AW: [Politik] Zu Gutenberg bei Kerner, Merkel mit Blitzbesuch, Setzt zu Gutenberg den Fuß ins Kanzleramt?
Welches Vertrauen in Gysi, der als Anwalt in der DDR wohl seine Mandanten an die Stasi verraten hat? Ich frage mich warum das nach Jahren jetzt heraus kramt das die Dissertation nicht ganz koscher ist. Richtig, weil ja "Superwahljahr" ist und man anstatt endlich die Probleme des Landes zu lösen sich lieber damit beschäftigt das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik noch mehr zu zerstören.
Der Unterschied liegt in der Beweiskraft. Im Gegensatz zu Herrn Gysi kann man es Gutenberg wohl nachweisen, das nach über 240 Seiten mit fehlenden Quellangaben Absicht dahintersteckt und ebenfalls kann man davon ausgehen, dass er anfänglich gelogen hat, weil er behauptete das es sein kann, dass sich der ein oder andere Fehler einngeschlichen hat. Es gibt zwei Möglichkeiten.
1.) Gutenberg hat copy and paste gemacht und bewußt gelogen um das zu vertuschen oder
2.) Er hat nicht die Doktorarbeit geschrieben, sondern ein ghostwriter.
Beides spricht nicht für ihn und die Tatsache das er selbst in seiner Rücktrittsrede wieder nur von "Fehlern" redet und lieber anderen Umständen die Schuld gibt, wie zum Beispiel den berechtigten Forderungen der Opposition und der zahlreichen Wissenschaftlern, bestätigt doch weiterhin sein fehlerhaftes Verhalten. Er hätte von Anfang an mit offenen Karten spielen sollen, so hat er sich sein eigenen politisches Grab geschaufelt.
Und um wieder auf dein Geschriebenes zurückzukommen, so würde es dem Herrn Gysi auch ergehen, wenn man es ihm im gleichen Maße nachweisen könnte. Da dies aber nicht der Fall ist gilt vorerst im Zweifel für den Angeklagten und bei Herrn Guttenberg gab es einfach und offensichtlich keine Zweifel mehr.
An sich ist das aber nicht schön anzusehen wie jemand öffentlich so zerfleischt wird und sollte mal darüber zu denken geben ob die Macht der Pressefreiheit nicht zu Weilen auch mal missbraucht wird, siehe damals die Negativkampagne gegen Bundeskanzler Schröder und aktuell gegen Gutenberg, wobei im letzteren Fall offensichtlich eine verursachende Handlung (Plagiatsaffäre) vorausging.
MfG