Natürlich hat Microsoft mit Windows Standards gesetzt. Aber
@bitsbytes , Du sagtest selber, dass Windows sich jetzt in eine Richtung bewegt, die Dir nicht geheuer ist. Da bist Du ja bei weitem nicht der einzige. Und warum kann MS das einfach ignorieren? Weil sie ein Quasi-Monopol haben.
Ein jedes System hat Vor- und Nachteile. Windows hat den Vorteil, dass es standardisiert ist und jeder damit umgehen kann, weil man es in der Schule schon lernt. Zumindest heutzutage.
Der Nachteil ist aber, dass Windows nicht quelloffen ist, und MS ein Monopol hat. Und somit fast alles tun kann, was WIR als Benutzer nicht wollen.
Von wegen quelloffen. Ich verwende viele kommerzielle Programme. Die meisten, wenn nicht alle Firmen, leben von ihrer intellectual property. Man kann nicht immer alles quelloffen machen.
Zum Punkt Monopol. Auch der größte Monopolist ist von Verkaufs oder Nutzungszahlen abhängig.
Hätten sich die Leute mal vorher besser überlegt, ob man überhaupt auf Windows 11 migrieren sollte oder auch keine Software zu kaufen, die unnötig hohe Anforderungen an die Mindestversion vom Betriebssystem stellt.
Dann wären wir höchstwahrscheinlich schon viel weiter, was anwenderfreundlichere Angebote anbelangt,
denn alle Firmen hängen von Vertrieb und Stückzahlen ab.
Momentan werden wir Anwender von mehreren Seiten in die Zange genommen:
1. Microsoft, die einen zu Windows 11 drängen
2. Online Magazine, die ins gleiche Horn blasen
3. Zu hohe Anforderungen seitens der Hersteller, was die Mindest-Betriebssystem-Version für ihre Produkte anbelangt und diese grundlos hochsetzen. Beispiel: DxO Photolab 8.7. Erfordert mindestens Windows 10 22H2, obwohl es nachweislich auch auf einer Win10 22H2 perfekt funktioniert.
4. Der Trend zu Abo Software, wo einem nichts mehr gehört, egal wie viel Geld man schon reingesteckt hat.
Mit Open Source lässt sich leider nicht alles lösen.
Davon profitieren nur diejenigen, die keine kommerziellen Lösungen benötigen.
Linux hat den Vorteil, dass es quelloffen ist.
Und damit hört es aber schon auf, wenn man einen Ersatz für Windows und kommerzielle Applikationen sucht.
Und es hat den Vorteil der Diversität.
Diversität hat im Umfeld von IT oder auch Produktentwicklung und Support noch nie einen Vorteil gehabt.
Das ist totaler Unsinn, was Du hier erzählst.
Damit ist eine Monopolbildung ausgeschlossen.
Und viele andere Dinge auch.
Darum gibt es ja so wenige kommerzielle Anwendungen/Lösungen für Linux.
Im Windows Bereich ist vieles deutlich standardisierter.
Firmen laufen nicht Gefahr in einem Support Chaos zu stranden.
Diversität bedeutet schlicht und ergreifend mehr Entwicklungs, Test und Support-Efforts.
Wenn eine Distri Dir nicht mehr passt, sagst Du Ade und wechselst zu einer anderen.
Das ist eine ziemlich beschränkte Sicht auf die Dinge, die man sich nur dann erlauben kann,
wenn das System nur zum Internet Browsen und Mail Lesen verwendet wird.
Bei komplexeren Systemen hast Du weder Zeit noch Lust, wechseln zu müssen.
Darum sage ich auch immer wieder, Linux ist im Grunde genommen über diesen Bastlerstatus nicht hinaus.
Die Leute, die Diversität so toll finden haben anscheinend genug Zeit mit dem Rechner einfach nur rumzuspielen oder Linux als Selbstzweck zusehen. Mal diese, mal jene Distribution ausprobieren, wenn einem was nicht gefällt.
Das ist doch alleine schon der größte Schwachsinn überhaupt.
Man installiert sich ein OS, Programme und wechselt dann am besten nur noch die Programme,
wenn einem eines nicht gefällt.
Das ganze Betriebssystem / Distribution zu wechseln ist doch der größte Unsinn überhaupt.
So divers wie Installation, Maintenance, GUI, Shell environment, alles unter /etc, sind, macht es einfach zu viel unnötige Arbeit, als dass man tatsächlich Distributionshopping betreiben sollte.
So wie Du argumentierst, ist das auf reinem Hobby Level .. das macht man vielleicht in jungen Jahren zu seiner Sturm und Drang Zeit, bis man kapiert hat, das das einfach nur verlorene Zeit ist.
Der Nachteil ist eben die Quelloffenheit. Das sorgt dafür, dass Firmen, die proprietäre Produkte verkaufen und in Konkurrenz stehen könnten, Linux nur ungern oder gar nicht unterstützen, weil man eben Dinge wie DRM und/oder Kopierschutzmaßnamen nicht einfach durchdrücken kann.
Der Satz macht für mich keinen Sinn.
Der eine kann halt Quelloffen anbieten.
Kommerzielle Firmen haben eine ganz andere Firmen Struktur, da muss noch eine Menge Zeug mit durchgefüttert werden, Du hast eine wesentlich höhere Verantwortung für die Mitarbeiter und Deine Kunden.
Da kannst Du nicht einfach darauf setzen, dass irgendjemand was über PayPal spendet oder Dich sponsert.
Die Vielfalt an Distributionen ist kein Nachteil. Denn im Prinzip liegt doch jeder Distri das gleiche Linux zu Grunde. Im Kern ist Linux also sehr wohl standardisiert. Das Einzige, was nicht standardisiert ist, ist das Aussehen, und welche Pakete (bzw. Paketquellen) mitgeliefert werden.
Einige Dinge dazu:
1. Es ist für jeden Anwender eine völlig unnötige Last zunächst einmal überlegen zu müssen, welche der Distributionen für die eigenen Anforderungen am besten geeignet ist. Auch was die spätere Maintenance oder auch Updates anbelangt.
2. Dann der Wechsel zwischen Distributionen. Kostet nur unnötig Zeit und erneute Einarbeitungszeit in die Eigenheiten der anderen Distribtion und bis alles wieder so läuft wie vorher.
3. Hinzu kommt auf technischer Ebene hinsichtlich Qualität ...
Die verschiedenen Distributionen haben alle eine eigene Idee von Installern, Paketzusammenstellungen, Maintenance und Look & Feel.
Es werden verschiedensten Release Stände von
- Kernelversionen
- Entwicklungssystem
- System- und Shell Environment gemischt
Das alles ermöglicht schon eine Vielzahl neuer Fehlerbilder, weil nicht immer alles 100 %ig zusammenpasst.
Die ganzen Support-Efforts sollten besser in ein System gehen, als dass hunderte von Teams einfach nur neue Distributionen schnüren und damit u.a. auch andere/neue Fehlerbilder generieren.
Hier kommt Standardisierung ins Spiel.
Microsoft wäre mit 800 Versionen von Windows auch nicht so erfolgreich geworden, da kannst Du mir erzählen was Du willst. Standardisierung ist das A und O in der IT.
Du kannst auch mit dem ganz stinknormalen SUSE Linux Spiele zocken, genauso wie Du mit Nobara auch arbeiten könntest. Der einzige Unterschied ist eben, wie die Distris von Beginn an ausgerichtet sind.
Du vergisst eines. Es gibt für einen Rechner noch viele andere Einsatzgebiete, nicht nur gaming.
Das muss Linux aber auch abdecken.
Darum ist es ja leider so, dass Linux in vielen Fällen keine Alternative zu Windows (oder macOS) ist.
Du kannst also entweder gleich eine Distri nehmen, die das von Dir gewünschte direkt mitbringt, oder eine x-beliebige und das, was Du brauchst, selber nachinstallieren. Es gibt ja auch Distris, die kaum mehr als den Kernel mitbringen und die Du dann komplett selber einrichten kannst.
Gaming ist nicht alles ...
Aber es wäre für alle ein Vorteil, nicht unnötig Zeit in die Distributionsfrage stecken zu müssen
und wenn es kommerzielle Produkte in einem ähnlichen Umfang wie bei Windows gäbe.
Wenn jemand gerne Spielt profitiert er auch von EINER stabilen Betriebssystem Version, bei der alle people resourcen daran arbeiten, diese Eine Version möglichst Bugfree hinzubekommen.
Welche Applikationen nachher installiert werden oder meinetwegen auch noch die Personalisierung der GUI ist aufgabe eines Paket Managements, nicht im total schwachsinnigen Schnüren von über 800 Distributionen.