um die maximale TDP für Ryzen 7000 geht, die man selbst einstellen kann, so ist auch 170W nicht das Limit, denn die Boards können ja sehr viel mehr ab. Hier geht es um das, was Ryzen 7000 Produkte als höchste Spezifikation, also das was dann im Datenblatt steht, bekommt.

Das wird auch noch mal in einem weiteren Post von ihm in diesem Thread deutlich:
The Computex processor was a 16-core prototype sample not yet fused to specific power/TDP values, but it was operating in a range below the new 170W TDP group we've developed. It's a conservative figure.
Wieder nur 170W als neue TDP Gruppe, also entweder 65, 105, oder eben 170

Für die Perf/W kommt es dann eben darauf an, was die CPU dann real ziehen wird in den üblichen Anwendungen. Es kann auch sein, dass die 230W nur bei Nutzung von AVX-512 überhaupt ausgenutzt werden und sich die CPU ansonsten trotzdem nur im Bereich unter 200W aufhält.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann wurde er konkret zur Top TDP von Ryzen 7000 gefragt
Richtig, er wurde zur top TDP von Ryzen 7000 gefragt. Was wie schon erwähnt eben 170W sind, weil das die top TDP von AM5 ist und Ryzen 7000 auf AM5 läuft. Er wurde NICHT zur TDP des top Ryzen 7000 gefragt. Es bleibt also dabei. Ob der top Ryzen 7000 beim Release die maximale TDP von AM5 ausreizt, bleibt daher fraglich aufgrund der Angaben zur Effizienzsteigerung. Diese deutet eher auf 120/125W TDP hin.

Für die Perf/W kommt es dann eben darauf an, was die CPU dann real ziehen wird in den üblichen Anwendungen. Es kann auch sein, dass die 230W nur bei Nutzung von AVX-512 überhaupt ausgenutzt werden und sich die CPU ansonsten trotzdem nur im Bereich unter 200W aufhält.
Wenn's so wäre, dann brauchst du ja auch nichts mehr von Brechstange schreiben. ^^ Halte ich aber für wenig wahrscheinlich. Das aktuelle Topmodell liegt in entsprechenden Anwendungen nahe an der PPT, auch ohne AVX512. Könnte dann nur durch den maximalen Boost Takt limitiert sein. Dann braucht man den Prozessor aber auch nicht mit so einer hohen TDP zu spezifizieren. Was ja nur Nachteile mit sich bringt, wenn keine Mehrperformance dabei rausspringt.
 
Wird die IPC Mehrleistung vom 5800X3D gerechnet, oder werden die "normalen" Ryzen herangezogen, dann sicher auch nur bei solche Dingen wie Synthetische Benches wie Cinebench wo der Cache nichts viel zu sagen hat?
 
Nein, genau das nicht. "top TDP of Ryzen 7000" != "TDP of top Ryzen 7000". ;) Er hat ja selbst gesagt, die TDP hat er bisher nur in technischen Dokumenten nachgeschaut. Und dabei TDP mit PPT des Sockels verwechselt. Was er danach in diversen Interviews versucht hat richtig zu stellen. Seine Aussagen dazu sollte man deshalb auch nur aus Sicht des Sockels betrachten. Vermutlich weiss er auch noch gar nicht, welche konkrete TDP das Topmodell haben wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück