AW: Probleme mit Intel-Chips P67 und H67 für Sandy-Bridge-CPUs - Produktion gestoppt, neue Revision geplant
Also müssteste den RAM auch mit auf die Steckkarte packen.
Der RAM hängt sowieso am IMC. Halte ich aber für problemlos möglich - entweder n großes Blade-Design oder SO-Module. Ich persönlich bin ja eh für Wakü, da kann man dann auch einen Stack im ATX-Format realisieren. (Board 1 Oberseite: 6-8 CPUs, 1 Chipsatz, I/O-Panel. Board 2 Unterseite: 6-8 CPUs, 1 Chipsatz. Board 2 Oberseite: Spannungsversorgung und die Slots lassen sich noch für halbhohe Karten nutzen

)
Leute die ne eigene Netzwerkkarte entwickeln und damit mal den Markt auf mischen wollen
Okay. Netzwerkkarten, für die ein Gulftown als NIC wegen mangelnder Performance scheitert, sind eindeutig über meiner Kragenweite
Es ist trotzdem etwas komisch. Ich fänds ja noch am realistischten, das irgend wo Abrieb war oder was auch immer und auf die Maske halt ein winziger Partikel gekommen ist und daher die Chips defekt sind, was man aber mit der Qualitätssicherung nicht gesehen hat beim Prüfen der Wafer.
Wenn du einen Fehler in der Maske hast, dann beeinflusst das nur einen von 100ten Chips auf dem Wafer und du kannst die Produktion mit niedrigeren Yield-Raten weiterlaufen lassen, musst nur einen Teil der Boards umtauschen. Das alle Chips betroffen sind ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Fehler im Entwurf liegt.
Naja, ne Maske für den aktuellen Fertigungsprozess herzustellen dauert laut Aussage von meinem Prof schon immer so ca 6 Monate. Also allein die Herstellung einer neuen Maske dauert einige Monate. Keine Ahnung was da jetzt alles genau drin ist, aber ich würd sagen ne neue Maske wirds da wohl nicht geben, auch wenns "nur" 65nm Prozess ist.
Ein Metal-Layer-Respin in den Vorentwicklung wird normalerweise mit 4-8 Wochen angegeben, das muss definitiv schneller gehen. Änderungen am Silizium dauern lange, das stimmt - aber die laufen eben auch in 32nm ab.
Desweiteren gibt es da ja auch noch eine Reihe von vermeidbaren Verzögerungen: Entwicklungszeit für die neue Maske fällt keine mehr an, wenn der Fehler bekannt ist. Wartezeit, bis der eigene Auftrag drankommt, fällt nicht mehr an, wenn man von einem 1-Milliarde-Image-Projekt spricht
Ne Maske wird man wohl wechseln müssen und das ist ein kleiner SuperGAU. Bis da wieder alles eingestellt geprüft und gegengeprüft ist, eventuell Verunreinigungen wieder drausen sind, und halt die Produktion wieder hochgefahren ist dauerts einfach mehrere Monate. Intel ist da meiner Auffassung nach wirklich etwas optimistisch.
Wie gesagt: Jedes neue Stepping entspricht dem Wechsel einer Maske auf dieser Ebene, z.T. sogar auf deutlich feinerer (man erinnere sich an Prescott: C, D und E-Steppings. Änderungen des Buchstabens stehen bei Intel für Änderungen am Silizium...) - und davon gibt es selbst nach laufender Produktion mehrere zwecks Optimierung und vor der Produktion stapeln sie sich bei einigen Chips geradezu. Der GF100 soll 4-5 Re-Spins gehabt haben. Mehrere Monate darf und tut es bei den großen Herstellern nicht dauern, mehrere Wochen ist schlimm genug.
Da kommt mir der Spruch:" Mehr Glück als Verstand" in den Sinn.
Nun ja: Intel und die Mainboardhersteller arbeiten halt schon seit Monaten bis Quartalen mit Vorserienmodellen ohne irgendwelche Fehler zu finden. Das jetzt so ein dickes Ei kommt ist eigentlich ziemliches Pech. Kleine Fehler passieren, sind aber leicht behebbar - und haben nur sehr selten so schwerwiegende Folgen wie dieser.
Ja das stimmt allerdings und genau wegen solchen Gedanken hab ich auch etwas Bauchweh. Ich bin ja irgendwo ganz froh das Intel mal wieder nen Bock schiest, damit AMD wieder etwas Oberwasser bekommt, und Marktanteile abgreifen kann. Kommt denen einfach zu gute, womit Sie mehr Geld für Forschung haben, was uns am Ende wieder zu Gute kommt. Ich will einfach 2 Hersteller, die beide über 30-40% Marktanteil haben, aber keine über 60-70%. Das kommt einfach den Preisen zu gute.
Ich persönlich vertrete da eher die Ansicht "je langsamer der Fortschritt, desto billiger für mich und desto ausgereifter die Produkte". Auf den Schrott, der aus dem GHz-Rennen resultierte (heiße t-Bird, abstürzende Coppermine, lausige KT133 - und Netburst) kann ich ehrlich gesagt verzichten. Das einzige, wovor ich Angst hätte, wäre ein Führungswechsel bei Intel hin zu Leuten, die nur noch an kurzfristigen Gewinn denken und dabei übersehen, dass die echten Konkurrenn IBM und ARM heißen.
AMD ist ein Nischenfüller, auch ohne direkten Konkurrenten könnte Intel nicht Unsummen für minimal bessere Chips verlangen - denn dann würde man einfach die alten behalten. Elektronik an und für sich ist ja kein Verschleißprozess, die Hersteller müssen ein akzeptables Entwicklungs/Preisverhältniss bieten, um überhaupt einen Kaufreiz zu schaffen.
Das heist also selbst wenn Intel Ende Februar erste Chips bringt, vor Ende April eher dann wohl Anfang Juni ist schicht im Schacht. Also 3 Monate keine neuen Boards, und dann wohl auch erstmal nur sehr wenige, da ja erstmal die defekten ausgetauscht werden. Autsch das tut richtig weh.
Wenn Intel Ende Februar erste Chips ausliefert und erst Mitte/Ende März aktuelle Kapazitäten erreichen will, dann wird kein Hersteller vor Ende März/Mitte April eine große Zahl an Boards auf Lager haben. Unter den Bedingungen sind große Austauschaktionen vor Ende April leere/riskante Versprechen.
Mit dem spekulierten Austausch bis Februar/März wirds also nichts, selbst in geringen Stückzahlen nicht. Da haben wir also das von dir prognostizierte dickere Ende nach den ersten beruhigenden Aussagen.
Eigentlich nicht. Denn einen Austausch im Februar hat niemand prognostiziert, sondern eine Auslieferung von Chips an die Hersteller.
Ein dickes Ende nach meinen Definitionen wäre eine Meldung Anfang März "P67 nach Entdeckung weiterer Fehler eingestampft. Runderneuerter P68 erscheint Ende Mai"
Auch solltest du bedenken, das die 2-5% eine Schätzung sind. Die reale Quote kann durchaus wesentlich höher liegen.
2-5% sind eine Hochrechnung für "in 3 Jahren". Die aktuelle Quote wird wesentlich niedriger liegen. Einen weiteren Anstieg aufgrund unerwartet beschleunigter Ausfallraten kann man so auch nicht prophezeien: Intel hat die Zahl ja nicht aus 3 Jahre gelaufenden Testmodellen abgeleitet. Selbst mit verschärften Bedingungen für starke Alterung können Chips, die erst seit 1-2 Monaten in dieser Revision vom Band laufen, maximal ein Altersäquivalent von 5-6 Monaten erreicht haben. D.h. die 5% sind bereits eine exponentielle Projektion über die durchschnittliche Lebensdauer eines Retailboards.
Dazu kommt das 2-5%, wobei auch 15% im Gespräch sind keine unwesentliche Anzahl sind. Bei den 8 Millionen an Chips, welche die verkauft haben, sind das bei grad mal 5% in den ersten 2-3 Jahren geschlagene 400.000 Boards die über den Jordan gehen werden. Und das sind wohl nur die mit Totalausfall. Die Boards mit weniger Leistung werden wohl noch weitaus mehr sein.
Die 8 Millionen Chips entsprechen keinen 8 Millionen ausgelieferten Boards. Der Löwenanteil wird bei den Händlern liegen und direkt zurückgerufen werden. Im übrigen spricht Intel iirc von 5% Chips mit Symptomen, nicht von 5% Totalausfällen. Die werden niedriger liegen.
Da kann man wirklich nicht von "kleinen" Problemen reden. Wenn bei nem Auto bei gleichen Stückzahlen auch nur bei einem Dutzend nen Fehler auftritt, dann gibts ne Rückrufaktion....
Aber nur wenn der Fehler in ein dutzend Fällen tödliche Unfälle zur Folge hatte. Wenn bei 5% die Alarmanlage verrückt spielt, dann gibt es nicht mal eine Benachrichtigung der Händler, sondern eine 300€ Werkstattrechnung, ohne dass ein Fehler gefunden wurde
Wie tauscht man denn dann das Board um, geht sowas über den Versand wo man es gekauft hat, oder direkt an den Hersteller?
Ansprechpartner bei Gewährleistungsfällen ist immer der Händler.
und warum verkaufen ein paar diese Produkte weiterhin? is doch verarschung der Konsumenten.....da diese Produkte fehlerhaft sind, bzw. Intel hat nicht angegeben das es bei jedem austritt woher nimmste die Quelle?
Es gibt Händler, die listen Boards, die in ganz Europa nie verfügbar waren und vom Hersteller eingestellt wurden. Und wenn man sie bestellt, dann schicken sie einem einfach ein anderes und selbst wenn man dann nach mehreren Wochen sein Geld zurück hat, führen sie das nicht existierende immer noch als "ab Lager". (was in dem Fall ein Außenlager meinte, von dem die Hardware erstmal 1-2 Tage zum Händler unterwegs war)
dachte das mit dem sockelbrand war defektes board (also quasi ein crash test opfer) das falsch geliefert wurde
Wäre mir auch kein anderer Fall bekannt.
Es gab nur ein So1155 Board, das von Gigabyte in einem Härtetest beschädigt, anschließend aus versehen einem Übertakter geschickt wurde und der hat dann leichte Schmorspuren (keinen funktionsbedrohenden Sockelbrand) vorgefunden. Das reicht einigen Leuten aber, um das Gerücht zu verbreiten, So1155 wäre ein komplette Fehlkonstruktion und AMD das einzige, was man überhaupt in Erwägung ziehen sollte.