Mahoy
Volt-Modder(in)
Ach, es haben aber schon Spieler ohne einen einzigen Kill gewonnen, in dem sie zwischen Steinen gecamped haben.
Das widerspricht deiner Annahme es sei notwendig Gegner zu töten um die Runde zu gewinnen, oder?
Da sehe ich auch so, aber es ist meiner Ansicht nach nicht der springende Punkt. Es ist viel einfacher: Das Setting von PUBG basiert darauf, dass es einen Wettbewerb gibt, in dem sich die Teilnehmer freiwillig und einvernehmlich einem Kampf auf Leben und Tod stellen und diesen sogar noch dort führen, wo kein Unbeteiligter zu Schaden kommen kann. Noch artiger kann man Gewalt fast nicht darstellen.
Reale Kämpfe dieser Art sind in modernen Gesellschaften natürlich trotzdem geächtet und strafbar, aber man kann sich dem Konzept philosophisch nähern und einen kathartischen Effekt darin erkennen und erst recht die Verlagerung in die Virtualität akzeptieren bzw tolerieren.
Rückübertragung: Wenn zwei oder mehr Leute in einem sexuellen Rollenspiel einvernehmlich ihre Vergewaltigungsphantasien in Täter- und Opferrolle ausleben, finden sich zwar auch moralisierende Zeitgenossen, die das für total daneben halten, aber hinsichtlich rationaler Argumente dagegen wird die Luft ziemlich schnell dünn.
Sobald es in Spielen ein Opfer-Täter-Verhältnis als reiner Selbstzweck - der Täter ist Täter, um Täter zu sein, das Opfer ist Opfer, um Opfer zu sein - existiert, wird es problematisch. Sobald beispielsweise (Vorsicht Holzhammer, es geht natürlich auch differenzierter ...) das Opfer auch Täter oder der Täter auch Opfer ist oder beides, hat man Ambivalenz, also etwas, dass man - auch spielerisch - aufdröseln kann und was somit einen Mehrwert hat.




allerdings wird nicht mehr passieren als das eine Entsensibilisierung zu dem Thema entsteht. 

) wird und damit auch Töten zu einem Selbstzweck verkommt und eben nicht blosse Reaktion auf ein Bedrohungsszenario ist. Insofern hat die Analogie sehr wohl eine gewisse Gültigkeit.