Ryzen 3800x Wärmestau in der CPU

x2K

Freizeitschrauber(in)
Nach all den Jahren gab es endlich mal ein CPU upgrade auf einen 3800x, allerdings ist mir aufgefallen das die CPU als solche innerlich sehr schnell warm wird sobald Last aufkommt und auch innerhalb von 2-3 sekunden wieder stark abkühlt.
Ich kühle mit Wasser und einer Ausreichend Starken Kühnlung, die auch mit einem alten FX8350 mühelos fertig wurde.
Kühlwasser 23 grad CPU 75 grad.
An der WPL wird es vermutlich nicht liegen denn sonst würde die CPU nicht so schnell wieder kalt werden. Kühler ist komplett sauber und läuft auch frei (NexxosXP)

Ich hab das verhalten so noch bei keiner CPU erlebt die Temperatur ist auch nicht kritisch, der Sommer kammt aber noch.
Ist das verhalten bei den Dingern normal?
 
Selbst mein 3600 schafft es innerhalb von 2 Sekunden die Temperatur um 40 Grad zu steigern.
Einmal prime an werfen und direkt im Temperaturlimit.
Allerdings mit einem Luftkühler (Mugen 5)
Also ich würde sagen ja es ist normal.
 
fragt sich nur wo die wärme hängen bleibt. das kann ja nur noch der übergang zwischen Die und Heatspreader sein, wobei der beim 3800x gelötet sein müsste.
 
Bitte einmal hier lesen:

Wenn du verstanden hast was wie gemessen wird und was das alles bedeutet fragst du nicht mehr "wo Wärme hängenbleibt" ;-)
 
Im Prozessor sind mehrere Sensoren verbaut und die auslesenden Tools geben halt den aktuell höchsten Wert an den irgendeiner der Sensoren ausgibt, da Silizium nun mal schnell erhitzt bilden sich halt Hotspots die aufgrund der Mikrostruktur sehr punktuell ausfallen und bei weitem nicht die Durchschnittstemperatur des Chips darstellen, denn die liegt im Allgemeinen weit darunter. Mach dir deswegen keinen Kopf ...

Edit: Alk war schneller ...
 
hmh so wie im blog erklärt ergibt es einen Sin was die komischen Werte angeht und es erklärt auch warum das Mainboard spontan und zusammenhangslos die Lüfter immer mal wieder für einen Moment auf vollast drehen läst.
Danke für die vielen infos an didser Stelle.
Andererseits verwundert es aber bei den Kleinen Strukturen und der im vergleich winzigen Chipfläche das es solche inhomogenen Temperaturen innerhalb vom Chip gibt. AMD häte da besser einen Berechneten durchschnitt ausgegeben anstelle des MAX Wertes. Ist das ganze beim 5800 genau so oder gibts da inzwischen was neueres?
 
die komischen Werte angeht
Da ist nix komisch...
warum das Mainboard spontan und zusammenhangslos die Lüfter immer mal wieder für einen Moment auf vollast drehen läst
Das liegt nur an dir bzw. einer nicht angepassten Lüfterkurve...
AMD häte da besser einen Berechneten durchschnitt ausgegeben
Das ist doch quatsch. Einen "maximal" Wert muss es geben, damit die CPU weiß wann sie throttlen muss.
Besser das MB und entsprechende Software können diesen Wert auch auslesen bzw. er wird angegeben.

Stell dir mal das Gegenteil vor:

"Meine CPU zeigt 85°C an, aber drosselt die ganze Zeit, wie kann das sein??"
Im Schnitt 85°C sind kein Thema, aber wenn da spikes bis 95°C oder mehr drin sind, dann drosselt die CPU evtl. schon und keiner weiß warum...
 
AMD häte da besser einen Berechneten durchschnitt ausgegeben anstelle des MAX Wertes.
Wozu? Das hat technisch gar keinen Sinn weil sich niemand dafür interessiert außer der Otto zu Hause.
Für den Chip, den Boost, alle Regelsysteme ist nur der Maximalwert ausschlaggebend. Wenn der Chip am Hotspot durchgebrannt ist weil weitergeboostet wurde wie verrückt und der Lüfter auch nicht hochgeregelt hat weil die Durchschnittstemperatur ja schön niedrig war haste gewonnen. ;-)

Das ist nebenbei schon seit Ewigkeiten so geregelt - keine CPU hat jemals (absichtlich) Mittelwerte ausgegeben weils wie gesagt keinen Sinn ergibt. Nur hatten CPUs eben früher viel weniger / nur einen (ganz früher gar keinen) Sensor. Auch Intel, die einen Wert pro kern ausgeben, setzen ihre Temperatursensoren sinnigerweise genau dahin in die Kerne wo Hotspots sind und throtteln nach dem heißesten Kern. Der einzige UNterschied ist, dass sie dem Benutzer mehr Zahlen anzeigen als AMD, die interne Vorgehensweise ist die gleiche (weil einzig sinnvolle). :-)

Was sich geändert hat (seit Erstellen des Blogs) ist, dass AMD mittlerweile neben dem Wert für die CPU-/Packagetemperatur auch die Temperatur der einzelnen Chiplets informatorisch ausgibt. Bedeutet ich kann bei meinem 5950X beispielsweise CPU_Temp, CCD1_Temp und CCD2_Temp auslesen - wobei bei CCD2_Temp beispielsweise eben wieder der Maximalwert aller Sensoren des CCD2 ist.

HWInfo gibt bei neuesten BIOS-Versionen sogar nen "average"-Wert aus der in der Programmdoku als "Mittelwert aller Sensoren" bezeichnet wird, evtl. hat sich AMD mittlerweile breitschlagen lassen sowas in der AGESA zu implementieren. :ka:

1610989727211.png


Dennoch - am Ende ist der Tctl-Wert der einzig technisch relevante. So lange der unter 90°C bleibt (manche Ryzens mit kleinerer TDP-Einstufung oder älterer Bauart dürfen auch 95 da hier die Boost-Übverschwinger kleiner ausfallen und AMD weniger Puffer lassen muss bevor ernsthaft was passieren würde) ist alles tutti.
 
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