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PC friert plötzlich ein

NeilManlius

Schraubenverwechsler(in)
PC friert plötzlich ein

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Manchmal stürzt der PC ab, indem das Bild auf dem Monitor einfriert und der PC auf keine Eingabe mehr reagiert. Der PC lässt sich dann nur noch neu starten, indem ich einen Reset mache. Manchmal wird das Bild auch schwarz und es erscheint die Meldung "No signal" auf dem Monitor. Nach einem Neustart findet sich aber kein Eintrag über den Absturz in der Ereignisanzeige von Windows, nur der Hinweis, dass der PC vor dem Systemstart unerwartet heruntergefahren wurde.

Die Abstürze sind nicht reproduzierbar, scheinen aber vor allem dann aufzutreten, wenn das System relativ stark ausgelastet ist (aber noch nicht voll ausgelastet ist) oder wenn die Temperatur der Grafikkarte etwa 70 °C erreicht. Im Netz habe ich allerdings gelesen, dass die GeForce 9500 GT bis zu 105 °C verträgt.

In anderen Fällen ist es schon passiert, dass zuerst das Bild schwarz wurde, dann die Fehlermeldung "Der Anzeigetreiber wurde nach einem Fehler wiederhergestellt." erschien, der PC dann aber meistens trotzdem nicht mehr reagierte und ich einen Reset machen musste. Interessant ist zusätzlich noch, dass, falls ich gerade Musik in Winamp höre, die Musik zumindest einige Zeit (manchmal mehr als 30 sec.) weiterläuft.

In seltenen Fällen kommt auch ein BSoD, meistens mit dem STOP-Code 0x00000116 und einem Hinweis auf "nvlddmkm.sys".

Unter Win XP stürzt der PC wesentlich seltener ab, dafür aber fast immer mit einem BSoD.

Meine Systemkonfiguration:
CPU: AMD Athlon II x4 630 (4 x 2,8 GHz)
RAM: 2 x 2048 MB Kingston DDR2 (800 MHz)
Grafikkarte: Nvidia GeForce 9500 GT (Treiber-Version: 306.23)
Mainboard: Gigabyte GA-M720-US3 (Award BIOS Version F4)
Chipsatz: Nvidia nForce 720D (Treiber-Version: 15.56)
Netzteil: Tagan 500 W
HDD: Seagate ST3500418AS
WLAN-Karte: D-Link AirPlus G DWL-G510 (*)
TV-Karte: Hauppauge HVR-1100 (*)
Betriebssystem: Windows XP SP3 und Windows 7 SP1 (beide 32-Bit)
(*) zur Zeit ausgebaut

Ich habe am System nichts absichtlich übertaktet. Falls ihr aber wissen wollt, ob irgendetwas mit den "falschen" Einstellungen läuft, kann ich auch einen Screenshot von Everest posten.

Den PC habe ich Anfang 2010 selbst zusammengebaut, das Problem besteht seit etwa 2,5 Jahren und tritt sowohl unter Win 7 als auch unter Win XP (allerdings in etwas anderer Form) auf und hat auch schon mehrere Treiberupdates und Neuinstallationen von Win 7 überstanden. Auch ein Wechsel des Netzteils (vorher NoName 420 W, jetzt Tagan 500 W) hat keine Verbesserung gebracht.

Ich dachte zuerst an einen Fehler im Grafik- oder Chipsatztreiber. Nachdem ich den Chipsatztreiber aktualisiert hatte, funktionierte das System zunächst einige Zeit (= mehrere Monate) ohne Probleme, in letzter Zeit ist der Rechner fast jeden Tag abgestürzt. Daher habe ich den Grafiktreiber wieder aktualisiert, was das Problem aber nur noch verschlimmert hat, denn jetzt ist der Rechner immer alle paar Stunden abgestürzt.

Ich dachte daraufhin, dass der Fehler an der Grafikkarte liegen müsste, und habe deswegen testweise die Grafikkarte durch eine alte ATI Radeon X550 mit RV 380 ersetzt. Danach hatte ich zwei Wochen lang keinen Absturz, bis der Rechner dann aber wieder - mit der Radeon - in der beschriebenen Weise abgestürzt ist.

Danach habe ich den RAM mit Memtest86 v4.0 und Windows Memory Diagnostics (beide auf der aktuellen Ultimate Boot CD enthalten) getestet. Sowohl Memtest86 als auch WMD haben Fehler gefunden, als ich mit Memtest86 noch mal einen Test zur Kontrolle gemacht habe, wurde aber kein Fehler gefunden. Seltsam ist auch, dass Memtest86 auch Speicherbereiche oberhalb von 4096 MB getestet hat, obwohl im meinem PC nur 4 GB RAM eingebaut sind.

Ich habe dann auf Anraten anderer Hardware-Experten die verschiedenen Spannungswerte überprüft. Die Vcore ist im korrekten Bereich (0,925 V bis 1,425 V), die Spannung für den RAM, die eigentlich nur bei 1,8 V liegen sollte, liegt aber bei 1,952 V. In einem anderen Forum hat man mir gesagt, dass Kingston korrekte Funktion der RAM-Module nur für Spannungen innerhalb von Toleranzen von +/- 0,1 V um 1,8 V garantiert. Gleichzeitig hat man mir aber gesagt, dass eine Abweichung der DDR2-Spannung von mehr als +0,1 V bei Gigabytes relativ häufig vorkommt.

Ich habe testweise noch mal mein altes Netzteil angeschlossen, aber damit lag die Spannung ebenfalls bei 1,952 V. Andere Tests (Entfernen aller USB-Geräte, Anschließen über eine andere Mehrfachsteckdose etc.) blieben ebenfalls ohne Erfolg.

Ich hatte parallel noch die WLAN-Karte oder die TV-Karte im Verdacht, Probleme mit der Grafikkarte zu verursachen. Nach dem letzten Absturz (allerdings mit der Radeon) habe ich diese Karten daher ausgebaut. Außerdem habe ich noch einen Bluetooth-USB-Stick, mit dessen Treiber ich auch schon mal Probleme hatte. Kann es auch an diesen Sachen liegen oder ist es offensichtlich ein Problem mit dem Speicher?

Wenn es Problem mit dem Speicher ist, liegt es daran, dass die Spannung zu hoch ist oder müssten "intakte" RAM-Module damit zurecht kommen und sind die Module daher mit hoher Wahrscheinlichkeit defekt?

Kann ich das Problem lösen, indem ich mir RAM-Module, die für eine Spannung bis 2,0 V ausgelegt sind (etwa Kingston HyperX: Kingston HyperX DIMM 1 GB DDR2-800) besorge?

Kann mir irgendjemand hier helfen?

Im Anhang findet ihr Screenshots von Memtest86, WMD, den BIOS-Infos und CPU-Z.

See you,
NeilManlius

P.S. Sorry, dass es so lang geworden ist.

memtest4-part1-new.jpgmemtest4-part2-new.jpgwmd1-new.jpgcpu.jpgmainboard.jpgmemory.jpgspd.jpg
 

Mewtos

Freizeitschrauber(in)
AW: PC friert plötzlich ein

Überprüfe mal deine Festplatte auf SMART oder Sektorenfehler, vielleicht gibt es dort ja ein Problem.
Ansonsten würde ich auf jedenfall ein Bios Reset machen und mal auf der Mainboardherstellerseite schauen, ob dort ein neues BIOS Update verfügbar ist.

Ansonsten das mit dem RAM:
Ich habe das schon oft in der Praxis gehabt, dass, wenn ein Speicherriegel auf z.B. Bank1 sitzt, multiple Fehler hat und auf Bank2 aber völlig korrekt getestet wurde.
Mein Rat: Bau die Riegel mal aus, puste mal ordentlich die Bänke durch, setze die Riegel mal vertauscht ein (Riegel 1, Bank2/ Riegel 2 Bank1 usw.) und teste danach nochmal mit einem RAM Testprog die Riegel.



MfG
Mewtos
 
TE
N

NeilManlius

Schraubenverwechsler(in)
AW: PC friert plötzlich ein

Also für das Mainboard gibt es schon ein neues BIOS. Ich habe Version F4, bei Gigabyte steht Version F6 als Finalversion und F7N als Beta zur Verfügung: GIGABYTE - Mainboard - Socket AM2+ - GA-M720-US3 (rev. 1.0). Von Korrekturen bei der Spannung steht da aber nichts. Soll ich trotzdem ein Update machen? (Ein BIOS-Update ist ja nicht so trivial.)

Ich habe mal bei Gigabyte auf der Webseite nachgesehen, ob der Speicher auch in der Kompatibilitätsliste steht, aber leider kann ich in CPU-Z nur die Seriennummer, aber nicht die Produktbezeichnung ("Part Number" in CPU-Z) der Module auslesen. Es sind definitiv keine HyperX-Module, ob es dann ValueRAM-Module sind oder Kingston noch andere angeboten hat, weiß ich leider nicht. HyperX und ValueRAM gehen aber laut Website: http://download.gigabyte.eu/FileList/Memory/motherboard_memory_ga-m720-us3.pdf.

Mewtos schrieb:
Ich habe das schon oft in der Praxis gehabt, dass, wenn ein Speicherriegel auf z.B. Bank1 sitzt, multiple Fehler hat und auf Bank2 aber völlig korrekt getestet wurde.

Dann werde ich das mal checken. Leider sind die RAM-Fehler wie auch die Freezes nicht reproduzierbar.
Meinst du denn, dass die Fehler im RAM für mein Problem verantwortlich ist und würdest du z.B. Treiberfehler eher ausschließen?

See you,
NeilManlius
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
N

NeilManlius

Schraubenverwechsler(in)
AW: PC friert plötzlich ein

Ich habe die Module jetzt mal vertauscht und lass gerade Memtest laufen. Mal sehen, was so passiert.
 
TE
N

NeilManlius

Schraubenverwechsler(in)
AW: PC friert plötzlich ein

Ich habe Memtest 4.0 jetzt 9 Stunden lang laufen lassen und es wurde kein Fehler gefunden:
memtest-no-error.jpg

Und so sahen die BIOS-Infos nach dem Test aus. Die CPU-Temperatur verhältnismäßig hoch, aber nicht kritisch, die RAM-Spannung unverändert bei 1,952 V:
bios-nach-memtest.jpg

Ich hatte es in der Vergangenheit aber auch schon mal, dass ich Memtest machmal mehrere Stunden lang laufen lassen konnte und einfach kein Fehler kam, ein anderes Mal kam dann ein Fehler gleich nach wenigen Minuten. In Prime95 hatte ich auch mal einen Rundungsfehler, den ich aber nie wieder reproduzieren konnte. Die Freezes sind leider immer wieder aufgetreten.

Was mir auch zu denken gibt, ist die Frage, warum mir der PC mit der GeForce alle paar Stunden abgestürzt ist, mit der Radeon nur einmal in 14 (bzw. jetzt 21) Tagen. Wenn man einen Fehler im RAM annimmt, kann man das vielleicht damit erklären, dass die Radeon mit dem Windows-Standard-Treiber läuft, während für die GeForce der Nvidia-Treiber installiert war. Wenn dieser Treiber jetzt wesentlich mehr Speicherzugriffe macht als der Standard-Treiber, ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers und damit eines Crashs natürlcih auch höher.

Außerdem ist mir noch eingefallen, dass Windows in der 32-Bit-Version bei 4 GB RAM circa 1 GB für Hardware reserviert. Wenn das jetzt der höhere Speicherbereich ist (kann das jemand bestätigen?), könnte es ja sein, dass die Speicherfehler immer wieder in diesem Bereich aufgetreten sind, daher die hohe Affinität zum Grafiktreiber.

Wie könnte man es sonst noch erklären, dass der Rechner mit der einen Grafikkarte viel seltener abstürzt als mit der anderen und das auf eine Weise, die vor allem an einen RAM-Fehler denken lässt?

Oder war der eine Absturz mit der Radeon vielleicht nur Zufall, weil sie sich schlicht und einfach überhitzt hatte (ist nur passiv gekühlt), und die Nvidia ist tatsächlich defekt?

Ist nach 9 Stunden Memtest ohne Fehler ein Defekt im RAM ziemlich unwahrscheinlich?

See you,
Nicomedian
 
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