Rape Day: Steam entfernt Vergewaltigungsspiel wieder aus dem Store

Sexuelle Gewalt ist nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch. Ich bin mir recht sicher, dass traumatisierte Opfer sexueller Gewalt es nicht unbeschadet verkraften, wenn die Darstellung und das Nachspielen sexueller Gewalt als normal empfunden und kommuniziert wird. Ohne Opfer ist die virtuelle Darstellung also nicht.

Eingeräumt, dass die Angehörigen von Mordopfern sicherlich auch nicht begeistert sind, wenn man in Spielen ohne Wenn und Aber einen Mörder spielen darf, aber indirektes Unbehagen ist doch noch ein Stück weit entfernt von direkter Betroffenheit, findest du nicht?

Ferner ist zu beachten, dass selbt die indirekte Betroffenheit bei Tötungsdelikten spezifisch ist. Wer beispielsweise einen geliebten Menschen durch einen aus dem Ruder gelaufenen Raubüberfall verloren hat, zuckt dennoch nicht unbedingt zusammen, wenn er medial mit einem Attentat oder einem Auftragsmord konfrontiert wird. Hingegen wird ein traumatisiertes Opfer sexueller Gewalt mit jedem anderen Opfer sexueller Gewalt in besonderem Maße mitfühlen und mitleiden, ungeachtet des konkreten Hergangs (oder ob das Opfer eine virtuelle Person ist).


Na dann rate mal wie es Kriegsopfern geht, wenn CoD oder BF gespielt wird?

Oder zählen die nicht, weil die direkten Opfer langsam aussterben?
 
Na dann rate mal wie es Kriegsopfern geht, wenn CoD oder BF gespielt wird?

Oder zählen die nicht, weil die direkten Opfer langsam aussterben?
Und genau darum werden viele dieser Spiele auch kritisch gesehen. Warum wohl gibt es immer wieder eine Diskussion darum?
 
Jong, keine Ahnung, warum du unfähig bist, GENAU zu lesen.
Ich erkläre es aber noch mal ganz allein für dich.
Es ging weit in der Diskussion davor darum, dass eine Vergewaltigung nach heutigem wissenschaftlichen Stand von Menschen deswegen abgelehnt wird, weil wir genetisch so programmiert sind (Schutz von Kind/Frau/Stammesmitglied) und einen Tötungsdelikt/Mordtat eben nicht (ebenso Schutz des eigenen Stammes/Sippe).
Um es vorsichtig auszudrücken (es gibt hier unterschiedliche Lehrmeinungen), ist dies der aktuelle + anerkannte Forschungsstand.
Und ich verlange an dieser Stelle ausdrücklich nicht, das du dich mit dem Forschungsstand persönlich auseinandersetzen musst, darum berichte ich ja.

Was Du thematisierst, ist der Aufreger bei dir, dass es heute eben Zwangs-/Kinder usw. Ehen gibt, die eben nicht in unser heutiges gesellschaftliches Bild passen, auch nicht in das Meinige.
Und nun zu deinem persönlichen Aufreger und warum ich die Beispiel der Natives oder Tuareg gebracht habe.
In der VERGANGENHEIT (und wen du all die posts davor auch von den Mitforisten sorgfältig gelesen hättest, hättest du das zumindest im Ansatz erkennen können) war dies mitunter für bestimmte Gesellschaftsformen überlebensnotwendig - so früh wie möglich Nachwuchs zu erzeugen (Sterblichkeitsrate, erreichbares Alter usw.) und ja,
es ist heute primär eine ritualisierte und von der jeweiligen Gesellschaftsform akzeptierte Unterdrückungsform.
Und ich habe an keiner Stelle geschrieben, das ich dies für akzeptabel halte, sondern nur dargestellt, dass es eben so ist.
Du unterstellst oder vermutest oder liest Dinge in deiner Emotionalität, die gar nicht da stehen oder in einem völlig anderen Kontext gemeint waren.

Da ich ja den Thread nun weitergelesen habe und du ja (zum Glück) nicht nur mich singulär angeblafft hast, rate ich dir dringend an, wirklich auch zu lesen, was der einzelne Forist geschrieben hat und obendrauf auch versuchst zu verstehen, was der Einzelne damit gemeint hat.
Nur emotional + obendrein aggressiv bei einem solchen Thema zu agieren schadet der ernsten Sache selbst...


Deine Behauptung hast du mit einem Beispiel selbst direkt widerlegt. Und zwar damit, dass die Entführung und folgende Vergewaltigung legalisiert wurde, in dem man das Opfer heiratete. Das machte es für die Opfer nicht besser. Und nichts Anderes war es. Auch Zwangsheiraten und der ritualisierte Missbrauch danach, widerlegen das Ganze. Nur ist es halt Niemand Fremdes mehr, der dich vergewaltigt, sondern dein Mann.

Auch dein Standpunkt, dass es einen genetischen Marker gebe, widerlegt das Beispiel (vor allem da die Vergewaltigung ja laut deiner Aussage lebensnotwendig war) und die Situation in den Ländern der dritten Welt. Da müssten ja Vergewaltigungen auch ziemlich selten sein.

Und genau das kritisiere ich. Du machst hier einen Punkt auf, widerlegst ihn direkt und nimmst das Verhalten noch mehr oder weniger in Schutz. Und ja, es war angeblich Lebensnotwendig ist eine Form der Inschutznahme.

Und ja ich bin da emotional verwickelt weil ich diverse Menschen kenne die missbraucht wurden. Und denen oft sogar noch die Schuld gegeben wurde. Wo war da der angebliche Marker, wieso hat der da nicht funktioniert? Sollte er doch bei den eigenen Kindern, oder nicht?

Und genau darum werden viele dieser Spiele auch kritisch gesehen. Warum wohl gibt es immer wieder eine Diskussion darum?

Ja, von Leuten über 50.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie oft muss ich die simple Fragestellung noch wiederholen, bevor du dich zu einer Antwort durchringen kannst und nicht mit Lebensbeichten aus deiner schweren Vergangenheit in anderen Foren ablenkst, die hier nicht nur unerheblich sind, sondern zumindest mich auch nicht ernstlich interessieren?

Aber gut, ich vereinfache es noch weiter, aber mehr geht wirklich nicht. Beantworte bitte die Fragen
"Wann darf ein Mensch töten?" und "Wann darf ein Mensch vergewaltigen?"
gemäß deiner individuellen ethischen und moralischen Vorstellungen, damit ich - absolut wertungsfrei - eine Art Baseline habe, um deine Position einzuordnen. Falls dich dabei aufkommende Gedanken zu sehr verwirren, kannst du die Fragen auch gerne erst einmal dir selbst beantworten. Ich hab' Zeit ...



Die Frage ist doch immer: Gibt es überhaupt unterscheidbare Varianten, das Spiel zu spielen?
(Ich ignoriere jetzt mal, dass ein Sandbox-/Open-World-Titel und eine womöglich verzweigte, aber letztendlich doch lineare Visual Novel womöglich nicht die besten Kandidaten für einen direkten Vergleich hinsichtlich flexibler individueller Spielstrategien sind ...)



Ich habe mich jetzt einfach mal auf die ausführliche und sehr farbendrohe Beschreibung des Spielablaufs und des Spielziels verlassen, welche der/die Entwickler geliefert haben, bin aber bereit einzuräumen, dass man in dieser Visual Novel als "der gefährlichste Vergewaltiger in der Stadt" womöglich auch einen Pfad durch die Apokalypse voller kannibalistisch-triebgesteuerter Zombies bahnen kann, in dem die programmatische Ansage "Beschimpfe, töte und vergewaltige Frauen, während du dir deinen Weg durch die Story bahnst." keine Rolle spielt, sondern man sich beispielsweise Gänseblümchen für ein vegane Abendessen pflückt, nachdem man diese zuvor höflich gefragt hat, ob sie damit einverstanden sind.

Da muss man wohl einfach dranbleiben, der Berichterstattung folgen und wenn das Spiel anderswo erscheint, einfach mal zuschlagen und sich selbst ein Bild des tatsächlichen Spielgeschehens machen. Jedoch rechne ich, mich auf so exotische Dinge wie gesunden Menschenverstand verlassend, dahingehend nicht mit Überraschungen.


Meine persönliche Sicht. Aus Selbstverteidigung dürfte man unter Umständen töten. Hindert es mich daran Shooter zu spielen?

Scheinbar willst du versuchen mich in eine bestimmte Ecke zu drängen. Kannst du vergessen, ich lehne Belästigungen generell ab. Hab trotzdem kein Problem mit dem Spiel. Auch wenn ich nicht spielen will.

GTA V hat Sandboxelemente, aber es gibt eine verbindende Story. Klar kann man sagen, so muss man das Spiel nicht spielen, will man weiter kommen, bleibt einem aber nichts übrig, bestimmte Fortschritte erreicht man nur so.

Gesunder Menschenverstand ist ein schönes Schlagwort, benutzt aber irgendwie Jeder. Vielleicht gibt es keine wirklichen Interaktionsmöglichkeiten, dann wäre es aber kein wirkliches Spiel, sondern eher ein interaktiver Film, wo man nur Kontrolle über leicht andere Szenen hätte. Also wie eine DVD mit unterschiedlichen Handlungen.
 
Na dann rate mal wie es Kriegsopfern geht, wenn CoD oder BF gespielt wird?

Ich rate nicht. Wenn du eine Vorstellung oder Beispiele hast, wie sich diese zu CoD, BF und Co. positionieren, dann her damit.

Oder zählen die nicht, weil die direkten Opfer langsam aussterben?

Angesichts zahlreicher Konflikte weltweit rechne ich in absehbarer Zeit nicht mit einem Mangel an Kriegsopfern. Allerdings ist mir deren Positionierung zu spielerischen Thematisierung "ihres" Konflikts oder vergleichbarer Konflikte nicht bekannt, womit ich wieder auf meine obige Bitte zurückkomme.

Meine persönliche Sicht. Aus Selbstverteidigung dürfte man unter Umständen töten. Hindert es mich daran Shooter zu spielen?

Du verfehlst erneut den Punkt. In Shootern verkörperst du in aller Regel jemanden, dem wehrhafte virtuelle Gegner feindselig gegenüberstehen. Diese Gegner zu "töten" hindert sie daran, dich zu "töten" oder dich am Erreichen eines bestimmten Ziels zu hindern. Willst du das allen Ernstes damit vergleichen, einen Vergewaltiger zu verkörpern, der wehrlose NPCs attackiert, die ihm nicht feindselig gegenüberstehen?
Und selbst wenn wir mal für einen Moment davon ausgehen, dass die NPCs doch feindselig und keineswegs wehrlos sind, inwiefern ist es zur Auflösung der Konfliktsituation angemessen, sie zu vergewaltigen?

Scheinbar willst du versuchen mich in eine bestimmte Ecke zu drängen.

Wenn du damit die Ecke meinst, in der die Leute sitzen, die ihre Position nicht begründen können oder wollen, könntest du recht behalten. :)

Gesunder Menschenverstand ist ein schönes Schlagwort, benutzt aber irgendwie Jeder.

Das Schlagwort ja, den gesunden Menschenverstand selbst bedauerlicherweise nicht.

Dessen ungeachtet, wenn du Indikatoren dafür siehst, dass das Spiel mehr umfasst als die Beschreibung nahelegt, darfst du sie der ständig länger werdenden Liste der Dinge hinzufügen, die ich gerne konkret von dir benannt haben würde, nachdem du sie vage in den Raum geworfen hast.
 
Du verfehlst erneut den Punkt. In Shootern verkörperst du in aller Regel jemanden, dem wehrhafte virtuelle Gegner feindselig gegenüberstehen. Diese Gegner zu "töten" hindert sie daran, dich zu "töten" oder dich am Erreichen eines bestimmten Ziels zu hindern. Willst du das allen Ernstes damit vergleichen, einen Vergewaltiger zu verkörpern, der wehrlose NPCs attackiert, die ihm nicht feindselig gegenüberstehen?
Und selbst wenn wir mal für einen Moment davon ausgehen, dass die NPCs doch feindselig und keineswegs wehrlos sind, inwiefern ist es zur Auflösung der Konfliktsituation angemessen, sie zu vergewaltigen?
Das haben diejenigen, welche laut "Doppelmoral" und "Heuchlerei" schreien, scheinbar immer noch nicht begriffen.:schief:
 
@Oi!Olli:
Ich bin strikt gegen jede Form von Gewalt - aus Prinzip + Überzeugung - und vor allem gegen Gewalt an Kindern und Frauen.
Im Gegensatz von vielen hier, pflege ich alleine deswegen nicht, bei online shootern mitzumachen - verurteile dies aber nicht, muss jeder für sich selbst ausmachen.
Und ich hoffe, wir sind uns einig, dass das eigentlich Topic ein schäbiges Thema ist und das sexuelle Gewalt nicht auch noch Einzug in die Spielwelt finden darf.

Aber wenn bei dir kein Grundverständnis in meiner Causa da ist, dass es ein Unterschied zw. sozialisierter Gewalt und genetischer Programmierung gibt
und die jeweils kulturellen Einflüsse über die Zeit hier zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Bewertung der Gewalt ergeben, macht ein weiterer Disput aus meiner Sicht keinen Sinn.

In diesem Sinne, einen schönen Abend noch zusammen...
 
Ich rate nicht. Wenn du eine Vorstellung oder Beispiele hast, wie sich diese zu CoD, BF und Co. positionieren, dann her damit.



Angesichts zahlreicher Konflikte weltweit rechne ich in absehbarer Zeit nicht mit einem Mangel an Kriegsopfern. Allerdings ist mir deren Positionierung zu spielerischen Thematisierung "ihres" Konflikts oder vergleichbarer Konflikte nicht bekannt, womit ich wieder auf meine obige Bitte zurückkomme.



Du verfehlst erneut den Punkt. In Shootern verkörperst du in aller Regel jemanden, dem wehrhafte virtuelle Gegner feindselig gegenüberstehen. Diese Gegner zu "töten" hindert sie daran, dich zu "töten" oder dich am Erreichen eines bestimmten Ziels zu hindern. Willst du das allen Ernstes damit vergleichen, einen Vergewaltiger zu verkörpern, der wehrlose NPCs attackiert, die ihm nicht feindselig gegenüberstehen?
Und selbst wenn wir mal für einen Moment davon ausgehen, dass die NPCs doch feindselig und keineswegs wehrlos sind, inwiefern ist es zur Auflösung der Konfliktsituation angemessen, sie zu vergewaltigen?



Wenn du damit die Ecke meinst, in der die Leute sitzen, die ihre Position nicht begründen können oder wollen, könntest du recht behalten. :)



Das Schlagwort ja, den gesunden Menschenverstand selbst bedauerlicherweise nicht.

Dessen ungeachtet, wenn du Indikatoren dafür siehst, dass das Spiel mehr umfasst als die Beschreibung nahelegt, darfst du sie der ständig länger werdenden Liste der Dinge hinzufügen, die ich gerne konkret von dir benannt haben würde, nachdem du sie vage in den Raum geworfen hast.


Bei CoD meine Oma, bei Battlefield Exsoldaten.

Und ja, bei Shootern stehen dir die Personen feindselig gegenüber, der Grund ist aber bei einigen Shootern weit hergeholt, bzw wären diese Personen im Recht, deswegen nehme ich ja GTA V oder Postal 2 als Beispiele.

Ich hab auch meine Position begründet, es ist nur virtuell. Muss ich deswegen nicht mögen, aber brauche schon mehr als gefällt mir nicht, oder ich glaube, es schadet Menschen um etwas zu verbieten.

@Oi!Olli:
Ich bin strikt gegen jede Form von Gewalt - aus Prinzip + Überzeugung - und vor allem gegen Gewalt an Kindern und Frauen.
Im Gegensatz von vielen hier, pflege ich alleine deswegen nicht, bei online shootern mitzumachen - verurteile dies aber nicht, muss jeder für sich selbst ausmachen.
Und ich hoffe, wir sind uns einig, dass das eigentlich Topic ein schäbiges Thema ist und das sexuelle Gewalt nicht auch noch Einzug in die Spielwelt finden darf.

Aber wenn bei dir kein Grundverständnis in meiner Causa da ist, dass es ein Unterschied zw. sozialisierter Gewalt und genetischer Programmierung gibt
und die jeweils kulturellen Einflüsse über die Zeit hier zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Bewertung der Gewalt ergeben, macht ein weiterer Disput aus meiner Sicht keinen Sinn.

In diesem Sinne, einen schönen Abend noch zusammen...

Wir sind uns darin einig, dass ich dieses Spiel für schäbig halte, nicht dass ich es verbieten will.

Und du hast mit dem Unsinn angefangen, dass wir genetisch Vergewaltigung ablehnen würden. Selbst eine Sozialisierung kann dann nicht die hohe Rate erklären, die wir selbst in westlichen Ländern haben. Vor allem wenn wir Tötungsdelikte dagegen stellen. Und wenn du darauf hinaus willst, dass man die "Grundprogrammierung" erst außer Kraft setzen muss, nun das gilt auch für Tötungsdelikte. Die wenigsten geschehen einfach so, sondern sind ritualisiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Vorwurf der Doppelmoral greift dort, wo vergleichbare Sachverhalte bigotterweise anders bewertet werden. Dafür müsste man aber erst einmal darlegen, dass die Sachverhalte tatsächlich vergleichbar sind. Aber davor drückst du dich (s.o.) ja auffällig und auch sonst hat irgendwie kein Vertreter deiner Position liefern können oder wollen.
Argumente bez. Vergleichbarkeit gab es genügend. Du weigerst dich lediglich, sie zu akzeptieren, weil du für dich als einzig ausschlaggebenden Punkt die Legitimation / Motivation zur virtuellen von der "Norm" abweichenden Tat als Argument gelten lässt.

Alles andere, zum Beispiel das exzessive Zelebrieren von Mord- und Totschlag, kreatives Töten, Auszeichnungen für die Mengen an getöteter Gegner usw. ignorierst du grosszügig. Das mag zum einen daran liegen, dass es deinem Standpunkt dienlich ist (was ich nicht mal unbedingt glaube), zum anderen aber wohl viel mehr daran, dass du abgestumpft bist und solche Dinge einfach nicht mehr als derart drastisch wahrnimmst, wie sie eigentlich sind.
Wohlgemerkt: mir gehts nicht anders. Ich empfinde dieses Spiel als geschmackloser als die meisten Vertreter seiner Zunft, aber ähnliche Ausfälle gab es in der Vergangenheit schon (wurden genannt). Ist aber alles kein Grund für ein Verbot imo. Viel mehr als etwas Aufmerksamkeitsheischerei durch Tabubruch vermute ich ohnehin nicht dahinter.

Das haben diejenigen, welche laut "Doppelmoral" und "Heuchlerei" schreien, scheinbar immer noch nicht begriffen.:schief:
Doch doch. So schwer zu begreifen ist das nun wirklich nicht. Die Meinung kann trotzdem eine andere sein.

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Ich frage mich bei diesem oder ähnlich gearteteten Themen oft, wie man in 20, 30 Jahren als Gesellschaft mit derartigen Moral- und Ethikfragen umgehen wird (und insb. was meine persönliche Meinung sein wird - ich glaube sie jetzt schon zu kennen), wenn die Technologien der Zukunft (ultrarealistisches VR...) dem Ganzen noch eine ganz andere Dimension Realismus verleihen. Kein besonders erheiternder Gedanke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir sind uns darin einig, dass ich dieses Spiel für schäbig halte, nicht dass ich es verbieten will.
Wer hat das Spiel denn verboten? Eine kommerzielle Plattform, die davon lebt, dass möglichst viele Menschen dort möglichst viel kaufen, hat aus marktwirtschaftlichen Gründen dieses wie Du es nennst "schäbiges" Spiel aus dem Angebot genommen. Es steht dem Spielehersteller doch frei, andere Vertriebswege zu suchen. Steam hat meiner Meinung nach seine Verantwortung genutzt und möchte an einem schäbigen Spiel nichts verdienen und sich keine Kundenkreise vergraulen.

Wo ist jetzt das Problem, an welcher Stelle? Wo beginnt Zensur, wo Doppelmoral? Stream ist ein verdammtestr beschissenes kapitalistisches Unternehmen. Ja, an der Stelle setzt Kritik immer richtig an.

Jene, die hier so vehement für das Spiel kämpfen, haben immer noch nicht beantwortet, was denn nun so wichtig daran ist?
 
Ach bitte, Steam hat schon eine große Marktmacht.

Spiele sind per Definition nicht wichtig. Aber das ist ja nicht der Punkt.
 
Ach bitte, Steam hat schon eine große Marktmacht.
Richtig, an dem Punkt kann man ansetzt und kartelrechtlich argumentieren. Aber noch gibt es eine Menge anderer Wege, z.B., wie es Star Citizen macht, den Direktvertrieb. Für kleine Spieleschmieden ist das natürlich schwierig.
 
Doch das geht,die Vergewaltigung kann in einem Spiel entsprechend in Szene gesetzt werden umso viel Realismus zu vermitteln und genau das ist das Problem.

Bit hin oder her.

Was geht? Selbst wenn's in Szene gesetzt wird, sind die Konsequenzen dieser virtuellen Handlung nicht real. Wo sind hier Opfer und Leid? Nirgends. Wieso ist es also moralisch verwerflich? Echte Vergewaltigung, echter Mord sind schlimm, weil echte Menschen leiden. Das ist hier nicht gegeben. Die moralische Verknüpfung zwischen virtuell und real findet ausschließlich in deiner subjektiven Wahrnehmung statt und hat nichts mit den real existierenden Konsequenzen der virtuellen Handlung zu tun.
 
Die moralische Verknüpfung zwischen virtuell und real findet ausschließlich in deiner subjektiven Wahrnehmung statt und hat nichts mit den real existierenden Konsequenzen der virtuellen Handlung zu tun.
Diese Studie scheint Deine These zu bestätigen. Allerdings ist mir die Gruppe von 15 Probanten zu klein, und das Alter der Versuchsteilnehmer zu hoch. Nichts desto trotz ist es ein Hinweis. Ich sagte ja schon, dass ich bei gefühlt 95% der Spieler eine klare Trennung zwischen Spielen und Realität erwarte. Ob das mit zunehmender Immersion z.B. mit VR-Brillen anders wird, werden wir dann sehen und ob die von mit postilierte 5% Gruppe Veränderungen bekommt, wissen wir auch nicht fundiert. Dazu waren es keine Hardcorespieler mit "nur" 4h am Tag Spielkonsum. Mein 15 jähriges Nachhilfekindchen spricht von 8h Fortnite am Tag.

Diese Stude jedenfalls zeigt keine Veränderungen der Spieler durch Shooter und andere Gewaltexzesse:

"...Lack of Evidence That Neural Empathic Responses Are Blunted in Excessive Users of Violent Video Games: An fMRI Study..."

Frontiers | Lack of Evidence That Neural Empathic Responses Are Blunted in Excessive Users of Violent Video Games: An fMRI Study | Psychology
 
Argumente bez. Vergleichbarkeit gab es genügend. Du weigerst dich lediglich, sie zu akzeptieren, weil du für dich als einzig ausschlaggebenden Punkt die Legitimation / Motivation zur virtuellen von der "Norm" abweichenden Tat als Argument gelten lässt.

Nein, das ist nicht korrekt - und ich nehme an, das weißt du eigentlich auch, es passt halt nur nicht in deine Argumentation. Wenn hier wild zwischen dem Vergleich bestimmter Spiele und grundsätzlichen begriffen wie "Mord", "Tötung" und "Vergewaltigen" hin und her gesprungen wird und diese de gusto gleichgesetzt oder unterschieden werden, wirst du es mir schon nachsehen müssen, dass ich ganz gerne erst einmal Klarheit in der Diskussionsbasis schaffen möchte.

Wenn ich jetzt beispielsweise - nur mein Standpunkt, du musst ihn ausdrücklich nicht teilen - grundsätzlich festhalte, dass es angemessen ist, zur Rettung des eigenen Lebens zu töten, kann ich immer noch weitergehen und festhalten, dass man auch zur Rettung des eigenen Lebens nicht beliebig grausam töten darf oder aus dem Kampf ums Überleben zwingend ein Spiel für Leute machen muss, die vermutlich niemals töten müssen, um zu überleben, sondern das Ganze zwecks Nervenkitzel nachspielen.
Wäre Tötung mit Vergewaltigung grundsätzlich vergleichbar, müsste man dort auch einen Ausgangspunkt grundsätzlicher Akzeptanz finden.

Wenn man genehmerweise das Töten (oder Darstellung derselben) mit sexueller Gewalt (oder Darstellung derselben) pauschal gleichsetzt, ohne willens zu sein, die Gleichartigkeit in einem Aspekt zu belegen, wie will man sie dann jemals in der Gesamtheit belegen können?
Oder anders, wenn jemanden der von mir gewählte Aspekt nicht zusagt, könnte man auch einen anderen oder beliebig viele andere wählen und logisch durchexerzieren. Es macht nur seltsamerweise niemand.

Statt dessen wird sich auf immer wieder neue Vorstöße beschränkt, die mir sagen sollen, dass ich falsch liege. Ich wäre sofort bereit, das einzusehen, wenn sich jemand bequemen könnte darzulegen, wie es seiner Ansicht nach richtig wäre.

Aber da kommen nur Kampfbegriffe, wie das ach so böse Verbot, wobei ignoriert wird, dass ich nirgends mit nur einem Wort - noch nicht einmal andeutungsweise - ein Verbot für irgend etwas gefordert habe. Ich ziele eher darauf ab, dass entweder eine gewisse Einsicht stattfindet, dass es zwar erst einmal alles geben darf, aber man nicht alles aus fadenscheinigen Gründen akzeptieren muss.

Womit wir auch schon beim bereits angesprochenen Relativieren als Volkssport wären: Im Grunde gibt es hier eine Haltung, dass man Vergewaltigungsspiele dulden müsse, weil es Tötungsspiele gibt, die geduldet werden. Es werden jedoch eben nicht *alle* Tötungsspiele geduldet, sondern es findet ein ständiger Diskurs statt, was für wen oder wie viele und wo und wann akzeptabel ist und was nicht. Bei der ständigen Neufestlegung von Grenzen dürfen kluge und dumme Befürworter sowie kluge und dumme Gegner mitmachen.
Im Moment liegt die Grenze bei Vergewaltigungsspielen dort, dass mehrheitlich ein Schaf andere Schafe nicht einvernehmlich und nach Punkten beglücken darf, man jedoch als menschlicher Triebtäter während der Zombie-Apokalypse mehrheitlich noch auf mittelschwere Akzeptanzprobleme stößt. Zumindest bei Steam, aber wenn die Zeit reif dafür sein sollte, braucht das Spiel Steam als Plattform nicht. Durch die Berichterstattung ist das Spiel bekannt wie ein bunter Hund, und wenn es eine nennenswerte Zahl an Befürwortern gibt, wird es sich auf jedem Vertriebsweg glänzend verkaufen.

Das menschliche Rechtsschöpfung hat übrigens Jahrzehntausende daran gearbeitet, erst einmal ungeplante von vorsätzlichen Tötungsdelikten zu trennen, letztere Mord zu nennen und selbst bei diesen zu unterscheiden, ob aus strafverschärfenden oder strafmildernden Gründen gemordet wurde. Dies Option fehlt bei vorsätzlich begangenen Sexualstraftaten, da sie nicht als als situativ letztes (nicht zwingend bestes oder gar gerechtfertigtes) Mittel zur Auflösung bestimmter, vom Mordopfer ausgehender oder wesentlich mitgetragener Konfliktsituationen dienen können.
Wem das zu abstrakt ist, der kann sich ja mal damit beschäftigen, warum es in der menschlichen Geschichte Tyrannenmord, aber keine Tyrannenvergewaltigung gab oder man sich aus einer Zwangssituation heraus morden, sich aber nicht aus einer solchen heraus vergewaltigen kann. Dieser grundlegende Sachverhalt bestimmt als einer (es gibt noch andere) die grundverschiedene Sicht, die auch dann wirksam ist, wenn der begündende Sachverhalt gar nicht gegeben ist. Sprich, unter anderem deshalb können Menschen mit Mord tendenziell besser umgehen als mit Vergewaltigung.
Es geht also nicht darum, dass das Eine besser oder richtiger wäre als das Andere, sondern dass das Eine Zwänge auflösen kann, während das Andere Zwänge schafft. Dieses Wissen steckt im Menschen drin und wird seine Beurteilung immer prägen.
 
Ich frage mich bei diesem oder ähnlich gearteteten Themen oft, wie man in 20, 30 Jahren als Gesellschaft mit derartigen Moral- und Ethikfragen umgehen wird (und insb. was meine persönliche Meinung sein wird - ich glaube sie jetzt schon zu kennen), wenn die Technologien der Zukunft (ultrarealistisches VR...) dem Ganzen noch eine ganz andere Dimension Realismus verleihen. Kein besonders erheiternder Gedanke.
Ich habe das Gefühl das die Gesellschaft in 20-30 völlig verroht und abgestumpft ist.
Und das nicht nur wegen Computerspielen.
Die Respektlosigkeit hat stark zu genommen. Gewalt auch.
Sensationsgierige Gaffer werden mehr und Einsatzkräfte (Polizei, Rettungsdieste, Feuerwehr) werden bedroht, behindert und angegriffen.
Kinder & Jugendliche "dissen" und mobben sich. Bis hin zum Selbstmord.
Ich weiß nicht wo das alles noch hinführt.:ka:
 
Ich habe das Gefühl das die Gesellschaft in 20-30 völlig verroht und abgestumpft ist.
Und das nicht nur wegen Computerspielen.
Die Respektlosigkeit hat stark zu genommen. Gewalt auch.
Sensationsgierige Gaffer werden mehr und Einsatzkräfte (Polizei, Rettungsdieste, Feuerwehr) werden bedroht, behindert und angegriffen.
Jugendliche "dissen" und mobben sich. Bis hin zum Selbstmord.
Ich weiß nicht wo das alles noch hinführt.:ka:

So, wo steigt sie denn? Die Selbstmordrate ist ziemlich konstant.

Suizid - Sterbefaelle durch vorsaetzliche Selbstbeschaedigung in Deutschland bis 2016 | Statistik

Einzig Körperverletzung steigt inzwischen leicht wieder.

Polizeilich erfasste Faelle von Koerperverletzung in Deutschland bis 2017 | Statistik

Mobbing kann man auch inzwischen nicht mehr übersehen, weil man "dank" Internet nicht mehr sagen kann, der will dich nur ärgern, was die Leute da teilweise schreiben wurde vorher nur mündlich ohne Zeugen ausgesprochen.
 
Jene, die hier so vehement für das Spiel kämpfen, haben immer noch nicht beantwortet, was denn nun so wichtig daran ist?

Erstmal muss das Rotkäppchen verstehen, dass die kranken Machtfantasien potentieller Käufer nicht automatisch mit verschwinden. Diese tickenden Zeitbomben werden also unbefriedigt weiter ihre Fantasien unterdrücken soweit es ihnen möglich ist. Sollten die das nicht mehr schaffen, wird sich das in echten Taten und Opfern wiederspiegeln. Wenn nur 10% dieser Leute ihre Befriedigung mit abstoßenden Spielen wie diesem hier haben hätte man bestenfalls eben auch 10% weniger Übergriffe und Opfer. Die Erkenntnis, dass aus Killerspielspielern nicht automatisch Mörder werden gilt ja im hier besprochenen Beispiel offensichtlich nicht mehr. Da dreht man den Spieß entgegen jeden Wissens einfach um und hofft, dass es Niemand bemerkt und sich am ekelhaften Inhalt ergötzt.

@ interessierter User: Also sehe ich dass richtig, dass du lieber mehr Vergewaltigungstaten tolerierst als dieses Spiel auf den Markt zu lassen?

PS: Fühlt Sich gut an, die eigene Aussage um 180° gedreht unterstellt zu bekommen? Nein ? Dann unterlass es einfach und mach dir mal um echte Argumente Gedanken.
 
Wenn nur 10% dieser Leute ihre Befriedigung mit abstoßenden Spielen wie diesem hier haben hätte man bestenfalls eben auch 10% weniger Übergriffe und Opfer.
Und gibt es dafür auch kausale Belege?
Das klingt ja fast nach einer Rechtfertigung für solche Spiele.

Die Erkenntnis, dass aus Killerspielspielern nicht automatisch Mörder werden gilt ja im hier besprochenen Beispiel offensichtlich nicht mehr. Da dreht man den Spieß entgegen jeden Wissens einfach um und hofft, dass es Niemand bemerkt und sich am ekelhaften Inhalt ergötzt..
Das streite ich nicht ab. Nur die wenigsten Spieler die solche Spiele spielen setzen ihren Fantasien in die Tat um.
Da kommen mehrere Faktoren zusammen. Veranlagung, psycho-soziale Faktoren usw.
Aber die Rape-Spiele zähle ich auch nicht zu den "normalen" Killerspielen.
Und ich finde sie haben keinerlei Legitimation und wenn man sie verbietet hat das auch nichts mit Zensur zu tun.
Das ist nur die für mich einzig logische ethische und juristische Konsequenz.
 
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