Rape Day: Steam entfernt Vergewaltigungsspiel wieder aus dem Store

Der erste Beitrag, den ich ohne Einschränkungen unterschreiben würde. :daumen:

Schick deine Freundin doch mal auf virtuelle Shoppingtour und wenn der Warenkorb gut gefüllt ist, eiskalt den PC ausmachen. Dann frag sie mal ob ihre Bedürfnisse, mit dem virtuellen "in-den-Warenkorb-legen" gestillt wurden. :schief:
Falls ja spart dir der Trick in Zukunft ne Menge Geld, hehe.

Das Bild passt nicht.

Sie würde bei einer echten Shoppingtour ja auch nicht alles in den Korb legen und dann gehen ohne was mitzunehmen. Die entscheidende Befriedigung bleibt aus.

Besserer Vergleich: Simulatoren. Wird durch das spielen einer "Beschäftigung" (Bauernhof managen, Unternehmen aufbauen, Tauchen etc.) das Bedürfnis gestillt, diese Tätigkeit ausführen zu wollen? Nun, ja. Man spielt Dinge, die man im echten Leben nicht machen will/kann. Man tut sie aber nunmal nicht wirklich. Wer Vergewaltigung in Spielen verurteilt, erhöht damit nur seine Moralvorstellungen. Denn etwas virtuell tun, ist schlicht nicht schlimm. Was da getan wird kann einen anwiedern, verurteilen kann man es aber nicht, denn es wird nunmal Niemandem wehgetan, eine Person spielt ein Spiel, fertig. Ein Spiel welches dir vielleicht nicht gefällt, die Person deswegen zu verurteilen ist aber nur arrogant. Wer hat denn bitte das Recht, jemanden vorzuschreiben was er alleine Zuhause macht?

Unfassbar, dass man sowas PC-Spielern erklären muss, die dieselbe Argumentation für Mord ja meistens ablehnen. Oder führen Shooter jetzt plötzlich doch zu Mordfantasien? Oder zeigen, dass jeder Shooterspieler insgeheim morden will?
Nein. Warum sollte das mit Vergewaltigung anders sein? Weil das Thema unappetitlicher ist?

Übrigens, ganz am Rande, auch wenn es eigentlich keinen was angeht: Meine Freundin würde das Spiel unter Umständen spielen. Wie auch diverse Hentaigames in denen so etwas vorkommt. Ich auch. Wenn wir deshalb schlechte Menschen sind, quasi ''Vergewaltiger im Geiste'', dann sind Millionen Gamer ''Mörder im Geiste''.

PS: Ich habe natürlich trotzdem eine klare Meinung zum Thema Zwang. Zwang zersört die Psyche, verhindert freie Entfaltung. Ich lehne Zwang ganz klar in jeder Situation ab. Da virtuelle Figuren keinen Willen haben, kann ich sie aber auch zu nichts zwingen und bleibe meinen Prinzipien treu.
Aus demselben Grund weine ich auch nicht um die Familien jener Soldaten, die ich bei Total War aus niedrigsten Motiven (Geldgier, Landraub etc.) in den Tod schicke.
 
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Und dann eben noch der Punkt, dass die meisten sogenannten "Killerspiele" den Spieler keine Morde spielen lassen, sondern Tötungen in einem bestimmten Kontext. Und wie ich nun schon mehrfach dargelegt habe, ist der Kontext das A und O, denn über diesen kann man diskutieren.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit zum wiederholten Male dazu auffordern, doch bitte exemplarisch einen Kontext herzustellen, der sexuelle Gewalt - analog zu tödlicher Gewalt - irgendwie legitimieren oder wenigstens begründen könnte.
Wenn das nicht gelingt, ist die Analogie fehlerhaft und nicht anwendbar.

Ist eine Gewalttat ohne Opfer eine Tat? Ich möchte bei dieser Gelegenheit zum wiederholten Male dazu auffordern, doch bitte zu erläutern, wieso eine virtuelle Gewalttat ohne Opfer sich an realen leidverursachenden Taten messen lassen muss.

Das Argument der Abstumpfung ist sicher ein legitimer Einwand, das sich allerdings auf Grund fehlender Untersuchungen im diesen Bereich weder widerlegen noch belegen lässt. Aber gehen wir mal hypothetisch davon aus, dass das Spielen virtueller Vergewaltigungen keinen negativen Effekt auf den Spieler hat, würdet ihr es immer noch als verwerflich sehen? Mit welcher Begründung?
 
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@ Mahoy Machen wir es doch mal anders. Du erklärst mir, wie man die Gewalt in sagen wir mal Postal 2 oder GTA V rechtfertigen kann. Also abseits von wir konstruieren absolut hanebüchene Szenarien, damit der Protagonist kein gemeiner Mörder, sondern ein Held ist.

Gerne doch. Zu "Postal" habe ich das zufälligerweise in diesem Thread bereits getan, heraussuchen musst du dir den Beitrag aber selbst - zur Strafe, weil du mir den Ball zurück gespielt hast, ohne höflicherweise gleichzeitig meiner Bitte nachzukommen und deinerseits etwas anzubieten. :)

GTA ist in der Hinsicht einfach nur ganz große Schei3e (extrem handlich in Hochglanzpapier gewickelt, aber der Geruch kommt durch).
Das ist meine ganz ehrliche Meinung, auch auf die Gefahr hin ausgesprochen, demnächst von einem Mob aus Fanboys gelyncht zu werden. Ich habe damals aufrichtig versucht, mehr als mikroskopische Ansätze einer Art Milieustudie darin zu sehen und vielleicht genügt das dem Einen oder der Anderen ja bereits als Subtext, mir allerdings nicht. Das Spiel macht es zu einfach und regt teilweise sogar dazu an, sich absolut arschig zu verhalten, denn es - das stört mich am meisten - blendet jede langfristige Konsequenz einfach aus. Hundert Leute auf dem Bürgersteig umgekachelt? Kein Ding, einfach den Aggro-Cooldown der Ordnungs(ohn)macht aussitzen, dann hat die Welt die Amokfahrt vergessen. Wenn man danach für den Rest des Spiels Public Enemy Nr. 1 wäre und sich das auch in Gameplay-Nachteilen bemerkbar machen würde, wäre es ja wieder genial und man könnte tatsächlich eine Milieustudie darin sehen, so aber ist das einfach nur Futter fürs Reptilienhirn.

ABER: Im diesen Rahmen passt es trotzdem nicht rein, denn Niemand *muss* in GTA ein amoklaufender/-fahrender Irrer sein oder Zivilisten oder Polizisten umnieten. In sofern taugt das Spiel womöglich als Lackmustest für den Grad der Sozialisierung seiner Spieler.
Ob man hingegen in Rape Day "der gefährlichste Vergewaltiger in der Stadt" (O-Ton Werbetext) sein kann, ohne jemanden zu vergewaltigen, stelle ich ich erst einmal unbesehen in Frage.

Du bist dran. :D
 
Ist eine Gewalttat ohne Opfer eine Tat? Ich möchte bei dieser Gelegenheit zum wiederholten Male dazu auffordern, doch bitte zu erläutern, wieso eine virtuelle Gewalttat ohne Opfer sich an realen leidverursachenden Taten messen lassen muss.

Sexuelle Gewalt ist nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch. Ich bin mir recht sicher, dass traumatisierte Opfer sexueller Gewalt es nicht unbeschadet verkraften, wenn die Darstellung und das Nachspielen sexueller Gewalt als normal empfunden und kommuniziert wird. Ohne Opfer ist die virtuelle Darstellung also nicht.

Eingeräumt, dass die Angehörigen von Mordopfern sicherlich auch nicht begeistert sind, wenn man in Spielen ohne Wenn und Aber einen Mörder spielen darf, aber indirektes Unbehagen ist doch noch ein Stück weit entfernt von direkter Betroffenheit, findest du nicht?

Ferner ist zu beachten, dass selbt die indirekte Betroffenheit bei Tötungsdelikten spezifisch ist. Wer beispielsweise einen geliebten Menschen durch einen aus dem Ruder gelaufenen Raubüberfall verloren hat, zuckt dennoch nicht unbedingt zusammen, wenn er medial mit einem Attentat oder einem Auftragsmord konfrontiert wird. Hingegen wird ein traumatisiertes Opfer sexueller Gewalt mit jedem anderen Opfer sexueller Gewalt in besonderem Maße mitfühlen und mitleiden, ungeachtet des konkreten Hergangs (oder ob das Opfer eine virtuelle Person ist).

Das Argument der Abstumpfung ist sicher ein legitimer Einwand, das sich allerdings auf Grund fehlender Untersuchungen im diesen Bereich weder widerlegen noch belegen lässt. Aber gehen wir mal hypothetisch davon aus, dass das Spielen virtueller Vergewaltigungen keinen negativen Effekt auf den Spieler hat, würdet ihr es immer noch als verwerflich sehen? Mit welcher Begründung?

Siehe oben.

Aber das ist akademisch, denn ich habe bereits ausführlich dargelegt, wo ich die Unterschiede zwischen unterstellter Abstumpfung durch tödliche Gewalt in Spielen (hinreichend untersucht) und gradueller Enthemmung durch sexuelle Gewalt in Spielen (noch gar nicht untersucht) sehe.

Erneut eingeräumt, dass ich kein Vollblut-Psychologe und erst recht kein ausgewiesener Experte für sexuelle Störungen und/oder Traumata bin, aber ein zumindest grundlegendes Verständnis für entsprechende Muster bringt mein Beruf mit sich.
 
Womit bin ich dran? Ich fand das Ganze schon vor 15 Jahren bei Spiegel ermüdend. Die gleichen Argumente, wieso Shooter die Jugend verrohen und am Besten zum Schutz der Gesellschaft verboten werden sollten. Und genau das machst du hier auch. Spiel nicht mal gespielt (ich übrigens auch nicht) aber man weiß alles schon aus der Werbung. Irgendwie witzig wie "erwachsen" die Gamer geworden sind.

Worüber ich deswegen lieber diskutiert habe ist die Doppelmoral der Gesellschaft. Da sehe ich weitaus mehr Gefahr drin, als in irgendwelchen Spielen, egal für wow bescheuert ich sie halte.

Und btw doch ich muss Fußgänger überfahren sonst gibt es in manchen Fluchtmissionen kaum eine Chance zu gewinnen.
 
Ist eine Gewalttat ohne Opfer eine Tat?
Es geht um den Abstraktionsgrad. Spiele ich Schach und mache ich ein Bauernopfer nach dem anderen, sagt das wenig aus. Denn ob Bauern gepfählt werden oder das Dorf der Leibeigenen seinen Besitzer wechselt, ist alles eine Frage der eigenen Phantasie, und spielt überhaupt keine Rolle. Darum geht es nicht im Spiel.

Viele PC Spiele versuchen im Gegensatz dazu, immer realistischer zu werden. Sehe ich aktuell Star Citizen, kann man in diese Art Spiele wunderbar eintauchen, warum sonst reden wir über "Immersion" und beurteilen Spiele danach. "Mensch Ärger dich nicht", wird darum auch nicht als brutales Spiel des Mordes angesehen, obwohl man ständig andere Spielfiguren "meuchelt", also hinterrücks und heimtückisch aus dem Spiel wirft. Und selbst da habe ich zur Kindheit cholerische Menschen erlebt, die Spielsteine verschluckten und mich verprügen wollten, wenn ich sie heraus geschmissen habe. K0onnten die zwischen Spiel und Realität unterscheiden?

Und ja, es sind Spiele, darum können geschätzt 95% der Spieler sehr gut zwischen Spiel und eigener Realität unterschieden, ich denke, wir alle hier, die wir diskutieren. Aber es gibt andere, wie der oben erwähnte Bulli, der Spielsteine verschluckte und dafür von den anderen Bullies in der Runde mit Anerkennung für das "coole" Verhalten gelobt wurde. Das machte er mit 16 noch beim Risiko spielen. Ich habe Menschen erlebt, denen diese Distanz fehlt. Und hätte dieser Mensch, er wurde übrigens Polizist, damals mit 16 ein Vergewaltigungsspiel nach dem anderen gespielt, will ich mir nicht ausmalen, was hätte passieren können.

Ich sehe in den letzten Jahrzehnten massive Unterschiede in der Qualität der Darstellung. Das Leben war immer schon brutal, wir wurden aber aus gutem Grunde von zu großer dargestellter Brutalität geschützt. Denke ich an Filme von Hitchcock, dann sah man einen Mörder, es wurde dunkel, es gab einen Schrei und die Szene wechselte. Es ging nur um das eigene Kopfkino. Ab der Mitte der achtziger Jahre, es war ein Dracula Film, fiel mir angewidert auf, dass beim Morden das zerplatzende Gehirn detailliert und in Zeitlupe gezeigt wurde und Freunde danach ausgiebig oder die Genauigkeit der Szene diskutierten und ob die Gehirnbrocken korrekt dargestellt wurden. Auch das widerte mich massiv an. Spannung und gute Filme werden nicht durch den Realismus der Morde erreicht. Das ist für mich nichts weiter als Müll.

Und an dem Punkt sind wir heute, da meiner Meinung nach in abgrundtiefer Offenheit, die schlimmsten Perversionen dargestellt werden. Und die Grenze für "Pervervion" in in Zeiten, in denen es ganz normal ist, sich mit Freunden über BDSM Erfahrungen oder über die eigenen gedrehten Pornos auszutauschen, verdammt weit entfernt von dem, was in den sechziger Jahren als "Pervers" angesehen wurde. Solange zwei Menschen einvernehmliche Dinge tun, ist das nicht pervers. Sobald aber Zwang und Nötigung dazu kommt, und genau das passiert bei Vergewaltigungen, wird es pervers. Und diese Art von, leider immer noch viel zu häufig anzutreffendem Verhalten, muss man durch Spiele und Filme nicht normalierieren. Wir haben hier schon im Thema gelesen, das Foristen es total wichtig finden, ihre schlimmsten Perversionen auszuleben. Was sie damit wohl meinen will ich mit gar nicht vorstellen.
 
Die Welt wird trotz mehr Gewalt in Medien sicherer. Also die Analogie ist schon interessant.
Deutschland wird immer sicherer. Ja, ob es hier noch sicherer wäre, wenn wir ohne Gewaltdarstellungen auskommen würden? Sind es nicht Gesetze, wie Waffenverbote und allgemeine Ächtung von zu großer gezeigter Aggressivität, die uns weiter bringen? Und Du solltest die immer weiter sinkende Kriminalität bei uns, massgeblich durch mehr wirtschaftlichen Reichtum bedingt, nicht mit Zuständen in anderen Regionen der Welt vergleichen.
 
Womit bin ich dran? Ich fand das Ganze schon vor 15 Jahren bei Spiegel ermüdend.

Dann hättest du vielleicht in diesen 15 Jahren lernen sollen, dich argumentativ nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen. :D

Allerdings ist auch ein aggressiv nach vorne gerichtetes Ausweichmanöver nur ein solches und ich möchte dich dringlich ersuchen, meinem nicht unbilligen Wunsch nachzukommen und bitte sehr einen Kontext zu präsentieren, in dem man sexuelle Gewalt - analog zu tödlicher Gewalt - eine Legitimation findet. Ansonsten verfestigt sich mein Eindruck, dass du nur die gängige Gamer-Reflexreaktion "Mimimi, du willst ja nur alles verbieten!" (Welche angesichts meiner differenzierten Darlegung um so lächerlicher ist ...), aber nichts Substanzielles liefern kannst.

Worüber ich deswegen lieber diskutiert habe ist die Doppelmoral der Gesellschaft. Da sehe ich weitaus mehr Gefahr drin, als in irgendwelchen Spielen, egal für wow bescheuert ich sie halte.

Der Vorwurf der Doppelmoral greift dort, wo vergleichbare Sachverhalte bigotterweise anders bewertet werden. Dafür müsste man aber erst einmal darlegen, dass die Sachverhalte tatsächlich vergleichbar sind. Aber davor drückst du dich (s.o.) ja auffällig und auch sonst hat irgendwie kein Vertreter deiner Position liefern können oder wollen.

So allmählich zeichnet sich da ein Bild ab, würde ich sagen.

Und btw doch ich muss Fußgänger überfahren sonst gibt es in manchen Fluchtmissionen kaum eine Chance zu gewinnen.

Du musst gar nichts. Niemand zwingt dich zu gewinnen oder besagte Missionen überhaupt anzugehen. Es ist ein Open-World-Spiel, du kannst tausend andere Dinge machen. Oder du kannst besser werden und Fluchtmissionen so oft wiederholen, bis du es ohne Kollateralschäden schaffst - diese Zielsetzung für dich zu formulieren erlaubt dir das Spiel und wenn man Youtube glauben darf, ist es auch keineswegs unmöglich. Ihm Rahmen dessen, dass du einen Kriminellen spielen *musst* wenn du dieses Spiel spielen *willst*, entscheidest dennoch du, *was* für einen Kriminellen du spielen willst.

Und, ich wiederhole, auch wenn du es übergangen hast: Wie man in Rape Day "der gefährlichste Vergewaltiger in der Stadt" sein kann, ohne einen Vergewaltiger zu spielen, sprengt die Grenzen meiner ansonsten durchaus entfesselten Vorstellungskraft. Aber vielleicht könntest du wenigstens dazu deine Perspektive zur Abwechslung ohne Herumgeeier mit mir teilen?
 
Bits können nicht leiden, sind also keine Opfer. Ich sehe aus logischer Sicht keine Logik darin, Vergleiche zwischen Spiel und Wirklichkeit zu ziehen. Es sind 2 komplett verschiedene Systeme mit anderen Regeln.

Doch das geht,die Vergewaltigung kann in einem Spiel entsprechend in Szene gesetzt werden umso viel Realismus zu vermitteln und genau das ist das Problem.

Bit hin oder her.
 
Dann hättest du vielleicht in diesen 15 Jahren lernen sollen, dich argumentativ nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen. :D

Allerdings ist auch ein aggressiv nach vorne gerichtetes Ausweichmanöver nur ein solches und ich möchte dich dringlich ersuchen, meinem nicht unbilligen Wunsch nachzukommen und bitte sehr einen Kontext zu präsentieren, in dem man sexuelle Gewalt - analog zu tödlicher Gewalt - eine Legitimation findet. Ansonsten verfestigt sich mein Eindruck, dass du nur die gängige Gamer-Reflexreaktion "Mimimi, du willst ja nur alles verbieten!" (Welche angesichts meiner differenzierten Darlegung um so lächerlicher ist ...), aber nichts Substanzielles liefern kannst.



Der Vorwurf der Doppelmoral greift dort, wo vergleichbare Sachverhalte bigotterweise anders bewertet werden. Dafür müsste man aber erst einmal darlegen, dass die Sachverhalte tatsächlich vergleichbar sind. Aber davor drückst du dich (s.o.) ja auffällig und auch sonst hat irgendwie kein Vertreter deiner Position liefern können oder wollen.

So allmählich zeichnet sich da ein Bild ab, würde ich sagen.



Du musst gar nichts. Niemand zwingt dich zu gewinnen oder besagte Missionen überhaupt anzugehen. Es ist ein Open-World-Spiel, du kannst tausend andere Dinge machen. Oder du kannst besser werden und Fluchtmissionen so oft wiederholen, bis du es ohne Kollateralschäden schaffst - diese Zielsetzung für dich zu formulieren erlaubt dir das Spiel und wenn man Youtube glauben darf, ist es auch keineswegs unmöglich. Ihm Rahmen dessen, dass du einen Kriminellen spielen *musst* wenn du dieses Spiel spielen *willst*, entscheidest dennoch du, *was* für einen Kriminellen du spielen willst.

Und, ich wiederhole, auch wenn du es übergangen hast: Wie man in Rape Day "der gefährlichste Vergewaltiger in der Stadt" sein kann, ohne einen Vergewaltiger zu spielen, sprengt die Grenzen meiner ansonsten durchaus entfesselten Vorstellungskraft. Aber vielleicht könntest du wenigstens dazu deine Perspektive zur Abwechslung ohne Herumgeeier mit mir teilen?

Du nutzt die gleiche Argumentationsstruktur, die schon die Gegner damals genutzt haben. Ohne Belege natürlich.

Wo sexuelle Gewalt eine "Legitimation" hat? Da wo sie ritualisiert statt findet. In(westlichen) Spielen gibt es da eher weniger Beispiele. Im RL schon.

Wo ich Doppelmoral bewertet habe, hab ich auch schon geschrieben.

Dein letztes Argument ist auch Interessant. Niemand zwingt dich. Es zwingt dich auch Niemand, das Spiel so zu spielen, wie der Designer es vorsieht. Wobei du ja das Spiel nicht mal kennst, auch wieder so eine Sache, die man mit den Kritikern von Shootern gemeinsam hat.

Meine Perspektive ist, dass ich dieses Spiel nicht spielen will, aber nichts gefährliches darin sehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe nicht warum das teilweise so verharmlost wird,wollt ihr wirklich solche Spiele haben ?

Die Spieleindustrie ist wie ein Rudel Ratten,das haben doch schon Lootboxen und Ingame Shops gezeigt,wenn einer damit durch kommt,machen es andere nach und setzten noch ein drauf.

Wollt ihr wirklich Spiele haben die auf sowas basieren,das kann nicht euer ernst sein,der Moral,Ethik und Brutalität wird dann irgendwann keine Grenzen mehr gesetzt.

Darum muss hier jetzt schon ein klares Statement kommen,und zwar von uns den Spielern.Wenn Valve gegen sowas nichts unternimmt und von der Community dann auch noch Kritisiert wird,trifft der Lootboxen und Ingame Shop effekt ein.

Dann kommen die auch noch auf die Idee besonders abartige Dinge per Lootboxen anzubieten,die Spieleindustrie hat uns doch gezeigt wie sie drauf ist.
 
Welches Statement denn? Es ist doch nicht nur ein Spiel? Es sind nicht nur Pixel?

Na dann viel Spaß, andere Spiele durchzubekommen.
 
Ich verstehe nicht warum das teilweise so verharmlost wird,wollt ihr wirklich solche Spiele haben ?

Das ist nicht der Punkt, sondern wer darüber entscheidet welche Spielauswahl dir zur Verfügung steht.
Als volljähriger mündiger Bürger hast du das Recht selbst darüber zu entscheiden, fertig aus.
Alles andere ist Zensur.
Während an anderer Stelle darüber gestritten wird, ob das nun schon Kunst ist oder nicht. Dort ist die Überschreitung der Grenze des guten Geschmackes Alltag und ein Stilmittel. Gleich mit verbieten? :wall:

Aber mir scheint du hast einen Lootboxfetisch, lass uns mal darüber sprechen...
 
Das ist nicht der Punkt, sondern wer darüber entscheidet welche Spielauswahl dir zur Verfügung steht.
Für so etwas haben wir eine Institution, die Spiele in Altersklassen einteilt und den Verkauf bestimmter Spiele ganz einschränkt. Früher wurden selbst Lieder, wie "Jeanny" von Falko wegen des Vorwurfs der Vergewaltigungsverherrlichung auf den Index gesetzt. Du siehst, Kunst bekommt Grenzen gesetzt. In den heutigen "verwahrlosten" Zeiten klingt so ein Lied ganz harmlos, oder? Ist das eine gute Entwicklung?
Jeanne

Alles andere ist Zensur.
Du hältst es also für Dein verfassungsmäßiges Grundrecht, Vergewaltigungsspiele spielen zu dürfen? Verstehe ich das richtig?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dein Beitrag steht so, wie er da steht. Und wurde nicht nachträglich editiert. Nur weil man dort Vergewaltigung ritualisiert, macht es sie nicht besser. Und da ist der Mensch Meister drin. Eine Frau vergewaltigen und dann abhauen, böse. Ein Frau entführen, "heiraten" bis zu ihrem Lebensende vergewaltigen, je nach Stamm kein Problem. Hier ist also Vergewaltigung völlig akzeptiert, es muss nur in genormten Bahnen ablaufen.

Jong, keine Ahnung, warum du unfähig bist, GENAU zu lesen.
Ich erkläre es aber noch mal ganz allein für dich.
Es ging weit in der Diskussion davor darum, dass eine Vergewaltigung nach heutigem wissenschaftlichen Stand von Menschen deswegen abgelehnt wird, weil wir genetisch so programmiert sind (Schutz von Kind/Frau/Stammesmitglied) und einen Tötungsdelikt/Mordtat eben nicht (ebenso Schutz des eigenen Stammes/Sippe).
Um es vorsichtig auszudrücken (es gibt hier unterschiedliche Lehrmeinungen), ist dies der aktuelle + anerkannte Forschungsstand.
Und ich verlange an dieser Stelle ausdrücklich nicht, das du dich mit dem Forschungsstand persönlich auseinandersetzen musst, darum berichte ich ja.

Was Du thematisierst, ist der Aufreger bei dir, dass es heute eben Zwangs-/Kinder usw. Ehen gibt, die eben nicht in unser heutiges gesellschaftliches Bild passen, auch nicht in das Meinige.
Und nun zu deinem persönlichen Aufreger und warum ich die Beispiel der Natives oder Tuareg gebracht habe.
In der VERGANGENHEIT (und wen du all die posts davor auch von den Mitforisten sorgfältig gelesen hättest, hättest du das zumindest im Ansatz erkennen können) war dies mitunter für bestimmte Gesellschaftsformen überlebensnotwendig - so früh wie möglich Nachwuchs zu erzeugen (Sterblichkeitsrate, erreichbares Alter usw.) und ja,
es ist heute primär eine ritualisierte und von der jeweiligen Gesellschaftsform akzeptierte Unterdrückungsform.
Und ich habe an keiner Stelle geschrieben, das ich dies für akzeptabel halte, sondern nur dargestellt, dass es eben so ist.
Du unterstellst oder vermutest oder liest Dinge in deiner Emotionalität, die gar nicht da stehen oder in einem völlig anderen Kontext gemeint waren.

Da ich ja den Thread nun weitergelesen habe und du ja (zum Glück) nicht nur mich singulär angeblafft hast, rate ich dir dringend an, wirklich auch zu lesen, was der einzelne Forist geschrieben hat und obendrauf auch versuchst zu verstehen, was der Einzelne damit gemeint hat.
Nur emotional + obendrein aggressiv bei einem solchen Thema zu agieren schadet der ernsten Sache selbst...
 
Du nutzt die gleiche Argumentationsstruktur, die schon die Gegner damals genutzt haben. Ohne Belege natürlich.

Wie oft muss ich die simple Fragestellung noch wiederholen, bevor du dich zu einer Antwort durchringen kannst und nicht mit Lebensbeichten aus deiner schweren Vergangenheit in anderen Foren ablenkst, die hier nicht nur unerheblich sind, sondern zumindest mich auch nicht ernstlich interessieren?

Aber gut, ich vereinfache es noch weiter, aber mehr geht wirklich nicht. Beantworte bitte die Fragen
"Wann darf ein Mensch töten?" und "Wann darf ein Mensch vergewaltigen?"
gemäß deiner individuellen ethischen und moralischen Vorstellungen, damit ich - absolut wertungsfrei - eine Art Baseline habe, um deine Position einzuordnen. Falls dich dabei aufkommende Gedanken zu sehr verwirren, kannst du die Fragen auch gerne erst einmal dir selbst beantworten. Ich hab' Zeit ...

Dein letztes Argument ist auch Interessant. Niemand zwingt dich. Es zwingt dich auch Niemand, das Spiel so zu spielen, wie der Designer es vorsieht.

Die Frage ist doch immer: Gibt es überhaupt unterscheidbare Varianten, das Spiel zu spielen?
(Ich ignoriere jetzt mal, dass ein Sandbox-/Open-World-Titel und eine womöglich verzweigte, aber letztendlich doch lineare Visual Novel womöglich nicht die besten Kandidaten für einen direkten Vergleich hinsichtlich flexibler individueller Spielstrategien sind ...)

Wobei du ja das Spiel nicht mal kennst, auch wieder so eine Sache, die man mit den Kritikern von Shootern gemeinsam hat.

Ich habe mich jetzt einfach mal auf die ausführliche und sehr farbendrohe Beschreibung des Spielablaufs und des Spielziels verlassen, welche der/die Entwickler geliefert haben, bin aber bereit einzuräumen, dass man in dieser Visual Novel als "der gefährlichste Vergewaltiger in der Stadt" womöglich auch einen Pfad durch die Apokalypse voller kannibalistisch-triebgesteuerter Zombies bahnen kann, in dem die programmatische Ansage "Beschimpfe, töte und vergewaltige Frauen, während du dir deinen Weg durch die Story bahnst." keine Rolle spielt, sondern man sich beispielsweise Gänseblümchen für ein vegane Abendessen pflückt, nachdem man diese zuvor höflich gefragt hat, ob sie damit einverstanden sind.

Da muss man wohl einfach dranbleiben, der Berichterstattung folgen und wenn das Spiel anderswo erscheint, einfach mal zuschlagen und sich selbst ein Bild des tatsächlichen Spielgeschehens machen. Jedoch rechne ich, mich auf so exotische Dinge wie gesunden Menschenverstand verlassend, dahingehend nicht mit Überraschungen.
 
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