Playstation 4: Defekte angeblich durch Sabotage schlecht behandelter Foxconn-Arbeiter

Werksbesichtigungen sind immer so eine Sache. Da siehst Du natürlich meist nur die Schokoladenseite. :D

Auf welche Verkaufszahlen kommt man beim Wortmann? Ist das vergleichbar mit Foxconn? Und was bauen die da zusammen? Barebones anderer Hersteller oder sind das Eigenentwicklungen?

Die Bauen alles. Sprich tablets, Notebook, Monitore, PCs, Server etc. Die Marke "Terra", welche man vermutlich kennt, ist die Hausmarke der Wortmann AG. Welche VK Zahlen genau? Kann ich dir nicht sagen, zumindest reicht es um Europaweit der größte PC bauer zu sein. Werke zum fertigen haben sie glaub in Hüllhorst und Dresden. Ein hochmodernes Rechenzentrum hat baut man nun auch. Außerdem hat man die b.com übernommen (war ein sehr großer Großhändler im EDV Bereich). Also trotz gut bezahlter Kräfte und gutem QM scheint es der Firma sehr gut zu gehen. Wir hatten bisher (und das waren schon EINIGE) KEIN einziges defektes Terragerät. Eines hatte wohl beim Transport mal einen Schlag abbekommen, denn das Cover war gerissen, aber da haben wir direkt einen Austausch zum nächsten Tag bekommen :daumen: Hört sich echt nach schlechter Werbung an, aber diese Firma zeigt, wie man auch trotz guter Bezahlung noch gutes QM etc haben kann. Manchen Firmen sind sich einfach zu fein, Eine extra Abteilung einzurichten, die die Geräte durchcheckt. Technische Bauteile birgen nunmal das Risiko, einen "ab wer defekt" zu haben. Serienfehler sind natürlich bei gutem QM , zumindest im Auslieferungszustand, komplett auszuschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
... und wo bleibt jetzt bitte die Empörung der Medien, ob Sony denn nichts gegen die Arbeitsbedingungen dort unternimmt?

Beim Thema Apple waren diese ganzen Schundblätter immer ganz vorne dabei.
 
Unsere "Geiz ist Geil"-Mentalität ist sicher einer der Hauptgründe dafür, dass in China, Bangladesch, usw. die Arbeiter ausgebeutet werden. Wir wollen alle Smartphones für 500€, T-Shirts für 5€ usw. und nur die Wenigsten machen sich Gedanken darüber, wo und wie diese Waren überhaupt hergestellt werden.

Prinzipiell hätten wie diese Dumping-Mentalität aber gar nicht nötig. Würden wir mehr auf Qualität und Langlebigkeit achten, ließen sich viele Waren auch mit höheren Personalkosten rentabel herstellen. Wir konsumieren ja sowieso wie die Blöden. Ohne Konsum würde unser Komplettes Wirtschaftssystem zusammenbrechen, das auf ständiges Wachstum ausgelegt ist.

Und selbst im Inland wird schon seit Jahren Lohndumping betrieben, Stichwort Leiharbeit, Befristete Verträge, 450€-Jobs, usw.

Wir müssten nicht jedes halbe Jahr neue T-Shirts für 5€ kaufen, wir brauchen nicht jedes Jahr ein neues Smartphone und auf Discounter-Fleisch sind wir auch nicht angewiesen. Aber dennoch kaufen wir diese Produkte und sind verrückt danach, möglichst viel zu sparen und so wenig wie möglich auszugeben. Dazu bekommen wir von der Werbung immer wieder und wieder eingebläut, dass Geiz doch soo geil ist.

Was haben wir denn davon? Massentierhaltung und Antibiotika-verseuchtes Billigfleisch, Hungerlöhne und Kinderarbeit in asiatischen Textilfabriken für unsere Kik-Klamotten, Foxconn-Arbeiter, die rebellieren und selbstmord begehen, usw.

Ich gehöre ja auch dazu. Ich kaufe meine Lebensmittel zum Teil ja auch im Discounter und versuche, z.B. bei Elektrogeräten möglichst viel zu sparen. Von daher kann Ich auch nicht behaupten, dass Ich besser als andere bin. Eigentlich kann das keiner, da man oft ja gar nicht nachvollziehen kann, was wo unter welchen Bedingungen hergestellt wird. Irgendwo unterstützt also jeder die Ausbeutung in den Billiglohnländern, ob er will oder nicht und auch wenn man versucht, wenigstens teilweise dagegen vorzugehen und sich der "Geiz ist Geil"-Mentalität zu entziehen.
 
Werksbesichtigungen sind immer so eine Sache. Da siehst Du natürlich meist nur die Schokoladenseite. :D Auf welche Verkaufszahlen kommt man beim Wortmann? Ist das vergleichbar mit Foxconn? Und was bauen die da zusammen? Barebones anderer Hersteller oder sind das Eigenentwicklungen?

Nichts ist vergleichbar mit Foxconn, wirklich rein gar nichts. Die beschäftigen knapp 1 Millionen Menschen in Fabriken so groß wie Städte wo auch bis zu 200.000 arbeiten... Foxconn ist der größte Hersteller und Produzent von irgendetwas sowie Arbeitgeber der Welt -> Sprich entsprechende Umsätze die dem Staat Steuern einbringen. Deshalb ist Foxconn ein wichtiges Stützbein der Chinesischen Wirtschaft und deswegen dürfen die auch irgendwie alles und der Staat drückt beide Augen zu wenn da ein paar verrecken oder sonst was.
 
Prinzipiell hätten wie diese Dumping-Mentalität aber gar nicht nötig. Würden wir mehr auf Qualität und Langlebigkeit achten, ließen sich viele Waren auch mit höheren Personalkosten rentabel herstellen. Wir konsumieren ja sowieso wie die Blöden. Ohne Konsum würde unser Komplettes Wirtschaftssystem zusammenbrechen, das auf ständiges Wachstum ausgelegt ist.
Das stimmt soweit teilweise, zum anderen muss man aber auch sehen wie viel Gewinn bei diesen Produkten oftmals abfällt. Wenn ich lese das Apple bei seinen Iphones teilweise 60-70% Gewinnmarge hat ( reiner Gewinn wohlgemerkt! ), die Iphones aber bei Foxconn von Hungerlöhnern zusammen gebaut werden, kann ich nicht verstehen wieso man dort nicht auf einen kleinen Teil des Gewinns verzichtet und die Arbeitssituationen von tausenden Leuten verbessert. Das es sogar geht in Deutschland gewinnbringend und zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren zu lassen zeigt Fujitsu in Augsburg!
Ich gehöre ja auch dazu. Ich kaufe meine Lebensmittel zum Teil ja auch im Discounter und versuche, z.B. bei Elektrogeräten möglichst viel zu sparen. Von daher kann Ich auch nicht behaupten, dass Ich besser als andere bin. Eigentlich kann das keiner, da man oft ja gar nicht nachvollziehen kann, was wo unter welchen Bedingungen hergestellt wird. Irgendwo unterstützt also jeder die Ausbeutung in den Billiglohnländern, ob er will oder nicht und auch wenn man versucht, wenigstens teilweise dagegen vorzugehen und sich der "Geiz ist Geil"-Mentalität zu entziehen.

Das liegt auch daran das alles dafür getan wird uns in einer Konsumblase zu halten. Es ist sehr schwer für den Einzelnen über den Tellerrand zu blicken, selbst wenn er es möchte. Ich versuche mich ständig darüber zu informieren welche Firmen Menschen, Tiere oder Umwelt ausbeuten und sobald es etwas eklatantes gibt, kommen entsprechende Produkte auf meine "don't buy"-Liste. Jedoch kommt es wirklich darauf an wie genau man hinschaut, setzt man die Maßstäbe nämlich zu eng bleibt im Endeffekt nur der Selbstversorger, nur klappt das in der heutigen Welt auch nicht denn wer hat schon einen riesen Garten / Acker zum bearbeiten? In der heutigen Welt auch kaum noch tragbar, so sieht es leider aus.
Wir haben uns unsere eigene Hölle geschaffen und leben zwangsläufig in ihr solange nicht alle mit ziehen. Faire Löhne und faire Preise sind möglich, genauso wie ein würdevoller Umgang mit Menschen aus allen Regionen. Sobald der Erste aber aus der Reihe tanzt und anfängt Profite steigern zu wollen indem er Angestellte ausbeutet oder die Umwelt schädigt, sind andere Firmen in unserer Wirtschaftsform fast dazu genötigt mit zu gehen denn sonst droht der Ruin. Wenn der Konsument nicht kaufen würde, wäre das Problem zwar relativ schnell vom Tisch, jedoch gehören auch die Ausgebeuteten zu den Konsumenten und die Abwärtsspirale setzt sich unweigerlich in Gang. Entweder tritt eine Gesellschaft geschlossen dagegen auf oder wir müssen weiterhin alle drunter leider, so sieht es nun mal aus :daumen2:
 
Zurück