Ich möchte kurz ein paar Gedanken hinsichtlich Kopierschutz, Raubkopien und der Rentabilität des Pc-Spielemarktes einwerfen. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es lediglich Vermutungen sind:
1. Einen sicheren Kopierschutz gibt es nicht, das muss auch die Industrie wissen. Warum versuchen sie es trotzdem immer wieder? Vielleicht hoffen sie, dass irgendwann doch einmal einer hält, zumindest für ein paar Monate. Vielleicht, in meinen Augen wahrscheinlicher, bauen sie darauf, dass viele Spieler abgeschreckt werden und dann doch lieber das Original kaufen, bevor sie "mühsam" nach einem Crack suchen und das Ding herunterladen oder brennen. Dumm nur, dass dieser Prozess dank Internet letztlich mit viel weniger Aufwand verbunden ist, als anscheinend vermutet wird...
2. Im Konsolensegment wird deutlich weniger raubkopiert. Ich nehme an, dies stimmt. Warum? Meiner Vermutung nach sind zumindest Leute, die nur oder hauptsächlich auf der Konsole spielen, längst nicht so informiert darüber, welche Möglichkeiten es zum illegalen Erwerb eines Spiels gibt wie Computerspieler. Vielleicht wissen einige nicht einmal wirklich, wie man einen Brenner bedient. (Das soll nicht abwertend gemeint sein). Damit ist aber falsch, dass Konsolenspieler weniger kopieren oder sich die Datenträger schlechter cracken lassen. Es liegt vielmehr einfach an der Unwissenheit der Nutzer. Würde der PC-Spielemarkt aussterben und alle Computerspieler zu Konsolen wechseln, ich bin mir sicher, würden auch Konsolenspiele sehr schnell massenhaft illegal verbreitet.
3. Zu der Behauptung, der PC-Spielemarkt werfe weniger ab als der Konsolenmarkt: Kann schon sein. Angeblich beweisen diverse Statistiken diesen Umstand sogar. Statistik lügt allerdings gerne mal, und das ist kein populistisches Zitat, sondern eigene Erfahrung aus ganz anderen Bereichen. Wie es tatsächlich aussieht, weiß vielleicht nicht einmal jemand in der industrie selbst. Jedenfalls muss der PC-Spilemarkt immer noch genug abwerfen, als dass es sich lohnt, Spiele zu veröffentlichen bzw. zu portieren. Sonst würde es doch überhaupt nicht mehr gemacht.