Moin moin
Da hier ja Tagebücher zu diversen Projekten zu finden sind, hab ich beschlossen, auch mal mein Projekt hier ein bisschen näher zu beschreiben.
Zur Vorgeschichte: Ich hab in meinem Schrank noch so Schätze wie X-Wing, TIE-Fighter, X-Wing Alliance (hab ich unter XP noch ans Laufen gekriegt, unter Vista64 zickt es), Schleichfahrt und noch ein paar alte Sachen.
Unter DosBox laufen die Spiele zwar problemlos (außer X-Wing Alliance) und es macht Spaß, die Teile zu spielen, aber wenns man sich die Grafik ansieht, kriegt man vor allem bei Schleichfahrt Augenkrebs von den übertreiben groben Texturen.
3Dfx bzw. 3dfx soll da besser aussehen, also: Google auf und Glide-Wrapper für DosBox suchen.
Da die leider nicht funktionierten und ich gerade sowieso Zeit wie Heu habe (Zivi geht am 1.1. los), habe ich mir überlegt: Warum mit Emulatoren herum probieren, wenn man sich so nen Rechner zusammenbauen kann?
Erster Schritt war es, die benötigten Teile aufzutreiben: Voodoo-Grafikkarte, Mainboard, Prozessor, RAM, Soundkarte, Netzwerkkarte.
Soundkarte hab ich zufällig noch beim Wühlen in den Kartons auf unserem Dachboden gefunden und für den Rest gibts eBay.
Als Budget für die einzelnen Teile hatte ich mir vorgenommen, inkl. Versand nicht mehr als 15€ zu bezahlen und es wurden folgende Teile:
ECS P6VXA-Mainboard mit 128MB RAM und Celeron-800Mhz-Prozessor auf Sockel 370 im Bundle mit einer S3 Virge/DX PCI-Grafikkarte und 3Com Netzwerkkarte. Da ich aber Glide-Grafik haben wollte, gabs noch eine Voodoo 3 3500TV dazu. Die PCI-Graka dient mir jetzt als Backup, sollte hier mal irgendeine Grafikkarte ausfallen. Laut Wikipedia soll außerdem Descent II einen speziellen Patch für die S3D-API bekommen haben und in diesem Fall eine VIRGE-Graka nicht als „Grafik-Entschleuniger“ wirken.
Als Festplatte kommt eine alte Seagate Festplatte mit 13,7GB aus dem AldiPC von 1999 zum Einsatz. Als CD-Laufwerk habe ich einen kaputten Brenner genommen. Der brennt nix mehr, will hin und wieder nicht auf gehen, aber lesen tut er noch einwandfrei.^^
Nachdem alle Teile angekommen waren, hab ich sie erstmal im PC-Gehäuse meines Bruders (dessen Mainboard hat sich komplett verabschiedet, warum auch immer) eingebaut und getestet. Alles lief prima, bis Windows installiert war. Kaum war die Benutzeroberfläche geladen, startete der Rechner neu, als wenn man die Reset-Taste gedrückt hätte.
Meine Suche nach dem Fehler führte mich schließlich zur englischen Webseite badcaps.net. Die aufgeblähten Kondensatoren hatten mich von vornherein nachdenklich gemacht...
Zunächst hab ich die Kiste mit nem einfachen Workaround zum laufen bekommen: CPU-Lüfter abschalten. Solange die Kondensatoren warm waren, lief der PC, aber auch nicht lange. Nach 4 Tagen schaltete er sich immer wieder plötzlich ab und ließ sich ohne vorheriges Steckerziehen gar nicht mehr anschalten.
Weil ich keine Lust hatte, mir ein anderes Mainboard zu kaufen, fuhr ich daraufhin zu Conrad und holte mir neue Kondensatoren für höhere Spannungen und anderen Kapazitäten und tauschte die alten Kondensatoren gegen die Neuen aus. Mit dem richtigen Equipment (guter Lötkolben mit kleiner Spitze, Lötzinn-Absauger, Schraubzwinge zum festhalten der Platine) und einer ruhigen Hand ist das keine schwere Arbeit und innerhalb von 2 Stunden erledigt. Weil ich jedoch blöderweise zu große Kondensatoren gekauft hatte, musste ich 3 von unten auf das Mainboard löten und das selbstgebaute Holzgehäuse entsprechend anpassen (Loch rein).
Nachdem nun die Hardware funktionsfähig war, kam die Software dran: Windows 98 lag hier noch herum und nach kurzer Google-Suche lagen die Treiber auf einem USB-Stick.
Windows installiert, USB-Stick rein... Problem
Windoof erkennt den Stick nicht, bzw. will nen Treiber. Supa!
Glücklicherweise hatte ich noch ein seit langem nicht angeschlossenes Floppy-Laufwerk in meinem normalen PC stecken und der Treiber für die Netzwerkkarte war nur 600KB groß. Nach dem runterladen von FileZilla waren die Treiber für Grafikkarte, Mainboard und Soundkarte (Terratec 128iPCI) schnell von der externen Platte auf die HDD übertragen und alles installiert. Glücklicherweise vertrug sich Windows mit dem nachträglich noch aufgespielten Bios-Update (das den Bug der Via „82C686B“-Southbridge behebt) und musste nicht nochmal installiert werden.
Sogar Folding@home läuft auf dem Rechner (in der Version 4.00).
Leider erkennt Schleichfahrt den USB-Joystick nicht, den ich mir erst vor Kurzem zugelegt habe und so muss ich wohl nochmal bei eBay nach einem Joystick mit Gameport-Anschluss suchen und die jetzige Gehäuse-Lösung gefällt mir auch nicht. Genausowenig, wie die 128MB RAM, die mir den Einsatz von Ubuntu-Linux verwehren.
Aber das kommt noch.
Jetzt wird erstmal gebencht und vor allem: Gedaddelt.
Da hier ja Tagebücher zu diversen Projekten zu finden sind, hab ich beschlossen, auch mal mein Projekt hier ein bisschen näher zu beschreiben.
Zur Vorgeschichte: Ich hab in meinem Schrank noch so Schätze wie X-Wing, TIE-Fighter, X-Wing Alliance (hab ich unter XP noch ans Laufen gekriegt, unter Vista64 zickt es), Schleichfahrt und noch ein paar alte Sachen.
Unter DosBox laufen die Spiele zwar problemlos (außer X-Wing Alliance) und es macht Spaß, die Teile zu spielen, aber wenns man sich die Grafik ansieht, kriegt man vor allem bei Schleichfahrt Augenkrebs von den übertreiben groben Texturen.
3Dfx bzw. 3dfx soll da besser aussehen, also: Google auf und Glide-Wrapper für DosBox suchen.
Da die leider nicht funktionierten und ich gerade sowieso Zeit wie Heu habe (Zivi geht am 1.1. los), habe ich mir überlegt: Warum mit Emulatoren herum probieren, wenn man sich so nen Rechner zusammenbauen kann?
Erster Schritt war es, die benötigten Teile aufzutreiben: Voodoo-Grafikkarte, Mainboard, Prozessor, RAM, Soundkarte, Netzwerkkarte.
Soundkarte hab ich zufällig noch beim Wühlen in den Kartons auf unserem Dachboden gefunden und für den Rest gibts eBay.
Als Budget für die einzelnen Teile hatte ich mir vorgenommen, inkl. Versand nicht mehr als 15€ zu bezahlen und es wurden folgende Teile:
ECS P6VXA-Mainboard mit 128MB RAM und Celeron-800Mhz-Prozessor auf Sockel 370 im Bundle mit einer S3 Virge/DX PCI-Grafikkarte und 3Com Netzwerkkarte. Da ich aber Glide-Grafik haben wollte, gabs noch eine Voodoo 3 3500TV dazu. Die PCI-Graka dient mir jetzt als Backup, sollte hier mal irgendeine Grafikkarte ausfallen. Laut Wikipedia soll außerdem Descent II einen speziellen Patch für die S3D-API bekommen haben und in diesem Fall eine VIRGE-Graka nicht als „Grafik-Entschleuniger“ wirken.
Als Festplatte kommt eine alte Seagate Festplatte mit 13,7GB aus dem AldiPC von 1999 zum Einsatz. Als CD-Laufwerk habe ich einen kaputten Brenner genommen. Der brennt nix mehr, will hin und wieder nicht auf gehen, aber lesen tut er noch einwandfrei.^^
Nachdem alle Teile angekommen waren, hab ich sie erstmal im PC-Gehäuse meines Bruders (dessen Mainboard hat sich komplett verabschiedet, warum auch immer) eingebaut und getestet. Alles lief prima, bis Windows installiert war. Kaum war die Benutzeroberfläche geladen, startete der Rechner neu, als wenn man die Reset-Taste gedrückt hätte.
Meine Suche nach dem Fehler führte mich schließlich zur englischen Webseite badcaps.net. Die aufgeblähten Kondensatoren hatten mich von vornherein nachdenklich gemacht...
Zunächst hab ich die Kiste mit nem einfachen Workaround zum laufen bekommen: CPU-Lüfter abschalten. Solange die Kondensatoren warm waren, lief der PC, aber auch nicht lange. Nach 4 Tagen schaltete er sich immer wieder plötzlich ab und ließ sich ohne vorheriges Steckerziehen gar nicht mehr anschalten.
Weil ich keine Lust hatte, mir ein anderes Mainboard zu kaufen, fuhr ich daraufhin zu Conrad und holte mir neue Kondensatoren für höhere Spannungen und anderen Kapazitäten und tauschte die alten Kondensatoren gegen die Neuen aus. Mit dem richtigen Equipment (guter Lötkolben mit kleiner Spitze, Lötzinn-Absauger, Schraubzwinge zum festhalten der Platine) und einer ruhigen Hand ist das keine schwere Arbeit und innerhalb von 2 Stunden erledigt. Weil ich jedoch blöderweise zu große Kondensatoren gekauft hatte, musste ich 3 von unten auf das Mainboard löten und das selbstgebaute Holzgehäuse entsprechend anpassen (Loch rein).
Nachdem nun die Hardware funktionsfähig war, kam die Software dran: Windows 98 lag hier noch herum und nach kurzer Google-Suche lagen die Treiber auf einem USB-Stick.
Windows installiert, USB-Stick rein... Problem
Windoof erkennt den Stick nicht, bzw. will nen Treiber. Supa! Glücklicherweise hatte ich noch ein seit langem nicht angeschlossenes Floppy-Laufwerk in meinem normalen PC stecken und der Treiber für die Netzwerkkarte war nur 600KB groß. Nach dem runterladen von FileZilla waren die Treiber für Grafikkarte, Mainboard und Soundkarte (Terratec 128iPCI) schnell von der externen Platte auf die HDD übertragen und alles installiert. Glücklicherweise vertrug sich Windows mit dem nachträglich noch aufgespielten Bios-Update (das den Bug der Via „82C686B“-Southbridge behebt) und musste nicht nochmal installiert werden.
Sogar Folding@home läuft auf dem Rechner (in der Version 4.00).
Leider erkennt Schleichfahrt den USB-Joystick nicht, den ich mir erst vor Kurzem zugelegt habe und so muss ich wohl nochmal bei eBay nach einem Joystick mit Gameport-Anschluss suchen und die jetzige Gehäuse-Lösung gefällt mir auch nicht. Genausowenig, wie die 128MB RAM, die mir den Einsatz von Ubuntu-Linux verwehren.
Aber das kommt noch.
Jetzt wird erstmal gebencht und vor allem: Gedaddelt.
hat die Vodoo etwa schon nen DVI-Anschluss?
das Lego-Männchen hält das Kabel fest
die Grafikleistung ist echt mal brachial ^^ ich musste mir erstmal für meinen Retro-PC RAM suchen, läuft nu mit 6xxMB RAM 