News PikaOS: Gaming-Distribution mit Linux 6.16, Tweaks und FSR 4

PCGH_Sven

PCGH-Autor
PikaOS ist eine dedizierte Gaming-Distribution, welche auf Debian GNU/Linux und dem neuesten Linux-Kernel 6.16 basiert. Das freie Betriebssystem adressiert insbesondere Spieler und bietet besondere Features, wie eine FSR-4-Implementierung.

Was sagt die PCGH-X-Community zu PikaOS: Gaming-Distribution mit Linux 6.16, Tweaks und FSR 4

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
> Was sagt die PCGH-X-Community zu ...

Es ist wirklich ermüdend, wie viele Linux-Distributionen es insgesamt und nun schon alleine für den Bereich Gaming gibt.

Jede Distribution mehr zeigt deutlich den gravierendsten Mangel im Linux-Bereich auf: das Fehlen eines standardisierten Basissystems. Dadurch ein unnötiger Wildwuchs an Distributionen, kein klares Konzept.

Es geht m.E. völlig am Bedarf der Anwender vorbei. Wer hat schon die Zeit sich genau zu überlegen, welche Distribution am besten passt und auf längere Sicht die meisten Vorteile im Bereich Systemadministration liefert.
Hinzu kommt, dass man noch mit dem Nachteil zu kämpfen hat, dass sich leider bei jeder Distribution die Schöpfer in der Anpassung von GUI und Shell Environment soweit verewigt haben, dass im Grunde genommen alles "vollverbastel" fern ab irgendwelcher Defaults ist. Will damit sagen, es ist kein Qualitätsmerkmal, wenn jede Linux Distribution von der GUI und dem Shell Environment (und dem System Setup) so derartig unterschiedlich ist.

Da verkommt das Betriebssystem selbst zum Spielzeug, das eigentlich die stabile Basis für alle Applikationen und Funktionalitäten sein sollte. Die Installation verschiedener Softwarepakete ist Aufgabe eines Package Managers.
Darüber könnte man auch kosmetische Dinge im Bereich des Shell Environments / GUI regeln.

Diese Form der Linux BerLinux-Berichterstattungleicht aus Sicht einer Redaktion oder eines Autors hinsichtlich „Stückzahl“ der Artikel äußerst befriedigend sein. Aber einigermaßen gestandene ITler können (und sollten!) hierüber nur mit dem Kopf schütteln. Das hat nichts mit Qualität zu tun.

Das spiegelt in meinen Augen auch nicht die gewohnte Qualität von PCGH wieder, die ich ansonsten wegen der Qualität ihrer Artikel für den Bereich Gaming-HW sehr schätze.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein bisschen recht hat er schon, und ja ich nutze Linux seid über 20 jahren und seit einem jahr auch als Gaming system

Ich Denke da z.B vollständig anders als @bitsbytes, denn die Positiven Punkte wofür Linux einsteht sind, wie Du ja auch weist:

Offenheit - Transparenz - Vertrauen - Ehrlichkeit - und die "Vielfalt und Freiheit entscheiden zu können", sprechen für sich.

Aber wie gesagt, jedem seine Meinung. ;)
 
Man wird ja nicht gezwungen Linux-Artikel zu lesen, oder zu kommentieren.
Wenn sich weniger Leute dafür interessiern und nicht kommentieren, wird es von alleine weniger.
Ich klicke auch nicht alle Artikel an.
So sehe ich das! :ka:
 
Ich Denke da z.B vollständig anders als @bitsbytes, denn die Positiven Punkte wofür Linux einsteht sind, wie Du ja auch weist:

Offenheit - Transparenz - Vertrauen - Ehrlichkeit - und die "Vielfalt und Freiheit entscheiden zu können", sprechen für sich.

Das alleine hilft aber nicht weiter.

Aber wie gesagt, jedem seine Meinung. ;)

Das hat nichts mit Meinung, sondern mit Anforderungen zu tun.
Wenn es für Linux nicht die Treiber und die Software gibt, die man benötigt, dann ist Linux an der Stelle wenig hilfreich. Und daran wird so so schnell nichts ändern, wenn in der Linux Community weiter jeder Distribution gefeiert wird, was der komplette Schwachsinn überhaupt ist.

Ich wünschte mir, Linux hätte es in den 30 Jahren geschafft, auch bei Herstellern an Akzeptanz zu gewinnen.
Aber sorry, wenn Dein Business mit Windows und Apple gut läuft, wer bindet sich dann freiwillig ein Distributions Chaos von über 800 Distributionen ans Bein?

Da steht sich Linux selbst im Weg und den ganzen Hobby Befürwortern sind kommerzielle Applikationen anscheinend sowieso humpe .. also wen wundert es, dass es hier nicht weitergeht ...
 
Wenn es für Linux nicht die Treiber und die Software gibt, die man benötigt, dann ist Linux an der Stelle wenig hilfreich. Und daran wird so so schnell nichts ändern, wenn in der Linux Community weiter jeder Distribution gefeiert wird, was der komplette Schwachsinn überhaupt ist.
Ich sehe kein Problem für Treibersupport unter Linux, weil der Kernel eigentlich überall gleich funktioniert.
Aber sorry, wenn Dein Business mit Windows und Apple gut läuft, wer bindet sich dann freiwillig ein Distributions Chaos von über 800 Distributionen ans Bein?
Diese Zahl hat immer noch keinerlei Relevanz.
 
@bitsbytes,

welche Treiber meinst du, bzw. welche Hardware nutzt Du denn, würde mich einmal interessieren.

Ansonsten hat @empy recht das im Kernel schon sehr viel Treibersupport geboten wird.
Nutzt Du spezielle Software die auch unter Linux in einer VM auch unter Windows dann nicht lauffähig ist ?

Wann hattest Du zB. zuletzt einmal eine aktuelle Distribution getestet ?
 
@bitsbytes,

welche Treiber meinst du, bzw. welche Hardware nutzt Du denn, würde mich einmal interessieren.

So ziemlich alles aus dem Bereich Recording:
RME UFX III, der DSP Mixer Totalmix FX, ADI-2 Pro FS R BE.
Fernsteuerungsprogramme dafür: zB RME Connector, ADI-2 Remote.
Für die Audio Bearbeitung: Steinberg Cubase 14 Pro, Wavelab 12 Pro.
Eine Menge kommerzieller VST/VSTi (Fabfilter, Lexicon, etc)

Natürlich auch andere liebgewonnene Windows Anwendungen.
Ich habe ein ziemlich ausgefeiltes Windows Setup.

Ansonsten hat @empy recht das im Kernel schon sehr viel Treibersupport geboten wird.
Nutzt Du spezielle Software die auch unter Linux in einer VM auch unter Windows dann nicht lauffähig ist ?

Virtualisierung ist im Recording Bereich kein unterstütztes Environment.
Wäre auch eher kontraproduktiv, weil man optimale / möglichst geringe DPC Latenzen benötigt,
um ohne Audioverlust auch mit geringen ASIO buffersizes arbeiten zu können.

Und ehrlich gesagt finde ich Linux auch gar nicht so toll.
Das ist von den Leuten, die eine Distribution erstellen in vielen Bereichen "maximal verbastelt".
Da gefallen mir Systeme wie SunOS, Solaris, FreeBSD deutlich besser.

Wann hattest Du zB. zuletzt einmal eine aktuelle Distribution getestet ?

Was bringt das, wenn die ganze Hardware und Software nicht läuft?

Trotzdem hatte ich mal vor rund 4 Wochen eine Reihe von Distributionen ausprobiert.
Debian, OpenSuSe, Manjaro, CachyOS, ...
Aber keine hat mich wirklich überzeugt.

Letzten Endes habe ich mir dann eine weitere Win10 IoT Enterprise und Office 2024 Prof Plus für den Laptop besorgt. Da kann ich dann wenigstens auch Applikationen aus dem Recording Bereich installieren, was sonst nicht möglich wäre.

Der Windows Desktop ist meines Erachtens auch besser ausgearbeitet. Linux ist entweder zu krude oder zu überladen. Gadgets verwende ich sehr gerne als Performance Meter. Da gibt es unter Windows doch einige sehr Ansprechende. Bei Linux sind die alle unterschiedlich groß, die kann man wegen der unterschiedlichen Größe simit noch nicht einmal rechts am Bildschirmrand übereinanderstapeln. Es wirkt alles so unfertig.

Auch wenn ich seit über 35 Jahren Unix mache und Unix mal mein großes Hobby war.
Linux ist für mich allenfals was für Server Farmen, aber im Desktop Bereich zieht es mich nicht vom Hocker.
Und der Mangel an kommerziellen Applikationen / Hardware Support ist meines Erachtens eine Folge mangelnder Standardisierung. Sonst müsste Linux in den 30 Jahren schon viel weiter sein.

PS: Ich benötige keine Linux-Beratung oder Ähnliches. Ich habe einfach nur mein Feedback zum Artikel gegeben und wie ich es finde, wenn es selbst schon zum Thema Gaming so viele Linux Distributionen gibt. Dieser Wildwuchs verbrennt nur Zeit und bringt nichts. `Zum einen weiß man nicht, was man nun nehmen sollte oder auch nicht und wer hätte schon Zeit und Lust, das alles mal auszuprobieren. Ist Linux ein OS oder ein Spielzeug/Selbstzweck?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber sorry, wenn Dein Business mit Windows und Apple gut läuft, wer bindet sich dann freiwillig ein Distributions Chaos von über 800 Distributionen ans Bein?
Man merkt, dass Du Linux nicht kennst, nicht verstehst und auch nie beruflich mit in Berührung kamst.
Diese denke ist vollkommen an der Realität vorbei. Es gibt viele Businesses, die auch Linux einsetzen.
Keiner bindet sich da irgendwas ans Bein, und schon gar keine 800 Distributionen :klatsch:

Und selbst in Deinem sehr speziellen Fall. Gut, Du hast Dich an Deinen Software/Hardware-Fuhrpark gewöhnt und willst den nicht umstellen. Verstehe ich, passt.
Es gibt jedoch gerade auch im Music-Artist, -Studio, -Produktion und Radio-Station-Bereich einige Linux-Anwendungen und Distros, mit professioneller Ausrichtung - wie auch zu Videoschnitt und -Editing und Special Effects.

Fedora JAM (Musik Enthusiasten), Ubuntu Studio (Generelle Multimedia Produktion), AV Linux (Musik Produktion), KX Studio (Audio Produktion), Librazik (Audio Produktion), Apodio, io GNU/Linux, Fedora Design Suite u.a.
DAWs wie Reaper und Ardour sind sehr verbreitet und beliebt bei professionellen Studios.
Focusrite und Motu bieten beispielsweise Linux-kompatible Audio-Interfaces.
Selbst PreSonus öffnet sich zu Linux und bietet Support für seine Studio One 6.5 Ausio-Workstation-Software.
Wichtig ist z.B., darauf zu achten, dass die Geräte "USB class compliant" sind und nicht nur USB-compatible.
Es gibt viele Plugins mit Linux-support...

Beim Youtube-Kanal "LinuxGameCast" siehst Du einen technical producer, recording engineer, A/V guy, der ausschließlich auf Linux setzt: Venn Stone. (Sein Hardware-Kanal Interfacing Linux).

Oder hier ein anderer: LinuxCreative - Linux Setup for Audio Production.

Es ist nicht alles Gold, sicher. Klar gibt es auch Probleme - gerade mit vielen Proprietären Software-Lösungen und Plugins.
Aber was ich höre, ist Audio auch auf Windows mit Fallstricken gespickt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@bitsbytes,

Ok verstehe, Du hast wirklich wie Du ja selber schreibst, ganz Spezielle Anforderungen.

Dann ist es halt so das Du mit/unter Windows besser Klarkommst und aufgehoben bist und alles läuft.
Ich konnte ja nicht wissen das es bei dir so Speziell ist.

Alles gut.
 
@bitsbytes,

Ok verstehe, Du hast wirklich wie Du ja selber schreibst, ganz Spezielle Anforderungen.

Ok, danke.

BTW .. Ich finde Linux ja grundsätzlich nicht schlecht und könnte mich natürlich auch mit dem einen oder anderen anfreunden, wenn wenigstens alles, was ich so brauche laufen würde.

Aber gerade da sehe ich "meine Felle wegschwimmen".
Ich fürchte, dass Linux sich auf Herstellerseite aus besagten Gründen nicht nennenswert mehr etablieren wird.

Ich werde es vermutlich nicht mehr erleben, dass Linux-Support im Recording oder auch in anderen Bereichen genauso etabliert/unterstützt sein wird wie Windows oder macOS.

Deshalb hoffe ich eigentlich auf kritischere Stimmen und Berichterstattung, dass da langsam mal ein Prozess des Umdenkens einsetzt in der Linux-Community. Aber es ist, glaube ich, hoffnungslos. Alle preisen die Vielfalt, dabei ist Standardisierung der einzige Weg, Hersteller für eine neue Plattform zu gewinnen.

Standardisierung ist halt ein erprobtes Mittel, Qualität zu erhöhen und Risiken zu minimieren.
Was keine Firma mag, das sind Unabwägbarkeiten/Risiken bezüglich Aufwänden in Entwicklung, Test und Support.
 
"Warum" stört dich dieser Umstand, da Du ja selbst Windows Nutzer bist ?

Ganz einfach. Windows bewegt sich im Moment in eine Richtung, die mir nicht geheuer ist.
Deshalb hätte ich gerne Linux als Alternative in der Hinterhand, um ggf. wechseln zu können.

Doch davon ist Linux leider noch weit entfernt.

Ich meine keine noch "relativ einfachen" Anwendungen (Mail, Internet Browsen, ..).
Sondern HW und Applikationen im Bereich Recording, Foto und Videobearbeitung.
 
Es ist wirklich ermüdend, wie viele Linux-Distributionen es insgesamt und nun schon alleine für den Bereich Gaming gibt.
Manche Diskussionen sind auch ermüdend. ;) Ist jedenfalls nicht die erste hier zur Tatsache, dass es sehr viele Distributionen gibt ...

Standardisierung ist halt ein erprobtes Mittel, Qualität zu erhöhen und Risiken zu minimieren.
Was keine Firma mag, das sind Unabwägbarkeiten/Risiken bezüglich Aufwänden in Entwicklung, Test und Support.
Was für eine Standardisierung meinst Du? Es gibt seit längerem 4(?)
Hauptstränge an Distros (Debian, Arch, Fedora...). Es gibt FOSS sowie proprietäre Software für Linux. Wenn nicht schon geschehen, kannst Du Steinberg doch anschreiben, dass sie doch bitte ihre Software auch für Linux anbieten mögen.

Dann sind Treiber zuallererst Sache des Herstellers. Und je Distro braucht es doch keine eigenen Treiber, oder? Gibt es welche, so können die doch für andere/alle Distros verfügbar gemacht werden?

Da gefallen mir Systeme wie SunOS, Solaris, FreeBSD deutlich besser.
Wären die eine Alternative für Dich? Dann nutz diese doch. :)

Ich werde es vermutlich nicht mehr erleben, dass Linux-Support im Recording oder auch in anderen Bereichen genauso etabliert/unterstützt sein wird wie Windows oder macOS.
@G4mest3r nannte ja einige DAWs. Hast Du welche von denen mal ausprobiert? Siehe auch bspw. hier:
 
Ja wieder nix für Intel GPUs.

Als würden die nicht Existieren.

Ist ja auch Arbeit die zu Implementieren...
 
Manche Diskussionen sind auch ermüdend. ;) Ist jedenfalls nicht die erste hier zur Tatsache, dass es sehr viele Distributionen gibt ...

Kann ich bestätigen. Seit über 30 Jahren immer wieder die gleiche Diskussion.
Diese Form der Berichterstattung bringt Linux im Hinblick auf Softwareverfügbarkeit keinen Schritt weiter.

Was für eine Standardisierung meinst Du? Es gibt seit längerem 4(?) Hauptstränge an Distros (Debian, Arch, Fedora...).

Was nützen vier Hauptstränge, wenn es am Ende hunderte Distributionen gibt, die sich in relevanten Punkten unterscheiden? Das ist keine Standardisierung.

Es gibt FOSS sowie proprietäre Software für Linux. Wenn nicht schon geschehen, kannst Du Steinberg doch anschreiben, dass sie doch bitte ihre Software auch für Linux anbieten mögen.

FOSS deckt das Spektrum professioneller Windows-Applikationen nicht ab.
Und ja – Hersteller werden seit Jahren kontaktiert. Lies in den einschlägigen Foren nach. Das Interesse an Linux ist bei vielen schlicht nicht vorhanden.

Die Frage sollte lauten: Warum eigentlich? Statt intern die Gräben weiter zu vertiefen.

Der typische Linux-Veteran, der die Forenlandschaft dominiert – ebenso wie viele Fachmagazine – scheint der Meinung zu sein, dass alles bestens ist. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Dann sind Treiber zuallererst Sache des Herstellers. Und je Distro braucht es doch keine eigenen Treiber, oder?

Ein Beispiel aus dem Recording-Bereich zeigt, dass es eben nicht nur um Treiber geht.
Du benötigst auch DSP-Mixer, Tools, DAWs, VSTs. Da sind eine Menge Hersteller und Produkte beteiligt.
Was Linux anbelangt: auch der Kernel muss angepasst sein, ebenso die Audio-Infrastruktur, um latenzfreien Audiotransport zu ermöglichen. Ohne diese Komponenten funktioniert keine professionelle Audio-Umgebung.

Und das ist nur ein Marktsegment.

Gibt es welche, so können die doch für andere/alle Distros verfügbar gemacht werden?

Theorie. In der Praxis führen unterschiedliche Kombinationen von Kernel, Toolchains, Libraries und Systemumgebungen zu Seiteneffekten. Die lassen sich nur durch Tests auf der Zielplattform ausschließen.

Wo Produktsupport geleistet wird, geht es oft nicht nur um das eigentliche Produkt, sondern auch um die Betriebssystem-Integration und den Support des Kunden auf der Plattform, wenn er auf der auch nicht firm ist.
Das erfordert stabile und reproduzierbare Umgebungen – auch für Remote-Support.

Wenn sich Distributionen stark unterscheiden – in Shell-Umgebung, Pfadstruktur, Paketmanagement – ist das nicht gewährleistet. Solche Heterogenität ist in professionellen Support-Setups schlicht nicht tragbar.

Darum ist Linux in 30 Jahren – jenseits des Serverbereichs – kaum weitergekommen.
Und auch dort setzen große Anbieter wie Oracle oder Red Hat nicht auf Community-Distributionen, sondern auf eigene – weil sich nur so SLAs für Kunden absichern lassen und sich der Supportumfang in kalkulierbaren Bahnen bewegt. Keine Firma, egal welche Größe, kann es sich leisten, dass der Entwicklungs-, Test- und Supportaufwand aus dem Ruder läuft.

Der Desktop-Bereich bleibt unterentwickelt, weil das Mantra von Distributionsvielfalt als Stärke verklärt wird.
Diesen Irrglauben lese ich seit Jahrzehnten und jetzt auch wieder in der PCGH.

Sinnvoller wäre ein Umdenken.

Fachmedien könnten einen Beitrag leisten – indem sie ernsthaft der Frage nachgehen, warum Linux im Bereich kommerzieller Hard- und Softwareprodukte nicht vorankommt.

Diese Art der Berichterstattung würde dem Linux-Ökosystem langfristig mehr helfen als der nächste Artikel über „YALD – Yet Another Linux Distribution“.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja wieder nix für Intel GPUs.
Ich glaube, dass das nur sehr ungünstig übertragen wurde. Die Intel-Treiber sind soweit ich weiß, auch open-source und einfach im Kernel. Es gibt also eher eine Nicht-Nvidia- und eine Nvidia-Edition als eine AMD- und eine Nvidia-Edition. Auf der Seite selbst heißen die auch "Standard" und "Nvidia".
Was nützen vier Hauptstränge, wenn es am Ende hunderte Distributionen gibt, die sich in relevanten Punkten unterscheiden? Das ist keine Standardisierung.
Einfach: Man konzentriert sich auf die großen Distros und alles, was nicht funktioniert, weil es anders ist, hat Pech gehabt. Ich glaube aber tatsächlich nicht mal, dass das ein Problem wäre. Ansonsten packt man einfach alles, was gebraucht wird in ein Paket, so dass die einzige Abhängigkeit der Kernel ist, dessen minimale Version man dann per Mindestvoruassetzung bestimmt.
FOSS deckt das Spektrum professioneller Windows-Applikationen nicht ab.
Und ja – Hersteller werden seit Jahren kontaktiert. Lies in den einschlägigen Foren nach. Das Interesse an Linux ist bei vielen schlicht nicht vorhanden.
Mögliche Gründe, die mir einfallen sind z.B., dass man Angst davor hat, dass Kopierschutzmechanismen da nicht funktionieren oder dass man es schlicht nicht für nötig erachtet, weil die Leute ja trotzdem kaufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sobald ein vergleichbares Konkurrenzprodukt den Markt erschließen würde, die anderen da auf einmal ganz fix wären.
Der typische Linux-Veteran, der die Forenlandschaft dominiert – ebenso wie viele Fachmagazine – scheint der Meinung zu sein, dass alles bestens ist. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.
Mit Linux selbst schon, mit dem Support dafür nicht.
Der Desktop-Bereich bleibt unterentwickelt, weil das Mantra von Distributionsvielfalt als Stärke verklärt wird.
Ist es halt auch. Spätestens die Freiheit der Software ist eine Stärke und aus der folgt nun mal, dass Leute ihr eigenes Ding machen. Die Benutzung ist aber immer auf eigene Gefahr, solange das nicht explizit anders mit irgendwem ausgemacht ist.
 
Diese Form der Berichterstattung bringt Linux im Hinblick auf Softwareverfügbarkeit keinen Schritt weiter.
Ich sehe das nicht so. Dezidierte Gaming Distros gibt es ja noch nicht so lange. An sich ist Auswahl eine gute Sache. Ermöglicht eben auch genügend Alternativen, wenn mensch nicht gefällt, wie sich die bisher von ein:er selbst genutzten Distro entwickelt. Und diese Gaming Distros ermöglichen einigen, womöglich einen noch bequemeren Umstieg als bspw. mit Linux Mint.

Und um hier mal zum konkreten Thema zu kommen - cool ist doch, dass mit PikaOS eine Debian basierte Gaming Distro erschienen ist. Die anderen waren ja Fedora oder hauptsächlich Arch basierend. So könnte mensch leichter von Linux Mint oder Ubuntu wechseln, müsste sich bezüglich Paketmanager/Befehlen (apt) nicht umgewöhnen, nehme ich an. :)

Und auch dort setzen große Anbieter wie Oracle oder Red Hat nicht auf Community-Distributionen, sondern auf eigene – weil sich nur so SLAs für Kunden absichern lassen und sich der Supportumfang in kalkulierbaren Bahnen bewegt. Keine Firma, egal welche Größe, kann es sich leisten, dass der Entwicklungs-, Test- und Supportaufwand aus dem Ruder läuft.

Der Desktop-Bereich bleibt unterentwickelt, weil das Mantra von Distributionsvielfalt als Stärke verklärt wird.
Diesen Irrglauben lese ich seit Jahrzehnten und jetzt auch wieder in der PCGH.
Dass Du bzw. es diverse andere Ansprüche gibt, steht auf einen anderen Blatt. Für professionelle Sachen würden Arbeiter:innen/Selbstständige sowieso extra Distros wählen. Bei Gaming wollen viele Performance, neue Features und Unterstützung neuer Hardware. Im professionellen besondere Features und Stabilität. Insofern sehe ich aus meiner Perspektive/mit meiner Erfahrung da bisher nicht wirklich ein Problem. Du vermengst hier auch Punkte, so scheint es mir.

Womöglich weißt Du es schon? - Seit Kernel 6.12 soll Real Time Kernel möglich sein.
Ubuntu Pro wirbt mit diesem Feature bspw.:

Auf @G4mest3r und meine Fragen/Hinweise bezüglich professioneller Audioanwendungen auf Linux bist Du schon eingegangen? Oder wenn nicht, willst Du nicht? Habe diesbezüglich gerade nicht mehr den Threadverlauf im Blick ...
 
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