Russland

Was willst du da nicht ausschließen? Dass die Nato Russland angreift und Putin sich nur verteidigt?
Dass man die Freiheit abschaffen muss?
Hä? Was ... wie kommst du denn jetzt darauf? :what:
Ich habe geschrieben, dass die russischen Behörden Frauen als Gebärleiber begreifen, um den demografischen Verhältnissen entgegezuwirken, teils sicherlich auch begründet durch den Russisch-Ukrainischen Krieg. Und eben, dass ich das verurteile. Ebenso verurteile ich es aber auch, wenn wir (russische) Frauen als derartiges darstellen. Auch sollte man meiner Meinung nach (russische) Männer nicht als Kanonenfutter ansehen.
Die Wahrnehmung im Krieg ist wiederrum etwas ganz anderes. Für die ukrainischen Soldaten sind russische Soldatne Feinde. Das Konzept "Menschenwürde" ist dann fehl am Platz.

Ich habe aber keinen blassen Schimmer, warum du nun davon schreibst, die NATO habe Russland angegriffen oder dass man Freiheit abschaffen müsse. Davon war erstens nicht die Rede und zwotens ich nirgends auch nur ansatzweise Vergleichbares geäußert. Also bitte.
 
Es ist logisch, dass Russland einem Einfrieren des Konflikts nur zustimmt, wenn die dauerhafte Sicherheit des gesamten russischen Territoriums und aller Russen gesichert sind.

Und zwar im gesamten russischen Territorium von der Elbe bis zum Yukon!


Die USA setzen nun auf Verhandlungen, was man Ende 2021 schon hätte tun sollen.

Nein. Die USA setzen auf Verhandlungen, was man 2014 schon gemacht hat. Wladimir Ws Schlüsse daraus sind bekannt.


... du ... du ...

... du hast nicht einmal kapiert, wer hier was von Verpflichtungen, also geltendem Recht gepostet hat, und wer nicht. Hint: Ansprechpartner für deinen Sermon ist Brooker.
Ich habe nur festgestellt, dass es Bullshit ist, dass sich irgendwer unter Russland Befehlsgewalt begeben hat.

Wenn du mir mir über meine Sicht der Gesamtsituation reden willst, dann geh auf eben diese ein. Wurde oft genug gepostet. Anküpfungspunkt Nummer 1, wenn man es an deine Auslegungen zu gefühlter Sicherheit anlehnen will:
Wie achtet Putin in den letzten 11 Jahren die Sicherheitsinteressen der Ukrainer?


Wie steht es eigentlich gegenwärtig um den Widerstand in Russland? Im Februar konnte man in einen Artikel bei der DW lesen, dass nach Nawalnys Ermordung die unterschiedlichen Bewegungen bislang keinen neuen Schwung gefunden haben und zersplittert seien. Weiß da jemand mehr?

Ich habe schon lange nichts zusammenhängendes mehr gehört und würde vermuten, dass das symptomatisch ist. Einzelmeldungen betreffen immer wieder Totalverbote von Organisationen, willkürliche Inhaftierungen von (kaum) Aktiven und deutlich zweistellige Haftstrafen unter verschärften Bedingungen (= Todesurteile) für diejenigen, die früher was gemacht haben. Das heißt für mich im Umkehrschluss: Es kann in Russland derzeit keinen offenen Widerstand geben. Wer sich nicht versteckt, wird mund- oder ganz tot gemacht.

Ich persönlich würde aber annehmen, dass es auch im Untergrund kaum etwas gibt. Das Regime hat die Kontrolle über die Medien, weite Teile der Bevölkerung galten schon vor dem Krieg als apolitisch, die liberale Elite hat die nach Kriegsbeginn noch eine Zeitlang offenen Grenzen zur Flucht genutzt. Wenn ich mich richtig erinnere, in 7-stelliger Zahl => russische Oppositionelle findest du wenn dann in Georgien. (Wer es sich leisten konnte, hat sich aber weiter weg in Sicherheit gebracht.)
Das wenige, was Reporter noch aus Russland berichten können, bestätigt diese Annahme. Ebenso wie Vergleiche mit z.B. Weißrussland, dass eigentlich den konsequenteren Unterdrückungsapparat hat und, mangels direkter Truppenbeteiligung, weniger Anlass für offenen Widerstand hat, aber schon länger Fluchtmöglichkeiten wirkungsvoll einschränkt, sich gegen Kommunikationswege aber aus geographischen Gründen aber schwer tut. Ergebnis: Dort gab es seit Kriegsbeginn afaik sogar mehr Sabotageakte und größere Widerstände, als in Russland selbst, obwohl das Land viel kleiner ist.
 
Letztes Jahr war doch diese Brix Gipfel in Südafrika, und die müssten ausliefern wenn Putin dort in dem Land Erscheinen würde.

"Müssen" ist relativ. Sie haben sich dazu verpflichtet, ja. Aber steht man auch zu seinen Worten und wendet Gesetze an?
Auf genau gleiche Art haben sich z.B. Deutschland und Ungarn dazu verfplichtet, Netanjahu auszuliefern, sobald er das jeweilige Hoheitsgebiet betritt. Wie aber Scholz, Merz und Orban zur Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit stehen, war ja kürzlich zu hören/beobachten.


Auch wenn Trump schon sehr weit draußen agiert und diverse Vergleiche zum Faschismus nicht aus der Luft gegriffen sind, kann ich mir ganz schlecht vorstellen, dass Putin in den USA empfangen wird ohne verhaftet zu werden, oder dass die USA brisante Waren an Russland liefern, um sich gegen (gar nicht stattfindende) Bedrohungen seitens China zu wehren.

Gibt es überhaupt eine rechtliche Grundlage, Putin in den USA zu verhaften? Trump im speziellen hat schon mehrfach positiv über ihn gesprochen, was auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass Russland sich dreimal zu seinen gunsten in US-Wahlen eingemischt hat. Putin ist in den USA definitiv keine persona non grata und in ihnen wichtigen Aspekten haben die USA die Handlungsbeziehungen schon unter Biden weiterlaufen lassen (genauso wie die ach-so-humanistischen EU-Mitglieder); für Trump sind jetzt bekanntermaßen alle US-Branchen wichtig, jeder der wenig aus den USA importiert ein Angreifer und umgekehrt sollte somit jeder, der seine Handelsbilanz umkehren möchte, mit offenen Armen empfangen werden. Auch Putin hat seit Trumps Amtsübernahmen die zuvor USA-konzentrierte Rhetorik auf den Kopf respektive auf die EU um-gestellt.

Es ist immer etwas riskant, Beziehungen zwischen Autokraten vorherzusagen und Trump ist in Einzelfällen besonders unberechenbar. (Vielleicht nicht als Person, aber als Konstrukt "Showmaster plus Puppenspieler im Hintergrund") Aber das einzige, was bislang klar gegen "Best Buddies" spricht, war die Wartezeit vor dem Telefonat. Und diesbezüglich fällt schon mal auf, dass Trump weder den einen roten Knopf noch den anderen gedrückt hat. Man stelle sich dagegen vor, z.B. Selensky hätte ihn warten lassen...


Entweder, wir respektieren die russischen Interessen oder wir respektieren die ukrainischen Interessen. Eine Kompatabiltät, wie sie Varwick beschreibt, sehe ich nicht.

Ich sehe da durchaus Potential, wenn man dich wortwörtlich nimmt:
Ukrainische Interessen und russische Interessen sind in recht weiten Teilen kompatibel.
Was nicht passt, sind ukrainische Interessen und putinische Interessen.

Aber die Mehrheit der Russen würde auch einfach nur Frieden vorziehen und dürfte sich einen Dreck darum kümmern, wer Kiew oder Odessa regiert. Viel interessierter dürften sie z.B. an einem Ende der Sanktionen sein, die gegen ein Regime verhängt wurde, dass nicht gleichbedeutend mit dem Land ist, in dem es bislang herrscht.
 
Gibt es überhaupt eine rechtliche Grundlage, Putin in den USA zu verhaften?
Guter Hinweis. Die USA hatten das Römische Statut zwar unterschrieben, Clinton hat die Unterschrift aber zurückgezogen. Damit gibt es keine Verpflichtung der USA, Putin im Falle eines Aufenthaltes in den USA zu verhaften.
Es ist immer etwas riskant, Beziehungen zwischen Autokraten vorherzusagen und Trump ist in Einzelfällen besonders unberechenbar.
*sign*
Aber das einzige, was bislang klar gegen "Best Buddies" spricht, war die Wartezeit vor dem Telefonat. Und diesbezüglich fällt schon mal auf, dass Trump weder den einen roten Knopf noch den anderen gedrückt hat. Man stelle sich dagegen vor, z.B. Selensky hätte ihn warten lassen...
Ja, ach, diese TV-Szene wirkte schon ein wenig staged. Ich hatte den Eindruck, als würde sich Putin in seiner Überheblichkeit suhlen.
Ich sehe da durchaus Potential, wenn man dich wortwörtlich nimmt:
Ukrainische Interessen und russische Interessen sind in recht weiten Teilen kompatibel.
Was nicht passt, sind ukrainische Interessen und putinische Interessen.
Ich beschrieb im Kontext die russischen Interessen unter Putin. Die putin-russischen Interessen (Ukraine als Einflusssphäre Russlands) und die ukrainischen Interessen (weitgehende faktische Souveränität) sind nicht nur unpassend, sondern miteinander unvereinbar. Dadurch besteht auch keine diplomatische Möglichkeit der Vereinbarkeit; das zu Ende zu denken, ist schwere Kost.

Aber die Mehrheit der Russen würde auch einfach nur Frieden vorziehen und dürfte sich einen Dreck darum kümmern, wer Kiew oder Odessa regiert. Viel interessierter dürften sie z.B. an einem Ende der Sanktionen sein, die gegen ein Regime verhängt wurde, dass nicht gleichbedeutend mit dem Land ist, in dem es bislang herrscht.
Es gab kürzlich eine Umfrage durch das russische Meinungsforschungsinstitut Levada Centre (selbstverständlich ein "Ausländischer Agent") zu dieser Frage:
Durchgeführt wurde die brisante Umfrage von dem unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum. Von den 1615 befragten Russen gaben 50 Prozent an, dass sie einen 30-tägigen Waffenstillstand in der Ukraine befürworten und stellen sich damit explizit gegen den Kreml. 41 Prozent gaben an, den Widerstand der russischen Regierung gegen einen Waffenstillstand zu begrüßen.
https://www.news.de/politik/8585049...egen-kremlchef-und-befuerworten-waffenruhe/1/
Immerhin die Häflte der befragten Russ*innen befürworten einen Waffenstillstand. So richtig Mehrheit, wie Mehrheit konnotiert sein dürfte, ist das nicht, aber ja. Die 41%, welche sich gegen einen Waffenstillstand wenden, sind nicht zu vernachlässigen: das Land bzw. dessen Bevölkerung zeigt sich durch das Regime beherrscht. Einen Krieg generell abzulehnen, dürfte auch unter Russen allgemein common sense sein - aber die breite Befürwortung dieses Krieges ist ein deutlicher Hinweis darauf, was in russischen Köpfen vor sich geht. Hinterher will's dann wieder keiner gewesen sein ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange Russland nicht bereit für Frieden ist wird es diesen auch nicht geben.

"Donald Trumps Verhandlungen über einen Waffenstillstand haben bisher nicht dazu geführt, dass auf den Schlachtfeldern der Ukraine weniger geschossen wird – ganz im Gegenteil könnten die Gefechte bald sogar noch intensiver werden. Denn während die russische Führung um Präsident Wladimir Putin öffentlich behauptet, an einem Frieden interessiert zu sein, laufen im Hintergrund offenbar die Vorbereitungen eines neuen, größeren Angriffs an der Frontlinie. Mehrere Berichte verdichten sich zu diesem Bild."
 
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Nach ukrainischen Angaben wurden bei der »Aktion Spinnennetz« strategische Bomber vom Typ Tu-95 und Tu-22 angegriffen, mit denen Russland Langstreckenraketen auf die Ukraine abfeuert. Spezielle Frühwarnflugzeuge vom Typ Berijew A-50 sollen ebenfalls zerstört worden sein.

Russischen Militärbloggern zufolge könnte der Angriff zudem atomwaffenfähigen Bombern gegolten haben. Damit könnte es sich um eine der schwersten Drohnenattacken der Ukraine in der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg handeln.

Das war mal ein beachtlicher Gegenschlag.
Scheinbar 18 Monate Planung des ukrainischen Geheimdienstes.

 
Ich finde das gut und es waren wirklich alle überrascht. Nicht nur die Russen.
1/3 der russischen Bomberflotte wurde angeblich dabei zerstört.
Desweiteren gab es noch Angriffe auf russische Eisenbahnbrücken.
Leider sind dabei aber auch Zivilisten gestorben.
Dennoch zeigt das mal wieder, was man mit relativ günstigen Drohnen für Schaden anrichten kann.
 
Den Russen fehlt eben der gute Dünger aus dem Westen.

Die hatten eine schlechte Ernte, nachdem sie letztes Jahr noch über Bedarf produziert haben, steht in deinem eigenen Link...
Das sind ganz normale Schwankungen. Die deutschen Bauern jammern auch jedes Jahr, dass es zu kalt, zu heiß, zu nass oder zu feucht war oder manchmal auch alles vier zusammen (dieses Jahr könnte das wieder klappen) und dass die CSU dringend Milliardensubventionen aus den Steuerzahlern quetschen muss. Russland halt darüber hinaus das Problem, dass sie weniger Handel über Klimazonen hinweg haben, eine dem Vernehmen nach deutlich einseitigere Küche (man ist halt national statt multikulti) und keinen direkten Anbau von Alternativen im eigenen Land. Wenn bei uns die Kartoffelernte knapper ausfällt, wir Ersatz irgendwo zwischen Schweden und Marokko organisiert, irgendeiner auf dem Band hatte meist eine gute Ernte. Und selbst wenn nicht, gibt es noch weiträumigere Handelspartner, Reis aus dem Mittelmeerraum oder eine ganze Reihe leckerer Nudel-, Couscous-, Bulgur- und Teiggerichte auf Weizenbasis, es gibt Linsen, es gibt Süßkartoffeln, etc.. Russland hätte zwar eigentlich auch Hartweizen als Alternative, aber scheinbar kaufen die Russen eher Kartoffeln zum doppelten Preis, als sich von mediterraner oder vorderasisatischer/nordafrikanischer Küche inspirieren zu lassen :ka: .


Das war mal ein beachtlicher Gegenschlag.
Scheinbar 18 Monate Planung des ukrainischen Geheimdienstes.

Nice. Die Tu-95 und SU-22 dürften zwar keinen großen Unterschied machen (relativ zum Bedarf für die Angriffe auf die Ukraine hat Russland einfach zu viele davon) und wenn erstere nicht gerade die frisch modernisierten Exemplare, sondern auch was von den Fast-Ruheständlern war, wirft es Putins Rüstung vermutlich auch nicht all zu weit zurück. Aber ein Schlag ins Gesicht ist es allemal und vor allem ist, wenn ich mich nicht verzählt habe, die sechste und gegebenfalls weitere A-50, von denen Russland mal 21 Stück hatte. Jede einzelne vollgestopft mit der (relativ) neuesten Elektronik, die zu ersetzen ungleich schwerer als viele andere Schäden sein dürfte.

Sind immer noch die Maximalforderungen.

Wieso Mehrzahl?
Nur eine Seite fordert hier die Kapitulation.
Die andere, diejenigen die eigentlich auf massive Entschädigungen, Wiederaufbau, Strafverfolgung und dauerhafte Abrüstung zwecks künftiger Sicherheit pochen sollten, bitten nur darum, dass vorübergehend wenigstens mal wieder Menschen-, wenn schon nicht Völkerrecht eingehalten wird. Das ist meilenweit von "Maximalforderung" entfernt.
 
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Ich hoffe das Trump das mitlerweile genauso sieht.

Hier noch eine Analyse von Oberst Markus Reisner zum Drohnenangriff:

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Von den ukrainischen F-16 hat man irgendwie schon lange nichts mehr gehört.:ka:
 
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