AW: Rückseite einer Zen-CPU fotografiert: AM4 ist sicher ein PGA-Sockel
@NForcer: Die Pins sind ja nicht nur zum halten der CPU im sockel, sondern stellen die spannungsversorgung und Kommunikation her. Deshalb müssen für den fehlerfreien Betrieb alle pins sicheren Kontakt haben, außerdem verhindert man so das falsche einsetzen der CPU. Durh die Pins passt der Prozessor nur in eine Richtung auf den sockel.
PGA Sockel sind quasi unzerstörbar, wenn man normal damit umgeht (wohingegen LGA Sockel sehr empfindlich sind). Da die CPU außerhalb des Sockels keinen nutzen hat, sehe ich auch keine Möglichkeit, diese zu beschädigen. Im Zweifel lässt sich ein Pin am Prozessor aber enfacher wieder hinbiegen, als ein Pin im Sockel.
@Topic: Finde ich eine gute Entscheidung. Ich mag die PGA Sockel da sie robuster sind. Aber letztlich ist es auch egal, sobld die CPU verbaut ist
Anders als bei LGA, kann man die CPU, mit leichter Gewalt, aus einem zum Betreib eingerichteten PGA-Sockel heraus ziehen, ohne den Sockel an sich zu beschädigen. (mit den Fingernägeln geht das schon)
Beschädigungen betreffen, an und für sich, nur die Pin an der CPU!
D.h. das der Sockel keine reine CPU-Haltefunktion, wie bei LGA-Sockeln, besitzt.
Die obliegt, einzig und allein, dem CPU-Kühlerhaltesystem.
Logisch, weil man den zum Betrieb der CPU, sowieso braucht!
Öh, würde man die CPU an einer Ecke einschrägen, so wie den Sockel auch, kann die CPU eh nur in eine Richtung passen, weil die anderen Seiten nicht passen würden, daher wäre es so recht easy zu lösen. Und´ne passgenaue CPU, nur mittels glatter Kontakte (ggf. sogar mit Wölbung an der CPU und Sockel mit Einbuchtung) wären da schon dennoch eine bessere Lösung als immer dieser PIN Quatsch, der empfindlicher ist. Und schon hat man genauo seine sichere Art und Weise Sockel und CPU zusammenzubringen.
Ich weiß ja nicht, ob man jetzt Sehgeschädigten mit einer angeschrägten Ecke da helfen könnte, aber es sind in zweierlei Hinsicht, entsprechende Markierungen an der CPU und genauso am Sockel zu finden, damit man beides exakt passgenau zusammenfügen kann. (es gibt nur eine einzige Ausnahme, die aber an der grundsätzlichen Ausrichtung keinen Einfluß hat!)
Zum einen ist die eine Ecke der CPU, genauso wie am Sockel besonders gekennzeichnet, zum anderen sind am Sockel Blindflächen in einer exakt für den jeweiligen Sockel codierten Anordnung zu finden, wobei das gleiche Muster an entsprechend fehlenden Pin an der CPU vorhanden ist.
Wer beide Merkmale ignoriert, dem ist nicht zu helfen, der muß dann mit Schmerzen lernen, sich Genauigkeit anzueignen, damit der Inhalt des eigenen Geldbeutels nicht zu sehr schrumpft!
Ich behaupte, dass das nicht so einfach geht glatte Kontakte zu verwenden, da es 1. nie perfekt planar seien kann und 2. die Herstellungskosten für eine perfekte planare Oberfläche mit sehr geringen Formtoleranzen relativ hoch wären.
Evtl. gibt es noch andere Gründe...
Mit den Pins fallen diese Toleranzen größtenteils weg und Unebenheiten werden ausgeglichen.
EDIT:
Eine Frage bleibt meinerseits offen, die ich mir leider nicht wirklich im Internet beantworten kann, zumindest finde ich nichts dazu...
Wie funktioniert die PGA-Pin-Verbindung?
Die Pins werden in die entsprechenden freien Löcher eingesetzt und dann...?
Wie entsteht der Kontakt im PGA? Weiß das jemand?
Erst mal einen Wunsch erfüllen: im Anhang gibt's ein Bild zu den bisherigen PGA Sockeln von AMD ( ich muß erst mal sehen wie ich ohne Qualitätsverlust die 18MB hier rein bekommen, wird wohl nur ein kleine Ausschnitt vom ursprünglichen Bild übrig bleiben, es kommt noch)
Ich probiere es mal mit Worten.
Der PGA-Sockel ist im Einlegezustand für die CPU so verschoben, das die CPU-Pin vor den (meine Worte) Pin-Klammern positioniert sind.
Die Pin-Klammern verkörpern dabei einen einzigen Kontakt für die CPU auf dem Mainboard, die in Einschubrichtung hin durch die Plastestege um die Klammern herum, am Verbiegen gehindert werden.
Die CPU steckt jetzt somit in der Verschubfläche des Sockelsystems.
Sobald man den Verschubhebel in seine Arretierstellung verlegt, wird die Verschubfläche mit der in ihr steckenden CPU in Richtung der Pin-Klammern verschoben.
Dabei werden die CPU-Pin in die extra V-förmig angefertigten Pin-Klammern hinein gedrückt.
D.H. im Idealfall wird der Pin durch die Klammer zu 2/3 umfaßt, also kontaktiert!
Das erfolgt sehr sanft, aber kann auch, durch Toleranzen der Klammern, mal etwas straffer gehen.
Das merkt eigentlich nur der Pin, man selbst durch den relativ langen Verschubhebel eher nicht.
Deshalb könnte man auch den ominöse Ausdruck "Null-Kraft-Sockel" verwenden.

Vorrangig ist hier gemeint, das keine Federpin erst durch Druck des Sockelarretier- und (wortwörtlich) Halterahmens beim LGA-Sockel, an die Kontaktflächen der CPU positioniert werden müßen.
Ganz selten sieht man mit dem bloßen Auge an AMD-CPU, eine ganz feine Kontaktriefe an den Pin.
Ist eine sofort erkennbar ist die Klammertoleranz schon sehr heftig, oder jemand hat schon arg laienhaft so einen fehlgeschlagenen Versuch unternommen!
Dann wird beim Entfernen der CPU, mit CPU-Kühler(!), gegebenenfalls ein Pin auch abgerissen!
Deshalb erst die CPU aufheizen, normaler mehrminütiger Idle-Betrieb reicht meistens schon aus, um die verhärtete kalte Wärmeleitpaste aufzuweichen.
Dann erst den Kühler, mit einer leichten Drehung um seine senkrechte Achse, von der CPU lösen.
Anschließend den Verschubhebel in die Einlegestellung für die CPU bewegen und anschließend die CPU mit den
Fingern entnehmen!
Übrigens sind fehlende Pin meistens an den Ecken der AMD-CPU zu finden!
Warum, erschließt sich schon allein aus meinem Text.
Nachtrag:
Nun sind sie drinn.
Interessant ist, das die Pin-Klammern vollflächig am Mainboard vorhanden sind, aber an der jeweiligen CPU die Pin entsprechend fehlen.
Die Verschubfläche, also nur vorhandene Pin-Klammern durch die Blindflächen verdeckt!