Sowas streckt in meinen Augen nur unnötig die Spielzeit.
Rebirth ist der König des Padding. Du hast maßlos overengineered buttom prompts für jegliche Tätigkeiten und dazu eine maßlos hohe Anzahl an Minispielen. Das Problem ist, dass die Minispiele in der Regel nicht optional, sondern Storybestandteil sind, du sie also machen muss. Einige Story-Kapitel bestehen quasi nur aus Minispielen. Hinter den Minispielen befinden sich meist auch subtantielle Belohnungen, so dass selbst der optionale Anteil nicht sonderlich optional ist. Das Problem hierbei ist, dass die Steuerung in den Minispielen - wie auch im Spiel selbst - nicht gut ist. Ein besonderes Negativbeispiel ist das Scharfschützenspiel, das mit Controller einfach nicht gut funktioniert. Ich verstehe hier immer noch nicht, warum Spieleentwickler - zumindest für so etwas - nicht endlich Gyro nutzen.
Im Endeffekt sorgt das für ein - meines Erachtens - krasses Missverhältnis zwischen den verschiedenen Gameplay-Bestandteilen. Es fühlt sich so an, als ob Square-Enix viel zu viel Zeit mit den Minispielen verbracht hat und der Rest des Spiels darunter leiden musste. Die Open World und die linearen Abschnitte sind bspw. nicht gut, sondern vielleicht nicht einmal auf Ubisoft-Level. Es gibt bspw. keine environmental puzzles oder optionale Dungeons auf dem Weg. Exploration gibt es nicht wirklich. Die Monster sind teilweise so weit auseinander, dass du - wenn du nicht wirklich danach suchst - auch recht wenig Combat hast. Combat kann - je nachdem, welchen Charakter du spielen möchtest - auch wirklich ätzend sein, weil es sehr viele fliegende Gegner gibt, aber - bei den maßlos overengineered button prompts und in einem auf Action getrimmten Kampfsystem mir absolut unverständlich - keine Sprungtaste, was einige Charaktere substantiell schwächer macht. Zumindest wirkt das alles so, als wären die Minispiele der Hauptcontent des Spiels und nicht etwa Combat oder Story.
@AzRa-eL : Bzgl. deiner Aussage wegen Cringe im Review-Thread: Der Vergleich zwischen Rebirth und FF VII 1997 fühlt sich mittlerweile wie der Unterschied zwischen einem Studio Ghibli Meisterwerk und einem cringe ass Isekai Anime an. In Rebirth hast du neben der eigentlich ernsten Story so viel (im Vergleich zum 1997er Original neu hinzugekommenen) cringe bullsh*t, dass das für krasse tonale Dissonanzen sorgt. Was vielleicht ironisch ist: In Japan selbst verkauft sich Rebirth gar nicht gut. Remake hat sich in der ersten Woche noch 700k Mal verkauft, XVI 336k Mal, aber Rebirth kommt gerade einmal auf 262k Einheiten.
Es gibt zwar Abschnitte, die schon irgendwie Spaß machen, aber ich sehe einfach nicht, wie das Spiel auf 9/10 Punkten auf Metacritic kommt.